Geschätzter Besucher:

Hier beginnt die online - Ausgabe des gesamten Alpengroupie - Buches,

Teil 2, von 1999 - 2006.

Alle Berichte und Texte, mit allen Fotos in sehr hoher Auflösung und farbig!

Ideale Qualität auch zum ausdrucken der Bilder.

In monatelanger Arbeit habe ich hier das ganze Buch ins Internet gestellt.

Die riesige Seite ladet alle Bilder in etwa 50 Sekunden.


Gesamtgrösse des zweiten Teils: 1`065`344 Bytes!

1 Teil und 2 Teil etwa 1,1 Millionen Zeichen.

 

VIEL SPASS!!

 

 

 

 

Frontansicht

Gesamter Umschlag

 

 

 

GEORG GROLIMUND - SCHMIDLIN

 

UNSERE JAHRE IN DEN BERGEN

DIE GESCHICHTE DER ALPENGROUPIES


1986 - 2006

 

 

 

Alpengroupie - Nachwuchs:

Am 21. Februar 1999 haben Eric und Daniela Hunziker ihr zweites Kind bekommen, wir gratulieren herzlich zu ihrem Baby Robin!


Trainingsmarsch Delémont - Erschwil

Auffahrt, 13. Mai 1999 *

Dabei sind heute: Elsi, Alex, Toni und Eveline, Edgar, Paul Grolimund, erstmals Edi Pflugi, Iwan Borer, Kilian und Nadja, Iris und ich. Wir hatten eine nasse Ferienwoche, nach 48 Stunden Dauerregen und Überschwemmungen bessert sich das Wetter endlich, am heutigen Auffahrtstag. Zu acht fahren wir mit dem Postauto nach Laufen, mit dem Zug um 07 42 h nach Delémont, Wolken, ein paar blaue Fetzen und die Sonne drückt durch. Hoffentlich hält das Wetter. Am Bahnhof Delémont starten wir um 08 00 h, in leichtem Nieselregen durch die Stadt bis zum Jumbo - Markt, über die Birs Richtung Soyhières, dann über das Gleis in Richtung Basel, über eine kleine Brücke, wieder über den Fluss, hier, wo sich die Birs und der Scheltenbach vereinigen. Nun beginnt der Aufstieg durch den Wald hoch auf rutschigem Boden, bald fangen wir an zu schwitzen, 200 Meter höher auf eine Waldstrasse, auf dem gelben Wegweiser steht schon Wasserberg - Erschwil, hier gibt es eine erste Pause. Edgar spendiert während der Rast seinen Dielenberger 1998, hier ist es trocken und die Sonne scheint in den neu ergrünten Wald hinein. Nach 15 Minuten weiter auf dem Waldweg, leicht aufsteigend auf riesigen Bärlauchfeldern und schon erblickt man den Pierreberg. Etwas abwärts, ein Brötli vor dem Hof Vadry, auf eine grosse Lichtung mit Blick auf Delémont und das Scheltental. In wenigen Minuten zum Restaurant Pierreberg, hier wird erstmal beim Bier abgesessen. Die Katze auf dem Hof hier schnurrt auf Paul`s Rücken herum und hat einen sehr krummen Schwanz. Vielleicht kam sie mal unter die Traktorräder des Bauern. Die erwanderte Höhe ab Delémont beträgt 350 Meter, die Marschzeit bis jetzt 2 Stunden und 15 Minuten, es ist 10 30 h. Pause bis 11 00 h und Abmarsch auf die Krete Richtung Rettemberg / Viquerweid, auf gutes Schwarzbubendeutsch heisst das "Wixerweid." Weiter um 11 10 h, auf die Krete nach Rettemberg, später treffen wir auf einen grossen, sehr alten Grenzstein, hier vereinigt sich der Grenzverlauf der Kantone Solothurn, Jura und Baselland. ( Bis Ende 1993 Kanton Bern ) In 10 Minuten an den Waldrand, vor uns liegt die Viquerweid mit dem Restaurant und Naturfreundehaus auf 869 m. ü. M. Gesamte Marschzeit 3 Stunden 15 Minuten, es ist Mittag geworden und die Sonne drückt voll durch und wärmt unsere feuchten T - Shirts. Wir nehmen an den Tischen Platz, erhalten freundlicherweise vom Wirt Holz und machen ein Feuer im hauseigenen Grill. Via Natel erfahre ich von meiner Mutter, dass der Banntag in Erschwil, der heute auf der Bergliseite stattfinden sollte, im Schützenhaus über die Bühne geht. Damit liegt dieses Fest nicht mehr auf unserer Route, wir haben also fast alle Zeit der Welt. Es wird 13 00 h und gemütlich geht es ans grillieren, ausser 2 Stammgästen sind wir ganz alleine und bleiben fast 2 Stunden hier. Die Sonne brennt, es wird immer schöner, dann brechen wir auf. Hoch zur Krete und gemütlich über diese, links unter uns das Gebiet vom Wasserberg, Hof Misteli und Hof Vögeli. Auf einem Felsen ein schöner Ausblick über Bärschwil und das Laufental. Edi, Paul und Alex wandern schon voraus, 30 Minuten später erreichen wir die Deltarampe oberhalb des Bergrestaurants Oberfringeli. Im Naturfreundehaus Rettemberg habe ich bei Marga Schär im Oberbergli auf 17 00 h vorreserviert, es wird jetzt 15 40 h. Nun absteigend zum Ober Fringeli, Marschzeit bis hierher: 4 Stunden 35 Minuten. Der Himmel wird noch blauer, zwischen weidenden Schafen vorbei zum Gittermast und durch den Tannenwald in 40 Minuten rüber zur Grindler Stierenberghütte, die Zeit beträgt 5,5 Stunden. Dunkle Wolken ziehen auf, die Sonne verschwindet schnell, weiter zur Anhöhe und runter in 20 Minuten zum Bergrestaurant Oberbergli. Es ist jetzt 17 15 h, im Oberbergli ist unser Tisch für 12 Groupies von Marga gedeckt worden, wir sind sehr zufrieden. Drinnen treffen wir auf Stephan, Monika, Diana, David Purtschert und Werner Meier. Zwei vergnügte Stunden folgen nun, wir stürzen uns auf Salat, Frites und die bekannten Cordon - Bleus und geniessen einfach. Später trennen sich Elsi und Alex von uns, sie wandern weiter nach Wahlen zurück. Dann spendiert Edi 12 Mal Williams, weil er letzten Montag Geburtstag hatte, er wurde 42 Jahre alt. Danke, Edi! Nun das letzte Stück, der Abstieg ins Dorf. Über den breiteren Waldweg, der sich nun in einen Bach verwandelt hat, in die Riedhollenkurve, an Lukas Werner`s Schürli vorbei nach Erschwil. Als wir im Dorf ankommen, haben wir 6 Stunden 10 Minuten reine Laufzeit hinter uns, die Tour ist zu Ende. Iris und ich laden die restlichen Groupies in unseren Garten ein, es folgt ein gemütlicher Abend. Nach 22 00 h beginnt es zu regnen, zufrieden und auch etwas schadenfreudig gegenüber Petrus geniessen wir bis Mitternacht das nasse Schauspiel, das uns heute so glückvoll verschont hat. Es war ein toller Trainingsmarsch, im nächsten Jahr wollen wir vom Passwang nach Olten wandern. Doch freuen wir uns jetzt zuerst auf den bevorstehenden Sommer 1999!


Naturerlebnis Grosser Aletschgletscher ( Konkordiahütte - Märjelensee )

21. / 22. August 1999 *

Dabei sind: Toni und Lucie, Yvan Clos, Véronique Steffen, Toni Borer, Iris und ich. 9 Jahre haben wir diese super Gletschertour nicht mehr durchgeführt, statt 15 Leute wie damals sind wir heute nur 7 Groupies und bilden dementsprechend nur eine Seilschaft. Das Wetter ist schön gemeldet und das Fondue bestellt. Toni, Iris und ich verlassen Laufen um 06 42 h, 2 Wochen Sommerferien liegen noch vor uns. In Bern kommen vier Waadtländer dazu und im Doppelstockwagen geht's nach Interlaken Ost, zu siebt nehmen wir Platz am runden Tischli im ersten Stock. Dann umsteigen in die WAB bis Grindelwald, weiter auf die Kleine Scheidegg, über uns steht die Eigernordwand und der Mittellegigrat. Ein paar Wolken hängen noch herum, sonst ist es schön. Lucie sucht hier Batterien und einen APS - Film für ihre Kamera, danach in die Jungfraubahn und hinauf zum Top of Europe. Bald verschwinden wir im Bauch des Eigers und des Mönchs, nun die Stopps in der "Eigerwand" und danach das "Eismeer". Kurz vor 12 00 h treffen wir auf dem Jungfraujoch ein auf 3454 m. ü. M., es ist mein 17. Besuch hier oben und heute betrete ich zum neunten Mal den Grossen Aletschgletscher. Seit meiner Eiger - Besteigung ist nun ein Jahr vergangen. Im Zug traf ich Marco Stupf und Kurt Kirchhofer und 6 weitere Kumpels mit Bergführer, so ein Zufall, sie erwandern den Aletschgletscher zum ersten Mal. Auf dem Jungfraujoch nun einen Kaffeestop, die Gschtältli anziehen, dabei zeigt mir Toni Grolimund 2 Feuerwehr - Karabiner, etwa 30 cm. lang, aus der Feuerwehr in Riex VD, unglaublich. Man muss sich so was mal vorstellen, er ist definitiv im falschen Film. Wir gröhlen deswegen und und treten dann durch den Stollen ins gleissende Licht der Hochalpen. Es herrscht fantastisches Wetter, wir seilen an, montieren die Steigeisen und starten im Joch um 13 10 h. Jetzt den Jungfraufirn hinunter durch viel Firnschnee, es ist sulzig und der Schnee reicht bis auf den Konkordiaplatz, weil wir in diesem Jahr einen heftigen Lawinenwinter und viel Schnee hatten. Yvan packt derweil seine uralten Steigeisen bald ein, wir haben es wunderbar. Etwa 20 kleine Spalten und Spältchen gilt es zu überwinden, eine recht grosse Spalte im Abstieg löst ein Aaaah und Ooooh aus. Nach 2 Stunden Gletscherwandern gibt es auf der ersten Moräne eine Pause von 45 Minuten, eine Gruppe mit Reepschnüren ( ! ) um den Bauch hat uns nun überholt. Dann kommen auch Marco Stupf und seine Mannen, wir schauen drüben an der Felswand die Stahlleiter zur Hütte hoch. Weiter um 16 00 h durch Eis und Geröll zur zweiten Moräne in 50 Minuten, weitere 20 Minuten sind es noch zur Stahltreppe. Diese Wahnsinnstreppe ist sehr erstaunlich und wird mit der Zeit halt immer länger, weil der Gletscher abnimmt. Vor über 100 Jahren reichte der Gletscher 80 Meter höher bis fast vor die Hütte, es ist unglaublich. Auf dieser schwindelerregenden Leiter in 20 Minuten hoch, gegen 17 50 h erreichen wir die Konkordiahütten auf 2850 m. ü. M. Die gesamte Laufzeit heute beträgt 3 Stunden und 45 Minuten. Die berühmten Konkordiahütten wurde 1996 nochmals erweitert, wir haben schöne Zimmer, ein neuerer Anbau, eine grössere Küche ist da und, das Beste, eine richtige Aussichtsterrasse aus Stahl und Holz, wir staunen hier oben. Früher hockte man einfach auf den Felsen. Toni Grolimund spendiert draussen in der Sonne 7 Kübel Bier vom Fass und die Hüttenwartin bringt 7 Tee zur Begrüssung, so was haben wir noch nie erlebt. Wir relaxen und geniessen die fantastische Aussicht auf den Konkordiaplatz, in dessen Mitte das Gletschereis noch immer 800 Meter dick ist. Unsere Gruppe erhält das Zimmer "Gletscherhorn" und um 18 30 h wird dann ein feines Fondue aufgetischt, dazu weissen Johannisberg und ein paar Kirschli. Bald gibt es noch ein halbes Caquelon Fondue mehr. Heute kaufe ich wieder mal ein Hütten - T - Shirt, dann geniessen wir den Sonnenuntergang, das Panorama ist herrlich. Später werden in der Gaststube Postkarten und an meinem Bericht geschrieben, das Hüttenbuch wird ausgefüllt und das Geld eingezogen. Marco Stupf und seine Kumpels sitzen den ganzen Abend neben uns, wir haben es lustig zusammen und bestellen noch etwas Rotwein für die Nacht. Draussen vor der Hütte herrscht eine spezielle Atmosphäre, das Jungfraujoch leuchtet zu uns herab, die Parabolantennen an der Jungfrau sind beleuchtet, viele Sterne strahlen und der Halbmond liegt über uns. Im Süden zucken ein paar Blitze durch hohe Wolken. Der Nebel zieht über die Gletscherkurve des Aletsch und baut sich unter uns auf. Hier auf 2850 Meter, auf dieser Hütte bin ich einfach gern. Nachtruhe für die letzten gibt es um 23 00 h, unsere Siebner - Gruppe hat ein ganzes Zimmer mit 12 Betten zur Verfügung. Solche Luxus - Zustände haben wir sehr selten, Iris und ich schlafen diesmal sehr gut. Am Sonntag ist die Tagwache auf 05 00 h angesetzt, das Frühstück ab 05 30 h, Lucie kann es nicht verstehen, doch der Weg ist noch weit. Draussen ist es noch bewölkt, das Zimmer räumen, Decken zusammenlegen, packen und die Gschtältli montieren. Gegen 06 50 h starten wir über den Hüttenweg Süd, der neu gebaut wurde, kein Rückweg also diesmal über die Leitern. Gesichert am Seil ist es eine tolle Sache mit Tiefblick, Yvan und Lucie haben Mühe mit runter schauen und feste Tritte finden, der Weg ist nicht ungefährlich. Vor uns befinden sich 3 Gruppen inkl. Marco und Co. Nach 45 Minuten ist der Bergweg geschafft, Véro muss sehr dringend hinter die Felsen und nun seilen wir alle an, mit den Zacken ins Eis und die Tour kann beginnen. Durch Schutt und Geröll auf den grossen Aletschgletscher, über Eisnasen und Hübel, Spalten und Spältchen und hundert kleine Seelein gegen die Mitte der ersten Moräne, dann links davon südwärts weiter. Jetzt kommt die Sonne und wärmt uns schnell auf, das Eis fängt an zu glitzern, unser Tempo ist gemächlich. Ich warne vor den Schneebrücken, die nicht halten und erkläre den Gletscherneulingen den optischen Unterschied zwischen Blankeis und Firn. Nur ein paar Minuten später stürze ich mit dem linken Bein in eine Gletscherspalte, kann mich halten mit Pickel und Steigeisen, hinter mir sichert Iris voll mit dem Seil, was für eine Vorführung. Ich glaube, das war mein schönster Tritt ohne Boden, das reale Beispiel war da. Nach einer Stunde tollem Gletscherwandern machen wir mitten auf der ersten Moräne eine Pause von 30 Minuten, ein Wein wird im Schmelzwasser gekühlt, es gibt ein Gruppenfoto, das Leben ist schön. Wir haben viel Spass und Zeit im warmen Sonnenlicht. Während dem Znüni posieren wir auf einem schönen Gletschertisch, das Jungfraujoch ist schon weit weg, der Himmel abartig stahlblau. Eine weitere Stunde wandern wir südwärts, an einem grossen Gletscherbach vorbei, der später mit Getöse in zwei dunklen Eislöchern verschwindet. Die Tiefe ist Furcht einflössend, jede ( r ) darf mal reinschauen. Nun weiter in der Nähe der Moräne, das Eggishorn und der Märjelensee kommen langsam näher, es wird nun richtig warm. Lucie hat Schmerzen wegen ihrem eingeklemmten Nerv, Iris hat ihr schon mehrere Tabletten gegeben. In der Kurve guckt das Matterhorn hervor, dann das gewaltige Weisshorn, wir befinden uns jetzt auf der Höhe des Olmenhorns, im Wallis bilden sich schon hohe Wolkentürme. Jetzt links haltend nach einer kurzen Pause, die Fiescherhörner über uns präsentieren sich von ihrer schönsten Seite. Die hügelige Gletscherlandschaft der letzten Zeit wechselt sich nun ab mit grauer, glatter Blankeisoberfläche im Osten, man wandert hier durch imposante Eisgebilde, Dohlen und Versenkungen. Lucie hinter Iris ist voll am Anschlag, kann bald nicht mehr mit ihrem schmerzenden Nerv, auch hat sie kleinere Probleme mit ihren Schuhen. Über diese Eisrücken geradeaus, dann langsam absteigend zu den Felsen, vor uns der Gletscherrand, ein Eisabbruch, der sich stetig verändert. Die Alpengroupies verlassen den Aletschgletscher nach 3,5 Stunden, klettern über die Felsen und ziehen die Steigeisen aus. Über Wiesen und Sumpfgebiet mit vielen Wollgräsern hoch zum Weg, geschafft, in der grünen Vegetation einen Stop mit Blick auf den Gletscher. Die Marschzeit von der Konkordiahütte beträgt 4 Stunden 35 Minuten, wir relaxen, waschen uns am Bach, gratulieren einander und liegen in der Sonne. Um 14 00 h Abmarsch, 50 Meter über uns liegt der Märjelensee, den ich etwas weiter hinten vermutete. An diesem vorbei aufsteigend auf den Höhenweg und zu einer Beiz, dahinter liegt ein Stausee, den die Firma Borer aus Büsserach gebaut hat, sagt Toni nicht ohne Stolz. Gleich daneben befindet sich nun dieser neue Tunnel, der das letzte Mal noch im Bau war. Sagenhaft, er führt direkt durch den Tälligrat hindurch und ist beleuchtet, so ersparen wir uns den Höhenweg nach Hohflue oder Moosflue und

Blick von der Konkordiahütte auf den Aletschgletscher, eine andere Welt.

weiter auf die Riederalp. Für den Tunnel brauchen wir 15 Minuten, er ist schön kühl und mitten drin steht eine Grotte mit einer Heiligenfigur ( Hl. Barbara, Figur der Tunnelbauer ), wo wir Kerzen anzünden und für unsere Gesundheit danken. Auf der anderen Seite durch viele Kurven runter zum Kühboden, mit schönem Blick ins Goms. 90 Minuten nach dem Märjelensee erreichen wir die Gondelbahn auf Kühboden, der jetzt Fiescheralp heisst. Die Marschzeit gestern betrug 3 Stunden 45 Minuten, die Marschzeit heute 6 Stunden und 5 Minuten, ergibt also 9 Stunden und 50 Minuten fürs ganze Weekend mit den Pausen. Auf der Sonnenterrasse neben der Bergstation geniessen wir alle sieben die angepriesenen Riesen - Cordon - Bleu, genannt "The Big Deal", also 350 Gramm pro Stück. Ein Wahnsinn, wir werden nicht enttäuscht. Später mit der Gondelbahn ins Tal nach Fiesch, wir haben um 18 00 h keinen Zuganschluss, 300 Meter noch bis zum Bahnhof, wo Toni G. eine Runde spendiert. Die Zeit vergeht schnell, mit dem nächsten Zug nach Brig, wo wir uns um 20 00 h von Toni und Lucie, Véronique und Yvan trennen. Eine erfolgreiche Tour mit tollem Wetter geht in diesem komischen Sommer hier zu Ende. Toni spielt es keine Rolle, wann wir nach Hause kommen, es gibt einen direkten Schnellzug Brig - Basel und für uns drei endet diese schöne Tour um 00 08 h in Laufen. Jetzt fangen für Iris und mich diese 2 Wochen Sommerferien erst an und die Temperaturen bleiben weiterhin im oberen Bereich.

 

Besteigung Mönch, 11. / 12. September 1999

 



Alpengroupie - Nachwuchs:

Am 14. Juli 1999 haben Dieter und Nadja Hunziker ihren ersten Nachwuchs erhalten, Baby Noemi. Herzliche Gratulation!

Ende August / Anfangs September `99 bekommen Anita und René Stiefelmeyer - Marti im fernen Australien ihr zweites Kind, Sohn Lars. Auch hier beste Grüsse zum fernen Kontinent.


EIGER LIVE 1999 9. / 10. September

Endlich ist es im zweiten Anlauf soweit: Der Altweibersommer ist endlich Tatsache in diesem verregneten Sommer. Über 10 Tage gibt es ein stabiles Hoch. Am 9. 9. 1999, der Hochzeit von Jackie und Giusi, wurde um 09 09 h die TV - Durchsteigung der Eigernordwand gestartet. 30 Stunden Live - Übertragung von SF DRS und dem WDR. Ein riesiger Aufwand und eine grossartige Leistung der vier Bezwinger, darunter Stephan Siegrist und eine Frau, Eveline Binsack. Die Übernachtung im Todesbiwak, am 10.09. weiter über die Weisse Spinne - Ausstiegsrisse zum Mittellegigrat auf den Eigergipfel um 15 30 h, super. Hunderttausende schauten dabei zu und das Internet brach zusammen. Dies ist die grossartigste Leistung in der Geschichte des Fernsehens, sehr spannend und man ist hautnah dabei. 2 Tage später werden wir wieder in der Nähe des Eigers weilen, nämlich im Sturm auf den Mönch.



Hochtour Mönch 4110 m. ü. M. ( neue Vermessung )

Privattour, meine 6. Besteigung 11. / 12. September 1999

Dabei sind: Markus, Toni und ich. Dies wird der letzte Viertausender in diesem Jahrtausend für uns. Monate lang geplant, ist dies nun das vierte und letzte Datum für diese Bergfahrt. Meine 6. Mönch - Besteigung über die Normalroute, den Südostgrat nach 1988, 2 Mal 1989, 1991, 1994 ist sogleich mein 25. Viertausender. Für Markus wird es der erste sein, seine Premiere. Das Wetter bleibt weiterhin super bis 30 Grad in der Nordwestschweiz, und das im September ( ! ) Wir verlassen Laufen erst um 09 40 h, fahren mit dem Zug über Biel - Bern - Interlaken Ost - Grindelwald auf das Jungfraujoch, das wir um 14 53 h erreichen. Es ist heute meine 18. Fahrt aufs Joch, oben angekommen, geniessen wir Sonne und Schnee und haben endlich Zeit, mit dem neuen Lift auf die Sphinx hoch zu fahren. Dort geniessen wir das Panorama, um nachher über die "Autobahn" zur Mönchsjochhütte aufzusteigen. Viele Tagestouristen sind unterwegs, neben uns läuft eine Frau barfuss im Schnee vorbei, hier im Hochgebirge. Es ist immer wieder unglaublich, auf was für Leute man so trifft. Um 16 15 h treffen wir auf der Mönchsjochhütte auf 3650 m. ü. M. ein, beziehen das Zimmer, es folgt ein schöner Hüttenabend und ein feines Nachtessen. Es gibt Suppe, Salat, Kartoffelstock, Braten mit Sauce und ein Dessert. Den Roten dazu für einen guten Schlaf, wie fast immer. Dann schreiben wir uns im Hüttenbuch ein, kritzeln unter Ziel "Mönch" rein und unterschreiben mit "Die Schweinepriester!", Sektion Alpengroupies! Draussen vor den neuen, chemischen WC`s leuchten wunderbar die Sterne, wir erkennen Sirius, Orion und den Saturn, fantastisch auf dieser Höhe, um 23 00 h dann ab ins Bett. Doch wir schlafen nicht so gut wegen der Höhe, um 02 00 h hole ich noch die Ohrenpfropfen. Alle sind froh, dass es bald 04 30 h wird, aufstehen, das Frühstück um 05 00 h, nach dem Zähne putzen vergesse ich draussen auch noch mein Nessessaire. Dann wird gepackt, das Gschtältli montiert und um 05 30 h verlassen wir die Hütte. Im Dunkel der Nacht in 10 Minuten zum Einstieg, anseilen, die Stirnlampe auf und los geht's. Den Weg hoch durch die Felsen im Zickzack, etwas klettern, der Himmel ist sehr klar. Wir sind heute die ersten am Mönch, auf der Normalroute, langsam beginnt die Dämmerung, da und dort um einen Turm oder eine Platte herum, bis zum Wasser - Messgerät, dann steil in die Felsen. Um 05 45 h waren wir gestartet, jetzt wird es hell. Nach 1 Stunde erreichen wir das erste lange Firnfeld und ziehen die Eisen an, über den Firnpfad steil aufsteigend, 90 Minuten liegen noch vor uns. Im Osten geht die Sonne auf, an der Jungfrau und dem Finsteraarhorn hängen noch Restwolken. Als das Firnfeld vorbei ist, laufen wir mit den Steigeisen über die Felsen in 20 Minuten, Markus geht am Schluss, Toni ist Seilzweiter. Ein kurzes Stück Firngrat, um wieder auf die Felsen zu gelangen, 2 Gruppen haben uns bisher überholt. Der Gipfel über uns leuchtet rot im ersten Sonnenlicht, der Himmel wird stahlblau, dann werden auch wir angeschienen, schnell wird es warm. Der Schnee ist noch weiterhin schön gefroren, vor uns liegt nun schon der steile Gipfelgrat, auf dem recht schmalen Firnweg kommen wir zügig voran. Noch 30 Minuten bis zum höchsten Punkt, die Waden beginnen in dieser Steilheit langsam an zu brennen, die Luft wird dünner, 4000 Meter über Meer sind erreicht. Markus hat nun seine Premiere dieser magischen Grenze. Meine Avocet - Uhr spinnt, Toni gibt die aktuelle Höhe durch. Die 6 verankerten Eisenpfosten werden erreicht, wir sichern uns, der Gipfel ist nah und der Grat wird flacher. Grosse, überhängende Wächten liegen zur Nordwand raus, wir müssen ein paar Italienern ausweichen, andere überholen uns fast gleichzeitig, sie können einfach nicht warten. Es ist heikel hier, so wie 1989, als Iris mit mir an diesem Punkt stand und die Wächte abbrach nach dem ausweichen, nachdem sie wieder ein paar Sekunden auf dem Grat stand. Der Gipfelgrat ist flach, kurz durchatmen, wir sind euphorisch. Um 08 20 h stehen wir auf dem Gipfel des Mönchs, 4110 Meter hoch seit der neusten Laservermessung. Wie immer brauchten wir 2,5 Stunden für den Aufstieg, so früh war ich noch nie hier oben. Ich gratuliere nun Markus zu seinem ersten Viertausender, seiner Premiere, und Toni zum zweiten Viertausender nach dem Allalinhorn 1998. Wir sind happy und stehen in den Alpengroupie - T - Shirts auf dem Gipfel, es ist sehr warm, genauso wie damals auf dem Mönch 1994. Als die Italiener gehen, haben wir drei den Gipfel für uns alleine, Markus öffnet ein Fläschchen Calamin `98 und wir stossen auf dieses schöne Gipfelerlebnis an. Vom Südwestgrat steigen nun zwei Bergsteiger zu uns auf, viele Fotos werden gemacht, man posiert im Schnee, hinter uns steht die Jungfrau und nur blauer Himmel. Hier ist alles schön, hell und weiss, der Grosse Aletschgletscher fliesst in seiner ganzen Grösse ins Wallis hinab. Gegen das Mittelland und den Jura ist es zwar trüb, voller Smog am Horizont, ein Zeichen der Umweltverschmutzung. Über Mürren liegt der Schatten des Mönchs wie eine riesige schwarze Pyramide, so wie letztes Jahr auch auf dem Eiger und 1991 auf dem Niesen mit Äendel, als ich dies zum ersten Mal sah. Wir geniessen diesen Aufenthalt, die Zeit geht viel zu schnell vorbei. Ein Phone mit dem Natel zu Iris hat auch stattgefunden, dann war der Akku leer. Bald sind wir 55 Minuten auf dem Gipfel, noch immer im T - Shirt, versteht sich. Plötzlich ziehen vom Eiger her Wolken auf, eine Nebelwand kommt sehr schnell daher. Tief unter uns ist das Jungfraujoch noch frei, und sogleich werden wir eingelullt. Anseilen, packen, ein letzter Blick zur Jungfrau hinüber. Markus geht nun voraus, ich bilde den Schluss. Zügig den Gipfelgrat runter, noch ein paar Fotos, dann sichern wir um die Eisenstangen, der Firn ist noch immer nicht sulzig. Bald sind die Felsen erreicht, mit den Eisen drüber, Toni flucht. Bei einem Stop rutscht mir meine Kamera um ein Haar 600 Meter in die Tiefe. Viele Bergsteiger kommen nun hoch, eine Gruppe mit dem Seil und ohne Steigeisen, eine andere mit Eisen, aber ohne Seil. Es ist sagenhaft, wie immer, hier am Mönch. Dann das zweite Firnfeld, später das unterste. Der Eiger ist verschwunden, doch die Sonne hat uns wieder. Nach einer Stunde werden die Steigeisen eingepackt. Noch etliche Teams sind am Aufstieg, gewisse Päärchen werden den Gipfel heute wohl nicht mehr schaffen. Man sieht schon die Messstation, kurz darunter essen wir etwas, eine Bergdohle bekommt Brot von mir. Markus wartet gierig darauf, dass endlich der Eisabbruch in der Südwand mit Getöse aufs Firnfeld knallt. Nun sind es bis zum Fuss des Berges noch 10 Minuten, im Schnee gratulieren wir einander nochmals, die Mönch - Tour `99 ist erfüllt. Am Seil zur Mönchsjochhütte, wir melden uns ab, Plastikbox holen, Rucksack packen und weg sind wir. Für den Abstieg vom Mönch brauchten wir genau 2 Stunden, Toni und Markus sprechen schon euphorisch von der Besteigung der Jungfrau im Jahr 2000. In 25 schnellen Minuten erreichen die "Schweinepriester" um 12 30 h das Jungfraujoch. Hier geniessen wir im Restaurant Crystal dreimal feine Rahmschnitzel. Ich telefoniere Fritz Häner, meinem Nachbarn, damit die Sache mit Iris, Eveline, Patrizia und den Spaghetti`s am Abend auch klappt. Um 14 00 h fährt unser Zug in die Zivilisation zurück nach Grindelwald und weiter nach Interlaken Ost. Im Zug holt Toni drei dicke Habanna Monte Cristo - Stumpen hervor, die wir genüsslich bis nach Bern auf den Mönch rauchen. Um 19 15 h treffen wir schon in Laufen ein, es erwarten uns Iris, Patrizia, Dominik, Tina und Michel. Fahrt nach Büsserach, wo Eveline Spaghetti Napoli kocht. Hier verbringen wir einen tollen Abend mit gutem Essen und feinem Wein. Danke Toni und Eveline.

Der Gipfelgrat am Mönch, Normalroute, Aufstieg und Abstieg über den Südostgrat.

Das Ulrich Inderbinen - Buch

Kurz nach unseren Sommerferien 1999 kommt Iwan Borer vorbei und schenkt mir nachträglich zum Geburtstag folgende Highlights: Das Buch: "Ulrich Inderbinen - Ich bin so alt wie das Jahrhundert." Zum Beginn mit einer persönlichen Widmung: "Dem lieben Iris + George. Zermatt, 29. 08.99. Inderbinen Ulrich, Bergführer". Das ist ein unglaubliches Geschenk für mich. Von dem Mann, den ich schon immer mal kennen lernen wollte, dem ältesten Bergführer der Welt. Der Mann, der über 350 Mal das Matterhorn bestiegen hat, der mit 90 Jahren nochmals auf dem "Horu" stand im Jahre 1990 für SF DRS, mit Röbi Koller und Adolf Ogi. Ich hatte ja im Juli 1999 wieder Pech, ihn zu treffen. Iwan, Bürger von Erschwil SO und ein halber Zermatter, kennt ihn persönlich und war mit ihm vor ein paar Jahren auf dem Breithorn. Dazu ein Originalfoto von Ulrich Inderbinen und 2 Diplome von Zermatter Bergführern, 1 Mal für eine Matterhornbesteigung und 1 Mal für das Breithorn, leer, für mich zum selber ausfüllen. Iwan, danke nochmals, für dieses super Geschenk.


2. Weintour ins Lavaux *

25. September 1999

Heute brechen wir den alten Anmelderekord. Mit dabei sind: Markus, Patrizia, Toni, Eveline, Thomas Harder und erstmals seine Freundin Maya Ackermann, Jackie und Giusi mit Hund Timo, Kilian und Nadja, erstmals René Zuber aus Laufen, Dieter und Nadja, erstmals ihre Tochter Noemi ( 2 ½ Monate ), Martin und erstmals Bea Schmidlin, Heidy, Paul, Alex, Eric und Daniela, Manuela ( im 7. Monat ) und Daniel, Fritz und Bethli, erstmals Dieter und Hulda Messerli, Stephan Ankli und erstmals seine Freundin Sandra Waller, die Schwester von Daniela, Iris und ich. Ab Lausanne steigen dazu: Toni und Lucie, Véronique und Robert Sager, der Bruder von Lucie. Sagenhaft, wir sind 36 Groupies. Kilian und Nadja haben verschlafen, sie tauchen dann in Grandvaux wieder auf. Von Laufen aus mit dem Schnellzug nun über Biel nach Lausanne, auf der Fensterreservierung heisst es: "Alpenpuppies, Gollimunt Grego". Typisch Pius Zumthor vom Bahnhof Zwingen, der die Reservationen tätigte. Schon bald wird Weisswein im Zug entkorkt von Toni, Dieter, René, Fritz, so geht es weiter. Der Kondukteur streicht die 2 Billette und wir ziehen das Geld für die Tickets und den Groupie - Beitrag ein. Danach Verkauf von 2 T - Shirts an Steffi Ankli und Tommy Harder, wir verteilen das nächste Programm vom Paragliding / Spider Highway, das am 19.10.99. stattfinden wird. Alex hat heute Morgen verpennt, ist aber nach 6 Minuten bereit, nur Elsi war bereits wach um 06 00 h. Das Wetter ist wirklich schlecht, wir werden keine Sonne haben heute, auch nicht im Waadtland. In Yverdon ist es aber nur noch bewölkt. Um 08 48 h treffen wir in Lausanne ein, umsteigen und mit dem Regionalzug nach Puidoux - Chexbres, Ankunft hier um 09 24 h. Um halb Zehn nehmen wir beim Bahnhof in 2 Gruppen Platz im Restaurant de la Tonelle. Wiederum wunderschön verziert ist das Restaurant und auch das sehr spezielle WC, muss man gesehen haben. Nun treffen Toni, Lucie, Véro und Robert hier ein, René Zuber kauft ein Kochbuch in französischer Sprache. Nach dem Apéro Wanderung bei leichtem Regen hoch zum Signal, Dieter fährt das Auto von Lucie und nimmt Nadja, Noemi und Bethli mit. Auf der Höhe nun weniger Regen, der Blick ins schöne Lavaux ist frei. Etwas hinab durch die Reben, am Gleis entlang und unter einer Bahnunterführung ein kleiner Stop mit Apéro. Ein Stück weiter hat damals der berühmte Postraub stattgefunden. Danach geht es nur noch abwärts, nach 90 Minuten erreichen wir Grandvaux und trekken zum Hotel Auberge de la Poste. Dieter und Anhang sind schon hier, und, welche Überraschung, sitzen doch Kilian und Nadja daneben, sie fuhren direkt hierher. Wir nehmen Platz im schönen Wintergarten mit den grossen Fenstern und haben einen tollen Blick auf den See. Vorhin drückte die Sonne durch und der Regen hat auch aufgehört. Nach dem Salat bringt das Servicepersonal 34 Mal Eglifilets Menière ( Filet de Perche ), sie sind super. Jetzt kann man schon nach Frankreich rüber schauen, unser Toni bestellte 10 Flaschen Weisswein für diese grosse Gruppe. Das Essen ist wie immer ein Genuss, am Schluss gibt es noch Café créme, dann kommt die Rechnung. Für alle zusammen Fr.1915.60.-, pro Person also Fr.56.-, das ist okay. Draussen rieselt es wieder, wir wandern nun durch die Reben in 30 Minuten rüber ins Nachbardorf Riex. Kurz vor 15 00 h treffen wir bei Nicolas und Liliane Demierre ein, in den beiden Kellern teilt sich die Gruppe auf, die Fahne schwebt über uns. Nun beginnt die eigentliche Degustation: Zuerst probieren wir den Epesses Printanier 1998, den Frühlingswein, danach den werten Souriex, unser "Hochzeitswein", dann den geliebten Calamin und nun die Krönung, den Dézaley von Maurice Demierre. Vor knapp einem Jahr ist der beliebte Winzer und Freund Maurice Demierre viel zu früh an einer Krankheit verstorben, wir werden ihn nie vergessen, sein Geist lebt in seinen Weinen weiter. Zu guter Letzt kommt dann noch der rote Epesses, der Petit - Grais. Vor zwei Jahren, an der ersten Weintour, hatten wir es so schön hier draussen im Garten, jetzt regnet es wie aus Kübeln. Für die 2 Poster von Maurice während der ersten Tour, die in unserem Keller hängen, reichte die Zeit nicht mehr, ich werde sie bald zu Liliane schicken. René Zuber hat seinen Frieden hier im Keller, er mag den Wein und ist happy, dass alle Weinflaschen mit Naturkork verzapft sind. Toni, Liliane, Heidy und Nicolas schenken die verschiedenen Sorten aus, die Zeit geht wieder viel zu schnell vorbei, zum Schluss kann man bestellen und danach werden die Scheine eingesammelt. Ganze 25 Kartons finden später den Weg zu uns nach Erschwil, wo die Ware weiter verschoben wird. Markus bestellt noch einen guten Marc, dann ist es Zeit für den Aufbruch, der Abschied dauert sehr lange. Besten Dank, Liliane und Nicolas. Jetzt in 25 Minuten abwärts durch den Weinberg nach Cully, um 16 45 h sind wir bereits unten am See im schönen Caveau de Cully eingetroffen, die Alpengroupie - Fahne wird aufgehängt. Der Weinbauer hier heisst Philipp Monnier und er hat einen exzellenten Roten, der Keller öffnete wegen uns sogar etwas früher, um 16 30 h. Wir verteilen uns im ganzen Keller, Saucissons und Wein wird bestellt, es ist ein schönes Caveau, meine Mutter ist zum ersten Mal hier. Für 90 Minuten gehört der Keller uns, dazwischen kaufen Fritz, Giusi und ich nebenan beim Bovard ein. Nun wird es immer lauter und lustiger mit der Zeit, Röbi Sager drehe ich noch ein T - Shirt an, somit sind schon vier verkauft. Martin bekommt vom Wein einen roten Kopf, Bea lacht nebenan. Die Stimmung wird noch ausgelassener, gegen 18 00 h wollen wir die Rechnung. Besten Dank dem Winzer und Toni und Lucie für ihre Organisation, bis zum nächsten Mal. Die Gruppe verschiebt sich nach draussen zum Schiffssteg, ich hab 7 Flaschen zusätzlich im Rucksack zum Horten und immer ein Auge auf die neue Fahne. Draussen auf dem See sieht man schon unser Kursschiff. Toni und Eveline entschliessen sich spontan, hier bei Toni, Lucie, Véro und Robert zu bleiben. Sie geben ihre Billetmarken vom Kollektiv weiter an Kilian und Nadja, die ja nur den Hinweg gelöst haben. Wir betreten das Schiff und winken mit Jubelgeschrei, der Kahn beschleunigt rasant, auf dem Deck flattert unsere Fahne im Wind. Iris schenkt Weissen aus auf den Holzbänken, vor Regen geschützt, nach 30 Minuten Fahrt treffen wir in Lausanne - Ouchy ein, hier war ich auch noch nie. Dies ist übrigens die einzige Metro in der Schweiz, wir besteigen die Bahn und fahren hoch zum Bahnhof Lausanne. Währenddessen turnt Dieter als Ex - Kunstturner am Deckengestänge herum und klebt zwischen Stangen und Decke zur Freude der übrigen Fahrgäste, die Romands schauen nur ungläubig und verstehen die Welt nicht mehr. Dann verziehen wir uns ins Bahnhofbuffet Lausanne, haben hier eine Stunde Zeit, René isst etwas Warmes. Nach 20 00 h fährt unser Zug ab, im reservierten Wagen wird munter gebechert, wir haben es sehr lustig und Nadja zieht eine Grimasse, es ist doch ein Stress, auch noch das Baby und den Kinderwagen mitzunehmen. Didi wollte heute Nachmittag bei Liliane Demierre eine Wahnsinns - Bestellung von 3 Weissen und 2 Rotweinen bestellen, mein lieber Mann. Dafür turnt er jetzt wieder unter dem Gegröhle der Kumpels am Dach des Waggons herum, so wie Spiderman, was seine Ehefrau Nadja nun mit beissendem Blick und einer harten Schelte erwidert. Dann kommt der Wagen der Minibar, da und dort auch ein kühles Bier. Die Zeit rast uns förmlich davon, in Biel wird umgestiegen und um 22 15 h fährt unser Zug in Laufen ein. Trotz Regenwetter war es eine tolle zweite Weintour, mit dem Anmelderekord von 37 Groupies inkl. Baby und dem Hund. Martä lobt mich für die Organisation und schon heisst es im wilden Getümmel der Hände auf Wiedersehen und Tschüss. Iris fährt mit Alex, Fritz, Bethli und Heidy heim nach Erschwil, ich gehe mit Paul nun direkt nach Zwingen an die Plattentaufe der Band NATIONAL, die schon 2 Stunden im Gange ist. Es sollte 04 00 h werden in dieser Nacht, ich bin Zeuge des Duetts von Oli Blessinger und dem genialen Tastenmann "Rumpelstilz" Hanery Amman, den ich hier noch persönlich kennenlerne. Sie singen zusammen unter anderem "Alperose", das auf dem Nachhauseweg noch lange in den Ohren dröhnt.


Paragliding / Spider Highway - Gleischirmfliegen / 100 Meter abseilen

16. Oktober 1999 *

Grindelwald First und Gletscherschlucht mit Marco Bomio

Heute findet die letzte Tour in diesem Jahrtausend statt. Diesmal sind mit dabei: Toni, Eveline, Kilian, Nadja, Paul Grolimund, Dieter und Nadja Hunziker und ich. Wir treffen uns um 06 30 h vor der EPA in Erschwil, habe gerade 4 Stunden Schlaf hinter mir. Toni und Dieter fahren uns acht Leute ins Berner Oberland. Gegen 08 30 h treffen wir im Gletscherdorf ein, bei der Talstation der Firstbahn trinken wir einen Kaffee im Restaurant Steinbock. Jetzt kommen 3 unserer 4 Piloten, zusammen fahren wir mit der Gondelbahn nach Grindelwald First hinauf. Auf der Autobahn und im Dorf hier liegt der dicke Nebel noch drückend über der Landschaft, das ganze Mittelland ist zu. Es ist halt richtiges Herbstwetter. Während der Fahrt wird das Sonnenlicht immer heller, bald schweben wir aus dem Nebel heraus, hinter uns treten riesig gross Wetterhorn, Schreckhorn, davor Mettenberg und der mächtige Eiger hervor. Der Mittellegigrat strahlt glasklar zu uns herüber. Das unter uns liegende Nebelmeer deckt das ganze Grindelwaldtal, es ist fantastisch. Auf der First ( 2200 m. ü. M. ) steigen wir aus und sammeln uns auf der Terrasse. Die Aussicht ist grossartig, mit einem herrlich blauen Himmel, es ist nun 10 00 h. Es herrscht eine richtig tolle Herbststimmung, wir träumen davon, in dieses Nebelmeer hinein zu fliegen. Nach Gruppenfotos und einem weiteren Kaffee verschieben wir uns auf eine Wiese unterhalb des Bergrestaurants. Es ist schön warm hier auf dieser Matte, wir geniessen den Morgen. Direkt vor uns das kolossale Wetterhorn, das ich auch mal besteigen möchte. Der vierte Pilot ist nun auch da, bald geht es los. Wir stehen direkt über dem Nebelmeer, vier machen sich bereit. Die Wiese runter geht's steil bergab. Beni hängt Nadja Hunziker ins Gschtältli, wir warten. Die Piloten telefonieren ins Tal, um die Dicke des Nebels bestimmen zu können. Nach einer Stunde des Ausharrens startet Beni mit Nadja im Gepäck Richtung Grindelwald, voll in den Nebel hinein, sie drehen Runden und schweben noch lange über dem Meer. Ein schöner Anblick, dann verschluckt es sie. Wir geniessen nun einen kleinen Apéro in der wärmenden Sonne, einen kühlen Souriex 1998. Als sie nach etwa 15 Minuten landen, gibt Beni Bericht. Ins Dorf sind es 1200 Höhenmeter, es wird zum Risiko, weil das Meer jetzt dicker wird. Wir machen mit unseren Guides einen Deal, sie entscheiden sich für einen kürzeren Flug hinunter nach Schreckfeld, wollen dafür aber nur Fr.80.- statt Fr.140.-. Wir akzeptieren das Angebot der Sicherheit wegen. Nun starten Eveline, Toni und Nadja zu ihrem Tandemflug. Heute haben wir sicher 5 Kameras dabei, es wird rege fotografiert bei diesem super Wetter. Sie schweben vor uns in der Luft umher, ziehen Bögen. Toni und sein Pilot schrauben sich direkt vor uns hoch, man meint, sie kommen nie mehr runter. Dann geht's ab zum Landeplatz. Der Rest relaxt gediegen auf dem Hügel rum, wir haben Zeit. Nach 40 Minuten sind die Flieger wieder mit der Bahn zurück und bei uns eingetroffen. Nun gilt es auch für uns ernst: Rein ins Gschtältli, ich fliege mit Beni, mein letzter Flug bei Breitlauenen ist schon 9 Jahre her. Ich möchte auch etwas ins Meer rein tauchen. Als erster startet Kilian, dann Dieter und Horror Pauli, letzterer fällt beim hinunter rennen mit dem Führer auf die Schnauze, voll ins Gras. Gelächter, sie probieren es noch einmal. Jetzt bin ich an der Reihe: 3 - 2 - 1 - Start! Wir rennen los, den Hang runter, raus in den Himmel, beide nach vorn, der Schirm bläst sich auf. Es ist ein weisser Swatch - Schirm. Und schon fliegen wir frei wie ein Vogel. Dieses Gefühl ist gewaltig, ich fliege einfach, so ruhig. Man kann das ganze Gefühl, die Schwerelosigkeit und die herrliche Landschaft einatmen. Nun nach rechts über eine Klippe, weg von den anderen, unter uns kommt ein kleineres Tal zum Vorschein, 200 Meter tief, wir fliegen gegen einen Wanderweg, an einer Kurve vorne steht eine Beiz. Die Gäste winken, wir flattern daran

Das Flug - und Abseilteam 1999. Im Hintergrund der Eiger - Mittellegigrat.

Frei wie ein Vogel.......

Nadja und ihr Guide fliegen direkt ins Nebelmeer.

Der Start in einer Doppelbelichtung.

Bergführer Marco Bomio sichert uns im "Spider Highway".

vorbei, das ist spitze. Dann kann uns Beni etwas hinauf schrauben und wir fliegen über Tannenwälder, ich kann Fotos machen, meine Schuhe leuchten über dem Grün. Um uns herum leuchten die Hügel und die nahen, weissen Drei - und Viertausender strahlen in einem fantastischen Licht. Darunter glänzt das riesige Nebelmeer, es ist ein erhabenes Gefühl. Es reicht uns nicht mehr, um rüber zu den Kumpels nach Schreckfeld zu fliegen, wir beide steuern nun Richtung Mittelstation Bort. Hier endet die Nebelgrenze auf den Meter genau. Dann tauchen wir bereits ins Grau ein, nun wieder raus, wir verlieren an Höhe, die Masten der Gondelbahn kommen schnell näher. Vor uns nun ein Mäuerchen und Stacheldraht, Beni zieht und bremst, schnell gleiten wir gen Boden zu und kurz vor der Mauer landen wir recht hart. Alles ging gut, Danke, Beni, für diesen super Flug, er dauerte doch fast 11 Minuten. Zu zweit legen wir den Gleitschirm zusammen, rauchen eine Zigarette und steigen danach gemütlich in die Gondel. Unten angekommen, treffen wir auf Nadja, sie hatte schon viel Zeit, um zu shoppen. Man wartet eine Weile, dann steigen die restlichen Groupies aus der Seilbahn. Wir bezahlen den Flug, Fr.80.- für uns, ausser Nadja, sie konnte alles voll auskosten. Dann erhält jeder ein Zertifikat für den Flug. Alle strahlen und schwärmen von einem super tollen Erlebnis. Das erste Highlight an diesem Tag ist nun zu Ende, Teil 2 kommt sogleich. Seit längerer Zeit wartet an der Talstation ein Bergführer auf uns, er heisst Marco Bomio. In einem Jahr werde ich mit ihm das Wetterhorn besteigen, eine neue Freundschaft nimmt seinen Lauf. Doch davon mehr im Jahr 2000. Zu Marco gesellt sich eine Frau vom Bergsteigerzentrum Grindelwald, Barbara Gerber, bei ihr habe ich die heutige Tour gebucht. Mit den beiden werden wir nun den Nachmittag verbringen. Mit unseren Autos fahren wir ihnen nach Richtung Gletscherschlucht. Durchs Dorf zum unteren Grindelwaldgletscher und weiter zum sogenannten Marmorbruch mit dem gleichnamigen Restaurant. Hier war ich auch noch nie. Dies ist der Ort, der gemäss Hansruedi Gertsch, Leiter der Eiger Live - Tour 1999 durch die Nordwand und des Bergsteigerzentrums Grindelwald, ein spezieller Platz ist. Nun sind wir im Nebel unter der Decke, es ist etwas kühl, aber wir werden hier sehr herzlich empfangen. Gediegen und wärmend sind für uns hinter der Beiz zwei Tische zurecht gemacht worden, auf den Bänken liegen dicke Wolldecken. Direkt daneben befindet sich der bekannte Grindelwaldner Marmorbruch. Hier wurde früher viel abgebaut, auch das Bundeshaus ist eingefasst mit diesem Marmor. Nach Marco`s Äusserungen darüber und viel Input im Allgemeinen sitzen wir zu Tische. Das Wirtepaar bringt uns verschiedene Salate, Brot, Kartoffeln in der Folie, Saucen, Getränke, Poulets, Plätzli und Sparerips. Dies nur für Fr.30.- exklusiv. Tolle Sache, wir alle haben mächtig Hunger. Dann bekommt jede( r ) ein Gschtältli, wir packen zusammen, verabschieden uns und gehen ein paar Schritte durch den Wald zur Gletscherschlucht. Vor und 100 Meter Abgrund, es ist der vordere Teil der Grindelwaldner Gletscherschlucht. Der Bergführer hat alles schon vorbereitet: Zuerst lässt er seine Kollegin Barbara Gerber am Seil herunter, sie verschwindet sehr rasch in der Tiefe. Mann, was kommt jetzt wohl noch? Nun darf Nadja hinunter, schon wieder? Danach Kilian und Nadja Müller, Eveline, nun ich. Als Marco mich einhängt, will Paul das Weite suchen, findet es aber nicht. Kommt gar nicht in Frage, Paul. Hiergeblieben! Didi und Toni sind jetzt noch oben. Marco lässt mich langsam runter, zuerst über ein Blechrohr, nun direkt in die senkrechte, gleich darauf überhängende Wand, geil. Nun drehe ich in der Luft, um mich herum die schönsten Gletschermühlen. Links ein Podest für einen Sprungplatz, das ist der "Gletscherjump". Machen wir später mal. Marco hält an, damit ich Fotos machen kann. Jetzt schaue ich nach unten, da hängt eine Holzplattform mit Geländer hoch in der Luft, verankert am Berg. Schnell bin ich dort, schwebe auf den Boden zu. Barbara klinkt mich aus. Unsere Frauen stehen nebenan beim Apéro, 4 Flaschen Weissen warten in der Ecke. Das also ist der vertikale Gletscherapéro. Super Idee! Auf die Alpengroupies. Unter uns geht es noch 50 Meter in die Tiefe. Nun kommt Paul zu uns runter mit weit auseinander gespreizten Beinen, wie eine Spinne. Und das hier, in der Nähe der weissen Spinne. Später schweben Toni und Dieter zu uns. Prost auf alle. Als Marco dann das Seil hinunter wirft, trifft er ein wenig Nadja Müller. Ein Schreck, nichts passiert, nur der Wein ist umher gespritzt. Nach einer Weile öffnet Marco den Deckel im Holzboden, wir schauen runter, haben erst die Hälfte hinter uns. Danke für den Apéro. Jetzt kommt der zweite Teil. Anbinden, im Karabiner einklinken und weg, während des abseilens sehe ich unter mir gespannte Drahtseile, die über den Gletscherbach gezogen sind. Wieder nimmt uns nach dem runter schweben Barbara in Empfang. Jetzt gleich weiter zu den Stahlseilen, Karabiner und Bandschlinge einhängen, eines für die Füsse und eines für die Hände. Schon lange nicht mehr gemacht. Es sind etwa 25 - 30 Meter bis rüber ans Ufer. Paul hat sichtlich Mühe, er macht ein angstvolles Gesicht. Eine( r ) nach dem anderen folgt sogleich. Dann sind wir wieder alle komplett, es war super, sich hier rüber zu angeln. Marco und Barbara räumen das Material zusammen und kommen dann auch rüber. Besten Dank für diese Highlights. Vor uns der Steg mit Geländer für die Touristen, über diesen nach vorne zum Schluchteingang mit dem Restaurant Gletscherschlucht. Hier befindet sich der Eingang, die Kasse und viele schöne Mineralien. Auf dem Parkplatz wartet Barbara. Sie fährt Toni und Didi nach oben, um unsere Autos zu holen. Danach verabschieden wir uns von Barbara und Marco, vielen Dank für diesen wunderbaren Nachmittag, die Tour ist zu Ende. Ich richte ihnen noch Grüsse aus für meinen Bergführer Hansueli Klossner, mit ihm erlebte ich letztes Jahr den Mittellegigrat am Eiger. Dann sind sie weg. Im Restaurant wärmen wir uns noch kurz auf mit einem Kafi Gletscherschlucht, dann fahren wir los, heimwärts. Um 19 30 h treffen wir nach 2 ½ Stunden Fahrt in Erschwil ein, ich habe in der Beiz alle zu uns eingeladen, später hocken wir noch gemütlich eine Stunde bei uns im Weinkeller und feiern diesen erlebnisreichen Tag. So endet die letzte Groupie - Tour im alten Jahrtausend. Freuen wir uns nun auf den Tourenausklang 1999 und auf eine ruhige Zeit im nächsten Winter.

 

Alpengroupie - Nachwuchs

Am 15. Oktober 1999 haben Jack und Diana Jermann ihr drittes Kind bekommen, wir gratulieren herzlich zu ihrem Buschi Tanja!

Am 9. Dezember 1999 werden Daniel und Manuela Borer glückliche Eltern ihrer Tochter Melissa Diana! Auch ihnen spricht das O.K. die besten Glückwünsche aus!

Jetzt kommt das Millenium!

Impressionen vom Klettern im Pelzli, Abseilen 25 Meter, viel Spass, neue Routen, neue Kletterfreaks, grillieren und Kinderklettern, 8. April 2000.

Spass haben, klettern und grillieren.

Oli seilt sich zum ersten Mal ab.

 

Bungee - Jumping am Schilthorn / Stechelberg 1. Sektion

100 Meter / 180 Meter Ein Sprung mit Todesfolge

13. Mai 2000 *

Dabei sind heute bei diesem sehr luftigen Abenteuer: Eric und Daniela, wegen Unfalls dieses Jahr erstmals Toni Borer, Oli Blessinger, Christoph Wehrli mit seiner STG - Truppe: erstmals Claude Hautle, Stefan Brunner und Markus Brunner ( Vater und Sohn ) und Florian Eggli, alle aus dem Raum Basel und ich. Der Treffpunkt ist um 10 00 h vor der EPA in Erschwil, Eric und Daniela sind seit 20 Minuten ab Laufen schon mit dem Zug nach Wilderswil unterwegs. Toni und ich fahren gemeinsam mit Oli, er hat ein neues Auto. Wir sind alle sehr gespannt, was heute so abläuft, Abfahrt um 10 10 h über den Passwang - Bern nach Interlaken. Während der Fahrt bessert sich das Wetter immer mehr, die Blüemlisalp glänzt in der Sonne. Ankunft am Bahnhof Wilderswil um 11 45 h nach 90 Minuten Fahrt. Genug Zeit, um was zu trinken und auf Eric und Daniela zu warten, hier ruhen wir uns noch ein bisschen aus. Danach um 13 00 h mit den Hunziker`s zum "ADVENTURE - WORLD" - Center, das gleich hinter dem Bahnhof liegt. Grace Wehrli und Fionna sind auch mitgekommen und werden unsere Sprünge von unten betrachten. Bei "Adventure - World" geht es gleich mit dem Shuttle weiter, wir steigen ein und aus den Lautsprechern dröhnt "JUMP" von Val Halen. Das passt wirklich zum heutigen Tag. Da fehlt beim hochfahren nur noch "Highway to

Kopf voran 180 Meter in die Tiefe. ( Profibild! )

Hell" von AC / DC. Nun an den 4 Trümmelbachfällen vorbei in kurzer Zeit nach Stechelberg, zur Talstation der Schilthornbahn. Rechts steht die Transportbahn, aus der wir springen werden. Im "Adventure - World" - Zelt unterschreiben wir einen Schein und sind nun durch unser Tun selbst verantwortlich, jede Haftung wird abgelehnt. Dann wird das Abenteuer bezahlt und wir werden gewogen. Die ersten vier Groupies machen sich für den 100 Meter Sprung bereit, es ist jetzt 13 45 h. Oli gibt mir seine Videokamera, es hat noch Wolken, aber die Sonne drückt durch. Die letzten 3 Wochen waren wettermässig sowieso eine Sensation, denn es ist schon seit Karfreitag ( 21. April ) sommerlich warm, ein super Frühling. Die vier steigen ein und die Gondel fährt hoch zum 100 Meter Absprungpunkt. Mittendrin vor der Felswand hält sie an, es geht los, wir fotografieren und filmen. Als erster springt Christoph, er rast auf uns zu, das Gummiseil streckt sich, zieht sich zurück, er fliegt wieder hoch, man hört nichts. Dann wird er nach dem auspendeln hinab gelassen und strahlt mit rotem Kopf. Der "Adventure" - Mann seilt ihn ab, kurze Zeit später stürzt Eric aus der Kabine und schreit in die Wälder und Wände hinaus. Manche wie ihn jagt es drei Mal hoch. Dann kommt Daniela dran und erlebt ihren ersten Sprung, auch sie schreit aus vollem Hals und pendelt noch heftiger in der Luft. Langsam gleitet sie auf das Tuch zu, das auf der Wiese liegt. Nun kommt Oli, auch er macht seinen ersten Sprung, er stürzt und fliegt und geniesst es, hat lange darauf gewartet. Erst beim zweiten Mal hoch spicken hört man ihn schreien, Oli National beim Bungee Jump. Strahlend kommt er danach zu uns rüber, die letzten drei fragen vor Aufregung gierig nach einer Zigarette. Es kommen noch 3 junge Touristen mit zum Sprung, dann fährt die Gondel zurück. Jetzt sind wir sechs mit einer Sprunghöhe von 180 Meter an der Reihe, der höchste Sprung der Welt aus einer Gondel, deshalb bin ich ja eigentlich auch hier. Es ist bald 14 30 h, Georg Hoedle, der Mitinhaber von "Adventure World" ist auch beim Bungee dabei. Heute Morgen vor der EPA habe ich nochmals allen gesagt, dass wir mit "Adventure World" springen werden, nur sie führen den welthöchsten Sprung durch. Es ist dieselbe Firma, die im Juli 1999 die Tragödie im Saxetbach mit 21 australischen Touristen und Guides durchgeführt hat, alle 21 Menschen starben, nach einer Frau wird noch immer gesucht. Aber heute gibt es Bungee - Jumping, ich glaube nicht, dass etwas passieren kann, über 30`000 Sprünge wurden in der Schweiz schon absolviert. Nun ist es so weit, wir freuen uns riesig auf das jumpen und das Fest danach. 6 Groupies besteigen die Gondel der Transportbahn und geben den Zettel ab. Dies ist mein vierter Sprung nach 1991 in Worblaufen mit Alpin Raft ( 60 Meter / Swing, von der Brücke ), in Queenstown / Südinsel von Neuseeland 1992 ( Kopf voran in den Fluss, 71 Meter ) und in Engelberg / Gerschnialp 1993 ( Kopf voran 120 Meter, Gondel ). Ich nehme erstmals die kleine Kamera im Bauchtäschli mit, wir fahren hoch zum 180 Meter Sprungpunkt. Das Herz klopft. Was machen wir eigentlich hier? Was für eine Höhe. Oben angekommen, wird eingeteilt, die zwei mit über 80 Kilo Gewicht springen zuerst, es sind Stefan Brunner und Claude Hautle. Stefan wird auf dem blauen Stuhl angeschnallt und sagt gar nichts mehr. Ich mache Fotos von der Seilwinde, den Sicherheitschecks, eine Frau führt Buch darüber und ich schaue mir die Seile und den ganzen Innenraum an. Unten sind die Kumpels bereit zum filmen und fotografieren, ein Kameramann hängt draussen vor der Türe in der grossen Höhe an der Gondel rum und ist auch bereit. Welch grossartige Tiefsicht aus 180 Meter Höhe. Stefan täppelt mit zusammen gebundenen Schuhen zur Tür, dreht sich um und springt rückwärts aus der Gondel! Im Augenblick der Trennung zwischen Mensch und Kabine, wir zählten 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - GO, sehe ich in seinen Augen das nackte Grauen. Sein Gesicht ist weiss, er fällt in die Tiefe und weg ist er. Jetzt kommt Claude dran, alles geht schnell, der letzte Check und schon ist er bereit. Wir zählen, Musik dröhnt aus den Boxen, auch Claude springt rückwärts, ich kann das selber einfach nicht. Was für ein Gesicht, er hat es schon hinter sich. Unter der Winde schnellt das Stahlseil hoch durch den Boden, wir schauen runter, wie er fliegt. Bald ist Claude abgehängt und sehr schnell spickt das Bergseil und das Gummiseil wieder hoch, das letztere durch die Türe. Jeweils eine Seillänge, das dicke weisse Bungee - Seil wird in einem grossen Kübel aufbewahrt. Es wird nun ausgewechselt wegen des Gewichts von uns vier, das passt Toni gar nicht. Angeseilt steht er auf und humpelt zur Tür, wir zählen durch, gute Rockmusik peitscht uns auf. Toni springt vorwärts, er ist sichtlich nervös, der Kameramann draussen und ich drücken auf den Auslöser. Toni hat nun seine Premiere, beim hochschnellen schaut er uns an, man sollte immer zur Gondel hoch blicken. Schon bald wird er abgehängt, nun bin ich an der Reihe. Das Gschtältli ist angezogen, die Kamera versorgt, Füsse zusammen gebunden, der Check, meine Hände schwitzen, ich kann nicht mehr klar denken. Ich mache es jetzt einfach, ist eben doch schon 7 Jahre her. Aufstehen und rüber zur Türe, durchatmen, noch schnell einen Händedruck mit Florian und Markus. Dann schaue ich kurz in die Tiefe und rüber zu den weissen Dreitausendern, schliesslich ist das hier der höchste Gondelsprung auf der Welt. Ich strecke die Arme aus zum fliegen, hinter mir wird gezählt: 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - GOOOOOOO!!!!! Ich hebe ab, fliege, stürze in die Tiefe, bin kurz wie schwerelos und rase dann mit der unglaublichen Geschwindigkeit von ca. 115 km / h auf die Kühe und Autos da unten zu. Mein Herz bleibt fast stehen, die Augen sind wässrig vom Druck, ich falle und falle, viel Wind um mich herum, etwa 3 Sekunden im freien Fall, ca. 50 Meter, die Wiese stürzt auf mich zu, so furchtbar schnell. Nun wird das Gummiseil voll gestreckt, es reisst mich hoch, ohne dass ich es bemerke. Jetzt sehe ich die Gondel und weiss gar nicht, wo oben und unten ist und beginne zu schreien: "ALPENGROUPIES"!! Immer wieder, die kurz gespürte Todesangst weicht einem herrlichen Glücksgefühl. Ich pendle hin und her, das Gummiseil zieht Kreise und Spiralen um mich herum, nun wieder abwärts. Ich sehe meine Freunde, sie winken und schauen, ich lebe noch. Jetzt wird es ruhiger, man hängt hier wie am Fleischerhaken, schnell dem Boden zu, es ist vorbei. Wahnsinnig, spitze, verrückt, einfach mega - toll. Meine Glückshormone flippen im Körper, es kribbelt. Der Guide steht unter mir, greift ans blaue Bergseil, ich ziehe mich hoch, damit nicht zuviel Blut ins Gehirn läuft. Jetzt hat er mich, ich liege auf der Matte, glücklich. Oli filmt grinsend, am liebsten gleich noch einmal, denke ich. Der Mann befreit meine Beine, ich kehre zu den Kumpels zurück, das Seil ist weg, das Abenteuer vorbei. Man gratuliert einander, jetzt kommt die Zigarette danach. Schon fliegt der 17jährige Markus aus der Kabine, stürzt und schnellt wieder hoch, er landet sanft mit schneeweissem Gesicht. Super, es ist erlebt, noch einer fehlt. Nach kurzer Zeit springt noch Florian in die Tiefe, er rast auf uns zu, schreit, geniesst, wieder hoch und eine Drehung, nun zurück und langsam runter. Die "Adventure" - Leute haben ihre Arbeit gut gemacht, wir zehn sind wohlauf, es gibt Küsschen von Daniela, unserer mutigsten Frau. Über den Bach zurück zum Bungee - Zelt, Grace strahlt und verteilt Bier - Gutscheine, Stephany kann sich sehr von den Sprüngen begeistern. Jetzt machen wir ein Fest, haben noch viele Stunden Zeit. Ich sprang um 14 45 h, es ist kurz nach 15 00 h. Im Zelt kann man die 2 Profifotos bestellen und bezahlen, schon fährt die nächste Gondel hoch. Wir quatschen, haben es lustig, tauschen das Erlebte untereinander aus und stehen beim Bier an. Hier kaufe ich mir ein Bungee - T - Shirt, nun wollen wir das Abenteuer feiern.

Und dann passiert hier in dieser heilen Bergwelt das Unglaubliche:

Die Gondel steht oben am 100 Meter Sprungpunkt, 5 junge Amerikaner und eine Koreanerin warten auf ihren Jump, viele schauen zu. Der erste ist bereit, er springt, stürzt viel zu tief nach Augenzeugenberichten, prallt Kopf voran in einen Baum neben dem Sprungtuch, reisst einen Ast mit und schlägt mit voller Wucht auf dem Boden auf. Einige von uns haben es gesehen, es passiert 30 Meter vor uns. Dann reisst das Gummiseil ihn wieder hoch, in diesem Moment trete ich mit dem Shirt aus dem Zelt, Schreie erhallen, Daniela rennt und Oli ruft, er habe am Boden aufgeschlagen. Das gibt`s nicht, das darf doch einfach nicht wahr sein. Ich blicke hoch und sehe den jungen Amerikaner im Seil hängen, leblos. Daniela sagt, er habe seine Arme noch bewegt. Es ist unfassbar, wir alle können nicht glauben, was sich hier abspielt. Es herrscht sofort eine gespenstische Stille, sie lassen ihn runter, hängen ihn ab, Seitenlage und eine Herzmassage. Unsere Stimmung sinkt sofort auf Null, alle sind extrem schockiert, der arme Kerl hat tatsächlich aufgeschlagen. Wir gehen etwas näher, sein Gesicht wird blau, alles passiert jetzt wie in Zeitlupe, Leute strömen herbei, eine Ärztin schaut zu ihm, es ist

Der weltweit höchste Sprung aus einer Gondel.

Es ist wahnsinnig, was für Springer!

Wir sind Helden für einen Tag. Hier war der Todessturz schon passiert.

oberkrass. Der Chef von "Adventure World" steht auf und geht wie in Trance zum Unglücksort. Eben hatten wir noch eine super Stimmung, nun müssen wir teilnehmen am ersten Bungee - Unfall in der Schweiz. Es ist kaum zu glauben, ein riesiger Dämpfer, wir sind wie erschlagen. Das hätte auch uns passieren können, der erste Jumper war Christoph, er wäre jetzt tot. Denn er führte als erster den 100 Meter Sprung aus, so ein Wahnsinn. Ich vermute, der Springer ist an einem Genickbruch gestorben. Es war die Gondel nach uns, 15 Minuten nach dem letzten Alpengroupie, unheimlich! Für`s Bungee - Jumping ist es hier wohl vorbei, für uns sowieso, die Firma "Adventure World" ist vollends kaputt. Diese Tragödie passierte heute, an einem Dreizehnten. Noch kein Jahr ist es her, seit der Tragödie im Saxetbach, diesem Canyoning während eines Gewitters, wo 21 Menschen den Tod fanden. Der Geschäftsführer der Firma ist beim Verunglückten. Wir werden aufgerufen, in den Bus zu steigen, sammeln die Leute und werden dann sofort zur Basis nach Wilderswil zurück gefahren. Alle sind total geschockt. Ich frage den Fahrer, was passiert ist, er meint, sie haben das Seil verwechselt. Der Springer hing also an unserem 180 Meter - Seil beim 100 Meter Sprung. Es ist kaum zu fassen, so eine Verwechslung darf doch nicht passieren, die Seile haben unterschiedliche Farben. Die wichtigste Frage stellt sich hier: Warum nehmen sie denn beide Seile mit nach oben? Fragen über Fragen. In der Basis gehen wir das Bier holen, sitzen in der Sonne an einen Tisch, reden und probieren, das soeben Erlebte zu verkraften. Viele Touristen hier wissen noch nichts vom Unfall, auch nicht alle Mitarbeiter. Anschliessend machen wir noch ein Gruppenbild auf der Wiese, fotografieren das Haus mit dem grossen "Adventure World" - Schild. Christoph meint, am Montag wird es eh abgeschraubt. Hier essen wir ein paar feine Hamburger, ich besorge für alle 10 Groupies die Sprungzertifikate und ein Stück Bungee - Seil. Drei Stück haben sie noch, die restlichen sieben möchte ich schliesslich auch und dann gebe ich nochmals meine Adresse an. Christoph mit Anhang und seine Basler Arbeitskollegen Stefan, Markus, Claude und Flo brechen auf und fahren nach Hause. Eine Weile später machen auch wir uns auf den Weg, Eric und Daniela reisen in Oli`s Auto mit. 90 Minuten später sind wir in Erschwil, bis Mitternacht reden wir über diesen Tag, der so gut angefangen hat, wir helfen uns psychologisch selber. Eveline und Madeleine stossen noch zu uns sowie meine Eltern Heidy und Leo, die alles am Radio hörten und deswegen in der Kirche waren. Ich habe von Wilderswil aus mit dem Natel sofort Iris verständigt. An diesem Samstagabend schauten wir noch Oli`s Video vom Bungee Jumping sowie meinen Sprung aus Neuseeland 1992. Am Sonntag dann ist Muttertag, das Drama steht in allen Zeitungen, auch die ganze Woche danach. Der junge Amerikaner ist beim Aufprall gestorben, er hiess Matthew Coleman und war 22 Jahre alt. Am Sonntagabend zünden wir für ihn zum Gedenken in der Steinlaterne im Garten eine Kerze an. Das Ganze ist sehr traurig. Viele Berichte darüber gibt es auch im TV, in der Tagesschau, 10 vor 10, in der Arena. Es ist schrecklich, die meisten von uns werden nie mehr Bungee springen. Und nun gehen wir wieder zum ganz normalen Alltag über!


Trainingsmarsch Passwang - Teufelsschlucht - Hägendorf

18. Juni 2000 *

Dabei sind: Eric, Alex, Kevin, Kilian und Nadja, Markus und Patrizia mit Dominik, Tina und Michel, Oli und Madeleine, Iris und ich. Bereits um 06 30 h treffen wir uns in Erschwil, es ist noch kühl, aber heute wird gegen 30 Grad Wärme gemeldet. Die vierte Windrichtung vom

Vom Passwang zum "Nägeli" Oberpasswang.

Auf den Passwangfelsen 1204 m. ü. M. Die Weitsicht kann vom Passwang super sein zu den Alpen und ins Mittelland. Aber nur von der Hohen Winde und oberhalb der Rothlachen, der Krete und dem Matzendörfer Stierenberg sieht man das Matterhorn, direkt über der Gemmi.

Blick ins Schwarzbubenland, gegen Norden und Westen.

Blick vom Passwang ins Schwarzbubenland und zur Alpenkette.

 

Grillieren im Wald oberhalb von Langenbruck. ( Hauenstein )

Zwischen Allerheiligenberg und der Teufelsschlucht - Hägendorf.

Passwang aus ist nun ein Programm. Mit den Autos zum Passwang - Tunnel, wir starten um 07 00 h, der Himmel ist stahlblau und die Morgensonne blendet schon. Über das "Nägeli", dem Gasthaus Passwang, zur grossen Antenne hoch und weiter zum Passwang, zu den Felsen am höchsten Punkt auf 1204 m. ü. M. Der Passwang ist komischerweise auf den Meter genauso hoch wie die Hohe Winde, die nächste grosse Erhebung in unserer Heimat. Vor 11 Jahren war ich das letzte Mal hier oben, der Ausblick auf den gesamten Alpenkranz und die Weitsicht ist schlicht fantastisch: Schreckhorn, Finsteraarhorn, Wetterhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau, die Blüemlisalp - Gruppe grüssen strahlend weiss zu uns in den Jura herüber. Die Marschzeit bisher beträgt 45 Minuten, es gibt eine Pause hier von 30 Minuten und ein kleines Frühstück. Weiter über die Krete rechts am Vogelberg vorbei, durch den Wald absteigend auf eine Wiese, wo wir von einer Gruppe Pferde bedrängt werden. Unter uns fährt die Wasserfallen - Gondelbahn nach Reigoldswil, in mehreren Kehren hoch zu einem Aussichtspunkt, durch Wiesen mit viel Weitsicht über das Chellenchöpfli zum Hof Sol. Auf dieser Krete fanden wir ein Vogelnest mit 7 Eiern in einem Baumstamm versteckt. Über die Höfe Hinter Hauberg und Vorder Hauberg zum Helfenberg, es wird langsam heiss. Dann steil bergab, am Waldrand finden wir eine Feuerstelle, viel Holz und ein Bänkli im kühlen Wald. Hier relaxen wir und braten Würste, gesamte Wanderzeit bis jetzt 3 Stunden und 35 Minuten. Da wir Kinder dabei haben, ist jetzt schon klar, dass wir die 5 Stunden Marschzeit nicht einhalten können. Hier im Wald halten wir uns 100 Minuten auf, packen dann zusammen und starten wieder um 13 15 h. Schnell wird die Passhöhe Ober Hauenstein auf 765 Meter erreicht, kurz zum Dorfkern von Langenbruck. Hier musste ich vor 17 Jahren während meiner Rekrutenschule in Liestal das Dorf angreifen. Es ist nun sehr heiss geworden, die Mittagshitze macht uns zu schaffen. Doch es kommt wieder ein kühler Wald, auf kleinem Pfad einem Bach entlang zu einem klosterähnlichen Gebäude. Davor steht ein alter Brunnen, herrlich, die Kinder sind sofort klatschnass. Am Wegweiser Kloster Schöntal merken wir, dass wir falsch sind, etwas zurück, ein Wanderer hat uns einen schlechten Tipp gegeben. Der richtige Weg verläuft im Schatten, es geht aufwärts, langsam werden die Kids müde. Patrizia verteilt Früchte, die Getränke werden knapp. Weiter am Dürstelbach entlang zum Hof Dürstel, die Sonne brennt gnadenlos. Ein Mann fragt uns hier, ob wir dem blauen Kreuz angehören!! Vor uns nun eine Krete, endlich weht ein kleines Lüftchen auf der Magerwiese, in den nächsten Wald, ein steiler Aufstieg, dann sollte es geschafft sein. Wir sind am Anschlag, die Hitze macht uns fertig, 30 Minuten Pause. Gesamte Laufzeit 5 Stunden 10 Minuten. Endlich geht`s abwärts, an einer riesigen Skulptur vorbei, 20 Minuten später erreichen wir die Höhenklinik Allerheiligenberg. Da leuchtet in der Sonne schon eine Feldschlösschen - Tafel, rein in die Beiz, wir haben nur einen einzigen Wunsch, kalte Getränke. Nun ein grosses Bier, ich übernehme die ganze Runde, hier 45 Minuten Pause und Erholung. Die nächste Etappe beginnt mit der Teufelsschlucht, Abmarsch um 17 00 h, unterhalb des Restaurants über eine Wiese, im Wald beginnt gleich die Teufelsschlucht. Sie ist schön, wildromantisch, mit Brücken, ausgewaschenen Felsen wie Gletschermühlen, viele tolle Einblicke. Nach 25 Minuten ein jähes Ende, die Schlucht ist abgesperrt wegen Steinschlags und dem Sturmholz vom Orkan "Lothar". Nach kurzer Diskussion umlaufen wir die Schlucht links, auf die Strasse zurück und marschieren dann unter einer Autobahnbrücke durch. Jetzt abwärts nach Hägendorf, die ersten Häuser oben am Hang, Villen mit Swimming - Pools, herrlich blau und kühl, am liebsten würden wir gleich rein springen. Bald wird der Bahnhof Hägendorf erwandert, es ist 18 40 h und unser Ziel erreicht. Die Kinder haben super durchgehalten, sie sind stolz auf die Leistung in dieser Hitze. Oli, Patrizia und Markus haben ein paar Blasen davongetragen, aber niemand jammert. Die gesamte Marschzeit heute beträgt 6 Stunden und 30 Minuten bis nach Hägendorf. Bald kommt der Zug, eine kurze Fahrt nach Oensingen. Unser Postauto hier ist schon lange weg, ich rufe ein Taxi und fahre zusammen mit Kilian und Patrizia auf den Passwang hoch, um die Autos zu holen. Der Rest findet schnell eine Gartenbeiz zum warten. Das Taxi kostet 62 Franken, den Betrag teilen wir zu zehnt. 30 Minuten später sind wir wieder zurück, alle freuen sich auf eine kalte Dusche heute Abend, seit 14 Stunden sind wir unterwegs. Danach fahren wir zurück ins Schwarzbubenland, der Muskelkater kommt dann am nächsten Tag. Schön war`s, und sehr, sehr heiss.

Der Jura, besonders auch die Region bei uns in der Nordwestschweiz, das Schwarzbubenland und das Laufental, lädt zu jeder Jahreszeit zum Wandern ein. Nirgends sonst hat es diese Felsen, diese Wälder, dieser Boden, dieser Duft. Und diese Bäume, dieses Holz im Wald beim Feuer machen, diese Wiesen, das alles ist einzigartig!


Hochtour Wetterhorn 3701 m. ü. M.

16. / 17. August 2000 ( Glecksteinhütte )

Privattour: Die 2. Hochtour mit Bergführer. Dabei: Mein Bergführer Marco Bomio aus Grindelwald und ich. Dies ist meine einzige Hochtour im Jahr 2000, hoffentlich klappt es. Heute haben wir wiederum einen sehr heissen Sommertag erlebt, für Morgen ist es nicht mehr so super gemeldet. Nach zwei Anrufen mit meinem Führer verlasse ich Laufen um 11 40 h mit dem Schnellzug. Über Biel - Bern - Interlaken nach Grindelwald, wo ich um 15 10 h eintreffe. Die Fahrt war unerträglich im Zug der BLS, keine Klimaanlage. In Grindelwald steht mein Bus bereit, kurze Fahrt Richtung Grosse Scheidegg bis zum Glecksteinweg "im undren Loichbiel". Vor mir strahlt der Obere Grindelwaldgletscher. Kurz vor Ende der Fahrt rumpelt es am Berg, der Gutzgletscher am Wetterhorn stösst Eisblöcke aus mehreren hundert Metern ab, es kracht die Felsen herunter nahe der Strasse. Das Eis kam vom Berg wie eine weisse Fontäne, so was habe ich in dieser Grösse noch nie gesehen. Es ist beeindruckend. Der Postchauffeur hält an und lässt mich fotografieren. Um 15 50 h beginnt meine Wanderung hoch zur bekannten Glecksteinhütte. Zuerst geht es durch Tannenwälder stetig aufwärts, der Weg hat ein paar heikle Stellen, ist abenteuerlich, die schlimmsten Abschnitte sind mit Stahlseilen gesichert. Weiter oben treffe ich auf die alte Bergstation der ersten Luftseilbahn der Welt. Sie wurde schon nach dem 2. Weltkrieg abgebrochen, darum war die Glecksteinhütte früher sogar ein Hotel. Während des Aufstiegs brennt die Sonne erbarmungslos auf meine rechte Schulter, das T - Shirt weg und sofort Sonnenöl eincrémen. Unter mir fliesst der Obere Grindelwaldgletscher, daneben steht das Restaurant Milchbach, von wo aus man die Gletschergrotte erreicht. Vor Jahren noch war die Höhle ganz nah, jetzt verläuft ein langer Holzsteg zum Eingang. Ein untrügliches Zeichen für den Rückgang des Eises. Weiter oben auf dem Eis besuchten im Jahre 1988 Ändel und ich den ersten Eiskurs mit dem SAC Hohe Winde. Schöne Erinnerungen. 3 Jahre später waren wir wieder zum Eiskurs hier, aber als Alpengroupie - Tour. Leider spielte damals das Wetter nicht so mit. Beide Male nächtigten wir im Hotel Wetterhorn, es ist ein super Ausgangspunkt für Alpinisten. Bald kommt ein kleiner Wasserfall, der über den Pfad fliesst und mich etwas kühlt. Über der First und dem Faulhorn türmen sich die Wolken immer höher auf. Der Weg wechselt nach links in einen steilen Grashügel. Hier hat ein Scherzbold seinen Rucksack, Kleider, einen F C Bayern - Schal und seine Socken hingelegt, so dass man meinen könnte, eine Leiche sei an dieser Stelle verfault. Sieht voll makaber aus. Etwa 20 Wanderer haben mich nun gekreuzt. Nach 2 Stunden Aufstieg erblicke ich die Hütte. Riesige Murmeltiere huschen über die Wiese, grosse, fette Tiere. Nach 2 Stunden 25 Minuten erreiche ich die Glecksteinhütte auf 2334 m. ü. M. Mein Bergführer Marco Bomio erwartet mich schon, er ist ca. 20 Minuten vor mir unten gestartet. Ich sah noch seinen roten Rucksack. Marco begrüsst mich und zeigt mir mein Zimmer. Wir besprechen nun die morgige Tour auf das Wetterhorn und das umliegende Panorama. Jetzt ein grosses Bier für mich, Marco nimmt auch gerne eins. Das tut gut in dieser Hitze. Um 19 00 h ist es Zeit für das Abendessen. Zwei lustige Asiaten sitzen an unserem Tisch mit ihrem Walliser Bergführer sowie eine Frau aus Deutschland mit ihrem einheimischen Führer. Nach dem Essen tragen wir uns im Hüttenbuch ein. Meine Getränke lasse ich anschreiben. Nur 22 Personen sind heute Abend auf der Hütte, die Tagestouristen sind alle wieder im Tal. Ein Natelruf zu Iris ist schon erledigt. Plötzlich ruft jemand: "Der Steinbock ist hier!" Ich eile nach draussen und traue meinen Augen nicht: Da

Der Steinbock kam bis vor die Haustüre der Glecksteinhütte, um Salz zu lecken.

Auf dem Gipfel des Wetterhorns.

steht ein ca. 6 - jähriger kapitaler Steinbock auf der Einfassungsmauer und leckt Salz von den Granitplatten. Dazu gesellen sich 2 Gämsen und ein herziges Junges. Alle Gäste zücken die Kameras, deshalb also heisst diese Hütte "Gleckstein." Am Schluss posieren wir vor dem Tier, es ist ein Heidenspass, man staunt nur noch. Dann kommt die Hüttenwartin nach draussen und bringt noch mehr Salz. So habe ich es noch nie erlebt. Im Tal unten brennen schon die Lichter von Grindelwald, um 21 10 h ist es praktisch dunkel. Ein gemütlicher

Eine Pause nach der Tour aufs Wetterhorn mit meinem Bergführer Marco Bomio.

Hüttenabend folgt. Ich bestelle noch ein kleines Bierchen und packe meinen Korb mit unnützen Dingen: Socken, Unterwäsche, das Tourenbuch, Messer, Kugelschreiber. Der Rest muss mit. Dummerweise geht gerade jetzt meine Stirnlampenbatterie zur Neige. In der Küche kann ich eine neue 4,5 Volt Batterie kaufen, zum Glück. Die alte kommt in den Korb. Es ist 22 00 h. Nachrichten im Radio. Das gesunkene russische U - Boot "Kursk" und der Wetterbericht. Die alte Uhr in der Stube hat geschlagen, ich ziehe mich zurück. Die Ohrenpfropfen sind auch bereit. Meinem Führer Marco habe ich 5 Fotos geschenkt vom Parasailing über Grindelwald, dem Mittagessen im Marmorbruch und dem tollen Abseilen am "Spider Highway", das er am 16. Oktober 1999 für uns Alpengroupies geleitet hat. Draussen leuchten die Sterne, über dem Dorf steht der Grosse Bär, am Wetterhorn klebt die "Cassiopeia", das grosse W am Himmel. Ich war schon immer ein kleiner Hobby - Astronom, hab ich von meinem Vater Leo geerbt. Sieht verheissungsvoll aus. Lange Zeit kann ich nicht einschlafen. Um 03 30 h ruft die Hüttenwartin zur Tagwache. Frühstück, packen, Stirnlampe einschalten und los geht's. Abmarsch vor der Hütte um 04 15 h. Nun 1 Stunde gemächliches Wandern, leicht ansteigend. Der noch volle Mond leuchtet unseren Weg aus, man sieht Sterne und Wölkchen. Nach 45 Minuten steigen wir in die ersten Felsen, dann kommt eine Ebene. Auf einem glatten Felsen ziehen wir Gschtältli und Steigeisen an, Marco bindet mich am Seil fest. Es ist recht warm, die Nullgradgrenze liegt auf 4300 m. Wir sind heute Morgen 11 Bergsteiger, darunter eine Frau, die das Wetterhorn bezwingen wollen. Vor uns liegt der Chrinnengletscher, den es zu überqueren gilt. Wir umlaufen das Blankeis linker Hand und steigen danach schräg nach rechts zu den Felsen auf. Um 05 30 h wird es langsam hell, die Bewölkung nimmt leider zu. Es sieht nicht mehr besonders gut aus, vom Eiger und auch von Thun her kommts nun richtig schwarz. Einige heikle Spalten liegen vor uns im Firnschnee, Pickel rein und aufpassen, das Gelände ist ziemlich schräg. Nun auf die Felsen zu, der Walliser Führer mit seinen japanischen Gästen klettert vor uns. Es ist super zum klettern hier im Gneis. Steigeisen ausziehen und den Pickel am Rucksack versorgen. Die Stirnlampe hat ihren Dienst getan, meinen Helm brauche ich noch nicht. Es ist 06 00 h geworden. Aufsteigend über schöne Platten und Tritte, noch etwa 3 Stunden liegen vor uns. Nun quert man ein Bächlein und steigt auf ein Felsband rüber. Bald beginnt die eigentliche Kletterei, das sogenannte "Willsgrätli", benannt nach dem Erstbesteiger A. Wills. Senkrechte Platten aneinander liegend wechseln sich ab mit Blöcken und Türmen, die man umgehen muss. An den meisten Stellen aber überschreiten wir das "Willsgrätli" direkt und der Fels wird da und dort schmal und eng, erinnert mich zwischendurch kurz an den Mittellegigrat am Eiger. Hinter uns wird das gewaltige Schreckhorn von der Sonne rot angestrahlt, die dunklen Wolken verschwinden langsam. Über uns steht der herrliche Grat am Wetterhorn mit seinen Türmen, nun auf ein schmales Felscouloir, darin pfeift der Wind von unten her heftig rein. Oben auf dem Sattel sehe ich das Schneefeld, das uns links hoch zum Gipfel führen wird. Es ist jetzt 07 30 h, Iris ist wohl wieder voll auf Draht daheim, ich denk an sie. Um 08 00 h sehen wir, dass das Wetter wieder stabil wird. Zwischendurch ein kurzer Halt, um Marschtee zu trinken. Der Sattel kommt immer näher. Scharf wie ein Rasiermesser zieht sich im Westen der Mittellegigrat am Eiger empor. Kürzlich haben wir 3500 m. ü. M. erreicht. Es ist eine schöne Kletterei. Nach einer Weile verlassen wir die Felsen und stehen im Firnschnee auf dem Sattel. Der Wind weht stark, ich ziehe meine Gletscherbrille an. Nun merke ich, dass meine Mütze und meine Handschuhe noch immer zu Hause im Schrank liegen. Jetzt hängen wir uns steil in einen Firnhang hinein, etwas über 100 Meter hoch, die Sonne brennt über dem Rosenhorn. Hier muss man sehr trittsicher gehen, mein Führer schlägt Stufen in den Firn. Ab und zu ein paar Felsen, dann wieder im weichen Schnee aufwärts, weiter oben liegt harter Firn. Die Glückshormone steigen. Noch ein kurzer Halt, etwas Tee, queren nach links, kurz über den Felsen. Der Gipfel naht. Auf dem Gipfelgrat zum höchsten Punkt. Wie meistens auf den letzten paar Metern schiessen mir Tränen in die Augen vor Glück, ja, es ist geschafft. Um 08 40 h stehen wir beide als erstes Team heute auf dem Wetterhorn - Gipfel, auf 3701 m. ü. M. Ich bin happy, wir gratulieren einander. Danke, Marco, für diesen Berg. Sonne und Wolken wechseln sich ab, es wird schattig und windig. Ringsherum Sonnenschein, wir schiessen ein paar Fotos. Vor vielen Jahren hat mein Vater auch auf dem Wetterhorn gestanden, im Militär. Im Norden leuchtet der Thunersee, hinter uns das Rosenhorn und Dossen, der Hasliberg und die Engelhörner. Im Süden das mächtige Schreckhorn, das alles dominiert, im Westen vor uns Mättenberg, Ankebälli, dahinter Eiger und Mönch. Vor uns, tief unten, liegt verträumt Grindelwald, eingebettet in dieses herrliche Grün, in der Sonne. Genial! Wir machen voneinander Gipfelbilder. Danach geht es an den Abstieg, wir bleiben nur eine kurze Zeit auf dem höchsten Punkt. Und Tschüss. Das zweite Team kommt hoch, die Japaner. Schnell packe ich noch zwei Steine vom Gipfel in den Rucksack. Im steilen Firn treten wir zur Seite und lassen der deutschen Bergsteigerin den Vortritt. Vorsichtig abwärts, nur nicht ausrutschen. Weiter unten am Sattel zu den Felsen rechts, ein guter Windschutz. Meine erste Zigarette seit 04 00 h Morgens wartet auf mich. Beim Natel von Bruno ist der Akku schon beim zweiten Versuch leer. Ich darf das Gerät von Mario benützen und melde mich bei Iris und danach bei meinen Eltern, dass alles gut gegangen ist. Freude herrscht! Dann klettern wir das "Willsgrätli" hinunter, schön langsam. 2 - 3 Mal rutsche ich auf Schotter und Platten aus, Marco hält mich super, sichert das Seil um die Blöcke herum. Interessant ist hier mittendrin in dieser herrlichen Kletterei der Wechsel von Kalkgestein auf Gneis während wenigen Metern, genauso wie am Eiger. Wir beide sind nun ziemlich rassig unterwegs und überholen an einer geeigneten Stelle dann die japanische Seilschaft. Schon sind 1 ½ Stunden seit dem Gipfel vergangen. Am Ende des "Willsgrätli" rechts wieder in die Mulde, übers Bächlein, das kurz auch für Erfrischung sorgt. Danach wird das Gelände weniger steil. Der Weg ist gut erkennbar, nun nach rechts absteigend durch ein kleines Schneefeld und danach auf den "Chrinnengletscher". Marco will die obere Spur durch den Firn nehmen, dann brauchen wir die Steigeisen nicht mehr anzuziehen. Mit dem Pickel in der rechten Hand durch tiefe Tritte, der Schnee ist nun sehr weich und sulzig. Das Wetter ist wieder strahlend schön, hatten wir ein Glück. Rechter Hand den Gletscher hinunter, ich mache noch ein paar Fotos. Vorhin auf dem Grat hatte ich einen tollen Tiefblick auf die Glecksteinhütte, das Gebiet hier ist gewaltig schön. Über unseren Köpfen wieder der mächtige Westgrat des Wetterhorns mit seinen Türmen, dahinter blauer Himmel. Bald erreichen wir die Felsen, wo heute früh angeseilt wurde. Nun bin ich zum zweiten Mal klatschnass. Hier gratuliert mir Marco zur gelungenen Hochtour aufs Wetterhorn, ich bedanke mich und staune. Wir seilen ab und verstauen das Seil im Rucksack. Setzen uns in die Sonne wie schon vor der Traversierung und trinken etwas, diskutieren über meine Kletterkünste. Er sagt, ich war gut unterwegs und auch fähig, mit ihm auch das gewaltige und schwierigere Schreckhorn zu besteigen, das freut mich. Vielleicht in 1 - 2 Jahren. Aber mit "noch leichterem Rucksack", meint er. Das meinte Hansruedi Klossner am Eiger auch. Jetzt bezahle ich Marco seinen Führerlohn, ganz genau Fr.800.-, somit wäre das Geschäftliche auch erfüllt. Habe viel gelernt heute. Noch ein Gruppenfoto mit Selbstauslöser. Die deutsche Frau und ihr Führer treffen bei uns ein, die zwei Japaner sind noch weit oben. Es geht weiter durch Sulzschnee, wir rutschen ein Schneebrett hinab, dann auf den Wanderweg und durch eine Schafherde hindurch erreichen wir die Glecksteinhütte. Ende der Tour, es war super, Danke vielmals, Marco. Wir brauchten ohne Pausen genau 3 Stunden vom Gipfel zur Hütte zurück. Meine Knie schmerzen langsam. In der Hütte nun ein kaltes Bier zur Feier des Tages, ich habe endlich Kohldampf und heute noch fast nichts gegessen ausser Schokolade. Bestelle am Tisch einen Teller Spaghetti, das sind viele gute Kohlenhydrate. Mit Marco's Natel melde ich mich nochmals bei Iris, es ist jetzt 12 20 h. Ich kaufe bei der Hüttenwartin einen Pin sowie ein Hütten -T- Shirt und bezahle meine Schulden. Die klatschnassen Kleider, Unterleibchen, Groupie - T-Shirt und das Hemd trockne ich draussen in der Sonne auf der Mauer. Der Spaghettiteller tut mir gut. Nach 1 Stunde wird gepackt und wir marschieren hier ab, ich komme wieder mal vorbei. Schon in 70 Minuten fährt unser Bus unten an der Passstrasse, wir geben Gas. Es ist heiss, die Zeit wird wohl nicht reichen. Minuten später braut sich ein Gewitter zusammen und schon fängt es an zu regnen. Man rutscht auf den Platten aus. Am Wasserfall vorbei, ein gerader Weg, dann wieder ansteigend. Um den Berg herum oberhalb der alten Station. Nun regnet es ein zweites Mal und hört wiederum auf. Unter uns liegt der Obere Gletscher, der sich auch seit meinem letzten Besuch 1991 extrem zurückgezogen hat. Der Eingang zur blauen Eisgrotte befindet sich viel höher als damals. Zur Grotte führt der lange Holzsteg hoch, es ist traurig, solche Vergleiche zu sehen. Geniessen wir die Gletscher, solange es sie noch gibt. Langsam bin ich am Anschlag, es ist 14 30 h. Wir beide schaffen es nicht mehr auf den Bus, hetzen bringt nichts mehr. Kurz vor Ende des Hüttenweges steigen wir direkt ab zu einem hübschen Beizli mit Vogelpark. Hier fährt uns das Postauto vor der Nase ab. Es donnert und regnet nun zum dritten Mal seit der Hütte. Es ist ein gutes Gefühl, nach einem Gipfelerfolg so schnell in ein Sommergewitter zu gelangen, nachdem alles vorbei ist. Ein Coke trinke ich vor lauter Durst auf der Stelle leer, Marco rät mir, ich solle einen Kafi Strahler bestellen. Es sind sehr nette Leute hier. 100 Minuten nach Abmarsch auf der Hütte findet diese Tour hier ein Ende. Der Kafi Strahler kommt mit Rahm, Schnaps, Blumen auf dem Unterteller und einem schönen Rauchquarz, den ich später Iris schenken werde. Eine Weile später kommt ein weiterer Bus, es regnet immer noch. Marco und ich tauschen unsere E - Mail Adressen aus und betreten dann den überfüllten Bus. Während der Fahrt verabschieden wir uns, bis zum nächsten Mal. Er steigt bei der Station Steinbock aus, ich fahre weiter bis zum Bahnhof und lasse mir einen Fahrplan ausdrucken. Die gesamte Marschzeit war heute 9 Stunden und 15 Minuten. Natürlich kann man Aufstieg und Abstieg in Höhenmeter nicht gleich rechnen, doch waren es insgesamt am heutigen Tag Aufstieg = 1400 m. und Abstieg = 1400 m., Abstieg von der Hütte ins Tal = 700 m., ergibt gesamthaft 3500 Höhenmeter. Für mich fast ein neuer Rekord. Bald fährt mein Zug, ich unterhalte mich mit einer japanischen Familie über Grindelwald und Zermatt, das die beiden Morgen besuchen werden für zwei Tage. Das umsteigen in Interlaken Ost, Bern und Biel fällt mir immer schwerer, die Knie schmerzen nun ziemlich heftig. Um 19 15 h holt mich Iris am Bahnhof Laufen ab, zu Hause geniesse ich das süsse Nichtstun auf dem Sitzplatz. Wir beide stossen auf das Wetterhorn an mit einem feinen Chambolle - Mussigny 1988, einer Flasche Wein, die wir vor 9 Jahren im Burgund gekauft haben. Am nächsten Tag habe ich Muskelkater im Oberschenkel, wie ich es seit Jahren nicht mehr erlebt habe. In diesem Sommer fehlt mir einfach die gewisse Fitness, ich wusste es.... Jetzt schreibe ich 7 Glecksteinkarten an meine Freunde und geniesse meine dreiwöchigen Sommerferien nun gemütlich zu Ende.


Alpengroupie - Nachwuchs im Jahr 2000

Folgende Groupies haben in diesem Jahr Nachwuchs erhalten:

André Burkhalter und Sandra Kräutler am 14. Februar 2000 Baby "Flurina Laura".

Marcus und Andrea Spaar am 7. April 2000 "Clemens Samuel".

Dieter und Nadja Hunziker am 30. Juli 2000 ihr zweites Kind "Joelle".

Das O. K. Alpengroupies gratuliert allen drei Familien recht herzlich und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft!



Eiger - Trail / Grindelwald First - Schynige Platte, Grindelwald Trekking - Tour

23. / 24. September 2000 *

Beim wandern vor der Eiger - Nordwand. Zwischen der Station Eigergletscher ( Huskysgehege ) und Alpiglen.
ein super Ausblick, einer der schönsten Orte im Berner Oberland! Der Bachalpsee.

Schreckhorn und Finsteraarhorn hinter dem Bachalpsee.

Die Landschaft zwischen Grindelwald First und Schynige Platte.

Dabei sind heute: Toni, Kilian und Nadja, Oli und Madeleine, Iris und ich. Zum dritten Mal verschoben, beginnen wir heute diese Tour bei strahlend schönem Herbstwetter, was für ein Glück. Wir starten um 06 40 h am Bahnhof Laufen, in Biel stossen Kilian und Nadja zu uns, nun wir sind komplett. Üeber Bern - Interlaken Ost nach Grindelwald, das wir um 10 15 h erreichen. Im Hotel Tschuggen, mit super Ausblick auf die Eigernordwand, das ich kürzlich noch gebucht habe, beziehen wir das Einzelzimmer von Toni, und machen hier ein Depot. In der Gartenbeiz nebenan geniessen wir das Panorama und lassen die Seele baumeln. Dann brechen wir auf, mit leichtem Rucksack zum Bahnhof, Abfahrt kurz vor Mittag. Hinauf zur Kleinen Scheidegg, der Himmel ist stahlblau, es ist recht warm. Hunger kommt auf, Makkaroni, Salatteller und Käseschnitten werden in der Sonne gegessen im Restaurant Bahnhof, Japaner posieren nebenan mit einem grossen Bernhardiner. Toni hat seine alte Sonnenbrille verloren und Oli seine vergessen, das Sonnenlicht ist extrem und beide kaufen neu ein. Um 13 30 h weiter mit der Jungfraubahn zur Station Eigergletscher, hier beginnt der Eiger - Trail. An den Husky`s im Zwinger vorbei leicht ansteigend zu einem Steingebäude. Dahinter geht es im Schnee gleich etwas abwärts, vor uns stehen die mächtigen Westpfeiler des Eigers. Es ist ziemlich eisig und rutschig, wir verteilen die Wanderstöcke, rechts über uns steht die mächtige Eigernordwand, so nah wie jetzt waren wir noch nie dran. Diese furchtbare Wand kann viele Geschichten und Tragödien erzählen. Irgendwie sieht sie von hier nicht mal so extrem aus und da sie nach vorne geneigt ist, sehen wir den Gipfelbereich nicht. Die Wand verändert sich mit der Zeit, mittendrin sehen wir 3 Bergsteiger und ein Biwak an sehr exponierter Stelle. Bald einmal zieht sich der Trail in die Sonne hinein, etwas später treffen wir auf unzählige Steinmännchen, die hier errichtet wurden. Wir lassen uns in diesem schönen Gebiet eine Stunde nieder und geniessen die Natur, die Wand, das Panorama, das grüne Grindelwaldner Tal, machen ein Gruppenfoto. Ein Apéro von Oli wird im Schneefeld nebenan gekühlt, es ist herrlich. Auch wir bauen Steinmännchen, jetzt sollte man die Uhr stoppen können. Es wird 15 00 h, Aufbruch und Abmarsch nach Alpiglen, nun weiter zum schönen Wasserfall, den man vom Zug aus sieht, das Wasser hat hier einen kleinen Canyon in die Felsen geschliffen. Kurz darauf verknackst sich Toni den Fuss, es ist ja seine erste Wanderung seit seinem Unfall. Er hat Schmerzen, das braucht er nicht wirklich, 30 Minuten später sind wir in Alpiglen und suchen Schatten im Gartenrestaurant bei der feschen Wirtin. Die reine Marschzeit beträgt heute 2,5 Stunden, wir beschliessen, nicht mehr ins Gletscherdorf abzusteigen, um Toni zu schonen und verzichten auf die restlichen 2 Stunden. Für ein paar Franken lösen wir die Fahrt, der Zug fährt um 17 50 h nach Grindelwald zurück. Nun der Zimmerbezug, in einem Restaurant habe ich einen schönen Platz reservieren können für 20 00 h. Nach dem Duschen flanieren wir durchs Dorf und laufen dann frisch ein im Hotel Restaurant Kreuz und Post direkt an der Hauptstrasse neben dem Bahnhof. Auf uns wartet ein schöner Tisch zu siebt im sehr heimeligen "Kreuz - Stübli". Es folgt ein toller kulinarischer Abend, Toni und ich bestellen ein 4 - Gang Wildmenu mit Rehschnitzel "Mirza". Alle haben Kohldampf, das Essen dauert, so steht es auch in der Karte. Iris kommt als letzte dran, die Arme muss warten wegen unserer Vorspeisen. Kilian ass auf der Kleinen Scheidegg Käse überbacken und es liegt ihm auf, er bestellt nur einen Salatteller. Nadja Tagliatelle ( Wild ) Oli und Madeleine auch Wildmenu`s und Iris genehmigt sich Entrecote und Frites, es ist wirklich fantastisch. Danach singt im Stübli noch ein Jodel - Quartett für uns, man erlebt einen schönen Abend. Ich spendiere zum Essen einen Chateauneuf - du Pape 1997 für 51 Franken, das ist es mir wert, Toni wiederholt dasselbe etwas später. Es war genial, gegen 23 30 h verlassen wir die Beiz und ziehen uns ins Hotel zurück. Zeit, vom Balkon aus den Sternenhimmel und die Eigernordwand zu bestaunen, in der Wand brennt ein Licht, was dort wohl vor sich geht? Wie weit sind die 3 Alpinisten gekommen? Nachtruhe nach Mitternacht, ich bin schon die ganze Woche auf dem Hund und schlafe sofort ein. Das neue Nokia von Iris läutet uns um 07 30 h aus dem Schlaf, um 08 00 h nun ein kräftiges, reichhaltiges Frühstück. Kilian kann wiederum nicht essen, hatte eine sehr schlechte Nacht. Toni ist nun auch bereit mit seinem Fuss, er läuft besser ohne seine Einlagen. Um 09 00 h zahlen wir und treffen uns vor dem Hotel, bewegen uns zur Firstbahn und fahren hinauf ins bekannte Wandergebiet. Vor 9 Jahren haben wir diese Tour schon einmal gemacht, so ziemlich im Nebel. Und im letzten Herbst sind wir von der First mit dem Gleitschirm gestartet. Um 09 50 h beginnt das Trekking über eine der berühmtesten Routen der Schweiz, 700 Höhenmeter stehen uns bevor. Leicht ansteigend geht es aufwärts zum schönen Bachalpsee, eigentlich sind es 2 Seen, darin spiegelt sich das Schreckhorn und das Finsteraarhorn. Nach 50 Minuten sind wir da, trinken etwas und machen Fotos. Die oberen Hänge sind alle noch etwas mit Schnee überzuckert. Und wieder dieser stahlblaue Himmel, gegenüber steht das Wetterhorn, ein gigantischer Koloss. Eine richtige Völkerwanderung läuft hinter uns her, wir erreichen eine Hütte, der Sattel kommt näher, in Kurven weiter hoch. Am Sattel nun ein weiterer Unterstand, hier sammeln wir uns, Toni hat Schmerzen und wir mit ihm Mitleid. Rechts geht ein Weg hoch, links führt ein anderer hinunter zur Bussalp. Es sind noch 25 Minuten bis zum Faulhorn, zum grossen Hotel, das auf keiner Strasse erreichbar ist. Kurz darunter eine Rast, wir sind gut in der Zeit und rund 2 Stunden unterwegs, jetzt eine Pause von 40 Minuten, etwas Kleines essen. Die Hälfte der Gruppe besteigt mit mir das grosse Hotel auf dem Faulhorn und den Gipfel, wir werden mit einer grandiosen Aussicht auf den Brienzersee belohnt. Im Süden strahlen Eiger, Mönch und Jungfrau, im Westen die Blüemlisalp, dann das Schilthorn, der Niesen, der Thunersee, unter uns der Brienzersee und weiter östlich schon das Brienzer Rothorn, weiter hinten der Pilatus, ein Nebelmeer am Stanserhorn und der Brünig / Hasliberg. Unter uns liegt eine Mondlandschaft aus bizarren Felsen, noch ein paar Fotos und runter zur Gruppe. Selbstverständlich gibt es Gratulationen auf dem "Gipfel." Ein Wanderer aus Günsberg am Weissenstein hört uns nebenan zu und fragt, ob wir "Erschbler" seien. Na klar. Klein ist die Welt, die Schwarzbuben hört man eben. Er kennt ein paar vom Turnverein Erschwil. Abmarsch unter dem Faulhorn um 12 30 h, es zieht ein wenig. Über eine schöne Krete weiter Richtung Schynige Platte, der Enzian und weitere Blumen erfreuen uns, die Alpenrosen sind schon längst verblüht. Smaragdgrün leuchtet unter uns der spezielle Brienzersee, Iris hat vom vielen Gebrauch der Stöcke und ihrem harten Griff bald kein Gefühl mehr in den Fingern. Das Gefühl kenne ich auch, es bessert später wieder. Im Schatten liegt noch immer Schnee auf dem Weg, extrem viele Leute laufen auch hier durch. Die speziellen Felsformationen zeugen davon, dass einmal alles vergletschert war. Nach einer Stunde nähern wir uns einer weiteren Hütte, über glitschigem Weg mit Sicherungsketten treffen wir auf der Weber - Hütte ein. Das Feldschlösschen - Emblem strahlt uns an, doch wir bleiben hart und ziehen weiter. Schliesslich haben wir noch etwas Wein in den Rucksäcken. Von hier dauert die Wanderung noch gute 2 Stunden, hinter uns liegen nun 3 Stunden. Man wandert hier östlich um den Berg herum und ist dann 20 Minuten im Schatten, vor uns stehen rechts riesige Felsblöcke und links des Weges liegt eine einsame, schöne, stille Landschaft. Ein altes Schild macht uns auf Widder aufmerksam, habe aber noch nie einen gesehen. Der Treck führt jetzt geradeaus, man bleibt auf der gleichen Höhe. Danach abwärts, das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau rückt wieder ins Blickfeld, weiter durch felsiges Gelände an Bergblumen vorbei hinunter. Das ist Gift für Toni, er hat nun lange durchgehalten, ist langsam aber am Anschlag, stöhnt leise vor sich hin, das ist kein Zuckerschlecken! Wir können nichts für ihn tun ausser einbinden, ein harter Kerl ist er. Zwischen Felsen hindurch und am Berg klebend führt dieser Weg, weit vorne sieht man die Geleise und Häuser der Schynige Platte in der Sonne glitzern. In einem Rondelle nach rechts, danach bleibt der Pfad gerade und eben, noch etwa 40 Minuten bis zum Ziel, dies ist die schlimmste Zeit für Toni. Auch Iris ruft langsam aus, ihre Zeit sind 4 Stunden, da sind wir nun drüber. Wut und ein Gemotze schlägt mir entgegen, ich mache sie deshalb auf die schönen Blumen am Wegesrand aufmerksam. Sie will nichts davon wissen. "Der Weg ist das Ziel!", sage ich immer. Oli und ich sind an der Spitze, das Ziel kommt schnell näher, wir warten die ganze Gruppe ab. Um 15 50 h, nach 5 Stunden wandern, erreichen wir die Schynige Platte, an diesem extrem schönen Tag. Es ist geschafft, doch jetzt der Schock: 300 - 400 Wanderer, Rentner, Kinder, Hunde und Familien warten auf Züge, die alle 40 Minuten Verspätung haben, das darf nicht wahr sein. Wie ich höre, ist das eine Coop - Ausflugsaktion, na toll. Das Bier am Kiosk ist auch ausverkauft, wir stehen an, verpflegen uns und warten. Wieder einmal absitzen tut vor allem Toni gut, dann fahren nacheinander vier Züge im Bahnhof ein, es gibt einen Run. Wir wollen ja mit und schupsen keine alten Damen zur Seite. Alle sieben Groupies finden Platz, obwohl sich 10 Personen im Achterabteil befinden. Nun mit der nostalgischen Bahn in 50 Minuten hinunter nach Wilderswil, wir sind alle super gelaufen dieses Wochenende. Im steilen Gelände fährt die Bahn durch schroffes Gestein, später durch den Wald hinab, gleich alle vier Züge fahren mit einigem Abstand hintereinander her. In Wilderswil gibt es problemlos einen Anschluss nach Interlaken Ost, um 17 40 h fährt unser Zug ab. Trotz sehr vielen Leuten hat unsere Gruppe auch ohne Reservierung immer zusammen Platz. Bis Bern sitzen wir wiederum im Doppelstockzug, in Biel verlassen uns dann Kilian und Nadja. Der Rest erreicht den Bahnhof Laufen wie geplant um 20 17 h. Ein fantastisches, sehr schönes Wochenende im Berner Oberland mit kulinarischem Höhepunkt geht hier zu Ende, Freude herrscht!

 

Impressionen von der Lötschberg - Südrampe, 30. September / 1. Oktober 2000.

 

 

Wanderung von Visperterminen nach Visp.

 

10. Tourenausklang Alpengroupies

Schützenhaus Erschwil *

25. November 2000

Dabei sind diesmal: Véronique, Daniel und Manuela, Eric und Daniela mit Rahel, Stephan und Monika, Paul, Toni und Eveline, Kilian und Nadja, Dieter und Nadja, Jackie und Giusi, Elsi und Bruno, Alex und Kevin, Markus und Patrizia, Martin und Beatrice, Heidy und Leo, Oli und Madeleine, Toni und Lucie, Sandra und Stefan, Christoph und Grace, Claude Hautle, Stefan und Markus Brunner, Iris und ich. Musikalisch trudelt am späteren Abend Fips ein. Wir beginnen mit diesem Abend pünktlich um 19 00 h, 40 Personen sind heute hier, ein kleines Jubiläum. Ich eröffne den Abend mit der Begrüssung und orientiere über unsere Touren im vergangenen Jahr 2000. Die erste Tour war wie immer die Suurchrutt - Tour am 29. Januar 2000, zum 9. Mal durchgeführt. 25 Personen inkl. Hund Timo waren mit dabei, das ist die absolute Rekordbeteiligung. Wiederum mit viel Schnee und ohne Sonnenstrahlen haben wir die Tour und die Bernerplatte genossen, viele Schäden am Wald zeugten vom verheerenden Sturm "Lothar" am Stephanstag 1999. Beim Abstieg in der Schlussetappe gab es auf Glatteis noch einen kleineren Unfall, wobei sich eine Groupie - Frau, die hier nicht genannt wird, eine Wunde an der Augenbraue zuzog. Die 2. Tour: Klettern im Pelzli am 8. April 2000 mit 18 Personen. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir einige Kletterrouten, das 25 Meter abseilen und später das grillieren zusammen genossen. 3. Tour: Bungee - Jumping am Schilthorn, 1. Sektion der Bergbahn, am 13. Mai 2000. Nach 7 Jahren war es wieder soweit: 10 Groupies springen aus der Gondelbahn, aus 100 Meter und später 180 Meter in die Tiefe. Vier ganz Verrückte springen aus 180 Meter Höhe auf den Boden zu, dies ist der höchste Sprung weltweit aus einer Gondel. Fantastisch das Gefühl, auf die Erde runter zu stürzen. Oli hat ein Video davon gemacht, es war ein super Erlebnis, wir wollten feiern. Doch 15 Minuten nach dem letzten Groupie springt ein junger Amerikaner aus 100 Metern Höhe und schlägt vor uns voll auf dem Boden auf. Die meisten haben zugeschaut, wir sind alle wie gelähmt. Der Springer war sofort tot und wir alle extrem geschockt. Sofort zurück zur Basis und später nach Hause, diese Tragödie überschattet unseren tollen Tag und wird auf der ganzen Welt bekannt. Es ist der erste Todessprung nach 30`000 Jumps. Sie haben doch tatsächlich das lange Seil für den kleinen Sprung genommen, eine Verwechslung. Das versetzt "Adventure World" den Todesstoss, dieser Anbieter hat schon die Saxetbach - Tragödie ( Canyoning ) mit 21 Toten im Sommer 1999 verursacht. Die 4. Tour wird viel ungefährlicher: Trainingsmarsch vom Passwang nach Hägendorf am 18. Juni 2000. Bei brütender Hitze wandern 14 Groupies über die Jurahöhen zum Allerheiligenberg und durch die Teufelsschlucht nach Hägendorf in 6 ½ Stunden reiner Laufzeit. Ein grosses Bravo gilt hier den kleinen Häner`s aus Nunningen. 5. Tour: River - Rafting Lütschine / Berner Oberland am 22. Juli 2000 mit nur 2 Personen, dafür war das Wetter wieder auf der sonnigen Seite. Das Abenteuer führten wie immer die Freunde von ALPIN RAFT Interlaken durch. Danach trafen wir noch Groupie Daniel Erzer aus Erschwil, er arbeitet den Sommer über bei ALPIN RAFT. Beim Team von Heinz Loosli sind wir nun schon zum 7. Mal dabei. Später absolviere ich in der Gletscherschlucht Grindelwald noch kurz den "Canyon Jump", mein fünfter Sprung, es war einmalig. Die Privattour auf das Wetterhorn 3701 m. ü. M. absolvierte ich am 16. / 17. August 2000 mit meinem Bergführer Marco Bomio aus Grindelwald. Er führte mich von der Glecksteinhütte in 4,5 Stunden auf den Gipfel, es war wunderbar. Am Abend vorher hatten wir Besuch vom Steinbock und seinen Gämsen direkt vor der Hüttentüre. Die 6. Tour: Eiger - Trail / Schynige Platte ( Grindelwald Trekking - Tour ) am 23. / 24. September 2000. Ein fantastisches Wochenende erlebten 7 Groupies rund ums Gletscherdorf. Der Himmel ist stahlblau, es sind die letzten Tage des Sommers. Direkt unter der berühmten Eigernordwand wandern wir in 2 Stunden nach Alpiglen. Übernachtung im Hotel Tschuggen, am Abend im Kreuz und Post kulinarische Höhepunkte mit Wild und in der guten Stube ein Jodelchörli Live. Am Sonntag dann zur Bergstation Grindelwald First, wie schon vor 9 Jahren wandern wir über den Bachalpsee zum Faulhorn und weiter im Panorama von Eiger, Mönch und Jungfrau auf die Schynige Platte in 5 Stunden. Schreckhorn und Finsteraarhorn spiegeln sich im Wasser des Bachalpsees. Es war ein super Weekend, das man lange nicht vergessen wird. Die 7. Tour: Lötschberg - Südrampe / Visperterminen ( Wandern im Wallis ) am 30. September / 1. Oktober 2000. 22 Groupies haben sich für dieses Wochenende angemeldet. Leider spielt Petrus diesmal nicht mit, am Samstag regnet es dermassen stark, dass wir in einem Felsenkeller bei Raclette und Weisswein Schutz suchen müssen. Trotzdem ist die Tour interessant, als sich der Nebel verzieht. Das grosse Baltschiederviadukt, die Suonen, das Rhonetal. Die Wanderung endet bereits in Ausserberg nach 3 Stunden, wir sind völlig nass und treffen dort noch auf Ur - Groupie Franz Spaar, der hier im Dorf wohnt. Weiter ins Weindorf Visperterminen, später Abendessen im Hotel Gebidem, ein gemütlicher Abend folgt und später Ausgang ans Dorffest bis um 03 30 h. Am Sonntag dann eine Degustation im Terbiner Weinkeller, danach wandern wir durch Wiesen und Reben hinunter nach Visp. Die Sonne hat uns wieder, Paul filmte das ganze Weekend. Heute Abend zeigen wir diesen Film als Premiere. Die 8. Tour ist der heutige Tourenausklang 2000. Diese sieben Touren ergeben zusammen 98 Groupies, die mitmachten. Mit heute Abend ergibt das sogar 138 Personen, eine stolze Zahl, ein super Jahr ist wieder vorbei. Während des Abends kann man nun wieder die Fotoalben, Mitgliederlisten und Tourenberichte anschauen, jetzt machen wir weiter mit der Zinnbecherehrung. Dieses Jahr sind es gleich 5 Becher, die vergeben werden, ich bitte die 5 Groupies nach vorne und gratuliere jedem einzelnen: Nadja Müller hat 16 Touren hinter sich gebracht, Daniela Hunziker 15 Touren, Toni Grolimund 16 Touren, Kilian Wehrli 17 Touren und Nadja Hunziker 16 Touren. Herzliche Gratulation und ein Applaus für die 5 Groupies. Paul und Martin holen um 19 45 h unser Abendessen im s`Zäni in Breitenbach. Dann präsentiere ich das diesjährige Geschenk, ein recht teures, aber die Club - Kasse vermag dies. Es sind weisse Mützen wie damals 1994 auf der Stierenberghütte, doch viel besseres Material und das Groupie - Sujet in 5 Farben vorne drauf, auf der linken Seite prangt die rote "Rolling Stones" - Zunge. Zusammen mit Kevin präsentiere und verteile ich die Mützen, sie kommen gut an und sind im Preis dieses Abends bereits nebst anderem inbegriffen. Christoph kauft noch 2 für die Kinder und Véronique eine für Yvan zum Preis von 23 Franken. Tina, dem Gottikind von Iris wird eine geschenkt sowie unserem Göttibuben Didier für Weihnachten. Danach bringe ich den Wettbewerb unter die Leute. Die Frage lautet: "Wie lange ist die gelbe Reepschnur im Glas in Zentimeter?" Und los geht`s, die Auflösung kommt in 2 Stunden. Um 20 10 h wird von einigen Helferinnen das Abendessen serviert, heute gibt es Riz Casimir mit Poulet - Geschnetzeltem und Früchten, dann wird es ruhig im Schützenhaus, es schmeckt sehr gut. Unsere günstigen Getränke vom Bologna laufen auch sehr gut, dieser Abend kostet 5 Franken mehr als im Programm steht, also Fr.44.-, dafür wird einiges geboten. Der Abwasch um 21 00 h ging schnell über die Bühne, eifrig wir die Reepschnur geschätzt und gerätselt. Paul filmt auch von diesem Abend einen Querschnitt. Gegen 21 30 h geht es los mit dem Video von Paul: Die Wandertour Lötschberg - Südrampe / Visperterminen vom 30. September / 1. Oktober 2000. Er hat jetzt seinen schönsten Film gemacht mit diversen Einblendungen und er kommt direkt ab Festplatte, vor dem Film danke ich Paul, er hatte mehr als 20 Stunden Arbeit für den Streifen. Weiterer Dank geht an die Firma STG Treuhand Basel für den super Beamer, den wir heute Abend zum ersten Mal benützen dürfen. Das Gerät kostet gegen Fr.15`000.- und diesen Deal hat Christoph Wehrli organisiert. Allen grossen Dank! Der Film dauert 30 Minuten, ist toll vertont und kommt sehr gut bei den Leuten an, Applaus für Paul und Christoph, wir hatten ein sehr scharfes 2 x 2 Meter grosses Bild. Fips ist auch kurz vor Filmbeginn reingeschneit, es ist nun 22 00 h geworden.

 

Interessant sind sie immer, die vielen Fotoalben und Listen von Gago.

Die Zinnbecher - Ehrung 2000 für 5 Groupies.

Elsi hat vor kurzem in den Ferien in Kenia einen Schnitzelbank zu Papier gebracht, den sie uns nun vorliest. Es war viel Arbeit und die Südrampe - Tour wird bis ins kleinste Detail beschrieben, viele Kleinigkeiten kommen während des Lesens zum Vorschein, es wird gelacht, vor allem die, die dabei waren. Danke, Elsi, das war wirklich super und kurzweilig. Hier also der Schnitzelbangg von Elsa Schmidlin:

Uf däm Usflug is Wallis isch so vill passiert, drum will i e chli verzellä, wenn's ech interessiert.
S`Heidy isch cho mit ärä schwerä Täschä, mir hei dänkt, do si sicher drinnä ä paar Fläschä.
O für ä Paul öppis zässä, denn är het jo alls vergässä.
48i isch dr Paul a däm Tag, drum het`s Heidy o dr Schampannier parat.

O dr Dani und s`Manuela si cho mit em Wagä ummä Eggä, denn gli hei si s`Melissa müessä weggä.
Hingä Dälschberg trinkä dr Markus und dr Toni scho diä erschti Fläschä leer,
Heio, denn isch dr Rucksack nimmä schwer.
Plötzli seit dr Schorsch, was lit ufem Sitz für nä Ding, he säg i , das isch jo mi Fingerring.
Bis Goppäschtei ischs witer gangä, denn siemer do blibä hangä.

Dr Regionalzug het ä Pannä und isch nit cho, denn hei mer uffä Schnällzug müessä go.
Z`Hohtenn het är äxtra gwartä und vo dört us heimer dennä wellä schtartä.
Aber i dr Beiz si d`Waadtländer gsi, hei o scho probiert dr Walliser Wy.
O Kaffi mit Kanonä heimer probiert, d`Frau Wirti isch gli im Schtress, sìsch nit plagiert.

Diä Täschä het gmeint, mir sellä dr Wagä dussä lo mit em Ching, aber äs isch doch no gangä ä bösä Wing.
Bim zahlä het si no gmeint, nämet jo diä Kanonä mit hei, diä choschtet süscht ono 2 Schtei.
Ändlig goht diä Wanderig los, grägnet het`s, s isch gar nit famos.
O Schtei und Schutt si obä abä cho, i ha Angscht gha und ha gmeint, i müess s`Läbä lo.

Elsi mit ihrem super Schnitzelbangg, gedichtet am Strand von Kenia............

Nach em Znünihalt im schtrömendä Rägä, chunnt scho wider ä Beiz, isch das ä Sägä.
Dr Wirt schickt is i Felsächäller, är meint, dört gech`s ä chli schnäller.
O im Paul si Kamera setti trockä wärdä, es isch hüt gruusig i dä Bärgä.
Ungeduldig ha ni gseit, he gömmer ändlich witer, si hei noni leer gha öppä 8 Liter.

Dr Groli Toni het denn alles zahlt, är het halt früsch ghürotä, lueget wiener schtrahlt.
Vor Freud hei mer denn alli afo lachä, denn dr Wirt het afo Raclett machä.
Alli hei gässä 1 - 2 Portzionä, s`Véroniq meint denn, dr Yvan set ä Fründin ha, potzmillionä.
Dr Wirt het nämlich gmeint, dr Yvan sig irä Fründ, henei, heimer gseit, das isch im Véroniq sis Chind.

So het är gmeint, mi Serviertochter hätti o gärn ä Ma, dä Bursch weri denn no zha.
Das Mädi het ihm dennä gwunggä mit em Chellä, aber dr Yvan het nümmä glacht und het nit wellä.
Ändlich simmer witer gangä, d`Wirti het im Zug halt wellä verlangä.
Wägä 7 Personä macht är halt kei Halt, dr Paul het gseit, dä machi chalt.

I schteck em grad ä Mässer i Ranzä, und mach en platt wiä nä Wanzä.
Alli hei müessä z`Fuäss witer go, äs rägnet i Schtrömä immer no.
S`Lüssi und dr Toni z`letscht hingä no, s`Èvelin het o no ä falschä Wäg gno.
Z`Usserbärg si mir wider alli bi nang, s`isch gli Nacht, s`goht nümmä lang.

Im Reschtorant Bahnhof hei mer wellä wächslä Kleider, aber o diä im Rucksack si nass gsi, leider.
D`Frau Wirti gheit ä paar Pulli i Tömbler ohni Problem, s`Patrizia isch so froh gsi und seit, isch das schön.
Mir hei denn s`Billett glöst bis uf Brig, hei aber vorhär müessä usschtigä, denn Brig weri z`witt.
Dr Reiseleiter het halt ächli verseit, will är halt chli z`vill Wy mit treit.

Z`Laldä si mir denn ufs Poschtauto gangä, überall het`s Näbel gha umä hangä.
Ändlich simer acho z`Vischperterminä, alli heimer chalt gha und si froh gsi für inä.
Im Hotel heimer denn alli duscht, o bim Nadja und Kilian het`s nummä so gruscht.
Zämä hei diä zwoi ä Bad gno, aber leider isch nummä no chalts Wasser usächo.

Ufgwermt hei si sich bi mänä Fondü für zwoi, si sägä, äs sig fascht so guet wiä dähäi.
Alli heimer Problem gha mit trochnä Chleider, o mini Hosä si nass gsi, leider.
I bi zum Iris go chlönä, si het mir sä denn müessä föhnä.
Im Gang ussä het o d`Véroniq ihri Blusä gföhnt, Ungerhosä het si vom Heidy verdlehnt.

S`Lüssi het ä Modeschau abglo, ums Fudi het si ä Frotteetuäch gno.
Gässä hei deil Filet vom Rössli, und derzuä no ä feins Sössli.
O dr Leo het si Plättli übercho, äs schmeggt em guät und seit: "Sebo Sebo!"
Nach em Znacht hei deil noni gnuä drunggä, si no ungä inä i d`Schpelunkä.

Dr Paul hei si ono dra brocht für einä z`zahlä, jo, seit er, zur Feier des Tages und i Gott`s Namä.
Immer no sisi noni müäd, aber das isch dr bescht, gösi no as Musigfescht.
Du blibsch do, seit s`Iris zum Schorsch inärä Wuät, seit är, i gang sicher as Fescht, bi noni müäd.
Ä super Kapällä het dört Musig gmacht, dr Pauli schlot dr Takt, dass dr Tisch fascht chracht.

Öppä 500 Lüt si dört, d`Hallä isch bumsvoll, alli singä, i bi dr Anton aus Tirol.
Hei cho sisi denn öppä am drü, alli hei ganz weichi Chnü.
Nummä 4 Schtung hei si sich chönnä schtreckä, und dr Paul het mä am Morgä müessä weckä.
Alli Chnochä diän em gräusli weh, i ha gseit, hätsch weniger gsoffä oder meh.

Aber diä Waadtländer, wo si diä denn anä gangä, bim Platzkonzärt si si wieder blibä hangä.
Dr Wiss schtoht o scho wieder parat, und s`Lüssi trifft dört ä Schuelkamerad.
Bim Wiibuur heimer scho wieder Wii deguschtiert, und scho het dr Schorsch im "Heida" reserviert.
Hei mir denn nit chönnä afo laufä z`derab, diä Suffärei macht jo am Morgä scho schlapp.

Wo drno dr Himmel het afo ufhellä, het dr Toni no afo ä Plättli bschtellä.
Ändlich het no jedes im Hotel gholt si Rucksagg, i wett jo nit immer furt mit somänä Pagg.
Witter ischs gangä Vischp zuä, binärä Kapällä mach emer Halt und hei gmeint, mir heigä Ruäh.
Ufgreggt het dr Schorsch uf sim Händy ummädruggt, är het d`Fahnä vergässä und wird fascht verruggt.

Guät isch dr Dani no z`Vischperterminä, är segglet durs Dorf nomol is Hotel inä.
Hingerem Vorhang isch si gschtangä im Zimmer, s`nöchschtmol, Schorsch, lo sä dähei, vergischsä nit immer.
Dr chürzischt Wäg heimer gno z`derab, s`Lüssi z`letscht, Zit wird knapp.
S`Véroniq seit inärä Wuät, dir rennet nur, luäget nit ämol a diä schöni Natur.

Z`Vischp acho simmer mit müädä Bei, i däng, o wer emer liäber scho dähei.
Durä Lötschbärg via Bärn, öppis no usem Ruggsagg, das hei alli gärn.
O, i ha vo dähei no nä Calamä, hei jo, diä willi nimmä mit hei nä.
Umschtigä z`Bärn ufs angärä Perro, denn das het ganz weidli müässä go.

Dr Schorsch het no Bier gholt inärä Täschä, aber am Kiosk git`s nummä Büchsä und keini Fläschä.
Ä Gschrei uf em Perro, s`Iris isch us allnä Fuägä,
mi Buchtäschli isch wäg, Schorsch, gang weidli go luägä.
Visa - Chartä, Billett und s`Natel isch drinnä, Gago, segglä schnäll i angärä Zug inä.
Hopplä, goht`s ufs angärä Gleis, dr Zug isch dänk scho ab, wär weiss.

Dr Konduktör isch scho ufem Perro mit em Täschli, i wett, s`Iris het beschtimmt no drin ä Wysswifläschli.
Im Schorsch si Chopf hämmeret, är het langsam gnuä, chunnt zrugg cho rennä i sinä rotä Schuäh.
Witter isch es denn Laufä zuä gangä, denn het s`gröschtä Problem erscht rächt a gfangä.
S`Daniela segglet im Zug hingärä und fürä gschwing, go Pämpers suächä für im Manuela sis Ching.

Alli Frauä mit Ching het si nach Winglä gfroggt, dr Dani isch o langsam gschoggt.
Är seit zum Manuela, legg em doch ä Paar a vo mir, denn diä si ä chli chlinner als diä vo dir.
D`Winglä gö halt ämol z`Änd wiä eusä Usflug, drum schtigä mir alli z`Laufä us em Zug.
Hei simmer alli guät cho, drum hoffä mer, dass mir ä angers Mol wieder chönnä cho!

Dann gibt es noch einen tollen Film von der Südrampe von Paul........

...........und nach Jahren wieder einen Auftritt vom HD Läppli alias Dieter Lang.

Herzlichen Dank an Elsi für diesen wunderbaren Querschnitt durch diese Groupie - Tour! Super! Um 22 30 h werde ich langsam nervös, denn bald steht ein Soldat an der Türe. Wie schon am Jubiläumsfest 10 Jahre ALPENGROUPIES 1996 tritt nun Dieter Lang alias HD Läppli aus Breitenbach zur Tür hinein und beginnt sein Programm, etwa 20 Minuten lang. Dieter ist wie immer sagenhaft gut drauf und löst wie bereits vor 4 Jahren viel Gelächter aus. Die Lokomotive, die hat er nun abgeführt. Die Stimmung steigt weiter, Diedi ist in dieser Rolle einfach perfekt, das Gewehr, die Uniform, sein Schnauz, die Mimik, seine Sprache, er ist der Hammer. Vielen Dank. Nach der Show gibt`s einen grossen Applaus für Diedi. Danach geniesst er den Abend noch eine ganze Weile bei uns, gegen 23 00 h kommen wir zur Auflösung des Reepschnur - Wettbewerbes: Sie misst genau 227 cm. und ein Raunen geht durch die Menge. Martin hat die Auswertung in der Zwischenzeit beendet. Auf dem 3. Platz steht Stephan Purtschert und bekommt ein Groupieschnäpsli, im zweiten Rang steht Véro Steffen, sie erhält einen Los Monteros 1997 und im ersten Rang ist Kilian Wehrli, er bekommt als Preis einen Schraubkarabiner. Herzliche Gratulation den 3 Gewinnern und Applaus. Nun gibt es am Buffet Kaffee und Kuchen, Elsi brachte vier fantastische Schwarzwäldertorten an den Tourenausklang, besten Dank! Jetzt wird das Jahresprogramm für das Jahr 2001 verteilt, weiter nun im Programm mit dem Duo "Pink Fröyd" Live, zum 10. Mal am 10. Ausklang. Wir spielen 7 Songs plus 2 Zugaben in 30 Minuten, es herrscht gute Stimmung, Paul filmt. Zum Schluss noch "Tschäggeti Chüeh" und "Alperose". Danke, Fips! Dann bitte ich die 5 Zinnbecher - Empfänger zu mir, wir weihen die Becher nun ein mit dem Zinnkrug wie jedes Jahr, den das O. K. zum 10jährigen Jubiläum 1996 bekommen hat. Da sind jetzt schnell mal 2 - 3 Weisse weg. Danach wird die nächste "Suurchrutt - Tour" verteilt, im Jahr 2001 feiern wir bereits 15 Jahre ALPENGROUPIES, sowie der 10. Marsch hinauf zur Rothlachen. Wir wollen dann der Familie Spahni eine gemalte Magnumflasche schenken, wo die 10. Suurchrutt - Tour und Sauerkraut draufsteht. In zwei Monaten, am 27. Januar, ist es dann wieder soweit. Fips und Dieter Lang erhalten von uns noch je eine Groupie - Mütze. Um Mitternacht stimme ich ein "Happy Birthday" für Markus an, er feiert nun seinen 36. Geburtstag. Alle singen mit, er bekommt eine Flasche "Chateauneuf - du - Pape". Alle Unterschriften sind im Tourenbuch schon verewigt, immer wieder werden in den Alben Fotos angeschaut, der Kuchen und die Getränke laufen sehr gut. Der offizielle Teil des Abends ist nun vorbei, weiterhin gemütliches Beisammensein. Die ersten sind später am aufbrechen, die Freinacht dauert noch bis 03 00 h. Es herrscht eine gediegene Stimmung, das farbige Licht von Kilian macht auch viel aus. Er schenkt mir später 2 Spotlampen, Kabel und die Discokugel. Nun ein wenig Musik über die Bose - Boxen, noch etwas lauter und schon ist eine Disco im Gange wie früher in den besten Zeiten. Ich spiele Santana, Stones, Gölä, National, Tina Turner, Hanery Amman und Anastasia, man schwingt beschwingt das Tanzbein, Dieter Lang ist nicht mehr zu halten. Wir haben zum Abschluss eine super Stimmung, sind um 02 00 h noch 25 Leute. Später packt jeder mit an und in kürzester Zeit sind Pickel, Bilder, Schuhe, Seile, Alben, Harrassen, Kabel und Geräte zusammen getragen und verräumt. Viele nehmen schon mal Material ins Dorf mit, um 03 00 h besteht der harte Kern noch aus 12 Leuten: Kilian, Nadja, Oli und Madeleine, Eveline und Toni, Bea und Martin, Paul, Véro, Iris und ich. Zum Schluss dann noch ein Gruppenbild und um 04 30 h läuft das Fest seinem Ende entgegen, schön war`s!


Schneeschuh - Tour im Langis / Obwalden

Die 100ste Tour! 10. März 2001 *

Es ist soweit, heute läuft die 100ste Alpengroupie - Tour! Da sind wir auch etwas stolz darauf und das 15. Jahr ist voll am laufen. 8 Groupies sind an dieser Jubiläumstour mit dabei: Eric, Daniela, Kilian und Nadja, Stephan und Sandra, Iris und ich. Das Schneeschuhlaufen ist für uns etwas ganz Neues, man ist gespannt, wie es sich so läuft. Das Wetter ist ein Mix aus Sonne, Regen und Schnee, wir verlassen Laufen um 07 18 h mit dem IR und treffen in Basel Kilian und Nadja, es regnet. Im Zug zwischen Basel und Luzern spendieren Iris und ich die

Schneeschuhwandern im Langis, die 100ste Alpengroupie - Tour.

angekündigte Überraschung zur 100sten Tour: 2 Flaschen Souriex 1999 von M. Demierre mit Spezialetiketten "Schneeschuhtour Langis / Obwalden, 100. Tour, 10.03.2001.,15 Jahre Alpengroupies", verziert mit dem Dorfwappen von Sarnen. Dazu Käse, Rebib und Tete de Moine mit Brot, es wird dankend angenommen. Weiter nach Luzern und mit der Brünigbahn nach Sarnen. 3 1/2 Jahre waren wir nicht mehr in Obwalden, seit wir im September 1997 unseren Wohnwagen in Sand / Kerns OW verkauft haben. Es war eine sehr schöne Zeit, diese sieben Jahre. Am Bahnhof Sarnen regnet es immer noch, es ist 09 45 h, wir hoffen alle auf besseres Wetter. Vor uns steht ein Bus mit der Aufschrift Langis Langlaufparadies, der Fahrer grinst und kommt auf uns zu. Er heisst Fredy Glanzmann und ist unser heutiger Führer, nun ab in den Bus und hinauf ins Langis auf 1500 m. ü. M. Hier steht das Höhenhaus Langis mit Langlaufschule und vielem mehr. Via Fredy`s Buchung und Prospekten erfahren wir, dass wir heute einen Olympia - Medaillen - Gewinner als Führer haben. Fredy Glanzmann war in der Nordischen Kombination Mitglied in der Silber- Medaillen - Mannschaft an den Olympischen Spielen 1988 in Calgary. Das ist der Hammer, er ist ein sehr netter, einfacher Mann, im Sportgeschäft lernen wir seine Frau Irène kennen. Bei Fredy arbeitete vor Jahren unser Guide Heinz Loosli von Alpin Raft, Interlaken als Skimechaniker, was für ein Zufall. Ich erzähle ihm von Heinz und unseren Touren mit ihm, auch von den Alpengroupies. Gegen 11 00 h erklärt er uns die Schneeschuhe, draussen regnet es noch etwas, aber wir starten nun. Die ersten Schritte auf Schneeschuhen, es ist toll, läuft sich gut, ist mal ganz was anderes. Schneefall mischt sich in den Regen, wir sind gut geschützt. Nun aufwärts durch verschneite Tannenwälder, es geht recht gut, die Videokamera von meinem Vater Leo ist auch mit dabei, die 100ste Tour müssen wir doch festhalten. Unsere Gruppe steigt leicht auf, schon öffnen sich die Wolken, blaue Löcher zeigen sich am Himmel, dann drückt die Sonne durch. Das Herz frohlockt, wir sind happy, es wird immer wärmer, der Schnee leuchtet. Mal wieder aufwärts, geradeaus und wieder abwärts, bei einem Gittermast erklärt uns Fredy die Landschaft. Wir blicken gegen Norden, links der Glaubenbergpass, der Brünig, die Alp Älggi, der geographische Mittelpunkt der Schweiz ( Groupie - Tour 1991 ), weiter das Skigebiet Melchsee - Frutt, das Stanserhorn, der Pilatus. Jetzt steil einen Schneehang runter, viel Spass, Stürze und Gelächter, alles ab jetzt in eitlem Sonnenschein. Man tourt über einen Bach, wir wollen Moorhühner jagen, die meisten Stürze gelingen Stephan und Daniela, auch Iris liegt ein paar Mal flach. Das Moorhuhn wird heute zum Tier des Tages, es wird flacher, Fredy lacht lautstark bei jedem Spruch von uns. Nach 2 Stunden schönstem Schneeschuhwandern erreichen wir das Bergrestaurant Schwendi - Kaltbad inmitten eines grossen Moorgebietes, daneben steht eine Kapelle. Wir hängen die Schneeschuhe und die Stöcke in der Sonne auf, es ging super, trotz etwas Sulzschnee. Nun haben wir alle mächtig Hunger, in der rustikalen Berghütte brennt ein Feuer im Cheminée, an der Wand hängt ein riesiges Elchgeweih. Wir nehmen Platz, über unserem Tisch hängt die Groupie - Fahne. Bald kommen zwei Caquelons gefüllt mit bestem Fondue, dazu Brot, Fendant und Kirsch. Der Wirt hier schenkt nach wie in einem 4 - Stern - Hotel, wir lassen es uns gut gehen, Fredy sitzt oben am Tisch. Er ist im Sommer auch ein begeisterter Skater, meint er. Als die 2 Pfannen leer sind, wird zur Hälfte jeweils nochmal aufgefüllt, wir sind am Anschlag. Fredy sagt, das sei hier normal. Sandra gibt einen Kommentar zur Tour ab. Nach 90 Minuten packen wir zusammen und geben dem Wirt auf dem Teller ein schönes Trinkgeld. Besten Dank, wir kommen sicher wieder einmal hierher. Vielleicht zur Tour "Wildschwein" oder der "Nachttour" oder zum Mondscheinlaufen oder auch zum Iglu bauen, das wird hier auch angeboten. Unsere Tour heute heisst "Schneehase". Kaum draussen vor der Hütte, regnet es kurz wieder, doch bald nehmen wir den nächsten Aufstieg in der Sonne in Angriff. Wir queren Bäche und brechen manchmal ein, auch unser Führer, am grossen Hang stöhnen einige, die definitiv zu viel gegessen haben. In Kehren hoch, auf Wunsch unserer Frauen hängen wir nun nur noch eine Stunde dran, Fredy lacht. Stephan verdreht die Augen, Iris, Kilian und Nadja stürzen dann und wann, es folgen weitere Rutschpartien, ich hatte heute Morgen auch meinen Sturz, zusammen mit der Videokamera. Jetzt wieder in den Wald hinein, ein auf und ab, um Baumgruppen herum, das Wetter hält sich gut. Als wir offenes Gelände erreichen, liegt unter uns schon das Berghaus Langis, bald sind wir da, die Stunde ist vorbei, die herrliche Schneeschuhtour zu Ende. Es war super, wir hatten alle grossen Spass. Die Fahne steckte in letzter Zeit hoch in meinem Rucksack, nun die Schneeschuhe ausziehen und Material einsammeln. Ein riesiger Hund trottet auf uns zu, später im Laden fachsimpeln wir mit Irène und Fredy. Unser Führer öffnet nun eine Flasche Champagner, sie ist spendiert von den beiden und wir stossen an auf die 100ste Groupie - Tour, filmen noch ein paar Szenen. Danach bezahlen wir das Schneeabenteuer und danken nochmals. Fredy übergibt mir eine Autogrammkarte von

Und schon drückt die Sonne durch.

Ein tolles Fondue mit einem Olympiasieger von Calgary 1988, Fredy Glanzmann.

Calgary 1988 und einen Kleber seines Geschäftes. Dann ab in den Bus, Fredy hat um 18 00 h nochmals eine Tour, er fährt uns ins Tal nach Sarnen zurück. Auf ein anderes Mal, Danke. Ich werde ihm später ein paar Fotos mailen von der Tour. Wir sind früh in der Zeit, es reicht für ein Bier im Wipi`s Pub in Sarnen, eine Stunde früher nehmen wir den Zug. Eric holt ein paar Bierchen aus dem Rucksack, Daniela übernimmt das Zepter und lässt über unsere ersten, kleinen Zinnbecher abstimmen, die beiden von Iris und mir. Es sei an der Zeit, dass das O.K. ALPENGROUPIES nach 15 Jahren und zur 100sten Tour, neue, gleich grosse Zinnbecher wie alle anderen erhalten soll. Es wird mit grossem Mehr angenommen, wir werden im Laufe des Sommers 2 Stück machen lassen. Um 19 40 h treffen wir schon in Laufen ein, es war wirklich super und wir haben die Tour gebührend gefeiert.


Geologische Wanderung Bärschwil SO

Auffahrt, 24. Mai 2001 *

Versteinerungen und wandern im Schwarzbubenland.

Dabei sind: Eric, Daniela, Rahel, Robin, Stephan und Monika mit Diana und David, Markus und Patrizia mit Dominik, Tina und Michel, Jackie, Pascal und Giusi mit dem Auto ( Giusi verletzt ), ihr Hund Timo, seit Jahren wieder einmal Marianne Burkhalter mit Raphael und Joel Lukas, Tommy und Maya Harder mit Hund Zora, Toni und ich. Wir sind 23 Personen, doppelt so viele wie an der letzten "Suurchrutt - Tour". Leider fehlt Iris, sie hat sich gestern Abend im Garten den Fuss verstaucht und humpelt!!! Das ist Pech, sie hat sich auf diese Tour sehr gefreut. Um 09 30 h treffen wir uns alle am Bahnhof Laufen. Der Wettergott meint es schon die ganze Ferienwoche gut mit uns, heute wird es 24 Grad warm. Nun mit dem Postauto über Wahlen - Grindel nach Bärschwil und weiter zum Hölzlirank. Nach einer Begrüssung verteile ich Prospekte vom Geologischen Wanderweg Bärschwil. An der ersten Infotafel hat es noch mehr davon, wir diskutieren über die Gebirgsfaltung und das Jurameer. Diese Wanderung ist eine Zeitreise über 200 Millionen Jahre durch Wüsten, Korallenmeere, Urwälder und Eiszeiten. An 15 Stationen werden auf farbig gestalteten Informationstafeln eine Übersicht über die verschiedenen Gesteine, die Faltung des Juras, die Entwicklung der Landschaft, den Gipsabbau, die Glasherstellung, die Wasserversorgung von Bärschwil sowie das Wirken des Geologen Amanz Gressly gegeben. Die Tour dauert etwa 3,5 Stunden, dazwischen werden wir Versteinerungen suchen und am Mittag grillieren. Wir starten in den kühlen Wald, 400 Höhenmeter liegen vor uns. Man hat auch viel Zeit, miteinander zu quatschen, vor allem ist es schön, dass Marianne und die Jungs wieder einmal dabei sind. Bald erreichen wir den Waldausgang bei der Waldhütte, es wird nun recht üppig. Auf dem Mergelweg hinauf zum Hof Wasserberg, 1 Stunde ist vergangen. Es wird immer heisser, riesige Cumulus - Wolken türmen sich auf, ein Gewitter wurde für heute gemeldet. Im Fahrzeugunterstand, einer riesigen Halle neben dem Hof Wasserberg, können wir, wie uns Elsi schon sagte, Getränke aus dem Kühlschrank beziehen, eine tolle Sache. Wir sind durstig und machen regen Gebrauch davon. Unterwegs hat Stephan eine erste Versteinerung gefunden, die Suche bei den Kindern geht sofort los. Giusi ist mit seinem Mercedes eingetroffen und hat ein paar Rucksäcke mitgenommen, nun weiter aufwärts, zum Steinbruch ist es nicht mehr weit. Rechts oben steht der Hof Misteli, wir wandern zum Hof Vögeli, wo meine Schwiegermama Elsi aufwuchs, ihr Bruder Ernst wohnt hier auf dem Hof. Etwas weiter vorne kommt der Steinbruch, die Vorhut ist schon zu weit gewandert, wir sammeln uns. Kurzer Aufstieg in den Steinbruch, man trifft sich bei einer Feuerstelle, es wird Holz gesucht und angefeuert. Es ist nach 12 00 h. Das Feuer lodert und die Kids suchen wie verrückt nach den Muscheln und finden viele verschiedene Arten. Vor Jahren war ich mit Iris hier oben, wir fanden viele Muscheln und mussten sie mit dem Auto abholen. Raphael und Joel fanden auf dem Weg schon welche und freuen sich sehr, bald schon können alle am Feuer grillieren. Hier kann ich die nächsten Groupie - Programme verteilen vom Canyoning Massaschlucht und der Rhonegletscher - Tour. Eine bedrohlich schwarze Wolke hängt über dem Steinbruch, es sieht nicht allzu gut aus. Wir bilden nach dem Essen mehrere Gruppen, um die Versteinerungen zu suchen: Raphael und Joel Lukas, Tina, Michel und Dominik, Rahel und Robin, Diana und David. Stolz zeigen sie ihren Eltern die neusten Funde. Alle schreiben noch ein Autogramm ins Tourenbuch, gegen 14 00 h räumen wir langsam zusammen, es wurden sehr viele Muscheln gefunden. Mit allen Kindern mache ich je ein Foto mit der heutigen versteinerten Ausbeute, Papi wird`s im Rucksack tragen. Als dann alle zum Abmarsch bereit sind, spüren wir plötzlich ein paar Regentropfen und schon prasselt der Gewitterregen stark und heftig auf uns nieder. Alle rennen zum Weg hinunter, ziehen Bergjacke oder Regenschutz an und stehen unter die Bäume. Es schüttet heftig, der Himmel wird dunkel, wir verschieben uns 300 Meter zum Hof Vögeli rüber und stehen unter das Stalldach. Ein ganz Schlauer hat auch einen Schirm dabei, sechs Mal donnert es heftig und Blitze zucken, dann ist das Gewitter vorbei. Am Vögeli vorbei wandert die Gruppe in 30 Minuten zum Ober Fringeli hoch, der Steinbruch war toll und die fünfte Station der Tour. Nass und dreckig erreichen wir das Ober Fringeli, ich war lange nicht mehr hier. Es ist bald 15 30 h, wir möchten ein späteres Postauto für den Heimweg nehmen und stimmen ab. Markus und Patrizia wollen heute noch an ein Grillfest, doch Giusi wird sie dann runter fahren, damit es reicht. Giusi und Pascal sind schon auf dem Fringeli eingetroffen, mussten noch über Bärschwil und den Hof Hasel rauf fahren. Somit haben alle genügend Zeit, im Restaurant etwas zu trinken und uns zu trocknen. Nach einer gemütlichen Zeit verabschieden sich Markus und Co. vom Rest und fahren mit Giusi nach Laufen. Etwas später starten auch wir ins Tal und haben noch den Schlussabstieg vor uns. Bald kommt die nächste Infotafel, danach das Wasserreservoir von Bärschwil, auch die Sonne hat uns wieder. Raphael und Joel haben mir unterwegs viel zu erzählen von früher. Nach 45 Minuten mitten durchs Dorf, an der Kirche vorbei und in den nächsten Wald, auf diesen letzten Abschnitt freue ich mich besonders. Ein schöner Waldweg, kleine Bäche, Moos und üppiges Grün verzaubern im Mai den Wald. Dann erreichen wir die alte Brücke und das wiederhergestellte Trassee der früheren Gipsbahn mit ein paar Geleisen. Die Anlage wurde durch den Zivilschutz vor der Verrottung gerettet. Auf der Tafel vor der Brücke sehen wir ein Foto der Bahn mit Waggons, die zur Station Bärschwil ( Firma Carlo Bernasconi AG, Bärschwil ) führte. Hier in der Nähe, bei der "Stritteren", befinden sich auch die alten, restaurierten Kalköfen, die in diesen Tagen für das Publikum eröffnet werden sollen. Bald schon weicht man auf die Strasse aus, die Tour dauert noch 25 Minuten. Nach ein paar Kurven kommen schon die Gebäude der Carlo Bernasconi AG, der Gipsfabrik, in Sicht, es reicht uns gerade noch. Als alle restlichen 17 Groupies die Birsbrücke am Bahnhof überqueren, fährt schon das Postauto von Liesberg her zur Haltestelle, hier steht die letzte Tafel der Wanderung an der Birs. Es reichte auf die Minute, kurze Fahrt nach Laufen, wo wir uns verabschieden. Marianne und ihre Kids sind mit dem Auto hier und treffen am Abend Ändel, schöne Grüsse an den Ur - Groupie. Es war eine gute Gruppe und ein schöner Tag, trotz Gewitter, meine Ferien gehen nun sommerlich weiter. Toni fährt Familie Purtschert und mich nach Erschwil, mal sehen, wie es Iris geht.

Übrigens: Gestern Mittwoch, den 23. Mai 2001, stand Bergführerin Eveline Binsack aus Beatenberg als erste Schweizerin auf dem Dach der Welt, dem Gipfel des Mount Everest ( 8850 M. ü. M. ) Sie brillierte schon extrem in der SF DRS - Sendung "EIGER LIVE" im Jahr 1999.

Die Kids zeigen stolz ihre Ausbeute.

Geologische Wanderung Bärschwil 2001.

 

 


Canyoning Massaschlucht! Ganze Durchquerung mit Bergführer, 2. Teil

16. Juni 2001 *

Dabei sind: Eric, Christoph, Stephan Brunner, sein Sohn Markus Brunner, erstmals Dorothea Bauhofer aus Kaiseraugst, Marcel Angehrn aus Ettingen und ich. Es ist soweit, nach 6 Jahren führen wir wieder ein Canyoning durch. Die Leitung übernimmt heute das Bergführerzentrum Aletsch in Fiesch, Yvan Volken. Christoph holt uns ab, um 05 11 h fährt der erste Zug ab Laufen, in Basel treffen wir Stephan, Markus, Doro und Marcel. Ich verspreche mir viel vom heutigen Tag, um 06 17 h fährt unser Zug in Basel ab, es ist ein Cisalpino. Die Fahrt geht über Olten - Bern - Lötschberg nach Brig, das wir um 08 52 h schon erreichen. Weisse Wolken und blaue Löcher prägen den Himmel, das Wetter ist etwas besser als gemeldet. Vor dem Bahnhof Brig fährt der Bus vom Bergsteigerzentrum Aletsch um 09 15 h vor, der Fahrer erwartet uns, er heisst Hansi und ist im Moment Bergführer - Aspirant. Bald fahren wir zu acht steil hoch Richtung Belalp - Blatten und erreichen die riesige Staumauer "Gebidum", der See ist ziemlich gross und wird vom Gletscherwasser des Aletsch gespiesen. In den Sommermonaten wird Wasser abgelassen und dann ist es lebensgefährlich, die Schlucht zu betreten. Hansi hat sich heute Morgen noch bei den Massa Kraftwerken AG erkundigt, so wie auch ich 1995 während unserer Wanderung im oberen Teil der Schlucht. Er parkiert den Bus auf einer Wiese, die Brücke davor verspricht einen imposanten Tiefblick. Dann ziehen wir uns um, jeder fasst seinen Neopren - Anzug, Helm, Gschtältli und Gummischuhe. Drei Wegwerf - Unterwasserkameras von Kodak sind heute mit dabei, von Doro, Christoph und mir. Hansi erklärt uns die Tour, nun beginnt das Abenteuer, wir zotteln los um 10 00 h, ein kurzes Stück auf dem Weg, dann steil in den Tannenwald hinein bis runter zum Flussbett. In einem Spezialplastiksack transportieren wir Getränke, Esswaren und - Zigaretten. Nun hinein ins Gletscherwasser, das vom Regen noch sehr trüb ist. Bald kommt der erste "Taucher" an einer tiefen Stelle, man muss sich ans Wasser gewöhnen. Ich schätze, die Temperatur beträgt etwa 5 Grad Celsius. Dann hoch auf einen Felsen, der erste Sprung in eine tiefe Stelle, ca.3 Meter, Hansi macht es vor, es ist saukalt. Weiter durch riesige Findlinge, die Zeichnungen der Natur und des Wassers im Gestein und die Farbenpracht sind genial. Noch ist es trocken, die Schlucht biegt sich in eine Linkskurve, dann erreichen wir die grossen, blauen Blöcke, die im Bett herum liegen, man trifft sie nur hier an. Erinnerungen werden wach an dieser Stelle, fantastisch. Hoch über uns liegt der Höhenweg auf der linken Seite, ein Bächlein fliesst durch den Wald, vor 6 Jahren stillten wir hier unseren Durst. Weiter unten wandert eine andere Canyoning - Gruppe, dann treffen wir auf 10 Kinder, die hier "trocken" wandern. Ich frage, ob es ihnen gefällt, sie sind restlos begeistert. Jetzt links durch ein kleines Wäldchen auf riesige Blöcke zu, der "Wunderstein", die Kugel von 1995, den Iris so gern hätte, ist nirgends mehr zu finden. Bald treffen wir auf den ersten Abseilhaken, an dieser Stelle kehrten wir damals um. Um die Blöcke herum, in kleine Höhlen hinein bis zu einem Seil, das nicht sehr vertrauenswürdig aussieht. Es beginnt langsam zu regnen, doch das berührt uns recht wenig.

 

Das Team von der Massa - Schlucht macht sich bereit.

Nun kommt die erste Abseilstelle, Hansi lässt einen nach dem anderen hinunter, die Höhe beträgt 10 Meter. Darüber befindet sich ein kleiner Klettersteig, ein paar Seile hängen in der Luft. Hier liegen herrlich geschliffene Felsen und Steine, rechts davon am Wasser sehen wir schöne Gletschermühlen. Ein fest montiertes Seil hilft beim Abstieg, darunter hängt ein stehender, grosser Holzstamm. Als Doro drauf steht, rutscht der Klotz ab und sie erschrickt, die nachfolgenden Kletterer haben nun mehr Mühe, runter zu kommen. Etwas später erreichen wir einen Stollen mit einer Eisentüre, rechts davon einen zweiten Eingang. Auf unserer Seite des Flussbettes, wo wir in Einerkolonne unter riesigen Brocken durchklettern, sehe ich am Felsen plötzlich eine junge, tote Gämse im trockenen Steinbett liegen. Das arme Tier wurde von den Wassermassen in den letzten Tagen oder Wochen mitgerissen. Als nächstes kommt eine 20 Meter Abseilstelle, hier geht es dann überhängend abwärts. Doro und Marcel machen toll mit und fürchten sich vor nichts. Ich gehe als letzter, weit unter mir hört man Freudenschreie. Es ist wirklich hoch, unten angekommen, werde ich vom Wasser angespritzt, lande blöd und schlage mit dem rechten Unterarm auf. Aua! Zwei andere Extreme schwimmen rechts von mir aus einem Loch heraus, im Ganzen befinden sich etwa 25 Leute in der Schlucht. Man watet durch den Fluss, die Felsformationen werden immer wilder, hier ist die Natur extrem schön. Im Moment regnet es recht stark, links unter einem Felsvorsprung gehen wir ins Trockene, machen eine kleine Pause und essen etwas. Unser Führer will wissen, was wir denn so arbeiten. Auf einer glitschigen Platte rutsche ich rapide abwärts, schon viele entrindete Bäume haben wir gesehen, die in den Blöcken verklemmt sind. Manchmal ist es auch gefährlich, da unten durch zu klettern. Hansi macht seine Sache sehr gut, über uns senkt sich der Nebel in die Schlucht wegen dem Regen, es ist 14 00 h geworden. Das Gelände wird noch wilder, noch bizarrer, nun kommt der zweite Sprung, wir hüpfen mit Anlauf rein und schwimmen durch ein Felsloch. Mit mehr Wasser und klarerer Sicht hätte man hier einen super Jump gemacht. Die Schlucht wird nun immer enger, über uns berühren sich die Felsen sogar. Da vorne ist eine Wand, ein Becken, in der Mitte fliesst das Wasser ab und es rauscht mächtig, wir haben die sogenannte "Kathedrale" erreicht, der Höhepunkt auf der Massa - Tour. Der Blick in die Tiefe lässt einen erschaudern, ein grosser Wasserfall ergiesst sich in die "Kathedrale", es ist ein riesiger, runder Raum, nach oben offen, das Wasser spritzt auf die Felsen und unten liegt ein kleiner See. Die Felsen sind aalglatt, wunderbar fein und vom Wasser geschliffen, ich schätze, es sind über 30 Meter Höhe. Die Gruppe ist bereit, Hansi ist eingerichtet und hat seine Standsicherung. Ich gehe als erster runter, klicke mich mittels Karabiner am Seil ein und Tschüss zusammen. Langsam rutsche ich über die glatten, ausgewaschenen Felsen, es ist gewaltig. Rechts donnert der Wasserfall in die Tiefe, der Boden kommt langsam näher. Am liebsten würde ich hier 100 Meter abseilen, dieser Raum ist wirklich sehr schön. Unten angekommen, klinke ich mich aus, das Seil wird hoch gezogen, der nächste bitte. Hier schiesse ich meine letzten Fotos, als Eric und Christoph bei mir sind, rauchen wir genüsslich eine Zigarette, bald sind alle da. Der Führer seilt sich rechts vom Wasserfall ab, es war super. Nun noch eine tolle Stufe, ein kleiner Wasserfall, ca. 8 Meter zum nächsten Pool, Hansi hat wieder gesichert, wir seilen wiederum ab. Zum letzten Mal hat die Gruppe nun Gelegenheit, den Kopf nochmals so richtig in den Strahl zu halten, dann lässt uns der Führer runter.

Sprungbereit in der Massa - Schlucht!

Unten abseilen und ein weiterer Sprung ins Wasser, als Stephan an der Reihe ist, driftet er nach links ab und verschwindet mit seiner Brille kurz in der weissen Gischt. Wir wussten alle, warum auch der letzte das Neoprenkäppi über die Rübe zieht. Man wartet aufeinander, das war das letzte Abenteuer. Von hier nehme ich einen schönen, grünen Stein mit. Die Schlucht weitet sich langsam und der Himmel wird auch heller. Wieder schichten sich grosse Blöcke übereinander, man klettert durch, rechts in ein Wäldchen hinein, hier liegt der Schädel eines Tieres im Unterholz. Da und dort liegt von früher her Müll in der Gegend herum, die Zivilisation ist nicht mehr weit weg. Später zu einer alten Wasserleitung, die am Hang rechts abwärts führt, auf dieser kurze Zeit hinunter. Tief unten rauscht die Massa, die restlichen 100 Meter bis zum Schluchtenende sehen wir nicht mehr. Denn wir treffen auf einen Tunnel, er ist ca. 100 Meter lang und recht klein, nun den Kopf einziehen und dunkel durch, heisst hier die Devise. Danach haben wir es geschafft, 5 Stunden und 30 Minuten dauerte unser Canyoning Massa - Schlucht, es war wirklich super. Der Regen hat aufgehört, über eine Wiese zu einer alten Brücke, unter uns liegt das Kraftwerk Massa AG. Nebenan lässt uns Hansi stehen, wir warten über 30 Minuten, während er oben den Bus holt. Es regnet wieder, wir frieren und die Zeit geht nicht um. Dann kommt er zurück und Doro fragt ihn, ob er uns den eventuellen Spitalaufenthalt bezahlen würde, weil wir nass sind und kalt haben. Da müssen wir nun noch kurz durch. Vor dem Bürogebäude des Kraftwerks ziehen wir uns um und sind froh, trockene Kleider zu haben. Dann bezahlen wir Hansi das Canyoning, er fährt uns zurück ins Zentrum von Brig, wir verabschieden unseren Bergführer. Danke, Hansi, es war genial. Im Laufschritt auf den Dorfplatz und hinein ins Restaurant Commerce, es ist nun 17 00 h, wir brauchen jetzt Wärme und Essen. Drei Stunden haben wir noch Zeit, kaum drinnen, sehe ich Margrith und den Koch, Claude Simonet, sie empfangen uns herzlich, es hat wenige Leute hier. Nun ein kühles Bier, dann bestellen wir ein feines Essen. Vor 18 Monaten haben sie das Restaurant Kreuz in Erschwil verlassen, ich schwärme immer noch von dieser Küche, auch vom Kräuterbutter. Im März dieses Jahres waren Iris und ich schon hier im Commerce, als wir Skiferien machten auf der Bettmeralp. Jetzt haben die beiden mehr Zeit für uns, wir essen wiederum sehr gut heute Abend. Einen Applaus gibt es noch für Doro als einzige Frau auf dieser Tour. Beim tollen Salatbuffet spricht mich plötzlich eine Frau an wegen dem Groupie - Signet auf meinem Pulli. Es ist die Schwester von Edgar Bischof vom Dielenberg in Oberdorf BL. Sie wohnt hier in der Nähe von Brig, die Welt ist klein. Am Schluss kann ich von Margrith noch 3 Kugeln feinste Kräuterbutter mit nach Hause nahmen, besten Dank! Vor 19 00 h verlassen wir das Restaurant Commerce in Brig und besteigen eine Stunde früher den Zug. Nach langer Fahrt treffen wir um 22 40 h treffen wir wieder ziemlich müde in Laufen ein.


Bergweekend Rhonegletscher 2300 m. ü. M.

7. / 8. Juli 2001 Die 1. Tour, mit Video! *

Das Highlight dieses Sommers, dabei sind diesmal: Tommy und Maya Harder, Jackie und Giusi mit Hund Timo, Madeleine, Kilian und Nadja, Toni, Paul G. ( ist zuständig für den Film ), und ich. 10 Personen, eine schöne Gruppe, leider hat Stephan Purtschert an der Tourenbesprechung vom Donnerstag abgesagt wegen dem Wetter, es ist ihm nicht ganz wohl dabei. Das Wetter ist für den Samstag nicht toll gemeldet, Sonne am Sonntag und heute, nach dem grossen Gewitter in der letzten Nacht, der Durchzug dieser Front von West nach Ost. Wir kehren das Programm um und wollen Morgen auf den Gletscher, heute möchten wir die Gletschergrotte besuchen und etwas klettern. Um 08 00 h starten wir bei der EPA Erschwil mit drei Autos, wollen via Gotthard - Furka zum Belvedere fahren. Das Radio meldet 18 km.

Ein Apéro mit Eisbären zuerst in der Gletschergrotte.

Am Sonntag Nachmittag nach dem Gletscherabenteuer.

Stau und auf der Nordseite bis zu 5 Stunden Wartezeit, denn es ist Ferienbeginn. Wir fahren durch bis zur Brünig - Passhöhe und machen einen Kaffeehalt, es regnet, hoffentlich bessert es über Mittag. Nun Richtung Grimselpass, hier stoppt uns ein Felssturz im unteren Teil der Passstrasse. Das heisst nun, 45 Minuten warten, bis es über eine Nebenstrasse weiter geht Richtung Urbachtal. Es regnet sehr stark, während wir in einer Kolonne langsam durch die Wälder fahren, dann auf die Grimselstrasse einbiegen und zum Grimsel Hospiz hochfahren. Es blitzt und donnert furchtbar auf 2000 Meter. Runter nach Gletsch und den Furkapass hoch zum Hotel Belvedere am Rhonegletscher, ich war bereits 10 Jahre nicht mehr hier. Wir treffen beim Hotel ein nach 4 Stunden Autofahrt um 12 30 h und es regnet noch immer. Material packen, dann ins Hotel, Frau Carlen begrüsst uns und zeigt uns die vier Zimmer. Wir haben 3 Mal ein Dreierzimmer und unser Pauli nimmt das Einzelzimmer. Das Hotel Belvedere wurde 1893 erbaut, der alte Kasten versprüht unglaublich viel Nostalgie. Drinnen verteilen wir Gschtältli, Steigeisen, Pickel und Reepschnüre, heute Nacht penne ich bei Jackie und Giusi im Zimmer, der Hund wird auch da sein. Jetzt fängt es draussen sogar an zu schneien, es wird extrem. Um 13 30 h treffen wir uns im Restaurant, für kurze Zeit ist der Gletscher zu sehen, nun einen Kafi Fertig zum aufwärmen. Viele Touristen sind hier und einige Gruppen Bergsteiger, das Klettern heute können wir aber vergessen. Es schneite einige Zeit stark, dann wird plötzlich der Blick ins Goms hinunter frei. Toni bestellt einen Fendant und vier Gläser und der Kellner bringt uns ein Fanta mit einem Glas. Nach 15 00 h hat es aufgehört zu regnen und wir besuchen drüben die Touristenfalle, den Bergkiosk, bezahlen Fr.4.50.- im Kollektiv und wandern zur Gletschergrotte rüber. Der Rhonegletscher liegt vor uns, die Treppe und der Holzsteg zum Loch hat sich weiter nordöstlich verschoben. Wir treten ein in das azurblaue Reich des Gletschers, in seinem Innern herrscht eine Temperatur von 2 Grad Celsius. Nach 100 Metern treffen wir auf zwei Eisbären und den Fotografen, im Raum steht ein Zelt und hier geniessen wir sogleich den "Gletscherwein", diesmal ein Ermitage Spätlese 1998 für Fr.8.- das Glas. Er schmeckt sehr süss, es ist ein Dessertwein und eisig kalt. Er lagert nun seit 8 Monaten hier im Gletscher drinnen, wie wir erfahren und vor ein paar Jahren hatten die Betreiber hier mit 6 Weinfässern sogar einen Weltrekord aufgestellt. Wir machen Fotos, obwohl es verboten ist ( Touristenfalle ), und Paul filmt hier auch. Dann stossen wir an und machen ein Gruppenbild mit den Eisbären, es macht Spass. Und nun zurück nach draussen, man betritt kurz den Gletscher zum üben für Morgen, 20 Bergsteiger steigen die Zunge hoch, sind aber nicht gesichert. Ich mache einen kleinen Kurs über Glaziologie und die Eisgrotte, danach zurück auf die Zimmer. Umziehen, ein Treff in der Beiz und um 18 30 h die Verschiebung in den Weinkeller im tiefen Fels, wo wir das Essen bestellen. Ein schöner Ort, der Raum gehört uns an diesem Abend. 2 Serviertöchter schauen nun für unser leibliches Wohl, jetzt ein Weisser zum Apéro, es ist frisch hier unten. Oben geht die Ausstellung "Kunst am Rhonegletscher" über die Bühne, heute ist Vernissage mit 60 geladenen Gästen, mit Apéro, Brötli und einem Streichkonzert mit 4 Geigen. Nicht unser Stil. Eine heisse Tomatensuppe wird aufgetischt, wir essen alle sehr gut und viel, mein Entrecote mit Frites ist ein Traum auf sehr heissen Tellern. Dazu Dole von Adrian Mathier, Salgesch, später Dessert und Kaffee. Dann kommt der Hammer: Gemäss der Weinkarte gibt es hier einen "Bordeaux 1979" für nur Fr.47.- und wir bestellen gleich 2 Flaschen. Dann verkündet Tommy, dass er heute seinen 31. Geburtstag feiert, wir wussten es nicht. Nun ein "Happy Birthday" für Tommy von allen. Die beiden Serviertöchter lesen uns jeden Wunsch von den Augen ab und holen einen Rekorder, es gibt nun Musik, James Brown, Pink Floyd usw. Dazu den 79er, ein genialer Wein. Langsam kehrt Wärme ein, die Musik wird lauter, es wird getanzt, eine tolle Stimmung herrscht nun hier. Wir bezahlen die erste grosse Runde um 22 00 h, dann ist das abgeschlossen. Nun einen Eintrag im Tourenbuch von Jackie: "Heute haben wir gefroren an Händen und an Ohren, doch im Weinkeller nach Essen und Wein, haben wir noch geschwungen das Tanzbein!" Tommy, Paul, Kilian und Toni übernehmen den Rotwein, herzlichen Dank! Weiter wird geschwungen, es gibt eine Bierrunde, der Würfelbecher ist im Umlauf und wir spielen das "Bösi". Bald ist Mitternacht, die Harder`s ziehen sich zurück, dann Jackie und Giusi, der Rest verschiebt sich in die Lobby. Toni holt einen Chateauneuf - du - Pape 1995, Paul filmt und wir stürmen die Treppe hoch ins Zimmer Nr.9. Fellino`s liegen schon in den Betten, der Hund gleich nebenan und wir machen es uns hier gemütlich, die Party geht weiter. Alle hoffen, dass Morgen das Wetter für uns gut wird. Um 01 15 h löscht das Licht, ich schlafe hier oben sehr gut. Vor 07 00 h bin ich wach und sehe schon Sonnenlicht unten im Goms vom Bett aus, es wird super heute. Das Sidelhorn zeigt sich in den Wolken, auch ein paar Berner Viertausender rund ums Lauteraarhorn kann man sehen. Um 08 00 h treffen wir uns im Speisesaal zum Frühstück, dann packen wir zusammen, räumen die Zimmer und verstauen, was auf dem Gletscher nicht gebraucht wird, in den Autos. Durch den Souvenirladen Richtung Gletschergrotte, heute allerdings, ohne zu bezahlen. Rechts der Grotte über geschliffene Felsen in 20 Minuten zum Gletscher hoch, es ist 09 30 h. Gschtältli und Steigeisen anziehen, 7 von 10 Groupies haben Eisen, dann 7 Pickel verteilen, Paul filmt die Szene und vieles mehr. Ich seile die Gruppe an, noch ein paar Instruktionen, dann sind wir bereit. Die Sonne scheint, das Eis glitzert, alle sind happy, die Seilschaft setzt sich in Bewegung. Madeleine, Maya, Paul und Kilian haben heute ihre Gletscherpremiere. Ich gehe voraus, am Schluss steht Toni, jetzt langsam flach den Gletscher hinauf, das Eis ist sehr gut zu begehen. Paul und Madeleine staunen, dass man auf aperem Eis mit dem Sand und den kleinen Steinchen im Eis absolut nicht rutscht. Es ist herrlich, hier aufzusteigen und die Sonne scheint und wärmt uns. Die Kamera wird ausgetauscht, aus verschiedenen Perspektiven gefilmt, wir weichen den wenigen, kleineren Schneefeldern aus und bleiben in der Mitte des Rhonegletschers. Der Dammastock oben am Anfang des Gletschers zeigt sich, die Wolken verschwinden fast ganz für einige Zeit, viel blauer Himmel und Cumulus im Süden. Im Westen viel Neues. Nach 45 Minuten Aufstieg eine Pause mit Geographie, ausruhen und Verpflegung. Über uns steht der Galenstock, rechts das Furkahorn, im Norden der breite Dammastock. Einige Bergsteiger sind dorthin und zum Galenstock unterwegs. Wir sind mitten im herrlichen Eisfeld, wo es fast keine Spalten hat. Hier auf diesem schönen Platz mache ich mit den Leuten und der Videokamera ein paar lustige Interviews für den Film mit Nadja, Kilian, Madeleine, Tommy, Maya und Paul. Seine neue Zahnlücke ist unübersehbar, sagenhaft auch seine Aussprache, wir gröhlen. Dann wieder weiter, etwas links ansteigend, unter uns trekkt eine Gruppe mit einer Bahre, vielleicht ist in der Nähe etwas passiert. Eine weitere Zweiergruppe wandert ganz allein übers Eis ohne irgendwelche Ausrüstung. Weiter oben haben wir erstmals tolle Einblicke in grössere Gletscherspalten, Hund Timo hat Schiss beim überqueren, wir springen und sichern in der Gruppe und der Hund springt verzögert nach mehreren Anläufen über die Spalten. Sieht sehr lustig aus, mit dem armen Tier. Da und dort hört man im Bauch des Eises das Wasser rauschen, es ist aber nicht ganz so spektakulär wie auf dem Aletsch oder dem Morteratschgletscher. Den Eisabbruch linker Hand lassen wir aus und wechseln auf etwa 2500 m. ü. M. nach rechts zum Galenstock rüber. Ich suche nach einer grösseren Gletscherspalte, bald gibt es interessante Fotosujets. An einer offenen, breiten Spalte mit etwa 10 Meter Tiefe verweilt die Gruppe nun einige Zeit, hier bohre ich eine Eisschraube in den Gletscher, ziehe das Seil durch den Karabiner und hänge bei Toni ein. Als dritte Sicherung steht Giusi hinter Toni. Mit 2 Eisgeräten in der Hand und die Frontzacken der Eisen in Stellung, steige ich in die Spalte ein. Sie lassen mich am Seil ab und ich demonstriere einen Verletzten nach einem Spaltensturz, arbeite mich am Seil gesichert langsam hoch. Schlage dann die Steigeisen und die Eispickel voll ins Eis, dahinter schaut die Gruppe gespannt zu. Paul filmt diese Szene auch, dann ist es geschafft, ich bin wieder oben angelangt, es war eine gute Übung. Toni und Kilian probieren dasselbe sogleich aus, danach packen wir zusammen und treten den Rückweg an. Dunkle Wolken ziehen nun auf, die Sonne ist verschwunden. Eine halbe Stunde abwärts zu einer Ansammlung von Felsbrocken, dann rüber zur linken Seitenmoräne. Endlich tauchen ein paar Gletschertische auf und weitere grössere Spalten, die ein Foto wert sind. An dieser Stelle gibt es nochmals eine gemütliche Pause, Verpflegung und zu guter Letzt ein Gruppenfoto. Drei Tourenfahrer kommen rechts das Schneefeld hinab, einer fährt ganz oben ohne, eine richtige Wildsau. Nun pressiert es, vom Goms her wird es trüb, erste Tropfen fallen. Wir geben etwas Tempo, kommen schnell vorwärts, es ist nicht mehr weit bis zum Gletscherende. Jetzt drückt die Sonne wieder durch, im Tal unten erstrahlt das Gelände in sattem Grün. Den unteren Teil des Gletschers erwandern wir nun geradewegs durch die Mitte, erblicken kleine Seen, klaffende Spalten und schon von weitem die Touristen auf dem Holzsteg vor der Eisgrotte. Hier machen wir die letzten Aufnahmen, andere Gruppen sind auch da und beenden ihre Tour. Die Sonne brennt wieder, als wir ankommen, es hat auch viele Ausflügler hier. Wir seilen ab, gratulieren einander und nun zurück zum Laden, zur Touristenfalle. Vor dem Belvedère parkieren gerade 2 Cars, gefüllt mit einer Horde Japanern, die alle mit mindestens einer Kamera herum rennen. Es herrscht wieder super Wetter, richtig heiss zum Schluss. Als Andenken an den Rhonegletscher nehme ich einen grösseren, grünen Stein mit. Als Paul sieht, wie ich ihn in den Kofferraum lege, flippt er fast aus. Wir räumen ein und sortieren das Material, es ist 15 00 h geworden. Im Restaurant wird noch etwas getrunken und ich ziehe die Übernachtung mit Frühstück und den Beitrag ein. Punkt 16 00 h verabschieden wir uns, fahren hier ab und treten die Heimfahrt an über die Furka - Passhöhe nach Andermatt und weiter nach Göschenen. Stau herrscht nun auf der anderen Seite der Gotthardroute. Kaum im Kanton Uri, hängt der Nebel sehr tief über dem Land, unter uns dampft ein Zug der schönen Furka - Bergstrecke vorbei. Im Seelisbergtunnel überkommt Toni, Paul und mich der Hunger und wir legen einen Halt ein in Beckenried. Um 17 00 h sitzen wir im Restaurant Rössli am See, das leisten wir uns jetzt. Wir geniessen die Kalbsschnitzel, alle drei kennen diese tolle Beiz schon von früher her, vom Wohnwagen Sand aus und auch als Zwischenhalt an diversen Groupie - Touren. Um 20 00 h sind wir wieder daheim, es war ein intensives, tolles Wochenende, vielleicht kommen wir schon in 2 Wochen wieder zum Rhonegletscher zurück, denn ich habe für das Verschiebedatum gleich nochmals 13 Anmeldungen. Die Nachfrage ist jedenfalls da. Mein Bruder Paul ist halt schon ein harter Kerl. Er filmte das ganze Weekend, verlor vorher einen Zahn, ( Schaufel ) und verletzte sich diese Woche noch mit einem Stapler bei der Arbeit. Und das Beste: Er muss heute Abend in 2 Stunden in die Nachtschicht. Ein harter Kerl. Na Bravo!


Erlebnis Rhonegletscher 2. Tour! ( Familientour )

21. Juli 2001 *

Dabei sind diesmal: Stephan und Monika mit Diana und David, Markus und Patrizia mit Dominik, Michel, Tina und ich. Um 06 30 h fahren wir vor dem Pick Pay Erschwil weg Richtung Luzern - Brünig, nach 1,5 Stunden machen wir einen Kaffeehalt. Das Wetter wird heute sehr gut, weiter nach Meiringen, wieder durchs Urbachtal wegen dem Feslsturz und zum Grimsel hoch. Nach den Staumauern strahlt schon das Sidelhorn zu uns herunter, am Totensee vorbei und runter nach Gletsch. Vor uns liegt in der Passkurve die Zunge des Rhonegletschers, danach wieder hoch auf den Furkapass zum Hotel Belvedère. Wieder dauerte die Fahrt fast 4 Stunden zum Gletscher wegen der Umfahrung und ich bin wieder hier, mit 2 Familien. Wir parkieren die Autos, verteilen Gschtältli und weiteres Material. Monika und Patrizia haben nicht im Traum daran gedacht, heute je den Gletscher zu betreten. Sie wollen nur auf den Felsen auf uns warten und zuschauen. Noch nie hatten sie mit unserer Hilfe so schnell den Klettergurt an und staunen nur noch ungläubig, Markus und ich haben alle eingekleidet. Alle Erwachsenen haben auch Steigeisen und Pickel dabei, wir sind bereit und laufen durch den Touristenladen zur Kasse, bezahlen als Tourengeher mit der Ausrüstung nichts. Sofortige Verschiebung zum Gletscher und rein in die Grotte. Kaum drinnen, erkennt mich der Fotograf und der Gletscherwein - Verkäufer wieder. Ich bedanke mich für die 3 Gruppenfotos von ihnen, die ich kürzlich erhalten habe.

Gruppe Zwei kommt zwei Wochen später auf den Rhonegletscher.

 

Bestelle dann 5 Gläser Gletscherwein, er hat ein neues Fass angestochen vom höchstgelagerten Gletscherwein der Welt, es ist nun 1999er. Er mundet uns prima und auch die Eisbären sind wieder da. Als wir danach den Wein bezahlen wollen, gibt mir der Maestro das Geld zurück mit der Bemerkung, ich solle wieder mal vorbei schauen. Herzlichen Dank! Nun retour nach draussen an die Sonne, am Gletscherrand die Steigeisen montieren, alles kontrollieren und die Groupies ans Seil nehmen. Da findet doch Dominik am Boden neben dem Gletscher in der Nässe einen 200 Franc - Schein, etwa 50 Franken, unglaublich. Und dies eine Woche, bevor Familie Häner nach Frankreich in die Ferien fährt, das nenne ich einen Treffer. Es wurde nun 12 30 h, kurze Instruktion im Steigeisen laufen, dann starten wir. Ich gehe voraus, Markus am Schluss, die Kids mittendrin, alle 5 Erwachsenen haben Steigeisen. Langsam wandern wir den Gletscher hoch, es geht gut, das erste, steilste Stück ist vorbei, die ersten kleinen Spalten werden erreicht, hier üben wir die Sprungtechnik am Seil. Hunger kommt bald auf und das Wetter könnte nicht schöner sein, zwischendurch gibt es einen kleinen Fotohalt. Wir bewegen uns dem Dammastock zu, wechseln dann nach rechts. Mit den alten Steigeisen von Giusi hat Stephan nur Probleme, sie halten nicht, ich binde sie am Rucksack fest. Nach 30 Minuten sind wir schon bei den Felsen auf der rechten Seite, geniessen die Landschaft und machen hier Mittagspause. Tina rutschte etwas auf dem Eis, doch am sicheren Seil kann nichts passieren und Patrizia geht hinter ihr. Es ist 13 15 h und zum Essen spendiert Markus einen kalten Dézaley 1999. Die Aussicht ist super hier, wieder wandert ein Paar den Gletscher hoch, unangeseilt. Im Tiefflug brummt ein REGA - Heli über den Eisstrom und verschwindet rechts des Dammastockes, die Kinder spielen im Gletscherbach. Die Groupiefahne ist schon lange gehisst und mit ihr gibt es zum Abschluss noch ein Gruppenbild. Auch Monika und Patrizia hat es bis jetzt sehr gefallen, sie verarbeiten ihre Eindrücke. Nach 90 Minuten Mittagspause brechen wir auf, der Aufstieg erfolgt rechts des Gletschers bei den Felsen, nun in die Schräge der Eisbuckel hinein, es wird steiler. Die schönsten Gletscherspalten warten auf uns, im zickzack hoch, immer wieder umwandern wir die grösseren Spalten. Ein Blick nach hinten und ein weiterer Sprung, ich suche die gleiche Spalte wie vor 2 Wochen, finde sie aber nicht, wir sind noch zu tief. Patrizia hat langsam etwas Angst, als wir unseren höchsten Punkt heute erreichen, jetzt etwas nach rechts abwärts. Links und rechts schöne Spalten, die obere gefällt mir, hier setze ich eine Eisschraube. Wir klinken uns an der Reepschnur ein, so haben alle eine Standsicherung. Mit Markus nun auf die andere Seite der Spalte, das eindrehen und setzen der zweiten Eisschraube, Karabiner rein und Sicherung mit Halbmastwurf durch Markus. Nun die Eisgeräte in die Finger, diesmal mit den eigenen Handschuhen. Langsam lässt mich Markus herunter, diese Spalte ist noch etwas tiefer als die letztes Mal. Es geht abwärts, etwa 10 Meter, die zweite Üebung der Spaltenrettung folgt. Nun bin ich unten, eben leicht verletzt, hänge am rettenden Seil und kralle mich fest. Die Frontzacken und die Pickel voll rein, Markus sichert, Kameras klicken, langsam geht es wieder hoch und die Kinder schauen staunend zu. Nur Patrizia nicht, sie kann es absolut nicht mit ansehen. Nach kurzer Zeit bin ich wieder oben in Sicherheit, die Üebung ist erfüllt. Niemand sonst möchte noch hinunter, nun zusammen packen und Tschüss. Wir sind etwa auf 2500 m. ü. M. an diesem Punkt, die Gruppe ist bereit. Dann langsam abwärts, Tina rutscht, fällt auf den Hintern und weint. Nach kurzer Verarztung weiter, man kommt schnell voran, es wird eben, zurück zu den Felsen. Markus wechselt an die Spitze, vorbei an riesigen Löchern und Spalten, tolle Eindrücke, dieses ewige Eis. Zum Schluss das letzte Stück, hinunter zur Gletschertreppe, viele Touristen schauen zu und fotografieren und filmen. Unter uns ein letztes klaffendes Loch, ein Hohlraum, nichts wie weg. Direkt am Holzsteg verlassen wir den schönen Rhonegletscher und mischen uns unter die Touristen. Noch den Geröllweg hoch, alle bleiben am Seil. Auf der Ebene vor dem Souvenirladen abseilen, verpflegen und einräumen, es ist leider schon wieder vorbei. Stephan öffnet hier zum Schluss der Tour einen herrlich kalten St. Saphorin, zum Wohl auf diesen super Tag. Es ist nun 17 00 h geworden, wir waren heute 4,5 Stunden auf dem Eis, reine Wanderzeit etwas über 2,5 Stunden. Ich gratuliere allen zur Gletscherpremiere, es war toll, wir waren eine gute Gruppe. Bald räumen wir die Autos ein und fahren um 18 00 h ab. Markus fährt voraus, dann folgen wir, Stephan hat 40 Grad im Auto und ein Schiebedach, das tut gut, doch die Air Condition will nicht richtig. Wir drei hinten drin vergehen fast vor Hitze, die Fahrt geht über den Furkapass nach Andermatt - Göschenen und zur Autobahn. Es geht reibungslos, kein Stau, nichts. Nach 2,5 Stunden treffen wir vor 21 00 h zu Hause ein, auf mich wartet nun Iris mit einem feinen Raclette. Diana Purtschert hat mir heute gesagt, dass sie bald einen Bericht über diesen schönen Tag auf dem Rhonegletscher schreiben will!


Hochtour Lagginhorn 4010 m. ü. M. Privattour mit Raphael Wellig

28. / 29. Juli 2001

Privattour! Die Alternative zum Allalinhorn - Nordwändli! Dabei sind Raphael Wellig und ich. Vor 6 Wochen haben wir die Tour aufs Allalinhorn abgemacht, dreimal telefoniert und verschoben. Nun ist es soweit, das Wetter ist sehr super seit 8 Tagen, jeweils um die 30 Grad. Ich bin bereit, doch diese Hitze ist wiederum ein Problem. Meine erste kleine Nordwand steht mir nun bevor, so war es abgemacht mit Raphael vor 9 Jahren in Nepal. Inzwischen wurde er im Dezember 2000 sogar Wettkönig bei "Wetten, dass…" und dadurch recht prominent. Raphael wird am nächsten Tourenausklang sogar dabei sein und seine tolle Diashow im Schützenhaus zeigen. Nun aber zur jetzigen Tour, das Wetter ist superschön, endlich haben wir Hochsommer, so kurz vor unseren Ferien. Aber für eine Nordwand ist es schon zu heiss, null Grad auf 4000 Meter über Meer reicht nicht mehr aus, um diese Tour zu verwirklichen. Es ist zu warm und zu gefährlich, die Alternative heisst nun das Lagginhorn mit 4010 m. ü. M. Es ist schon gepackt, die 2 Eisgeräte bleiben aber zu Hause, aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Mein Führer wird sich wieder mal die Zeit nehmen für mich und das Nordwändli, vielleicht im Juni 2002. Ich verlasse Laufen um 13 22 h mit dem Schnellzug über Biel - Bern nach Brig, dann mit dem Postauto in einer Stunde nach Saas Fee, Ankunft im Dorf um 18 23 h. In Bern wurde der Himmel pechschwarz, zwischen Bern und Saas Fee fahre ich durch 3 heftige Gewitter hindurch, in Spiez kam fast eine Sintflut von oben. Kurz vor 19 00 h treffe ich im Hotel Mistral bei Heidi Supersaxo - Borer ein, wie auch schon früher. Die Wirtin stammt aus Beinwil SO, das Kloster Beinwil in Öl hängt noch immer an der Wand in der Bar. Ich beziehe mein Einzelzimmer und bereite mich in der rustikalen Gaststube auf das Abendessen vor. Raphael treffe ich dann morgens um 07 00 h in Saas Grund bei der Talstation der Hohsaas - Bahn. Vor drei Jahren waren wir das letzte Mal hier in Saas Fee anlässlich der Hochtour Allalinhorn mit 20 Groupies und 16 Leuten auf dem Gipfel. Wir hatten damals mächtig Spass hier im Mistral. Das Zimmer buchte ich diesmal im Internet, sie haben hier vom Mistral eine tolle Homepage. Mein Abendessen heute ist vom Feinsten: Zuerst ein kühles Feldschlösschen, dann Schnecken, 6 Stück an einer Knoblauchbuttersauce, dazu Kalbsschnitzel an einer Steinpilzrahmsauce mit Pommes Frites. Brauche ja schliesslich Kraft für den Berg Morgen. Dazu noch einen halben Pinot Noir 1999 der Stadt Leuk. Es ist so göttlich. Bestelle noch das Elektrotaxi für Morgen Früh und geniesse den gemütlichen Abend. Die Vorfreude ist gross, es dunkelt ein und es fallen noch ein paar Tropfen. Jetzt noch das Dessert, herrlich in dieser heissen Zeit. Habe Melita noch ein SMS geschickt, denn sie feiert heute ihren 24. Geburtstag, sowie ein Telefon zu Iris, sie feiern jetzt in Wahlen zusammen. Das Zimmer ist bei Frau Supersaxo bezahlt, habe ihr noch meine neue Homepage - Adresse www.alpengroupies.ch gegeben, die ja bald aufgeschaltet wird. Dann erhalte ich noch Kaffee, Früchte und 2 Sandwiches für die Tour. Tagwache ist um 05 15 h, dann laufe ich um 06 00 h durch das ruhige, menschenleere Saas Fee. Bald erreiche ich im Parkhaus das Postauto, mit diesem hinunter nach Saas Grund, zur Station "Unter dem Berg". Hier steht die Seilbahn nach Hohsaas hinauf, vor 8 Jahren waren wir auf einer Groupie - Tour hier und bestiegen das Weissmies 4023 m. ü. M. Auf dem Parkplatz warte ich auf Raphael, studiere die Karte und da kommt er schon. 9 Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen, ein tolles Wiedersehen, er sieht genauso aus wie bei Thomas Gottschalk. Seine Art eben ist speziell, ein Unikum, das dachte ich schon in Nepal 1992. Endlich treffe ich ihn wieder, wir lösen das Billet, quatschen und fahren nach Kreuzboden hinauf. Das Nordwändli vom Allalinhorn, das wir nun aus der Gondel betrachten, kann warten, es ist zu heikel, zu warm dafür. Jetzt lockt das Lagginhorn, ein weiterer Viertausender für mich. Die Mittelstation Kreuzboden liegt auf fast 2400 Meter, links oben stehen die Weissmieshütten auf 2726 Meter, wo wir 1993 nächtigten. Nun weiter hinauf nach Hohsaas auf 3100 Meter, wo unsere Tour beginnt, es ist genau 08 00 h. Raphael war vor 15 Jahren das letzte Mal auf dem Lagginhorn, er nahm damals eine etwas andere Route. Hinter der Bergstation queren wir ein Schneefeld und steigen abwärts ins Geröll. Rechts des Weges liegt der Hohlaubgletscher, über uns steht das Lagginjoch auf 3499 Meter. Wir übersteigen eine Moräne, dann weiter unterhalb der Südwestrippe in schöner Kletterei in die Felsen und auf den Westgrat zu. Schnell erreichen wir den Lagginhorngletscher und steigen über diesen auf. Später in die Felsen zum Westgrat, es herrscht eine minime Steinschlaggefahr, hier seilen wir uns an. Etwa 50 Bergsteiger zieht es heute über den Westgrat ( die Normalroute ) zum Gipfel hoch. Es ist eine unterhaltsame, leichte Kletterei in kompaktem Fels, wir haben es mit Saaser Gneis zu tun, wie mir Raphael sagt. Den Helm lasse ich jetzt noch im Rucksack, die Temperaturen steigen rasch und es wird warm. Im T - Shirt weiter aufwärts im Westgrat, zwischendurch auch mal einen kurzen Fotohalt. Auf dem Grat klettern wir um schöne, scharfe Türme herum, es ist ein Vergnügen. Raphael muss kurz austreten, seilt sich ab und verschwindet hinter den Felsen. Er schickt mich auf der Route langsam voraus, ich gehe mit dem Seil in der linken Hand weiter. Ein deutscher Alpinist, der vom Gipfel her kommt, meint, so was hat er noch nie gesehen, ein Mann allein mit dem Seil in der Hand. Darauf antworte ich ihm: "Mein Führer verrichtet gerade ein grosses Geschäft." Er lacht und steigt weiter ab. 5 bis 6 Gruppen kommen vom Gipfel schon zurück, das Wetter ist noch gut, doch die Wolken bauen sich immer mehr auf. Wir haben einen schönen Blick zum Allalinhorn, Alphubel, Täschhorn, Dom und die Lenzspitze. Darunter liegt winzig klein das Gletscherdorf Saas Fee. Im Norden erkennen wir das Bietschhorn, das Wildhorn und den Wildstrubel nebst 100 anderen Gipfeln. Am Fletschhorn drüben kleben auch einige Bergsteiger, das ist der Fast - Viertausender mit 3996 m. ü. M. Sie wollten den Berg früher um diese 4 Meter sogar aufstocken. Links unter uns liegt der schaurige Eisabbruch des Fletschhorngletschers, wir befinden und nun auf ca. 3500 Meter über Meer. Seit 2 Stunden sind wir unterwegs, nun ein kurzes Telefon nach Hause, dann essen wir unseren Lunch, dazu Tee aus dem eigenen Garten. Gestärkt geht es weiter, dem Gipfel zu, ein kleines Firnband,

"Wettkönig" Raphael Wellig und ich auf dem Lagginhorn. Wir haben uns seit Nepal 1992 9 Jahre lang nicht mehr gesehen.

dann wieder Felsen. Die nächsten Bergsteiger frage ich, ob oben die Beiz schon geöffnet ist, Grinsen überall. Raphi sichert mich immer um die Blöcke herum, er meint, ich sei ein sicherer Kletterer. Weiter so, wir reden viel, haben auch keinen Stress. Die Route wird steiler und wir erreichen ein grösseres Firnfeld. Von oben her läuft ein Bergführer in der Spur mit seinen Gästen, ich muss nach links im Firn ausweichen, damit die vier vorbei können. Der Mann nimmt keine Rücksicht, er hätte ja 15 Meter höher bei den Felsen warten können. Beschämend, wir regen uns ein wenig auf. Nun durch Gestein, dann in Firn übergehend weiter, es ist nicht mehr so weit bis zum höchsten Punkt. Es wird nun noch steiler, der Gipfel ist schon eingenebelt, das strahlende Weissmies nebenan verschwindet in den Wolken. Jetzt montieren wir die Steigeisen, ein längeres Firnfeld wartet auf uns. Raphael geht direkt durch den Schnee, geradewegs rauf, recht steil hoch, die Frontzacken hinein und weiter. Dann sehe ich schon das Gipfelkreuz, vier Bergsteiger sitzen beim Znüni, wir sind eingenebelt, doch die Sicht ist nicht unbedingt schlecht. Noch ein paar Meter, dann erreichen wir um 11 40 h den Gipfel des Lagginhorns und stehen auf 4010 Meter über Meer. Raphael gratuliert mir, die anderen Alpinisten auch. Ein neuer Viertausender wird in meine Sammlung aufgenommen, der Dreissigste, es ist der Niedrigste aller Viertausender der Schweiz. Wir haben überhaupt nicht kalt und sitzen im T - Shirt auf dem Berg. Einer der Gruppe macht von uns Gipfelfotos, alle quatschen französisch miteinander. Nun hole ich einen 3/8 Calamin 2000 vom Demierre aus dem Rucksack und stosse auf diesen Gipfelsieg mit Raphael an, der Wein aus dem Lavaux schmeckt ihm sehr gut. Plötzlich wird im Norden auch der Blick frei auf den Grossen Aletschgletscher. Diese Tour war herrlich, wir brauchten zu zweit 3 Stunden und 40 Minuten für den Aufstieg. Nun ein Telefon zu Iris und meinen Eltern, ich komme schlecht durch. Wir trinken den Wein aus, machen noch ein paar Bilder und verlassen dann den Gipfel nach 40 Minuten Aufenthalt. Nie hatten wir kalt, es war super. 50 Meter weiter unten komme ich besser durch, Iris spricht kurz mit Raphael. Während des Abstiegs fragt er mich, was ich noch für Ziele habe: Den Mont Blanc, den Dom, das Finsteraarhorn, das Schreckhorn, den Piz Bernina mit dem wunderschönen Biancograt und natürlich die Besteigung des Kilimanjaro in Afrika. Er wird mir eine Liste schreiben mit interessanten Gipfeln für kommende Groupie - Touren. Unter uns steigt eine Vierer - Gruppe ab, sie klettern komisch durch Türme und Geröll, plötzlich stürzt der eine mit den Stöcken in der Hand. Rutscht, stolpert, dreht sich und fällt auf den Arm, Glück gehabt, das hat schlecht ausgesehen. Bald einmal erreichen wir wieder den Lagginhorngletscher, rutschen das Schneefeld hinab und profitieren so von einigen Höhenmetern. Die Sonne drückt jetzt wieder durch. Der Abstieg verläuft jetzt anders, wir gehen ja nicht zurück zum Hohsaas, sondern steigen direkt zu den Weissmieshütten ab. Am Ende des Gletschers durch die Üeberreste einer Lawine, zu geschliffenen Felsen und durch schöne Bergbäche. Er weiss viel über die Gesteinsarten und wir begutachten winzige Flechten am Fels. Raphael erzählt mir von "Wetten, dass…?" und von Thomas Gottschalk, wie das so war, vom Botschafter Thomas Borer, der aus unserem Nachbardorf Büsserach stammt, seiner Frau Shawne Fielding und all den Leuten hinter den Kulissen. Nach genau 3 Stunden Abstieg treffen wir auf den Weissmieshütten auf 2726 m. ü. M. ein. Der letzte Besuch ist schon 8 Jahre her, daneben steht die alte Hütte. Pause ist angesagt. Wir geniessen 2 Walliser Biere, ich besorge für uns Prospekte über den neusten und höchsten Klettersteig der Westalpen, der steht gleich nebenan, nämlich den auf das Jägihorn auf 3200 Meter. Diesen Klettersteig nehme ich nächstes Jahr gleich ins Jahresprogramm, dann werden wir hier übernachten. Ich weiss erst seit 2 Wochen von diesem neuen Klettersteig, später verkauft mir die Hüttenwartin noch ein T - Shirt. Zum Schluss verdrücken wir unser restliches Essen, dann beginnt es zu regnen, aber nur für ein paar Minuten. Nach 45 Minuten auf der Weissmieshütte wandern wir nach Kreuzboden hinunter in 25 Minuten, es ist 16 30 h. Rein in die Gondel, hier endet diese schöne Tour mit Raphael. Heute waren wir genau 7 Stunden und 10 Minuten unterwegs und bewältigten rund 2525 Höhenmeter bis nach Kreuzboden retour, eine anständige Tour. Die Sonne scheint bald wieder, es wird drückend heiss. In Saas Grund nun zum Auto von Raphael, er nimmt mich mit bis Bern. Wir fahren über Visp nach Vevey an den Genfersee und weiter nach Bern. Während der Fahrt erzähle ich ihm von der Alpengroupie - Homepage und bezahle nur Fr.200.- für die Tour. Er zeigt mir an der Loristrasse 14, wo sie wohnen, daneben liegt ein grosser Schrebergarten, wo er Gemüse anbaut. Danach fährt er mich zum Bahnhofparking, wo wir uns verabschieden. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal, es ist 19 00 h geworden. Heimfahrt nun mit dem Zug, um 21 15 h komme ich in Laufen an, wo mich Iris abholt. Ich freue mich schon auf die Fotos und in einer Woche beginnen unsere Sommerferien, wir beide fahren ein paar Tage nach Ascona mit unserem neuen, süssen Geheimnis.


Die Alpengroupie - Homepage ab Sommer 2001:

Nach 3 Monaten intensiver Arbeit ist die Alpengroupie - Homepage bald fertig: Wir sind nun im Internet präsent! Immer online, immer aktuell, mit tollen Fotos, verschiedenen Tourenberichten, vielen Info`s, dem Jahresprogramm sowie die neusten Touren. Darüber hinaus auch viele Links und weitere Gag`s.

Unsere Homepage wird aufgeschaltet am 14. August 2001 unter der Adresse www.alpengroupies.ch

Viel Spass beim surfen wünscht Euch allen das O. K. ALPENGROUPIES
Gago und Iris

Soweit also unser Homepage - Schreiben an den Club. Ich schenke mir diese Page gleich selber zu meinem 38. Geburtstag. Philipp Borer alias Fips, mein Homepage - Erbauer, hat wirklich eine super Arbeit geleistet. Am Montagabend, den 13. August 2001, ist es um 23 00 h endlich soweit: Die Alpengroupies sind im Netz! Was nun kommt, überrascht mich selber. In den ersten 12 Stunden hatten wir schon 29 Besucher, nach 20 Stunden 53 Besucher, nach 48 Stunden 89, nach 3 Tagen 111 und nach 7 Tagen bereits 145 Besucher. Dazu wurden in unserem Gästebuch in wenigen Tagen 15 Einträge geschrieben. Schon über 300 Fotos zieren die Seite in den Fotogallerien, nach 22 Tagen waren es 300 Besucher, nach einem Monat 350, nach zwei Monaten waren es bereits 600 Besucher. Es läuft wie geschmiert, ist sehr informativ und macht grosse Freude.


DAS HOMEPAGE - GÄSTEBUCH:


Philipp Borer schrieb am 13.08.2001 :
Hi Gago, Heute ist ja für dich wirklich ein absoluter Glückstag! Erstens gratuliere ich dir recht herzlich zum morgigen Geburtstag! Zweitens hast du Ferien, drittens ist momentan Superwetter und viertens ist ab sofort die Alpengroupie Homepage online. Also: Happy Birthday and " good feeling on the web...klick" Fips

Marco Ferrini schrieb am 14.08.2001 :
Ciao Gago Alles Gute zu deinem Geburtstag -
Super Homepage.... Gruss Marco

Johannes Spaar schrieb am 15.08.2001 :
Hallo Gago danke für deinen tip am Openairkino. ich habe mir deine Homepage soeben angeschaut, und ich muss sagen: SPITZENLEISTUNG...
mach weiter so gruss johannes

Ändel Burkhalter schrieb am 15.08.2001 :
Tolle Site mit vielen interessanten Infos, so richtig ein Platz zum verweilen - wieso also noch in die Berge gehen? Hier am Compi ist man in Sicherheit, kriegt keinen Sonnenbrand und stürzt nicht ab. So richtig Action virtuell. U de no härzlichi Gratulation zu Dim Geburtstag.

Schmidlin-Fringeli Bruno schrieb am 15.08.2001 :
Gratuliere Dir für die schöne und schnelle Hompage und wünsche Dir einen guten Start am kommenden Montag !

Toni Borer schrieb am 14.08.2001 :
Salü Gago Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag. Die Homepage ist wirklich super erstellt. Gratulation an dich und Philipp für das gelungene Werk. Macht weiter so! Ich wünsche euch weiterhin noch schöne Ferien. Prost!!! Man sieht sich. Gruss Toni

Gago schrieb am 14.08.2001 :
Hallo Leute: Danke für die Blumen, wir sind auch happy, ist eine tolle Page geworden. Fips machte seine Sache sehr gut. Ich kann mich gar nicht entscheiden, ist alles so schön bunt hier.... Ich glotz Homepage.....

Dani Altermatt schrieb am 14.08.2001 :
Hallo Nachbar Super Homepage! Es ist wirklich beeindruckend, was Du in diesen 15 Jahren geleistet hast! Gruss Dani

Nadja schrieb am 14.08.2001 :
Happy Birthday! Ich wünsch Dir alles gueti zu Dim Geburtstag!
D'Homepage isch würklich super!! Grüessli Nadja

Marcel schrieb am 14.08.2001 :
Happy Birthday to your 18th birthday;o) *g* wow du wirst ja immer wie jünger:o) schöne Website (Kritik: die Navigation vermisse ich auf den andern Seiten.
Gruss Marcel

Christoph.wehrli@stg.ch schrieb am 14.08.2001 :
Salü Gago D'Familie Wehrli wünscht Dir alles Gueti zum 25.....? Geburtstag!...Prost Gratulation au an Fips...das isch wirklich ä super Page! Das meint au dr STG Webmaster! Gruss aus Büsserach Christoph und Grace Wehrli, Fionna + Stefany Wehrli

Uli Bieler, Bärschwil schrieb am 28.08.2001 :
Eure Hompage ist Spitze. Grosses Kompliment an alle Alpengroupies. Macht weiter so....Herzliche Grüsse Uli Bieler

Jürgen schrieb am 24.08.2001 :
S` Denise +dr Jürgen gratuliere zur mega Homepage, super gmacht!! TIP:SM-RUNDE Korbball.25.8.01 in Erschwil,ab 12Uhr.

Christoph Altermatt schrieb am 23.08.2001 :
Super Gruppi diä Alpägroupies! Und Super Homepage!

Bea & Martin bei Colette zu Hause schrieb am 22.08.2001 :
Also die Photos von der Bettmeralp,........Ansonsten habt ihr eine spitzenmässige Homepage zusammengezaubert. Gruss von den Gempener Alpen

Paul Grolimund schrieb am 21.08.2001 :
Hallo, hier ist Horror Pauli. Ich bin zum ersten Mal in der Groupie - Homepage. sehr gut, super.

Stefan Bieli schrieb am 21.08.2001 :
GANZ tolli Website!!!!!!! Gruessli Judith und Stefan

Matteo schrieb am 20.08.2001 :
Hallo Georges, SUPER Homepage, da wird man ja nie fertig mit lesen.......brrrrrrrrrrr Gruss Matteo (Visiteur SBB Cargo)

Kikione schrieb am 20.08.2001 :
Salut Gago ! En effet, ta page internet est vraiment bien, félicitations avec un peu de retard pour ton birthday !!! meilleures salutations du Jura!

Roger Schwyzer schrieb am 17.08.2001 :
Hallo Sehr gute Homepage, gratuliere !!!!!! Gruss Roger

MEX schrieb am 17.08.2001 :
vom alptraum zum alpentraum.. verfolgt von der internetpolizei hetze ich durch virtuelle welten-- wollte doch bloss meinen mitgliederbeitrag beim roten kreuz elektronisch einzahlen-- habe mich irgendwie verklinkert und mir auf einer xxx-seite dieses lausige virus eingefangen-- geschwächt und entnervt werfe ich das rettungsseil. `ALPENGROUPIES.CH`das muss der neue silberstreifen am cyberhimmel sein--ich klicke den karabiner ein... ah... frische alpenluft umsäuselt mich. keine passwörter, keine kreditkarten nur ehrenwerte links und buntbebilderte erinnerungen. danke georg und iris

Edgar schrieb am 22.09.2001 :
Hoi Gago supper Sach Gruss Edgi

Kurt Hartmann / alias Hurti schrieb am 22.09.2001 :
Hallo Gago .. Super gelungen .. Ich guck ab und zu mal rein Kurt

Yvonne Altermatt schrieb am 20.09.2001 :
Coole Homepage, liebe Grüsse Yvonne

Schenker Andrea schrieb am 17.09.2001 :
Hallo zäme, danke für die Post und den Hinweis auf eure glatte Seite. Es macht wirklich Spass, hier herumzusurfen und dieses Werk zu bewundern. Ich werde wohl ab und zu mal einen Blick reinwerfen. Also, mach euch darauf gefasst, ich grüsse alle Abenteuer-Wander- und Spass-Vögel, d' Andrea

Raphael Wellig schrieb am 11.09.2001 :
Gedanken zum Bergsport Was bedeutet für uns Bergsteigen. Kurz fallen mir die Schlagwörter ein, Leidenschaft, Kampf, Romantik, Neugierde, entdecken, Sport, Lebenslust, einfach ein besonderes, nicht nachvollziehbares Erlebnis.

Wenn ich auf Eurer Homepage bin, kommen Erinnerungen auf. Interessant auch nach Jahren kann man sich noch genau erinnern, wie die Tour ablief. Das zeigt auch, wie intensiv wir in den Bergen leben.

Eure Hompage ist einfach Klasse. Ich fühle mich direkt in eine andere Welt versetzt. Es kommen auch neue Ideen, Wünsche und Träume auf. Geben wir den Träumen eine Chance, sie zu verwirklichen.

Diese Hompage ist mit viel Liebe und Herz gestaltet worden. Allen die mitgeholfen haben, ein herzliches Danke schön.

Menschen, die die Berge lieben, sind in tiefster Seele frei, jene die im Tal geblieben, kennen Ihre Sprache nicht.

Andreas (Lälä) & Mel mit Robin schrieb am 07.09.2001 :
Hallo Gago & Iris SUPER-GENIALE Homepage! Gratuliere - mir wärde beschtimmt no vieli churzwiligi Stunde uf Eure Site verbringe. Wer wäiss, viellicht chönne mir gli emol en Tour miterläbe! Euise Junior isch jetz doch scho rächt flink uf de Bäi! Machets guet ond bis bald! Vieli Grüässli Laelae & Mel

Stephan Ankli schrieb am 31.08.2001 :
sali iris, sali gago euri 'zwüschewelt'-site isch dr hit. wirklich ä glungeni sach. au ä kompliment an webmaster. e so chunnt euri ganzi begeischterig für unseri schöne schweizer berge in die grossi witi welt use. ich hoff mir chönne mit euch no ganz viel toure unternäh und freue uns scho uff die nöggschti.

Cheyenne,aus dem fernen Westen schrieb am 28.08.2001 :
Hey u to Ich hab mich gerade mal durch eure Homepage geklickt. Kompliment. Echt Super. Da werden noch viele Alpenfreaks Deine Seite besuchen. Gruss von Tom"Cheyenne"Wallace


Hochtour Jungfrau 4158 m. ü. M. ( Rottalsattel, Normalweg )

25. / 26. August 2001

Eine Privattour! Heute mit dabei sind die drei Schweinepriester Toni Borer, Markus Häner und ich. Die Tour zu dritt auf den Mönch ist nun schon 2 Jahre her, im Jahr 2000 hatten Toni und Markus Unfälle, so mussten wir die Jungfrau um ein Jahr verschieben, nun ist es soweit. Der Sommer 2001 zeigt sich schon seit Wochen von seiner allerbesten Seite, es herrschen immer Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Unsere Ferien sind vorbei, aber auch für dieses Wochenende sind bis zu 31 Grad angesagt. Schon 10 Jahre ist es her, als ich zum letzten Mal auf dem Gipfel der Jungfrau stand. Am Freitagabend treffen wir uns bei mir zur Tourenbesprechung und stellen die Steigeisen ein. Am Samstagmorgen der Start in Laufen, unser Zug fährt um 09 44 h ab. Über Biel - Bern nach Interlaken Ost, weiter nach Grindelwald, zur Kleinen Scheidegg und hoch auf das Jungfraujoch. Die Fahrzeit beträgt über 5 Stunden, dies ist meine 19. Fahrt zum Jungfraujoch. Es wird ein cooler erster Tag, Eingeklemmte und einen kleinen Apéro genossen wir schon im Doppelstöckerzug. Bis jetzt habe ich all die Fahrten Kleine Scheidegg zum Jungfraujoch bezahlen müssen, retour mit der JB also Fr.70.-. Seit April 2001 haben wir mit dem FVP ( für Nichteisenbahner = Fahrvergünstigung Personal ) freie Fahrt bis auf`s Joch, das gab es in 20 Jahren noch nie. Bis natürlich auf die Skisaison. Find ich gut so. Toni und Markus bezahlen mit dem ½ - Tax Abo Fr.124.50.- retour. Um 15 00 h treffen wir auf dem Joch ein, nun durch den Stollen hinaus in die weisse, herrliche Gletscherwelt. Nach 45 Minuten wandern auf der "Firnautobahn" erreichen wir die Mönchsjochhütte auf 3650 m. ü. M. Während dem Aufstieg beobachteten wir 8 Bergsteiger im Eisbruch, die vor der Mönch - Südwand hochklettern, dies begreifen wir wegen der Hitze und der Tageszeit nicht ganz. Die Mönchsjochhütte ist heute ausgebucht, logisch, bei diesem super Wetter. Wir melden uns an und beziehen bald das Massenlager, danach gemütliches Verweilen in der Gaststube, wir trinken dreimal eine stärkende Bouillon. Von hier schreibe ich 2 Karten, eine an meine Eltern und eine an Raphael Wellig, dazu gibt es noch ein blaues Hütten - T - Shirt. Um 19 00 h zügeln wir an den Tisch, bald kommt das Abendessen. Es gibt Tagessuppe, Salat und Spaghetti Bolognese, also Spaghetti mit Kohlenhydraten, das ist hier oben schon wichtig. Das Essen ist fein, dazu ein Glas Rotwein, während der Dämmerung mache ich ein paar Fotos vom Schreckhorn und Lauteraarhorn. Es wird 20 30 h, Hüttenleben, die Stirnlampe laden, packen, die Thermosflasche für den Marschtee bereitstellen. Die Toiletten hier am Mönchsjoch, es sind chemische, sind sehr sauber. Draussen etwas üben in Sternkunde, die Milchstrasse strahlt. Noch einen Roten, Toni organisiert auch Schlaftee, danach trinken wir Grüntee. Wir lachen viel und freuen uns sehr auf Morgen, mit Sabbele und Bobbele ab auf die Jungfrau. Wie vor 2 Jahren unterschreiben wir im Hüttenbuch wieder mit "Alpengroupies / Schweinepriester". Ivan Saner aus Büsserach wird Morgen mit Freunden den Eiger über den Mittellegigrat besteigen. Nun ist der Natelwecker gestellt, es wird 22 00 h, wiederum sind wir die letzten Gesichter, die in der Gaststube sitzen. Danach ziehen auch wir die Wolldecken über unsere Köpfe. Toni gibt mir eine halbe Schlaftablette, zum ersten Mal, diese Aufregung immer. Ich hoffe nun auf Schlaf, 5,5 Stunden Zeit müssen reichen, es wird aber eine schlechte Nacht. Böse Träume, rülzen, schnarchen, wieder aufwachen und immer die Vorfreude auf Morgen. Um 03 00 h schaue ich auf die Uhr, um 03 30 h, als sich einer im Licht der Stirnlampe anzieht, stehen wir auf. Das Natel läutet, packen, Frühstück in 15 Minuten, Decken zusammenlegen und los. Die ersten Gruppen machen sich schon auf den Weg und draussen vor der Hütte sammelt sich auch das "Schweinepriester - Team". Es ist eine herrliche, sternenklare Nacht, nebenan über dem Trugberg leuchtet das Sternbild Orion, die Milchstrasse zieht sich über das Firmament. So muss es sein vor einer grossen Bergtour. Nun verlassen wir die Mönchsjochhütte bei 2 Grad plus und wandern den Firn hinunter zum Stollenloch des Jungfraujochs in 25 Minuten. Im gleissenden Licht einer Halogenlampe ziehen wir unsere Gschtältli an und hängen uns am 30 Meter langen Seil ein. Ich gehe voraus, Markus in der Mitte und Toni bildet den Schluss. Es ist jetzt 05 10 h, nun über den schönen Jungfraufirn zum eigentlichen Ziel hinüber, längere Zeit abwärts, 5 Gletscherspalten zieren die Route und danach wandern wir stetig im gefrorenen Schnee hoch. Die Dämmerung setzt langsam ein, nach einer halben Stunde über einen heiklen Abriss mit Spalten und Blankeis auf schmalem Pfad in die Felsen. Hier waren wir vor 10 Jahren nicht aufgestiegen, sondern gingen links um die Felsen herum und waren auf dem Firn geblieben. So ändern sich eben die Routen mit der Zeit, wegen Steinschlag oder Gletscherschwund. In herrlichem Gneis klettern wir langsam hoch, die Jacke in den Rucksack, so macht es Spass. Es wird Tag, man löscht die Stirnlampen, nun etwa 10 Meter fast senkrecht hoch, weiter nach links auf ein Felsband und nun rüber zum Firnfeld. Nach 45 Minuten verlassen wir die Felsen, sind 100 Minuten unterwegs. Hier ziehen wir im Eis unsere Steigeisen an, am Fels vorhin gab es schon etwas Stau. Relativ schnell gewinnen wir im Firnfeld an Höhe, über einen Schneebuckel, dann noch einer, es ist ganz toll hier, bald sind wir auf einem grossen Plateau. Weiter schön langsam aufsteigend, Bergspitzen lugen hervor, vor uns der Gipfelaufstieg zur Jungfrau, links das Rottalhorn. Darunter abgehängte Stellen und Wächten, der Eisabbruch, in der Mitte des Panoramas der Sattel. Toni stöhnte vorhin ob diesem Anblick. Zwischendurch etwas Tee, eine kleine Rast, es wird 07 00 h.

Kurz vor dem Rottalsattel an der Jungfrau.

Gipfelglück auf 4158 m. ü. M.

 

Der heikle und steile Abstieg im oberen Teil der Jungfrau.

Nun beginnt der Gipfel der Jungfrau zu leuchten, zuerst orange, dann leuchtend rot. Im Osten geht hinter dem Finsteraarhorn die Sonne auf, es wird nun immer steiler, wir geben etwas Tempo wegen den Wächten am Rottalhorn. In kurzer Zeit nähern wir uns dem Rottalsattel, gegen 08 00 h befinden wir uns unmittelbar vor dem Sattel, 3 Gruppen rasten dort unterhalb des "Überganges". Jetzt noch über eine Spalte und dann der erste Blick über diese Lücke hinunter ins Lauterbrunnental mit Äbeni Flue und dem Gschpaltenhorn, auch ein sehr schöner Berg. Wie schon vor Jahren bläst einem hier der Wind voll ins Gesicht, unsere Jacken sind im Rucksack und wir steigen weiter im Hemd auf. Es zieht hier aber immer heftiger, schnell kühlen wir ab, Markus hat kalt. Hier auf 3900 Meter nach einer kleinen Stärkung über den schmalen Rottalsattel, es sieht ziemlich spektakulär aus. Vor uns steht der riesige Gipfelaufschwung der Jungfrau, es ist steiler und bestimmt eisiger als früher. Das Blankeis an solchen Stellen ist recht gefährlich. Auf kleiner Firnspur hinauf, ein gewaltiger Anblick, dann links gehend eine steile Eiswand hoch. Vor uns Gruppen von Bergsteigern, sie sichern einander, es gibt bald Stau. Noch etwa 45 Minuten bis zum höchsten Punkt, es ist hier nun ziemlich ungemütlich. Unter mir steckt die erste Eisenstange zum sichern im Eis, danach weiter in die Felsen übergehend, hier weitere Stangen und Sicherungsmöglichkeiten. In den Felsen nun immer höher steigend, nebenan fluchen und rufen ein paar Welsche, das nervt mit der Zeit. Direkt über uns in der Falllinie wird ins Eis geschlagen und schon fliegt ein Eisstück auf uns zu und knallt auf meine Uhr und das Handgelenk. Es wäre wohl besser gewesen, die Helme doch anzuziehen. Gemächlich weiteres Klettern im Fels, sichern um Blöcke und Stangen, es ist 09 00 h geworden. Man sieht viele Leute auf dem Gipfel sitzen, bald ist es soweit. Und dann nochmals Stau, wir weichen nach links aus in kombiniertes Gelände. Noch ein Firnstück, über die Gipfelfelsen, es wird ebener, noch ein kleines Stück und dann stehen wir drei auf dem Gipfel der Jungfrau auf 4158 m. ü. M. Geschafft, es ist gewaltig, die Aussicht genial, genau um 09 10 h sind wir ganz oben. Wir brauchten für den Aufstieg 3 Stunden und 40 Minuten, im gesamten also 4 Stunden, inklusive der 2 kürzeren Pausen. Es ist gut gelaufen, wir gratulieren einander und setzen uns auf den Gipfel. Es ist mein 27. Viertausender, für Toni der Dritte und für Markus der Zweite. Gegen 30 Bergsteiger teilen hier oben mit uns die Aussicht, es ist extrem, aber natürlich auch eine fantastische Weitsicht. Bei solchem Wetter sind die berühmten Berge halt etwas überlaufen. Nun etwas Verpflegung und Tee, wir sind absolut happy, doch ich sehe Toni auch an, dass ihm nicht absolut wohl ist. Es gibt keinen Gipfelwein hier, das verschieben wir lieber um 2 - 3 Stunden. Dann wird die tolle Rundsicht fotografiert, schnell noch 2 Phones zu Iris und meinen Eltern, auch Markus und Toni verständigen ihre Frauen über unseren grossartigen Gipfelsieg. Danach packe ich noch einen Gipfelstein ein. Zu guter Letzt noch das obligatorische Gruppenbild, ein anderer Bergsteiger knipst uns mehrere Male mit verschiedenem Hintergrund, auch mit dem herrlichen Grossen Aletschgletscher, der sich ins Wallis zieht. Jetzt ist es Zeit abzusteigen, etwa 80 weitere Alpinisten kraxeln hier den Berg hoch. Wir winken zum dunklen Eiger rüber, auf dessen Haupt jetzt bestimmt Iwan Saner und seine Gruppe stehen. Nach 40 Minuten verlassen wir die Jungfrau, Adieu! Die nächste Stunde wird heikel, nun in die Felsen, Toni geht jetzt voraus, ich gehe am Schluss. Wir sichern von oben, jetzt in die Blöcke, kurz in den Firn und dann bis zur nächsten Stange. Es ist ein Horror jetzt, ein Stau wie fast am Matterhorn, überall sind Leute, links und rechts, vor und hinter uns. Vor allem liegen kreuz und quer Seile um uns herum, die unser Seil auch kreuzen, eine krasse Sache. Immer wieder wird gewartet, sonst wären wir schnell. 3 Gruppen sind vor uns im Abstieg, und noch immer kommen welche herauf. Der Schnee wird nun auch immer sulziger mit der Zeit und der Erwärmung. Dann gelangen wir zur gefährlichsten Stelle, hier setze ich eine Eisschraube und hänge das Seil im Karabiner ein. Toni geht vorsichtig über die gehauenen Stufen, Markus sichert ihn bis zur Stange, nun klettert Markus, dann ich, gesichert von unten. Das 30 Meter Seil ist hier etwas zu kurz, na ja, wir haben uns so entschieden. Eine zweite Eisschraube wäre nun nicht schlecht an dieser Stelle, die erste wird herausgedreht und weg hier. Der Sattel ist nah, noch einmal anstehen, rüber in die Stufen, vorsichtig zur nächsten Stange, beide sichern nun mich. Das Gröbste ist vorbei, jetzt runter auf den Rottalsattel, eine Stunde brauchten wir vom Gipfel. Über den Firnrücken in kurzer Zeit weiter abwärts, unter der Wächte vorbei, ein Blick zurück, es sieht heftig aus. Im Sulz stürzen wir später mehrmals und fallen, es schlägt mich auf den Bauch, abwärts liegend. Aber hier kann nichts passieren, jeder macht seine Kapriolen, später bei einem Felsen gibt es die wohlverdiente Rast. Hier stossen wir drei mit dem Calamin - Gipfelwein auf die Jungfrau an und liegen an der Sonne. Das Jungfraujoch befindet sich nun wieder auf gleicher Höhe, etwa 2 Kilometer entfernt. Es wird nun immer heisser, die Sonne brennt extrem. Weiter zum "Felsbödeli", rechts davon vorbei, im Schnee dann steil bergab. Wir umlaufen die Felsen von heute Morgen und nehmen aussen rum die Normalroute wie vor 10 Jahren. Danach über zwei mächtige Spalten, ein paar Freaks kommen auch in unsere Spur. Die Kletterpartie von heute früh kann man von hier sehr gut erkennen, noch ein grosser Abriss, dann bewegen wir uns unter dem Felsvorbau auf den Jungfraufirn zu. Diesen nun eben querend, und dann später leicht ansteigend hoch. Ich habe fast einen Hitzekollaps und muss mein Hemd ausziehen. Noch einmal haben wir uns eingecremt, jetzt kommt das Schlussstück, ein rechter Türk, es macht einen müde und schlaff. Noch 150 Meter an Höhe, stetig steigend und steiler werdend, zuletzt auf die Spur vom Pistenfahrzeug, diese steil hinauf und dann stehen wir am Ziel, vor dem Stolleneingang nach 4 Stunden und 10 Minuten Abstieg. Das ergibt heute eine gesamte Zeit von 8 Stunden und 50 Minuten für die Jungfrau - Tour auf der Normalroute. Wir wollen ja auch gar nicht die Schnellsten sein, sondern das Abenteuer auch richtig geniessen können. Wir sind in Sicherheit und gratulieren einander, es ist 14 10 h, unser Zug fährt im höchstgelegenen Bahnhof Europas in 50 Minuten ab. Die Steigeisen an der Sonne trocknen und das Seil aufnehmen, Gschtältli versorgen. Stolz blicken wir drei zum Berg zurück und nun ab in die Kühle des Jungfraujochs. Durch den Stollen zum Restaurant, hier kaufen wir Sandwiches. Markus kühlte vorhin im Schnee einige Zeit seinen Weissen, der natürlich auch mit auf dem Gipfel war. Hier lässt Toni seine Groupie - Mütze beim Händewaschen auf dem WC liegen und schon ist sie weg. Bald stehen wir im Bahnhof an und warten auf unseren Zug, doch zuerst sind die Japaner dran mit ihrem Extrazug. Und wer kommt nun auf uns zugelaufen? Ivan Saner mit seinen Kumpels, direkt retour vom Eiger über den Mittellegigrat - Gipfel - Eigerjoch und der Mönchsjochhütte herkommend. Ich wusste, dass wir uns heute noch sehen. Es gibt ein grosses Hallo, auch sie hatten alle eine wunderbare Tour erlebt, waren zum ersten Mal auf dem Eiger. Sie nehmen die nächste Bahn und dann fahren auch wir mit dem Zug hinunter auf die Kleine Scheidegg. Dort treffen wir sie noch einmal, sie geniessen gerade ein Coupe. Wir ziehen es vor, weiter zu reisen, wollen nach Hause. Vom Joch sind es wieder über 5 Stunden bis nach Laufen, nun wieder umsteigen, ein paar Kühe stoppen den Zug und trampeln in der Lawinengalerie auf den Geleisen herum. Nun erreichen wir Grindelwald und geniessen im Zug den Dézaley von Markus, der noch herrlich kühl ist vom Schnee. In Interlaken wird wieder umgestiegen, alle haben Kohldampf. Da sehe ich den Speisewagen, nichts wie rein, aber mit kalten Getränken läuft hier leider gar nichts in dieser Hitze. Diese Bistros heutzutage haben einfach einen schlechten Ruf. Wir bestellen dreimal Wurstsalat, tolle Teller. Der Salat kommt jetzt gerade richtig, nur etwas zuviel Zwiebeln für Markus sind drin. In Bern angekommen, hole ich kaltes Bier, es wird auch langsam kühler, die Hitze geht weg. Um 20 14 h erreichen wir Laufen und wir haben die Jungfrau bestiegen, haben erfüllt. Wir werden abgeholt von Iris, Patrizia, Dominik, Tina und Michel, hier endet wie immer eine Tour, für uns drei eine grosse Tour bei genialem Wetter. Für dieses Jahr bin ich nun geheilt von Hochtouren, es folgt noch die 3. Weintour ins Lavaux, das Fallschirmspringen in Reichenbach und der 11. Tourenausklang Alpengroupies am 24. November mit Raphael Wellig und seiner Diashow als "Gaststar". Freuen wir uns also darauf, danach gibt es bei uns einige Veränderungen zu Hause, denn wir erwarten unser erstes Kind! Freude herrscht! 5. September 2001.


Mail an den Club:

 

 

E - Mail / Internet - Anschluss

Hallo Groupies

Rund zwei Drittel unseres Clubs haben nun schon Internet - Anschluss. Bitte beachten: Durch die Aufschaltung der Alpengroupie - Homepage am 14. August 2001 kann man sich für eine Tour online anmelden und nebenbei toll herum surfen. Deshalb werden ab Januar 2002 keine Programme mehr versendet. Bitte meldet uns Eure E-Mail - Adressen, falls sie in unserem Adressbuch noch nicht vorhanden sind. Danke! Groupies ohne Web erhalten die Touren weiterhin per Post.

Gut Klick ! Gago und Iris 09.2001

 


Erstes Tandem Sky Diving *

Fallschirmspringen aus 3500 m. ü. M. ( Sky Dive X Dream )

Sonntag, 14. Oktober 2001 Reichenbach im Kandertal

Diesmal sind mit dabei: Kilian, Nadja, Toni und Eveline, Paul, Edgar, erstmals Hansueli Bürgin und Laurent Hofmann, Beatrix und ich. Als Zuschauer dabei sind auch Martin und Björn. Am 22. September waren wir schon einmal hier in Reichenbach am Flugplatz, das Wetter war veränderlich und es klappte nicht. Ich war zu optimistisch. Wir wollen blauen Himmel. Enttäuscht sahen wir uns dann einen tollen Video bei Stefan Heuser im Hangar von Sky Dive X Dream an, fuhren später nach Reichenbach ins Bahnhofbuffet. 2 Stunden später, als Hansi und Laurent schon wieder Richtung Waadtland unterwegs waren, kommt das Telefon von unserem Jumpmaster Stefan, wir könnten jetzt springen, denn es wird nun sonniger. Tatsächlich besserte sich das Wetter. Doch das Team ist nicht mehr beisammen, wir stimmen darüber ab und vergessen es. Es sind ja 2 neue Daten abgemacht, der 7. und der 14. Oktober, beides Sonntage. Der zweite Anlauf haut auch nicht. Nun scheint es zu klappen: Seit letztem Mittwoch hat der Altweibersommer in diesem goldenen Oktober voll zugeschlagen. Das Wetter ist prächtig, der Himmel seit Tagen stahlblau, wir sind alle 10 bereit. Es ist der 14. Oktober: Treffpunkt ist bei uns um 10 30 h. In 2 Autos fahren wir nach Reichenbach im Kandertal. Um 12 30 h erreichen wir den Flugplatz und treffen auf das Team von Stefan Heuser. Der Himmel ist und bleibt blau, ein paar Wolkenbänder stören kaum, Temperatur 22 °C. Alle 10 angemeldeten Groupies sind hier. Meine Bergschuhe sind fürs Fallschirmspringen nicht geeignet, meint Stefan, ich springe deshalb mit Halbschuhen. Nun kommt die Instruktion, wir trainieren auf dem Spannteppich die Fluglage, schauen uns das Flugzeug an, eine Pilatus Porter mit 9 Plätzen. Im Hangar nun die Trockenübungen, die wir während des Fluges beherrschen sollen. Martin fotografiert uns, letzte Details. Es kann losgehen. Nun wird es ernst, wir haben Fr. 380.- bezahlt, um uns aus einem Flugzeug zu stürzen, den Vertrag mit den Bedingungen haben wir bereits unterschrieben.

Trockenübungen im Hangar.

Kurz vor dem Absprung.

Die Gruppen werden eingeteilt, Paul fliegt als erster mit drei Amis. Sie steigen ein, die Maschine startet und hebt ab Richtung Thun, fliegt am Niesen rechts vorbei und zieht eine Schlaufe über Spiez. Nach etwa 12 Minuten erreicht das Flugzeug 3500 m. ü. M. Und nun raus. Wie kleine Silberbälle stürzen die Tandemspringer aus der Maschine, rasen mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h auf den Erdboden zu. Gruppe 2 sind wir vier: Nadja, Kilian, Edgar und ich, wir fassen unsere Kombis. 40 Sekunden dauert der freie Fall, etwa 5 Minuten lang schwebt Paul der Erde zu und landet gediegen. Strahlt, als er zu uns rüber läuft. Bravo! Schon sind wir vier bereit, laufen zum Flieger und steigen ein, mit einem Kribbeln im Bauch. Rein in die enge Maschine, es ist nun 14 22 h. Ready for take off! Jetzt kann uns nichts mehr halten. Mein Pilot Stefan sitzt hinter mir, ich habe gemischte Gefühle. Die Maschine startet rassig mit ihren 1000 PS Kraft, im Nu sind wir in der Luft, das Kerosin stinkt. Rechts am Niesen vorbei geht es Richtung Thun, über dem See fliegen wir eine Drehung, unter uns blaues Wasser und das Niederhorn. Die stolzen Viertausender strahlen uns an: Wetterhorn, das Schreckhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Breithorn, die Blüemlisalp. Es ist gewaltig schön. Dazu der blaue Himmel mit weissen Wolkenbändern da und dort. Das Herz schlägt heftiger, bin ziemlich aufgeregt. Wir fotografieren einander im Flugzeug, eng wie wir nun beieinander sitzen. Was kommt jetzt? In 12 Minuten erreichen auch wir unsere Sprunghöhe von 3500 m. ü. M. Ein Blick in die Tiefe lässt erahnen, dass wir bald soweit sind. Der Divemaster sitzt jeweils hinter dem Gast, das Käppi habe ich angezogen, die Brille ist bereit. Wir quatschen über die Alpengroupies und die Berggipfel, über schon erlebte Touren. Mein Divemaster ist der Chef hier, Stefan Heuser. Er gibt mir nun letzte Instruktionen. Jetzt geht die Türe auf, mein Herz schlägt schneller. Es ist nicht gerade kalt hier auf 3500 m. ü. M. Gestern war die Nullgradgrenze sogar bis auf extreme 4200 Meter geklettert. Edgar und sein Pilot springen als erste, keine Zeit mehr, um Fotos zu machen. Sie hoppeln zum Ausstieg, halten kurz inne und weg sind sie. Schon ist Nadja dran, alles geht recht schnell, und Tschüss. Nun sind wir an der Reihe, Stefan hat mich vierfach gesichert und eingeklickt, ein hoppeln zur Türe, ein letztes Lächeln zu Kilian, die Beine hängen in der Luft. Die Hände liegen gekreuzt auf der Brust, Rücken durchbiegen, das hohle Kreuz, den Kopf nach hinten. Was kommt jetzt? Ich kann nicht mehr klar denken. Und los geht das Abenteuer Tandem Sky Diving. Von hinten nur ein kleiner Schubs von Stefan, der Flügel hängt noch kurz über uns. Die Beine anwinkeln, dann fallen wir in die Tiefe, beide kopf voran, es ist unglaublich, die grüne Landschaft des Berner Oberlandes unter uns, schnell fliegen wir nun gerade im Raum, das Zeichen von Stefan auf meinen Schultern, den Daumen hoch, die Hände sind nun ausgebreitet, die Arme gestreckt. Wir stürzen nicht, wir fliegen, fliegen richtig während 35 - 40 Sekunden im freien Fall auf die Erde zu, legen in dieser Zeit eine Strecke von ca. 2300 Höhenmeter zurück. Es ist laut, ich will schreien, tue es auch, höre mich aber nicht. Ein wahnsinniges Gefühl, das ist Leben, erleben. Ich werde nie mehr Bungy Jumping betreiben, fünfmal ist genug. Das hier ist viel geiler. Es kommt mir vor, als stünde die Zeit still, während wir auf den Boden zu rasen, irgendwie kommt optisch die Erde gar nicht näher. Und es dauert eigentlich noch lange, habe Zeit, die Berge zu betrachten und die grünen Hügel, Häuser, Strassen. Die Daumen von Stefan zeigen O.K. ich quittiere das Zeichen. Dann macht es wooooaaaafffffff, ein kurzer Zug, der Schirm geht auf und wir stehen still, im blauen Himmel, kein Geräusch ist mehr zu hören. Jetzt schweben wir, war das ein geiles Erlebnis, unbeschreiblich. Das war der Wahnsinn des Fallschirmspringens, der ganz normale Wahnsinn. 9 Jahre habe ich seit dem Trip nach Neuseeland darauf gewartet. Doch das Abenteuer ist noch nicht zu Ende. Wir segeln durch die Lüfte, noch sicher 5 - 6 Minuten, wie ein Gleitschirm, ich darf links ziehen und wir fliegen nach links, dann nach rechts. Vor uns segeln Edgar und Nadja, über uns schwirrt irgendwo Kilian herum. Man erkennt die Flugpiste, das Dorf Reichenbach, die Kander. Ein paar herrliche Kreise, Zeit zum Fotografieren, so viel wie möglich. Wir nehmen uns auch selber auf, hoffentlich werden die Fotos was. Jetzt bereiten wir uns langsam auf die Landung vor, eine kurze Lektion von Stefan. Nun sehe ich die Kumpels am Boden, winke, mein Divemaster nimmt mit mir die "Todesspirale", ein geiles Gefühl. Nun über den Hangar, in eine Kehre neben Bäumen vorbei. Vor uns liegt die Wiese, wir setzen zur Landung an, wollen auf dem Hintern landen. Es kommt so gut und fein in den letzten Metern, dass wir beide sehr sanft auf den Füssen landen können. Es ist geschafft. Danke, Stefan, es war ein unglaublich schönes Erlebnis. Kilian kommt auf uns zu und macht noch mal ein Gruppenbild. Mit grosser Euphorie, einem breiten Grinsen und vielen Glücksgefühlen kehren wir in den Hangar zurück. Man gratuliert einander, wir ziehen unsere Kombis wieder aus. Die nächsten drei sind nun dran: Beatrix, Hansi und Laurent. Auch sie sind startklar, schnell hebt der Flieger ab, wir verweilen bei den T - Shirts. Ich darf als Organisator der heutigen Tour einen Pulli von Sky Dive gratis mit nach Hause nehmen. Ein Pulli für Fr.55.-, Danke vielmals, Stefan. Alexis händigt mir den Pulli aus, es werde noch weitere Leibchen gekauft. Jeder Springer erhält danach ein Zertifikat. Jetzt wieder nach draussen, unsere Freunde springen schon. Weit oben die Pilatus Porter und kleine Bälle, was für ein Gefühl. Bald gehen die Schirme auf und tummeln sich am herrlich blauen Himmel. Sie geniessen es sichtlich, noch ein paar Schlaufen und feine Landungen. Die Glückshormone fliessen, die drei sind happy und begeistert. Hansi und Laurent würden gleich noch einmal springen, wenn es im Flugzeug Platz hätte. Gratulationen und nun einen Schluck Wein. Die zwei Letzten sind auch bereit, Toni und Eveline. Der letzte Flug hebt ab mit unseren Leuten, es sind fünf Schirme, nach einer Weile der unsäglich tolle, freie Fall, in weiss und violett schweben Toni und Eveline sanft auf die Erde zu. Als Toni eine schöne Landung hinlegt, fliegt Eveline noch weit oben. Dann ist es auch für sie vorbei. Als sie zurück im Hangar sind, gibt's einen Souriex 2000 von mir, immer noch eiskalt. Wir stehen alle mit unseren Zinnbechern um den Tisch, ich rufe Stefan zu uns herüber. Gemeinsam stossen wir auf das eben Erlebte, das tolle Feeling des Tandem Sky Diving an, und auch auf diesen schönen Herbsttag. Es war einsame Spitze hier bei Stefan und seiner super Crew. Ich gebe ihm das Groupie - Programm mit unserer Homepage - Adresse. Wir werden wiederkommen. Stefan macht mir noch einen Eintrag ins Tourenbuch und zeichnet einen Fallschirm. Drüben auf der Strasse herrscht schon Stau. Es ist nun 16 40 h. Wir verabschieden uns vom Sky Dive Team und fahren vor 17 00 h los, Stau auch in Bern und bei Kirchberg. Dann war da noch Paul's Szene mit dem Blaulicht blinkenden Polizeibus hinter uns, den er einfach nicht vorbei liess, weil die Musik etwas zu laut war. Hatte der Tschugger einen miesen Blick drauf. Nach 2 Stunden treffen wir in Erschwil ein, müde und glücklich, Stolz zeige ich Iris mein Sprungzertifikat. Es war so genial und ein krönender Abschluss im Herbst 2001 im 15. Jahr der aktiven Alpengroupies.

 

 

Die Himmelstruppe vor dem Flugzeug.

 

Bereits am Montagmorgen kommt ein E - Mail und ein Gästebucheintrag in unserer Homepage von Stefan. Hier der Auszug:

Stefan & Alexis Heuser-Peters schrieb am 15.10.2001 :
Hallo Georg und Alpengroupies Vielen Dank nochmals für die Organisation und der tollen Idee, sich bei mir aus einem Flugzeug zu stürzen. Ich denke, dass dieser Tag, mit dem super Wetter, der tollen Aussicht auf Eure Alpenwelt, sowie dem unvergesslichen Feeling, sich frei wie ein Vogel durch die Luft zu bewegen, Euch noch lange in Erinnerung bleiben wird. Euren Club finde ich echt stark. Es ist schön zu sehen, dass es solche Clubs mit gut gesinnten und fröhlichen Menchen auch noch gibt.

Nachdem ich mich mit grossem Interesse in Eurer tollen Homepage herumgewühlt hatte, kam ich zu einer entscheidenden Erkenntnis: So verschieden sind wir beide Gruppen gar nicht. Wir alle lieben es in die Höhe zu gehen, in die Weite zu schweifen und einfach unter "Kumpels" zu sein!! Ich wünsche Euch allen noch viele unvergessliche Touren. Berg Heil und Blue Skies Skydive Xdream Geschäftsführer Stefan Heuser


Nadja Hunziker schrieb am 04.11.2001 :
Hallo Gago Die Alpengroupies-Homepage ist echt mega spitze!!! Ich surfe ab und zu in Deiner Homepage, da man immer wieder etwas Interessantes findet zum Lesen. Es ist kurzweilig, spannend, vielseitig und vieles mehr. Besten Dank für Deine Spitzenarbeit mit Fips!!! Gruss Nadja Hunziker


11. Tourenausklang Alpengroupies *

24. November 2001, Letzte Tour im 15. Jahr

Diashow mit dem Wettkönig Raphael Wellig Schützenhaus Erschwil

Anmelderekord: 58 Gäste

Heute mit dabei: Kilian und Nadja, Eveline Borer, Eveline Heim, Elsi, Bruno, Alex, Kevin, Iwan Borer, Thomas und Maya, Manuela, Daniel und erstmals Nico Borer, Beatrix, Martin, Christoph und Grace, Markus und Patrizia, Leo, Heidy, Paul, Eduard Pflugi, Dieter und Nadja, Jackie und Giusi, Toni Borer, Fritz und Bethli, Adrian und Melita, Eric und Daniela, Stephan und Monika, Jacques Jermann, Oli Blessinger, Madeleine Übelhard. Toll finde ich, dass heute alle kommen konnten, die im Juli dieses Jahres auf der Tour Rhonegletscher / Belvedere und somit auf dem heutigen Groupie - Film mit dabei waren. Die letzten Wochen waren recht anstrengend, es gab für dieses Fest viel zu schreiben und zu organisieren. Die Liste wird diesmal riesig, haben wir doch mit Raphael ein Zugpferd und ein besonderes Highlight heute Abend, deshalb sind auch noch spezielle Gäste mit dabei. Am Freitagabend beginnt der Aufbau im Schützenhaus mit der Schlüsselübergabe von Josef Saner. Bald trudelt Paul ein sowie etwas später Kilian, Nadja und Christoph mit seinem super Projektor von der STG, den wir schon zum zweiten Mal benutzen dürfen. Paul hat viele Stunden vor dem Computer verbracht, um die Ausschnitte von "Wetten, dass....?" und den Film vom Rhonegletscher / Belvedere zusammen zu stellen. Den ganzen Abend überprüfen wir die Technik, damit alles rund läuft und schmücken das Schützenhaus. Iris ist hochschwanger im 9. Monat und muss sich schonen, ohne andere Hilfe wäre ich schon am Anschlag. Am Samstagnachmittag kommt Jean - Claude Bologna vorbei und liefert die Getränke. Gegen 16 00 h trifft Raphael Wellig mit seiner Frau Margret aus Bern ein. Zur Begrüssung trinken wir einen Souriex in unserem schönen Weinkeller und um Nervosität abzubauen. Dann machen wir uns auf den Weg zum Schützenhaus. Ab 17 30 h laufen die ersten ein, bald sind wir schon vollzählig. Wir sind extrem viele, mit unseren Gästen nehmen 57 Personen an diesem Ausklang teil. Um 18 30 h beginne ich mit der Begrüssung und der Orientierung über unsere Touren 2001:

"Ich möchte Euch alle recht herzlich begrüssen zum 11. Tourenausklang im Schützenhaus Erschwil im 15. Jahr. Ein tolles Jahr mehr ist bald an seinem Ende angelangt. Wir blicken heute zurück auf schon 15 Jahre seit Bestehen der Alpengroupies. Seit genau 10 Jahren organisieren wir den Tourenausklang. Begrüssen möchte ich auch unsere Gäste an diesem Abend: Nämlich Stephan Wanner, Pascal Grolimund, Luggi Müller, Claire Altermatt, Daniel Altermatt, Nadine Altermatt, der jüngste Groupie jetzt im Moment, Nico Borer, Sohn von Daniel und Manuela Borer, Hugo Vogt, Vreni Vogt, Bruno Sutter und Annemarie Sutter, Lars Wyss und Urs Stegmüller, und im speziellen unseren Stargast aus Bern, der Walliser Bergsteiger und Wettkönig Raphael Wellig und seine Frau Margret. Hier dazu eine kleine Geschichte: Wir haben im Oktober 1992 Raphael Wellig in Nepal kennen gelernt, als er im Aufstieg am Mount Everest wegen Kälte mit schwarzen Zehen zurückkehrte. Das war im Thyangpoche im Sherpaland. Damals versprach er mir, die Nordwand des Allalinhorns mit mir einmal zu besteigen. Nach unserer Weltreise schrieben wir einander ein paar Mal und 1993 kam eine Karte von Raphael, er hatte soeben einen Siebentausender bezwungen, den 7168 Meter hohen Baruntse. In dieser Zeit bestieg er viele Berge auf der ganzen Welt sowie alle 42 Viertausender der Schweiz. 1996 sahen wir seine Werbung für Diaschows in der Bahnhofstrasse in Brig. 4 Jahre später, am 9. Dezember 2000 guckten wir uns "Wetten, dass...? aus der Joggelihalle in Basel per Zufall im TV an und dann haute es uns fast vom Stuhl, als da plötzlich Raphael Wellig neben Thomas Gottschalk stand. Er kam mir seiner super Wette in die Sendung, anhand eines kleinen Bildausschnittes einen Viertausender zu bestimmen und er hat es tatsächlich geschafft. Es wurden Bilder von Viertausendern gezeigt aus diesem Buch hier. Es war einfach unglaublich. Zum krönenden Abschluss wurde Raphael sogar Wettkönig vor 17 Millionen Zuschauern, es war gewaltig. Ich schrieb ihm sofort und gratulierte ihm, prompt kam nach 5 Tagen ein Brief zurück. Raphael war zweimal auf der ersten Seite vom Blick, sie nannten ihn den König der Viertausender. Dann ging alles recht schnell: Wir telefonierten einander und machten im Frühling ein Datum ab fürs Allalinhorn. Als es Sommer wurde, war es aber schon zu heiss für eine kleine Nordwand. Am 29. Juli 2001 traf ich Raphael Wellig nach 9 Jahren in Saas Grund wieder, wir bestiegen dann zusammen erstmals einen Berg, das Lagginhorn mit 4010 m. ü. M. Es war eine super Tour mit ihm, wir hatten es ganz toll zusammen. Dann habe ich ihn gebucht für den heutigen Abend und ich bin sehr stolz, dass es wirklich geklappt hat. Seine Frau Margret ist heute auch zum ersten Mal dabei. Heute ist er nur für uns da und zeigt uns bald eine tolle Diashow mit dem Titel: Zu den Bergen der Welt, erleben und entdecken. Ich bin wirklich froh und stolz, dass das mit Deiner Diashow geklappt hat. Wir alle freuen uns auf Dich, Raphael.

Ich möchte Euch orientieren über das vergangene Jahr 2001. Es war wiederum ein sehr erfolgreiches Jahr, wir haben 8 Groupie - Touren und 4 Privattouren durchgeführt. An diesen 8 Touren haben sich 98 Alpengroupies beteiligt. Heute am Tourenausklang sind wir 41 Alpengroupies und 16 Gäste, das macht zusammen 155 Personen im Jahr 2001, die mitgemacht haben. Es ist schön, dass Ihr da seid. Die 1. Tour ist, wie immer, die Suurchrutt - Tour, zum 10. Mal durchgeführt am 27. Januar 2001. 11 Personen waren dabei gewesen. Dieses Jahr wurden wir auch wieder mal von der Sonne verwöhnt und durften einen herrlichen Alpenblick von der Hohe Winde aus geniessen. Das war übrigens die 99. Tour. Als Privattour gingen wir am 10. Februar mit einer Digitalvideokamera ins Erschwiler Schemelloch und erforschten die Höhle. Die 2. Tour war die Schneeschuh - Tour Langis / Obwalden am 10. März 2001. Als 100.ste Tour seit der Gründung 1986 hatten wir ein kleines Jubiläum zu feiern. 8 Personen waren hier dabei. Unser Leiter am Schneeschuhkurs war Fredy Glanzmann, Olympiasieger Nordisch von Calgary 1988. Mit Wetterglück und gutem Fondue haben wir das verschneite Obwalden erlebt. Im April wollten wir ins Pelzli zum Sportklettern, aber an beiden Daten war das Wetter sehr schlecht, es hatte sogar noch heftig geschneit. Diese Tour wurde abgesagt und dieses Jahr nicht mehr wiederholt. Die Skitour Lauchernstock auf 2655 m wurde privat durchgeführt am 12.Mai bei bestem Wetter. Die Leitung an dieser schönen Tour übernahm SAC - Tourenleiter Urs Stegmüller aus Bärschwil. Am Auffahrtstag, den 24. Mai erforschten wir auf der 3. Tour den Geologischen Wanderweg Bärschwil. Bei bestem Wetter inkl. Gewitter konnten wir das Jurameer erahnen mit 23 Personen. 4. Tour: Am 16. Juni war es wieder einmal soweit für extremes: Canyoning in der Massaschlucht hat uns gefordert, es galt, 600 Höhenmeter in 6 Stunden zu bewältigen mit wandern, klettern, springen und schwimmen. 10 Personen waren hier mit dabei. Als dann der Hochsommer kam, war es Zeit für die Gletscher: 5. Tour: Der Rhonegletscher rief uns am 7. / 8. Juli und wir besuchten ihn. Zuerst bei Schneefall das ehrwürdige Hotel Belvedere bezogen, ein Besuch in der Gletschergrotte mit Degustation des Gletscherweines und Abendessen mit Tanz im Weinkeller auf 2300 m. ü. M. rundeten den ersten Tag ab. Am Sonntag genossen wir mehrere Stunden eine Gletschertour inklusive Spaltenrettung als Übung bei gutem Wetter. Paul filmte dieses Bergwochenende und heute Abend werden wir das Ergebnis noch sehen. Auf diese Gletschertour kamen 10 Groupies mit. 6. Tour: Nur 2 Wochen später hiess es nochmals Erlebnis Rhonegletscher für 1 Tag am 21. Juli wegen grösserer Nachfrage mit wiederum 10 Personen. Das Wetter konnte an diesem Tag gar nicht besser sein. Man kann es auch Kinderbergsteigen nennen, waren doch Dominik, Tina, Michel, Diana und David auch mit von der Partie. Acht Tage später traf ich in Saas Grund zum ersten Mal nach 9 Jahren unseren Wettkönig Raphael Wellig wieder und bestieg mit ihm das Lagginhorn mit 4010 m. ü. M. Es war eine super Tour, auf dem Gipfel hatten wir ein tolles Feeling. Am 25. / 26. August fand wieder eine Privattour statt, mit Toni und Markus bestieg ich nach 10 Jahren wieder die Jungfrau. Nach 5 Stunden Aufstieg standen wir bei allerbestem Wetter auf dem Gipfel der Jungfrau auf 4158 m. ü. M. Es war auch etwas heikel am Berg und es hatte viel zu viele Alpinisten, man nutzte halt das super Wetter. Die 7. Groupie - Tour war dann die 3. Weintour Lavaux am 8. September. Das Wetter war auch bedeutend besser als vor 2 Jahren, es kamen 16 Groupies mit. Kurz: Wandern, Reben, Eglifilets in Epesses, der See und 3 Weinkeller rundeten den schönen Tag ab. Die 8. und letzte Tour war das Fallschirmspringen im Berner Oberland, das Tandem Sky Diving. Am dritten Wochenende klappte es dann endlich, es war der 14. Oktober. Der Herbst zeigte sich von seiner schönsten Seite und dieser Tag war absolut genial. 10 Personen sprangen aus dem Flugzeug, im freien Fall rasten wir auf die Erde zu und stürzten während 40 Sekunden durch den blauen Himmel. Danach schwebten wir gediegen auf den Boden zu. Es war ein unglaubliches Abenteuer, ein super Abschluss in diesem tollen Jahr. Während des Abends könnt ihr wie immer Fotos der vergangenen Touren anschauen, in Büchern blättern oder auch die neuesten Tourenberichte lesen.

Das Geschenk am heutigen Tourenausklang ist in erster Linie der Besuch und die Diashow von Raphael Wellig und natürlich die Alpengroupie - Homepage, die seit dem 14. August 2001 im Internet steht, mit grossem Erfolg übrigens. Man kann darin herum surfen während 24 Stunden am Tag. Sie ist bereits gefüllt mit 380 Fotos unserer Touren und wir hatten in den ersten 3 Monaten schon über 750 Besucher zu verzeichnen. Den Werdegang der Homepage kann man auch im Ordner begutachten. Die Homepage wird es immer geben, jedes Jahr wird sie auch von einem neuen Sponsor finanziert. Unser Webmaster und Schöpfer dieser tollen Homepage ist Fips, er kommt heute Abend zum musikalischen Teil zu uns.

Gebannt schauen wir die tolle Diashow von Raphael Wellig.

Jetzt machen wir weiter mit der Zinnbecherehrung. Darf ich folgende zwei Groupies nach vorne bitten: Manuela Borer und Markus Häner. Manuela erhält den Groupie - Zinnbecher für mitgemachte 15 Touren, Markus hat heute Abend 16 Touren erreicht. Herzliche Gratulation und Applaus für die beiden. An der Schneeschuhtour Langis / Obwalden am 10. März 2001 wurde beschlossen, dass Iris und ich nach 10 Jahren zwei neue Zinnbecher erhalten. Sie werden heute eingeweiht. Herzlichen Dank. Beschlossen haben das an der Schneeschuhtour Langis die Mitglieder Eric, Daniela, Stephan, Sandra, Kilian und Nadja. Jetzt geht es weiter mit dem Schätzwettbewerb. Bald kommt der Party - Service, es geht weiter im Programm. Danke, ich habe geschlossen".

Das Programm: Schätzwettbewerb, Abendessen, Ausschnitt aus "Wetten, dass...?" mit Raphael Wellig, Diashow von Raphael Wellig, Film "Bergweekend Rhonegletscher / Belvedere" vom 8. / 9. Juli 2001 von Paul Grolimund, Kaffee und Kuchen, Vorschau 2002, letzter "Pink Fröyd" - Auftritt an einem Tourenausklang, Programm Suurchrutt - Tour 2002, Auflösung Wettbewerb.

Dies also sind die wichtigsten Highlights dieses Abends. Martin und Beatrix sind schon unterwegs und holen im Restaurant s`Zäni in Breitenbach den Party - Service ab. Jetzt beginne ich mit dem Schätzwettbewerb: Ich habe dazu 3 Gipfelsteine in der Hand, sie stammen von den Gipfeln des Eiger ( 1998 ), des Matterhorns ( 1990 ) und des Blüemlisalphorns ( 1995 ). Es gilt nun, das Gewicht dieser 3 Gipfelsteine zu schätzen auf ein Gramm genau. Die Liste ist bereit, los geht's und viel Spass dabei. Ab 19 00 h wird das Essen serviert, einen herzlichen Dank gebührt schon jetzt der Küchenmannschaft mit Elsi, Iris, Melita, Kevin, Bea und Heidy. Zum Essen gibt es Schweinsgeschnetzeltes mit Nüdeli, Gemüse und Brot. Wer will, kann auch noch ein zweites Mal schöpfen. Das Essen war sehr gut und wird mehrmals gelobt. Nach 20 00 h ist alles Geschirr auch schon wieder gewaschen und versorgt. Nun bleibt etwas Zeit für Spontanes. Christoph hat sein Laptop mitgebracht und mittels Natel - Verbindung sind wir hier oben im Schützenhaus plötzlich online im Internet, eine tolle Sache. Interessant für die, die unsere Groupie - Homepage noch nie gesehen haben. Mit einem 2 Meter Bild können wir nun die Page anschauen, Christoph surft über die Frontseite und klickt sich in verschiedene Links, zeigt Texte und Fotos wie die Tour im Gasterental, wo wir im Naturschutzgebiet in Paul`s Zelt eine Gummipuppe versteckten, ich kommentiere das Ganze. Wir surfen zum Bungy - Jumping, in die Vorschau, zum Wettkönig, in den Everest - Treck, auf die Mitgliederliste, zum O.K. Alpengroupies vor dem Allalinhorn, ins virtuelle Pink Fröyd - Probelokal, zu den Fotogallerien, Tourenlisten 1986 - 1996 und 1997 - 2001 und zum Schluss in unseren Garten und auf die Bettmeralp. War lustig, Danke, Christoph. Gegen 20 30 h heisst es dann Vorhang auf für den Auftritt von Raphael Wellig in "Wetten, dass....?" mit einem Riesenbild und einem guten Ton. Wir geniessen während 12 Minuten seine tolle Wette, die ihn am Schluss zum Wettkönig macht. Gespannt warten wir auf die kleinen Bildausschnitte und fragen uns wie auch Thomas Gottschalk, wie Raphael das wohl macht. Es war einfach unglaublich, wie er das bewerkstelligte. Wir kommen wie vor fast einem Jahr 17 Millionen Fernsehzuschauer, aus dem Staunen nicht mehr heraus. Er muss dieses Bergbuch auswendig gelernt haben. Applaus für unseren Wettkönig, das war der Hammer. Wir helfen beim Aufbau der 2 Projektoren mit Überblendtechnik und kurz darauf beginnt Raphael mit seiner unglaublich schönen Diaschau über die Berge der Welt / erleben und entdecken. Es ist einfach grossartig, herrlich klare Bilder zuerst vom Mont Blanc, aus den gesamten Alpen, aus dem Himalaya, den Anden, Europa und Afrika. Der Vortrag dauert eine ganze Stunde. Raphael erzählt spannend und ruhig seine Bergtouren, dokumentiert super und seine Frau Margret blendet dann und wann Musik ein. Zwischendurch ist mein CD - Player am Arsch, doch das tut diesem genialen Vortrag keinen Abbruch. Zum Schluss ein grosser Applaus für unseren "König der Viertausender", wie der "Blick" ihn nannte. Schön war`s. Nun ist es Zeit für Kaffee und Kuchen, Elsi`s herrlich frische Schwarzwälder und Rüeblitorten, alles auch im Preis dieses Abends inbegriffen. Ein grosser Dank an meine Schwiegermutter. Die Vorschau 2002 wird verteilt, in welcher auch die Besteigung des Mont Blanc steht, höchstpersönlich geführt von Raphael. Zum ersten Mal überhaupt an einem Tourenausklang herrscht heute Abend striktes Rauchverbot. Die Idee wurde sowohl von Rauchern wie auch von Nichtrauchern sehr gut aufgenommen. Es hängen keine Rauchfahnen im Raum herum, es danken alle, vor allem Baby Nico, dessen Eltern, unsere älteren Zuschauer und auch 2 schwangere Groupie - Frauen. Wird eine ganz gute Sache. Die Raucher, ja, immer auch noch ich, treffen sich zwischendurch vor der Türe. Um 22 30 h sind wir soweit für den Film "Bergweekend / Rhonegletscher" vom 7. / 8. Juli 2001. Dauer ca. 30 Minuten. Auch er gefällt dem Publikum mit unserem Essen und Fest im Weinkeller, der Gletschertour, der Gletschergrotte, Spaltenübungen, Kommentaren, den Interviews und nicht zuletzt der zahnlose Kommentar von Paul zur Lage auf dem Eis. Hier wird das Gegröhle des Publikums recht laut. Die Arbeit an diesem Film hat sich mehr als gelohnt, Dank auch an Paul. Die drei Bilder und Filmshows sind nun erlebt. Das Programm "11. Suurchrutt - Tour 2002" wird von Kevin verteilt und findet einige Leser. Das Publikum ist auch langsam etwas müde geworden in diesem Schlag auf Schlag - Programm. Dieser Ausklang wird auch auf Video festgehalten, wir filmen quer durch. Es ist nun Zeit für die Auflösung des Wettbewerbes: Diese drei Gipfelsteine hatten zusammen ein Gewicht von genau 591 Gramm, abgewogen auf der Briefwaage der Poststelle Erschwil. Auf dem dritten Platz mit -6 Gramm daneben gewinnt Pascal Grolimund einen Karabiner, er ist ein junger Beinwiler, uns verwandt und ein begeisterter Kletterer, wie ich hörte. Im zweiten Rang mit -4 Gramm daneben strahlt Grace Wehrli in die Runde, sie gewinnt eine Flasche Groupie - Schnäpsli. Und im ersten Rang, -1 Gramm daneben, Annemarie Sutter. Sie gewinnt 1 Flasche "Los Monteros" 1998, heisst übersetzt Die Berge. Allen dreien dafür herzliche Gratulation. Später sagt mir Annemarie, dass sie noch nie im Leben etwas gewonnen hätte, und jetzt das am Groupie - Fest, wie nett. Nach 23 00 h fetzen Pink Fröyd los mit Mundartrock, Ländler und Schlager, wir bringen Stimmung in die Hütte, wie schon immer seit 1991. Zum elften Mal spiele ich nun hier mit Fips, es war immer schön. Nach gerissener Saite spielen wir auf zum Alpengroupie - Song, seit Jahren nicht mehr gespielt und getextet von Fips. Viele singen mit, der Text liegt schon auf den Tischen, Paul filmt. Das wird nach 11 Ausklängen, nach 15 Jahren Groupie - Touren das letzte Mal gewesen sein, hier live zu spielen. Wir haben`s lange gebracht. Für Raphael sage ich "Alperose" an, weil er Margret hoch oben auf dem Hohtürli, in der Blüemlisalphütte, kennen gelernt hat. Sie stammt aus Nürnberg und ist auch begeisterte Alpinistin. Nach 40 Minuten Pink Fröyd spielen wir beide noch 2 Zugaben und setzen uns dann verschwitzt unters Volk. Merci Fips, für die vergangenen 10 ½ Jahre Pink Fröyd. Margret hat fast Angst um meinen Zustand, meine Stimme. Nun ist der offizielle Teil des Tourenausklangs 2001 eigentlich vorbei, die ersten verabschieden sich, draussen wird geraucht. Bald schon ist Mitternacht im Anmarsch. Ich finde, fühle und höre, dass dieser Abend der beste Tourenausklang sein wird, den wir jemals durchführten. Mehrere Stimmen bestätigen dies, das ist etwas anderes, als wenn es böse Zungen behaupten würden............Päärchenweise gibt es Abschiedsküsse, Raphael hat noch viele Zuhörer, wir werden noch lange bleiben, es gibt Freinacht bis 03 00 h. Nun kurz nach draussen zu den Rauchern, endlich Zeit für ein Bier und diverse Gespräche. Um 00 45 h machen sich Raphael und Margret langsam auf den Heimweg. Wegen dem Schnee am Passwang fahren sie über Basel, Morgen um 10 00 h trifft er auf Bergführer in seinem neuen Laden, der am 8. Dezember in Bern eröffnet wird. Schon einige wollen an diesem Datum mit nach Bern kommen. Wir wünschen gute Reise und weg sind sie. Es war ein genial schöner Vortrag, der beste Ausklang, meint auch Paul. Langsam lichtet sich das Schützenhaus. Um 02 30 h eine Autoladung voller Material nach Hause, dann verabschiedet sich auch Iris. Sie hat lange durchgehalten. Die vielen Pickel, Bilder, Karabiner, Gschtältli, Seile und Eisschrauben sind vom Aufbau - Team schon verräumt. Ab 03 00 h gibt's Freibier für die Helfer. Eine Stunde später sind noch 10 Groupies hier. Toni hat mit seiner Digitalkamera auch noch Pink Fröyd gefilmt, eine tolle Maschine. Die werde ich mir bald kaufen. Gegen 05 45 h verlassen die gleichen drei Sumpfhennen wie schon letztes Jahr das Schützenhaus, nämlich Oli, Paul und ich. Jetzt wird erst einmal geschlafen, am Sonntagnachmittag dann geputzt. Auf die Alpengroupies, bald beginnt das 16. Jahr unseres Club`s und unser Kind kommt auf die Welt. Diese vergangenen 15 Jahre waren einfach grandios!!!

CHECKLISTE TOURENAUSKLANG 2001

( So viele Kleinigkeiten, die es halt so braucht.........)

Schützenhaus reservieren O.K. seit 26. November 2000 ( Josef Saner )
Hütte schmücken am Freitagabend, 23.11.01. 19 00 h, Abendessen bestellen bei Rita, s'Zäni, Breitenbach, O.K. am 6. September 2001, Bestellt am 18.11.2001
Videoprojektor bei Christoph Wehrli ( STG ) bestellt am 18. September 2001
Teilnahme von Raphael Wellig mit seiner Diaschau O.K. im August 2001
Musik mit Pink Fröyd O.K. Fips Anfang September 2001 4 Zinnbecher bestellt am 16.10.01 ( Markus und Manuela, Gago, Iris ) bei Jeker Gravuren, Büsserach. Abgeholt am 14.11.01, 2 Filme über Raphael Wellig via Casablanca / Paul fertig stellen, Ausschnitt aus "Wetten, dass...?" und den Groupie - Film "Belvedere / Rhonegletscher" und vertonen. Alles abgeschlossen am 3.11.01, Tourenbuch fertig schreiben O.K. am 22.11.01, Alle Fotoalben fertig machen O.K. am 19.11.01, Tourenliste / Albumliste fertig Anfangs November 01 Mitgliederliste fertig mit Stand 20. November 2001 O.K., Orientierung über unsere Touren 2001 / Begrüssung, Wettbewerb schätzen fertig O.K. am 10.11.01. 3 Geschenke für den Wettbewerb besorgen ( 1 Karabiner, 1 Flasche Los Monteros, 1 Groupie - Schnaps ) O.K. am 22.11.01, Vorschau 2002 fertig, O.K. am 11.11.01, Neue Groupiekleber fertig von Copy 2000. O.K. 23.11.01, Suurchrutt - Tour 2002 fertig ( Programm ) O.K. am 11.11.01, Bei Paul Bologna diverse Getränke bestellen, O.K. am 7.11.01, Lieferung Sa.24.11 um 15 00 h. Abendessen wird in Breitenbach geholt um 19 00 h durch Paul und Martin. Ausrüstung / Material: Evtl. Videorecorder, Stativ, Casablanca Paul, Projektor Christoph, diverse Kabel und Anschlüsse, Verstärker alt ( Technics ), 2 Bose Boxen, CDs, Kabel, Scart, Chinchstecker, Licht von Kilian, farbige Lampen, Strahler, Spiegelkugel. Rucksack, Harrassen, diverses Bergmaterial, Seile, Karabiner, Expressschlingen, Steigeisen, Helm, Reepschnüre, Jungfraukalender, Ordner Homepage, diverse Bergbücher, Liste T-Shirts - Bestellung, alle Fotoalben, Tourenbücher, Klebeband, Reissnägel, Hammer, Kugelschreiber, Block, Filzer, Messer, Schraubenzieher, Handorgel, Text, Pfeife, Örgeli klein, Songauswahl, Programm, Canon Kamera, Filme, Batterien, Digitalvideokamera von Paul, Fahne, Zinnkrug, Zinnbecher, Groupie - Kleber, Groupie - Stempel, Preisliste Getränke, Liste Nicht rauchen. 28. November 2001, Georg Grolimund


Besuch an der Eröffnung des Bergsportladens von Raphael Wellig in Bern

8. Dezember 2001

Dabei sind: Christoph, Grace, Paul, Kilian und ich. 5 Groupies sind der Einladung von Raphael Wellig gefolgt, da sind wir natürlich dabei. 2 Wochen nach dem 15. Tourenausklang ist es so weit. Wir finden einen grossen, tollen Bergsteigerladen an der Freiburgstrasse 68 in 3008 Bern in einer ehemaligen Metzgerei vor. Das Geschäft hat beidseits Schaufenster, davor spielen Alphornbläser. Der Samichlaus aus "Wetten, dass...?" ist auch da sowie natürlich Margret Wellig und einige Helfer. Ich schenke Raphael eine Magnum - Flasche Rotwein mit vielen Grüssen von den Alpengroupies, dem Groupie - Signet drauf und einem Foto von uns beiden auf dem Gipfel des Lagginhorns. ( Juli 2001 ) Wir kaufen diverse Artikel ein, erhalten 10% und Gutscheine. Einen Apéro und Wettbewerb gibt es auch. Hier lerne ich Stefan Tüscher aus Lyss kennen, auch er ist ein grosser Bergfreak. Paul ziehen wir ein Gschtältli an sowie Karabiner und Abseilachter. Wir wünschen den beiden für die Zukunft Glück und vor allem viel Erfolg.

 


Mitgliederliste Alpengroupies 15 JAHRE!!! Stand 21.12.01


Adrian Schmidlin 14
Alex Schmidlin 9
Alexandra 2
Alfred Müller 1
Ändel Burkhalter 27
Andi Schindler 5
Andi Lutz 3
André Borer ( Chrütter ) 2
Andrea Spaar 5
Andreas Halbeisen ( Lälä ) 3
Angela Rommler 2
Anita Stiefelmeyer 29
Beatrix Schmidlin 6
Bernadette 1
Bethli Häner 7
Bettina Walther 12
Bölla 36
Bruno Schmidlin 10
Bumi 2
Carmen 1
Cedrik Häner 1
Christian Stadler 1
Christine Stadler 34
Christoph Wehrli 24
Clarissa Humair 3
Claude Hautle 2
Conny 1
Daniel Altermatt 8
Daniel Borer 25
Daniel Bu. 1
Daniel Erzer 11
Daniel Stirnimann 5
Daniela Hunziker 19
David Purtschert 6
Denise Borer 5
Diana Jermann 4
Diana Purtschert 6
Didier Borer 4
Dieter Hunziker 38
Dieter Messerli 2
Din Martin Thomann 2
Dominik Häner 6
Dorothea Bauhofer 1
Edgar Bischof 7
Edi Pflugi 3
Ellen Sager 1
Elsi Schmidlin 19
Enno D 2
Eric Hunziker 52
Eveline Heim 2
Eveline Borer 45
Fiona Wehrli 1
Fips Borer 12
Florian Eggli 1
Frank D 1
Franz Halbeisen 2
Franz Spaar 1
Fredy Jeger 6
Fritz Häner 7
Gago 107
Gisella Müller 1
Giusi Fellino 33
Glasi 6
Hansueli Bürgin 1
Grace Wehrli 10
Heidi Grolimund 23
Henning D 2
Hilda Messerli 2
Ines Schindler D 5
Ines Rommler D 2
Iris Grolimund 80
Ivan Saner 1
Iwan Borer 6
Jackie Fellino 32
Jacqueline Jeger 2
Jsa Burkhalter 1
Jack Jermann 5
Joel Burkhalter 2
Judith Hänggi 2
Judith Hockenjos 1
Judith Jeger 2
Kevin Schmidlin 4
Kilian Wehrli 22
Kurt Wasmer 1
Laurent Hofmann 1
Leo Grolimund 22
Leo Dobler 1
Lilly Hänggi 1
Lucie Sager 10
Madeleine Übelhard 7
Manuela Borer 15
Marcel Angehrn 1
Marco Fellino 13
Margret Wellig 1
Marianne Burkhalter 21
Mario Dobler 1
Mario Rommler D 6
Markus Brunner 3
Markus Häner 16
Martin Grolimund 13
Maya Harder 6
Melanie 1
Melissa Borer 1
Melita Zguric 7
Mex Spaar 8
Michel Häner 5
Misli 2
Monika Purtschert 11
Nadine Spiellmann 2
Nadja Hunziker 17
Nadja Müller 21
Nathalie Imber 1
Nico Borer 1
Nicolas Demierre 2
Nicole Fellino 13
Noemi Hunziker 1
Oliver Blessinger 7
Oliver Schwob 1
Oswald J. 4
Pascal Karrer 18
Patrizia Häner 12
Paul Grolimund 35
Paul Stadler 30
Pesche Burkhalter 1
Peter Borer 1
Peter Rüegg 1
Petra Borer 7
Priska 1
Rahel Hunziker 6
Raphael Burkhalter 3
Raphael Schmidlin 1
Raphael Wellig 1
René Stiefelmeyer 22
René Zuber 1
Robert Sager 1
Robin Hunziker 2
Rocky 1
Roger Luginbühl 6
Roger Humair 7
Rolf Lutz 1
Ruth Rommler D 5
Sabina Spaar 1
Sandra Grolimund 1
Sandra Jeger 6
Sandra Ankli 6
Sandra Christ 1
Sina Borer 6
Sonja Grun 1
Stefan Bieli 3
Stefan Brunner 3
Stephan Ankli 6
Stephan Purtschert 12
Stephanie Wehrli 1
Tamara Altermatt 1
Tanja Rüegg 1
Thierry Altermatt 1
Timo ( Hund ) 11
Tina Häner 6
Tommy Harder 9
Toni Borer 46
Toni Grolimund 17
Ueli Hänggi 30
Ueli Hürbi 2
Urs Schaffner 6
Veronique Steffen 10
Yvan Clos 5
Yves Halbeisen 1
Yvonne Altermatt 7


Spezielle Gäste am 24.11.2001 am 11. Tourenausklang wegen Wettkönig Raphael Wellig:

Hugo Vogt
Vreni Vogt
Luggi Müller
Claire Müller
Dani Altermatt
Nadine Altermatt
Pascal Grolimund
Stephan Wanner
Lars Wyss
Bruno Sutter
Annemarie Sutter
Urs Stegmüller
Marietta Borer
Gerhard Borer


November 2001 / Dezember 2001 / Januar 2002


Hans Grolimund-Hänggi 4227 Büsserach schrieb am 07.11.2001 :
Mein erster Versuch wurde vermutlich durch eine Fehlmanipulation unterbrochen. Jetzt also erst recht: Herzliche Gratulation zur hervorragenden Homepage! Sie ist äusserst einladend gestaltet und in allen Bereichen ein wahrer Schuss mitten ins Schwarze. Vielen Dank auch für das spontane und beeindruckende Fotoalbum zu meinem 50.Geburtstag. Der schöne Abend zusammen mit den Pink Fröyd wird mir in bester Erinnerung bleiben.

Lieben Dank, alles Gute und herzliche Grüsse aus Büsserach! In kollegialer Verbundenheit Hans Grolimund

Franz Halbeisen schrieb am 29.11.2001 :
Hallo Seit langem wieder einmal in Kontakt mit den Alpengroupies. Die Homepage gefällt mir gut

Kilian Wehrli schrieb am 03.01.2002 :
Hallo Ich wünsche allen Groupies im Neuen Jahr viel Glück und "Hals- & Beinbruch" für die Touren 2002. Damit ich es auch einmal gesagt habe: "Gago, ich finde die Homepage auch super!"

Gago schrieb am 06.01.2002 :
Hallo Groupies: Wir wünschen Euch allen viel Glück, Freude, Zuversicht und Gesundheit im neuen Jahr 2002. Bald einmal haben 900 Personen in die Alpengroupie - Homepage hinein geschaut seit der Aufschaltung vor 4 1/2 Monaten. Eine stolze Zahl, hoffen wir nun auf weitere tolle Touren in der Zukunft, und daneben Fotos, Tourenberichte und Highlights hier im Internet. Der Geist unseres Clubs lebt weiter, wenn wir alle zusammen am selben Strick ziehen. Die Zukunft beginnt Morgen! Nach dem genialen 11. Tourenausklang im Schützenhaus Erschwil am 24. November 2001 mit dem Wettkönig Raphael Wellig und 57 Gästen und zurückblickend auf die vergangenen, intensiven 15 Jahre Alpengroupies mit über 100 Touren rutschten wir beide gediegen ins neue Jahr.

Allen, die an diesem gelungenen Abend mitgeholfen haben, nochmals ein grosses Dankeschön. Der Berg ruft........Nun aber stehen uns neue Aufgaben bevor, die es zu meistern gilt. Freude herrscht!!

Viele Grüsse und Berg Heil wünscht Euch Das O.K. ALPENGROUPIES
Gago und Iris Blume


Geburt von Baby Bianca:

Am 16. Januar 2002 wurde unsere Tochter Bianca Melita Grolimund geboren. Ein neues Jahr ist angebrochen und wir haben Nachwuchs bekommen. Wir sind sehr stolz auf unseren neuen Erdenbürger. Nach 9 Tagen im Frauenspital Basel ( Neonatologie ) durfte ich am 24. Januar 2002 meine beiden Frauen nach Hause holen. Unser Baby ist nun da und wir sind sehr glücklich. Das jüngste "ALPENGROUPIE" - Mitglied ist nun auf die Welt gekommen. Am gleichen Tag sind wir bereits seit 5 Jahren in unserem Eigenheim. Ein Groupie - T - Shirt wird Bianca schon bald erhalten. Iris und ich freuen uns sehr auf unsere neue, gemeinsame Zukunft zu dritt.


Christoph Wehrli schrieb am 22.01.2002 :
Gago und Iris ! Die Familie Wehrli gratuliert euch für den Nachwuchs und wünscht euch alles Gute! Bis bald Christoph, Grace, Fionna und Stefany

Ueli schrieb am 24.01.2002 :
Berg heil! Wir gratulieren zum Nachwuchs, weiter so. Danke für die Karte und für die immer wiederkommende Post von euch. Jetzt gehts los mit dem Windeln wechseln und Schoppen geben. Und vergesst nicht, euren Schoppen einzunehmen! Grüsse von Ueli und Anja


11. Suurchrutt - Tour - Rothlachen - Hohe Winde

23. Februar 2002 *

Heute sind mit dabei: Kilian, Nadja, Paul, Tommy und Maya Harder ( ziehen heute die Hochzeits - Suurchrutt - Tour ein, vom Mai 2001 ) ich und ab Rothlachen Heidy und Leo. Zum zweitenmal findet diese Tour nach 1997 im Februar statt wegen der Geburt von unserem Baby Bianca Melita. Das Wetter ist absolut krass gemeldet, vor 3 Tagen hatten wir Sturm und gestern Freitagabend viel Regen. Wir rechnen heute den ganzen Tag leider nur mit Regen. Der Wetterbericht schreckte einige ab, deshalb sind wir nur 8 Personen, so wenig waren wir noch nie auf der Suurchrutt - Tour. Doch wir sind eine flotte Gruppe und ziehen das durch. Zum erstenmal ist meine neue Digitalkamera Canon Power Shot G2, die ich im Dezember 2001 kaufte, mit auf einer Groupie - Tour dabei. Ab jetzt gibt es keine Fotoalben mehr, kein einkleben, keine Negativstreifen, kein Einschicken, keine Kosten mehr und keine Batterien. Alles einfach Digital. Um 07 30 h treffen wir uns vor der EPA in Erschwil. Danach Fahrt ins "Bachmättli", wo wir unsere Autos parkieren. Die Temperaturen heute: zwischen 0° und 8°. Es ist noch trocken, der Start ist geglückt, wir erwarten aber katastrophales Wetter. Nun Richtung Rotmatt, am Haus von Radrennfahrer Stephan Mutter vorbei, hinauf in den Wald, über das Bachbett zur Schnapskurve. Hier einen ersten kurzen Halt, ein Fläschchen Groupie - Schnaps macht die Runde, wie immer. Weiter den steilen Weg hinauf, es ist angenehm zu wandern. Wiederum haben wir alle auch viel Zeit zum quatschen bei einer solch kleinen Gruppe. Im Tourenbuch habe ich schon ein Foto von Baby Bianca Melita eingeklebt. Nach einer Stunde erreichen wir die Mittlere Rotmatt, die Weitsicht ist bei diesem verhangenen Himmel nicht mal schlecht. Maya und Tommy sind heute das erste Mal auf der Suurchrutt - Tour dabei, ich zeige ihnen unser erstes Ziel, den Hof Rothlachen am gegenüberliegenden Hang. Der Wind wird stärker hier auf der Rotmatt. Abstieg ins Scheltental, nur weg von hier. Weiter unten wird's ruhiger und Paul kramt einen Apéro aus seinem Rucksack. Eine Stärkung kann nicht schaden. Hier weihe ich meinen neuen Groupie - Zinnbecher ein, nun haben alle das gleiche "Fassungsvermögen". Dann fängt es an zu regnen, aber nur 10 - 15 Minuten für uns, denn wir treffen alsbald bei der Scheltenmühle ein. Es soll doch regnen, rein in die gute Stube. Wir sind toll im Zeitplan, seit wir um 07 30 h starteten. Gemütlichkeit und Wärme macht sich breit. Tommy und Maya geniessen heute alles gratis, hier im Restaurant Scheltenmühle fängt es schon an. Nach einiger Zeit treten Heidy und Leo im Restaurant ein, draussen regnet es immer noch. Mit meinen Eltern trinken wir noch einen Spezial - Kafi "Dolce Vita" und kaufen Schweinsbratwürste vom Hof. Danach brechen wir auf nach 11 00 h. Der Regen hat schon wieder aufgehört. Eine gute Stunde Aufstieg liegt vor uns, die Teerstrasse ist frei von Schnee und es war hier auch schon mühsamer zum laufen. Der Bauer von Rothlachen, Hans Spahni, fährt herunter und holt meine Eltern in der Scheltenmühle ab, um kurz danach hoch zu fahren, Heidy winkt unserer Gruppe zu. Vier langgezogene Kurven weiter oben blinzelt einen Moment die Sonne durch die Wolken, es ist noch immer trocken, kaum zu glauben. Um 12 15 h treffen wir im Restaurant Rothlachen ein, werden herzlich von Celine und Hans Spahni begrüsst und nehmen in der warmen Gaststube bei meinen Eltern Platz. Die Groupie - Fahne hängt bald über unseren Köpfen. Kurze Zeit später kommt Celine mit der riesigen Bernerplatte herein, die wie immer reichlich überfüllt ist, ein Wahnsinn. Mama schöpft und guten Appetit allerseits. Jetzt wird es ruhig. An der Wand hängt noch immer Papa`s Foto aus den siebziger Jahren, das die Rothlachen mit Abendrot zeigt. Da war ich auch mit dabei gewesen. Wir essen, bis wir nicht mehr können, doch die Platte ist noch immer halb voll. Draussen schneit es ein wenig. Nach der urchigen Suurchrutt - Platte genehmigen wir uns einen Kaffee Avec. Ich schreibe Einträge ins Gästebuch des Restaurants, wie fast jedes Jahr. Dazu natürlich ins Groupie - Tourenbuch und zu guter Letzt nehme ich eine Geburtstagskarte hervor, die für Raphael Wellig bestimmt ist. Er feiert am nächsten Dienstag, am 26. Februar, seinen 37. Geburtstag. ( Jahrgang 1965 ) Wir schicken Grüsse nach Bern von der Suurchrutt - Tour. Celine schenke ich ein paar Fotos vom letzten Sommer, als wir im August hier oben waren. Danach zahlen wir langsam und verabschieden uns herzlich vom Wirtepaar, besten Dank. Es ist nun 14 30 h geworden, um diese Zeit sind wir normalerweise schon unterwegs, aber im Februar hat ja der Erzberg geschlossen und das Wetter ist wegen dem Alpenblick nun auch nicht gerade toll. Am Nordhang über der Rothlachen liegt noch heftig Schnee. Es hatte schon mehr vor Jahren, doch es reicht uns völlig. Kilian spurt voran, später ich. Wir sinken tief ein, von jetzt an werden wir spuren bis ans Ende der Tour. Draussen zeigt das Thermometer 0° C und plötzlich kommt Nebel auf beim Aufstieg. Nach kurzer Zeit haben wir aber auch wieder freien Blick auf Basel. Im Wald sind die Fussstapfen besonders tief, man sinkt gehörig ein. Oben bei den 3 Gittermasten angekommen, zieht es uns auf der Krete gleich weiter zum Matzendörfer Stierenberg. Hier auf der Ebene zieht Kilian einen Vinzel 2000 vom Obrist aus dem Rucksack. Ein längerer Halt ist angesagt inklusive Gruppenfoto. Nirgends sind weitere Spuren, als es abwärts geht, kämpfen wir uns die Wiese runter durch den hohen Schnee. Jetzt durch den Wald, an den Bunkern vorbei, bis hierher hat es einer geschafft. Gegen 16 30 h erreichen wir die Scheltenpasshöhe, weiter auf schneefreier Strasse Richtung Restaurant Erzberg. Und siehe da: Die Beiz hat doch tatsächlich offen und zwar deshalb, weil die Fasnacht dieses Jahr so früh war, wie ich später höre. Normalerweise ist der Erzberg ja den ganzen Februar durch geschlossen. Nichts wie rein, man braucht nicht mehr auf den Sonnenuntergang zu warten. Wohlig die Wärme in der gemütlichen Stube, die Familie sitzt am Küchentisch. Wir sind die einzigen Gäste weit und breit. Nun eine Runde Kafi Christine, wie jedes Mal. Nadja schüttet ihren Kafi bald einmal auf das Tischtuch, ein Grund, eine weitere Runde zu bestellen. Dazwischen ein Mohrenkopf vom Richterich, es sind einfach die besten im Land. Es tut gut, dass wir uns hier aufwärmen können. Viel zu schnell geht die Zeit vorbei, nach 50 Minuten brechen wir auf. Weiterhin spurt unsere Gruppe im neuen Schnee, es geht langsam aufwärts zur Hohen Winde. Der Wind nimmt nun stetig zu, wir brauchen lange, über 30 Minuten, bis zur Skihütte. Der Antennenmast ist umgeknickt und völlig am Arsch. Weiter dem Gipfel zu, der Sturm dreht auf. Wir torkeln zum höchsten Punkt, es windet nun voll extrem, so wie auf der Suurchrutt - Tour im Jahre 1995, nein, noch stärker. Es ist nicht zu glauben. Beim Signal oben filme ich einen kleinen Videoclip, um die Stärke des Sturms aufzunehmen. In diesem Moment reisst mir eine Böe die Groupie - Mütze vom Kopf, Kilian rennt hinterher, kann sie gerade noch einfangen, bevor dieser Orkan voll aufdreht. Nun wird es wirklich extrem, das ist das schlimmste Wetter bisher, einfach unglaublich. Es wird eine Windstärke von etwa 100 - 150 Stundenkilometern sein, also bald in Lothar - Nähe. Es hält uns nicht auf dem Dreieck, am höchsten Punkt. Nun ist es noch hell, wir haben Weitsicht bis nach Basel, doch der Schnee peitscht erbarmungslos über den Gipfel der Hohen Winde hier auf 1204 m. ü. M. Manche von uns werden mehrere Meter mitgerissen und können sich dann mit einem Sprung in den Schnee stoppen. Nichts wie weg von hier, runter zum Stall, der beste Schutz hier oben. Ab in den schützenden Raum, etwas ausruhen. Das war ein Kampf, muss man erlebt haben. Tommy spendiert seinen Gipfelwein, einen Souriex 2000 von der Weintour Lavaux 2001. Die Stirnlampen werden eingestellt, der Schnee liegt hier im Stall drinnen bis ans andere Ende des Gebäudes, solche Verwehungen herrschen hier. Zeit nun zum verweilen, es dunkelt jetzt ein. 90 Minuten Abstieg liegen noch vor uns. Gegen 18 30 h brechen wir auch hier auf, stapfen als erste durch den hohen Schnee. Hier im Wald liegt viel mehr als auf dem ausgesetzten Hangrücken. Wiederum ist neu zu spuren, in den Wald, bald zur Wiese und weiter zu den Gittermasten. Dann über das Zickzack - Wägli stetig abwärts. Der Sturm hat hier nachgelassen, mache nun ein paar Fotos beim Abstieg in der Nacht. Es leuchten unsere Stirn- und Taschenlampen, im hohen Schnee raus aus dem Wald. Nun kommt die Stelle, wo man sich so schnell verlaufen kann, also aufgepasst, Leute. Auf dem offenen Gelände, ein Stück vor der Mittleren Rotmatt, peitscht der Orkan von Süden her nochmals voll auf uns herab. Wir hören unsere Stimmen kaum, es ist buchstäblich die Hölle. Es reisst uns fast auseinander, diese Gewalt ist wirklich sagenhaft. Wir müssen schauen, dass wir zusammen bleiben, man wird effektiv herumgeschleudert. Es ist tatsächlich fast wie im Film "Twister", die Natur spielt jetzt völlig verrückt. Weiter in den Wald, hier gibt es Schutz, dann erreichen wir die Mittlere Rotmatt. Endlich wird es ruhiger. Mann, war das extrem für Verhältnisse auf den Jurahöhen. Zu diesem Zeitpunkt gab es in den Alpen sogar Gewitter mit Blitz und Donner, wie man später hört. Das ist nun wirklich sehr selten, mitten im Winter. Ein letztes Stück liegt noch vor uns, der Sturm legt sich endlich, es geht uns gut. Abstieg im Wald über die Aufstiegsroute von heute Morgen, bald einmal bei der Schnapskurve. Ein kurzer Halt und sammeln. Wir schauen uns das Video vom Orkan im Display meiner Kamera an, es war wirklich voll extrem. Weiter durch das Bachbett den Weg runter, bald einmal kommen wir auf die Teerstrasse. Nach kurzer Zeit erreichen wir zufrieden und müde im "Bachmättli" unsere Autos. Das war es wieder einmal auf unserer Suurchrutt - Tour, dieses Jahr ohne Sonne und Alpensicht, dafür alles andere wie gehabt und gewohnt und vor allem ein heftiges Zeichen der Natur mit diesem Orkan, der uns zeigt, wie zerbrechlich und klein wir Menschen eigentlich sind. Einmal mehr ist die Tour voll erfüllt mit einer kleinen, gemütlichen Gruppe. In einem Monat zieht schon der Frühling ins Land. Zuhause kommen noch kurz Kilian und Nadja zu Besuch, mal schauen, wie es unserer kleinen Bianca und Iris geht. Nun bin ich seit 5 Wochen Vater, und es ist schön, nach Hause zurück zu kehren.


Neue Alpengroupie - T - Shirts und Pullis:

Vor einer Woche sind 23 Alpengroupie - T - Shirts und Pullis eingetroffen, nun lassen wir die bestellten raus. Die Groupie - Kasse kauft noch 5 Stück dazu als Reserve. Dies ist schon die 6. Bestellung seit 1991, 165 T-Shirts und Pullis wurden seither schon verkauft.

Am 30. Juli 1991 = 30 T - Shirts
Am 11. Mai 1992 = 26 T - Shirts und die 1. Fahne
Am 28. Februar 1995 = 29 T - Shirts und Pullis
Am 5. Juli 1996 = 27 T - Shirts und Pullis
Im November 1997 die 2. Fahne
Am 11. Juni 1999 = 30 T - Shirts und Pullis

 

Klettern Egerkinger Platte

Karsamstag, 30. März 2002 *

Übung macht den Meister!

 

Heute sind mit dabei: Markus, Patrizia, Dominik, Tina, Michel, Didier, Marcel Angehrn ( vom Canyoning Massa, Juni 2001 ) und erstmals seine Freundin Nicole Haller, Christoph, Grace, Fionna, Stephany, erstmals die Japanerin Rie Imasato aus Tokio, ( Freundin von Grace ), Kilian und ich. Es wird ein strahlendes Osterweekend, hiess es, vor allem gestern am Karfreitag, doch die Meteorologen haben uns verarscht am heutigen Karsamstag, der Himmel ist bewölkt, von Italien bis nach Norddeutschland hoch. Deshalb herrschen nur etwa 11° C. statt 17° C. wie angekündigt. Machen wir nun das Beste daraus am heutigen Klettertag. Zuerst hole ich Didier, meinen Göttibueb, in Breitenbach ab. Um 08 30 h treffen wir uns vor der EPA in Erschwil, Fahrt über den Passwang nach Egerkingen in 40 Minuten. Christoph fährt voraus, deswegen befinden wir uns plötzlich auf der Autobahn. Macht nichts, von hier aus hat man eine gute Sicht auf die Platte. Als wir vor der Wand unsere Autos parkieren, suchen wir zuerst alle mal kräftig Holz, bald brennt ein schönes, warmes Feuer. Dann beginnt der Klettertag mit Knotenlehre für alle, besonders die 6 Kinder haben Spass deswegen. Wir üben den VP / Halbmastwurf, den gesteckten Achterknoten und den Führerknoten, verteilen Reepschnüre. Dann werden die Gschtältli angezogen, zum Glück konnte ich wieder einmal 5 Stück auslehnen von Jackie und Giusi, besten Dank. Wir bewegen uns zum Platz vorne rechts an der Wand, wo wir zwei Routen benützen werden. Richtiges Kinderbergsteigen, es macht Spass, obwohl es noch kühl ist. Alle hängen sich mal ins Seil, die Kinder, dann auch Rie aus Japan mit einer Heidenangst, Stephany, die, ganz oben angekommen, anfängt zu weinen und auch Marcel und zum ersten Mal Nicole Haller, ( war an der Miss Schweiz - Wahl vor 4 Jahren mit dabei. ) Die Zeit verrinnt, es ist wirklich schöner Fels hier zum üben. Währenddessen rauscht plötzlich, für uns alle ungewohnt, ein Nokia - Natel 20 Meter die Wand herunter und schlägt unten auf. Es gehört Christoph, scheinbar funktioniert es noch. Das kommt ins Buch, wie ich schon sagte. Wir haben es hier lustig, sind voll im Einsatz und machen ein paar gute Fotos. Die Sonne will sich nicht mehr zeigen. Gegen Mittag kehren wir zum Feuer zurück. Es hat eine schöne Glut und es wird alles Mögliche gebraten. Didier und ich haben Würste, Brot und Chips dabei. Christoph und Kilian sind in der Nähe der Feuerstelle am klettern in einer schönen Route, Kilian macht den Vorstieg, hat viel gelernt diesen Winter in der Kletterhalle. Solche Jungs braucht das Land. Dann geniessen wir alle die Siesta und das Mittagessen, grillieren am grossen Feuer. Nach dem Essen, gegen 13 00 h, wollen wir uns an die Wand wagen. Markus, Didier und ich bilden ein Dreier - Team. Wir möchten mal die halbe Wand durchklettern mit Didier und dann wahrscheinlich wieder abseilen. Am Wandfuss sichert mich Markus, ich mache den Vorstieg. Als die erste Seillänge verbraucht ist und ich Stand habe, kommt Markus nach. Habe heute meine Scarpa - Schalenschuhe ( Bochlä ) anbehalten, um mehr Schwierigkeiten zu haben. Ist ein gutes Training. Meine Kletterfinken bleiben beim Depot unten. Nun nimmt Markus Didier nach, der Junge hat von mir Finken und klettert wie früher im Pelzli recht gut für sein Alter. Jetzt weiter in die zweite Seillänge, die Platte ist durchzogen mit schönen Rissen und Bändern, alle 10 Meter kommt ein Haken. Wir wählten die blaue Route. Der zweite Stand, Markus und Didier kommen schnell voran, ein paar Fotos, Tiefblicke, immer wieder Seil nachholen, sichern, Expressschlingen im Vorstieg einhängen. Die Kumpels versuchen sich an Kili's Route, Marcel und Christoph, Nicole schaut zu, die Kinder spielen, die Frauen tratschen. Vor mir nun ein Aufschwung, eine Kante von 1.50 m Höhe, darunter eine Sicherung. Wir sehen ins Mittelland hinein, trotz diesem Dunst. Jetzt über diese Kante, ächzend hoch, ich finde immer weniger Tritte mit den Schalenschuhen, eine heisse Stelle. Neben uns zwei weitere Kletterteams, der eine im Vorstieg staunt wegen meinen Scarpa. Schon ist über 1 Stunde vorbei, die dritte Seillänge kommt. Danach möchte Markus den weiteren Vorstieg übernehmen, alleweil darf er das. Er klettert voraus, in der Mitte ich und zuletzt Didier, der sich heraufkämpft. Es geht gut, sagt er. Längst haben wir die Hälfte hinter uns, es gibt kein zurück, kein abseilen mehr. Das Ziel ist schon nah, die vierte Länge, der Wald steht über uns. Einhängen, sichern, warten und den Moment geniessen. Schon läuft Markus die Wand hoch, dann nehme ich wiederum die Expressschlingen aus den Haken, Didier kommt langsam nach. Er kann sich nicht mehr lange halten, wird müde in den Armen und Beinen. Einfach hinsitzen, sage ich zu ihm und ausruhen. Dann geht's weiter bergwärts in der fünften Seillänge, die anderen Teams sind schon oben. Nach 1 Stunde, 45 Minuten und 5 Seillängen später steigt Markus oben aus in den Wald, rechts von uns rauscht der Bach die Platte hinab. wir schätzen die Wand auf etwa 150 Höhenmeter oder etwas mehr. Ich hinten nach, Didier noch und dann haben wir es geschafft: Wir haben die Egerkinger Platte wieder mal bezwungen, gratulieren einander, es war eine super Leistung für Didier, er ist sehr stolz. Zum Schluss gibt's noch ein Erinnerungsfoto vom "Gipfel" mit uns dreien. Cheese! Geschafft! Nun ein Stück hoch, das Seil aufnehmen und durch den Wald, wo seltsame Büsche wachsen, links der Platte wieder hinunter in 12 Minuten. Bei der Gruppe angelangt, gibt's erst mal einen Schluck Cola, wir sind durstig, ausgetrocknet. Die Kumpels sind auch schon weiter oben, Marcel steht bei Kilian im unteren Teil, kommt dann zurück. Christoph und Kilian durchsteigen die Platte zu zweit, kommen schnell voran. Nun mal ans Feuer sitzen, die Kids spielen am Bach. Einen Schluck Rotwein mit Freunden. Marcel und Nicole bedanken sich und packen zusammen für die Heimfahrt. Mit Rie kann man gut englisch und deutsch sprechen, sie fliegt in einer Woche zurück nach Japan und kommt im Sommer wieder. Wie ich höre, zur Hochzeit von Christoph und Grace. Die beiden heiraten am 20. Juli in Büsserach und die Alpengroupies werden dort natürlich spannen. Auf unserer Homepage ist schon ein Eintrag deswegen. Die Gebrüder Wehrli befinden sich schon weit oben links in der Platte. Nach einer Weile macht sich auch Familie Häner zu fünft auf den Heimweg, sie haben noch einen Termin beim Pfarrer. Eine halbe Stunde später sind wir noch 8 Leute, Christoph und Kilian sind zurück. Es war trotz des kühlen Wetters ein toller Klettertag. Kilian spendiert einen Apéro aus Neuchatel, einen Weissen naturtrüb, also ein "sans filtre." Etwas spezielles, kann man da nur sagen. Beim fachsimpeln und quatschen geht die Zeit vorbei. Nach 18 00 h packen auch wir zusammen und fahren gemeinsam ins Schwarzbubenland zurück. Bei uns in Erschwil besuchen wir noch Iris und Baby Bianca, bevor wir den Wein von der MUBA 2002 - Bestellung für Wehrli`s in die Autos laden. In 5 Wochen ist die nächste Alpengroupie - Tour, so richtig im Frühling. Dann begeben wir uns auf die Spuren der Dinosaurier bei Moutier und geniessen wandern, klettern, Pflanzenkunde mit Mex Spaar und vieles mehr.


Bergsport-Treffpunkt R. Wellig schrieb am 08.06.2002 :
Hallo Georg ! Die Alpengroupies Homepage ist einfach super! Man könnte sich Tag und Nacht darin verweilen. Mit bergigen Grüssen Raphael Wellig.

Stephan Tüscher schrieb am 13.04.2002 :
Bi dr Kolleg usem Bärgspport Träff vom Raffi! Wi geits de Alpengroupies? I muess säge, äs isch ä super Site, wo euch darsteut!!!!!! Auso bis im Sept. ä bergkameradschaftliche Gruess Stef

Schwyzer Rolli + Maggie schrieb am 08.04.2002 :
Hallo Wir haben in Eurer Homepage herumgeschnäugget. Diese ist originell. Gratulation. Wir werden Eure Vorhaben weiterhin mitverfolgen. Good luck aus der beinahe Nachbarschaft. Rolli + Maggie mit Kids

Didier schrieb am 01.04.2002 :
Hallo zusammen Das Klettern an der Egerkinger Platte hat mir super gefallen. Nur schade, dass es kein sonniger Tag war. Macht nichts, die Egerkinger Platte habe ich auf jeden Fall geschtürmt! Bis bald Didier Borer


Jurassic Path Moutier *

15. Juni 2002

Endlich ist es Sommer! Diesmal sind mit dabei: Christoph, Grace, Fionna, Stephany, Toni, Dieter und Nadja, erstmals auf einer Tour mit dabei sind Bruno und Annemarie Sutter aus Pratteln, als Leiter der Tour Mex Spaar, seit 13 Monaten wieder erstmals dabei ist Iris und dann noch ich. Dies ist die 110. Alpengroupie - Tour gemäss Programm. Um 08 30 h treffen wir uns alle am Bahnhof Laufen. Am 1. Mai waren Mex und ich schon auf der Dino - Platte gewesen, im Regen. Nun haben wir diese Tour um rund 6 Wochen verschoben und man darf sagen, es hat sich gelohnt. Schon fährt der Regionalzug ein mit Bruno und Annemarie an Bord. Um 08 44 h fährt danach unser Schnellzug ab. Nach 09 15 h erreichen wir Moutier. Von weitem erkennt man den Aréte speciale - Grat. Wir sammeln uns am Bahnhof und marschieren an der ziemlich gefährlichen Strasse entlang Richtung Delémont. Nun am Aréte speciale vorbei, alte Erinnerungen kommen bei mir, Iris, Christoph und Dieter hoch. Nach 25 Minuten erreichen wir rechts der Strasse einen kleinen Parkplatz, wo die eigentliche Tour beginnt. Nun ein Stück den Waldweg steil hinauf, nach rechts zieht sich bald der Wanderweg zum Mont Raimeux hoch, auf welchem sich Gruppe 2 nachher bewegt. Schon sind wir an der grossen, schrägen Dino - Platte angelangt. Hier zieht sich Gruppe 1, die Kletterer, das Gschtältli über. Im oberen Teil der Wand kleben 2 andere Kletterer. Prompt lösen sie zweimal

Viele Informationen von Mex über Pflanzen und die Dinosaurier inm Jura.

Steinschlag aus, wir gehen sofort in Deckung. Mit den Augen suchen wir in der Platte nach Tritten, machen schon einige aus, auch auf der rechten Seite. Dann bewegen wir uns aufwärts in einem kleinen Weg, der zum Riss wird, auch die Kinder Fionna und Stephany kommen mit. Mex beginnt zu erzählen über die Geschichte der Dinosaurier, der Faltung des Juras, um dann die Tritte näher zu begutachten. Wir finden hier sicher 20 Abdrücke, teils recht tiefe, teils nicht so ausgeprägt. In einen grossen, besonders schönen Tritt setzt sich Iris geradewegs hinein. Es ist schon sehr speziell hier. Mein Rucksack findet problemlos in einem Tritt über mir Platz. Auf der rechten Seite suchen wir weiter. Iris und Nadja klettern schon auf dem Normalweg links gegen den Grat. Wir kommen von rechts nach. Gruppe 2 mit Bruno, Annemarie, Grace, Fionna und Stephany wechseln auf den Wanderweg und sind weg, in 1 ½ Stunden wollen wir uns per Natel wieder melden. Wir sind nun 7 Kletterer und beginnen die Tour am Anfang des Grates. Es ist ein herrlicher Fels, Kalk wie im Pelzli, man hat sehr gute Tritte und Griffe. Etwas weiter oben informiert uns Mex über die Pflanzenwelt, diverse Sträucher, den Aufbau der Felsen und der Hügel hier im Jura. Er blendet zurück um 150 000 000 Jahre, als die Dinosaurier hier lebten, das Jurameer existierte und diese Platte ebener Boden war. Es handelt sich um die grossen Dinosaurier mit den langen Hälsen, alles Pflanzenfresser, wie man auch in Filmen sieht. Ein paar Steine poltern weiter oben und schon sehe ich 2 Gämsen, die mich anstarren und sich schnell aus dem Staub machen. Man staunt immer wieder, schon das zweite Mal sehen wir welche. Nun klettern wir weiter, 600 - 700 Höhenmeter liegen noch vor uns, wir brauchen ungefähr 2 ½ - 3 Stunden. Nach wenigen Metern in einer Rinne kriecht neben meiner linken Hand eine Schlange über den weissen Kalk, ich erschrecke kurz. Es muss eine Juraviper sein, ca. 80 cm. lang, gelb - braun. Der Kopf verschwindet schon in einer Nische, als ich ein Foto machen kann. Schnell hat sie sich versteckt. Was wir heute so alles antreffen. Und da sind noch die Felsprimel, die vor 6 Wochen noch in voller Blüte standen. Bald kommt die erste Abseilstelle, einer nach dem anderen geht langsam runter, gesichert von oben mit Halbmastwurf / VP oder auch mit dem Abseilachter. Weiter umlaufen wir Blöcke, um wieder auf den Grat zu gelangen. Hier essen wir kurz ein Znüni. Auf der anderen Seite des Waldes sehen wir eine kahle Stelle im Wald, wo vor Jahren ein Militärjet abgestürzt ist. Jetzt folgt die zweite Abseilstelle, Iris und Nadja haben leicht Respekt, weil sie schon so lange nicht mehr geklettert sind. Christoph sichert Dieter, Nadja und Toni. Hier knipse ich auch tolle Bilder. Es ist 11 45 h und wir wollen uns per Natel bei der Gruppe 1 melden, doch hier oben gibt's keinen Empfang. Später ruft mich Bruno an, sie sind noch mitten im Wald, wandern dann nach links auf den Grat zu. Wir sind noch weit voneinander entfernt. Wichtig ist, dass wir uns in der nächsten Stunde wieder treffen. Nun ein kurzer Halt, wir wollen uns den nächsten Felsen anschauen, der mit Eisenstiften gesichert ist, ich klettere mal hoch wie schon am 1. Mai, es ist wie ein kleiner Klettersteig. Doch hier gehen wir nicht mehr rüber, wer möchte, kann nun raufklettern. Niemand will, der Durst ist stärker im Moment. Nun retour zu den Rucksäcken, links hinab in den grünen, herrlich kühlen Wald. Pause, ausruhen, ich spendiere hier einen kalten Apéro. Nun geht's wieder besser, doch der Wein fährt schnell in die Beine. Kurz danach erreichen wir die 3 Gedenktafeln, von abgestürzten Kletterern aus den Sechziger Jahren. Die Luft heizt sich auf, es wird immer wärmer. Das Gelände wird steiler und Bruno hat nochmals zweimal angerufen, auch Grace. Vor uns ein weiterer Grataufschwung, Mex meint, es ist noch ein Kilometer bis zum Ziel, zu dieser Wiese. Iris hat keine Kondition mehr durch die ganze Schwangerschaft, aber nicht nur sie leidet. Die ersten Flüche fallen, Frust und Hitze. Erste Blasen machen sich zusätzlich noch bemerkbar. Wir hoffen langsam alle auf das Ziel, die Grillstelle oder die SAC - Hütte. Mex joggt in einer unglaublichen Geschwindigkeit voran über den Berg und trifft schon auf Gruppe 2, wie das Natel soeben meldet. Nochmals in einen Aufschwung, über Wurzeln, Steine, einen Wald steil hoch, dann wird es langsam ebener. Es kann nicht mehr weit sein. Alle haben nun Hunger, Durst und Hitzestau. Es herrschen schon lange 30 °C. Plötzlich ist Mex wieder da und schon hört man die Kinder rufen. Nach einer Weile treffen wir auf Gruppe 1, Bruno hat schon ein Feuer entfacht, die Wiese liegt vor uns. Es ist 13 30 h, wir sind eigentlich nur 45 Minuten über der Zeitplanung. Die Groupiegruppe ist nun wieder vollkommen. Absitzen, relaxen, T - Shirts auf den Tannenästen in der Sonne trocknen, und Würste braten ist nun angesagt. Gruppe 1 ist auch erst seit 20 Minuten hier. Der Rucksack von Toni beherbergt auch eine flüssige Weintraube, noch sinnlos kalt, einen Chasselas, Souriex 2000 von Maurice Demierre. Wir geniessen den Moment, das Nichtstun, nach 45 Minuten löschen wir das Feuer und wandern gestärkt durch die grüne Juralandschaft in 15 Minuten zur SAC - Hütte. Hier in der heimeligen Stube freuen wir uns auf 3 Liter kältestes Mineralwasser. Mex spendiert danach 2 Flaschen Weisswein, herzlichen Dank! Nochmals sind wir einfach auf der Suche nach Kühle und Schatten. Um 14 45 h verlassen wir das Hüttenwartpaar und wandern ins Tal nach Moutier zurück. Der Wegweiser zeigt 1 ½ Stunden bis zum Bahnhof an, sollte kein Problem sein. Fionna trägt ein Stück weit die Alpengroupie - Fahne. Durch Ferienhäuschen und Kuhweiden hindurch geht es stetig bergab, dann weiter durch den Wald auf schönem Weg. Hier zieht sich der Berglauf hoch, meint Mex. Iris ist auch wieder sehr happy, die Kinder laufen super gut mit. Gemütliches Gequatsche während des Abstiegs, später im Zickzack steil den Wald hinab. Es sind auch hier wiederum etliche Höhenmeter. Der nächste Wegweiser zeigt noch 15 Minuten an, schnell sind wir in der Zivilisation zurück, im Stadtgebiet, am Bahnhof. Die ganze Gruppe erfrischt sich an einem kühlen Brunnen, ehe es zum Bahnhof geht. In 20 Minuten schon fährt unser Zug. Der faule Jurassier - Wirt will anscheinend kein Geld verdienen, er sagt nur: Mon Dieu! Die Kids bekommen ein Eis und wir alten Knackis laben uns an kühlen Bierstangen und Kübeln. Zeit, um für ein schönes Gruppenfoto zu posieren. Dieter kann sich fast nicht entscheiden, ob er nun eine Stange oder einen Kübel will. Er hat auch noch warmen Weisswein im Rucksack, den eigentlich niemand mehr trinken will. Toni bezahlt einmal mehr die ganze Runde Bier, merci. In diesem Moment gibt's einen kleinen Platzregen der schwächeren Art, der Teer fängt an zu stinken und wir geniessen es richtig, uns mit dem kühlen Nass berieseln zu lassen. 3 Digitalkameras waren heute mit auf der Tour dabei, das gabs noch nie. Zum Abschluss gibt es noch ein Gelächter, weil Didi seinen warmen Weissen aus der kühlen Glacebox zieht, den er dort versteckt hat, und die vereinsamt ohne Verkäufer vor dem Expressbuffet steht. Schon besteigen wir den Zug, haben es lustig und erreichen um 17 15 h den Bahnhof Laufen. Ich glaube, auch Annemarie und Bruno hat es heute mit uns toll gefallen. Und es wurde auch Zeit für ein Lauftraining, die Suurchrutt - Tour ist schon lange her. In einem Monat spannen wir Alpengroupies bereits an der Hochzeit von Christoph und Grace. Schon endet auch diese Tour und alle gehen wieder ihres Weges. Nochmals herzlichen Dank für die interessanten Schilderungen von Mex über die Pflanzenwelt und die frühgeschichtliche Zeit der Erde, eben der Zeit der Dinosaurier vor über 150 000 000 Jahren. That`s the Way: THE JURASSIC PATH MOUTIER!

 

 

Klettersteig Jägihorn 3206 m. ü. M. *

Weissmieshütten / Saas Grund

29. / 30. Juni 2002 Leitung:

Raphael Wellig

Diesmal sind mit dabei: Toni, Paul ( Horror ) filmt die Tour, Eric, ich, ab Bern unser Tourenleiter und Wettkönig Raphael Wellig und erstmals Franziska Aebischer aus Münsingen, sie ist eine Sportkletterin und steigt ebenfalls in Bern zu. Einige Groupie - Kletterer fehlen, Kilian und Nadja sind im Moment in Kanada, schade, dass auch gewisse andere Kumpels dieses Highlight verpassen müssen. Sowas kann sich aus diversen Gründen fast nicht mehr wiederholen. Zu sechst werden wir aber auch schneller vorankommen im Fels. Paul klettert zum ersten Mal im alpinen Gelände und hat seine Digital - Videokamera dabei, das ergibt dann den diesjährigen Groupie - Film. Auf uns wartet nun der Panorama - Klettersteig der Superlative, der höchste in den ganzen Westalpen. Das Wetter meldet schön und warm im Wallis. Entgegen dem Programm starteten wir 1 Stunde später als geplant und treffen uns am Bahnhof Laufen. Als Paul mich vorhin daheim abholte, zerschellte sein Gipfelwein auf meinen Stellriemen und es ward darum geschehen. Um 08 44 h fährt der Zug, Eric, Toni, Paul und ich fahren nach Bern. Um 10 15 h treffen wir auf dem Perron beim Gleis 5 auf Franziska, kurz darauf ist Raphael auch da. Nun sind wir komplett für diese Tour aufs Jägihorn. Sofort verteilt Raphael 5 Testuhren von der Firma Suunto, zum ausprobieren für 2 Tage, eine super Sache. Auf der Fahrt ins Wallis spendiere ich alsbald einen eiskalten Calamin 2001, alle haben Becher dabei, für Franziska und Raphael gibt's 2 Goldene. Um 12 00 h treffen wir in Brig ein, weiter in 45 Minuten mit dem Postauto nach Saas Grund. Es ist heiss im Wallis, gegen 28 ° C. Bald erreichen wir die Talstation der Luftseilbahn nach Hohsaas, lösen ein Ticket für alle bis zur Mittelstation nach Kreuzboden ( 2397 m. ü. M. ) Hier oben auf der Gartenterrasse lassen wir die Seele baumeln, die Probleme des Alltags sind vergessen, es ist ja erst früher Nachmittag. Nun ein Mittagessen in der Sonne mit tollem Panorama, man hat es einfach gut zusammen. Paul beginnt hier seinen Videofilm. Nach 1 ½ Stunden weiter nach Hohsaas auf 3100 m. ü. M., wo wir einen Crash - Geographiekurs auf die umliegende Bergwelt der 18 Saaser Viertausender von Raphael eindrücklich geniessen dürfen. Ueber uns glänzt das herrliche Weissmies, links davon Lagginhorn und Fletschhorn. Im Süden ganz links die Monte Rosa - Gruppe mit der Signalkuppe ( Capanna Margherita ), die Zumsteinspitze, Dufourspitze, Nordend, weiter rechts Strahlhorn, Fluchthorn, Egginer, Allalinhorn, Rimpfischhorn, Feechopf, Alphubel, die Mischabelgruppe mit Täschhorn, Dom, Lenzspitze, Nadelhorn, Stecknadelhorn, Hohberghorn bis zum Dürrenhorn. Eine fantastische Aussicht. Danach wandern wir gemütlich in einer Stunde über Schneefelder, Geröll und Moränen hinunter zu den Weissmieshütten auf 2720 m. ü. M.

Glücklich auf dem höchsten Punkt des Klettersteiges Jägihorn.

Hier entwickelten Raphael und ich die Idee, den Klettersteig zu begehen, das war im Juli letzten Jahres nach der Besteigung des Lagginhorns. 1993 war ich zum ersten Mal hier, als wir die Groupie -Tour auf das Weissmies durchzogen. Es ist nun bald 18 00 h, Zimmerbezug in der schönen Hütte, die 1989 / 1990 umgebaut wurde. Es ist sagenhaft, wir 6 haben ein Zimmer mit 14 Plätzen ganz für uns alleine, es hat wenig Leute hier oben, denn die Saison fängt gerade erst an. Jetzt machen wir es uns auf der Mauer bequem vor der alten Hütte, hocken in der Sonne und warten auf das Abendessen. Gegen 19 00 h gibt es Suppe, Teigwaren und Gulasch auf den Tisch, ein gutes Essen, danach aber geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen wieder auf der Mauer. Um 20 30 h geht die Sonne neben dem Jägihorn unter, die Saaser Viertausender strahlen zu uns herüber. Gediegen sitzen wir in der Beiz und geniessen den Hüttenabend, der Rotwein, ein Goron, schmeckt uns. Es gibt viel zu erzählen, auch der morgige Final der Fussballweltmeisterschaft 2002. Paul`s Erzählungen über sein Leben, die Videokamera, die zu Boden ging. Raphael kennt überall Bergsteiger, schon am Tag kommt er viel ins Gespräch mit Kindern, Senioren, Alpinisten, es ist unglaublich, diese Vielfalt. Und er verbreitet alleweil Stimmung und Gelächter. Unten im Tal leuchtet das Gletscherdorf Saas Fee. Später machen wir ein Spiel mit dem Würfelbecher ( von Enno und Regina ) der Groupies, der schon auf vielen Hütten seit 1994 dabei war. Paul macht den ersten und einzigen Sechshunderter, aber Eric gewinnt. Nun haben wir Schwarzbuben Franziska auch etwas besser kennen gelernt. Ich kaufe mir eine Postkarte für meine Eltern und das Panorama von den Weissmieshütten. Schnell vergeht die Zeit, um 22 30 h verabschieden wir uns als letzte ins Massenlager, ich stelle den Natelwecker auf 04 30 h. Schnell kann ich heute Nacht einschlafen, vom schnarchen merke ich nichts. Der Morgen beginnt rassig, draussen leuchten Sterne. Das Natel klingelt und schon mache ich Licht, die Hüttenwartin braucht uns nicht mehr zu wecken. Die meisten anderen Bergsteiger, die zum Weissmies oder Lagginhorn hoch wollen, sind schon weg, es hat ein neuer Tag begonnen. Bald trifft man sich beim Frühstückstisch. Heute kann auch ich etwas mehr essen als sonst. In der Lenzspitze - Nordwand macht Raphael 10 Alpinisten aus, bald erreichen sie schon das Sonnenlicht. Für uns normale Bergsteiger ist so was voll extrem. Nun den Rucksack packen, das Zimmer aufräumen und bald schon geht es los. Um 06 00 h marschieren wir bei der Weissmieshütte ab. Die Mischabelgruppe strahlt in der Morgensonne, als wir hinter der Hütte zum Bach gelangen. Die Steine und Brocken im Bachbett sind mit einer Eisschicht überzogen. Es ist recht heikel, hier rüber zu kommen. Dann verläuft der Weg die riesige Moräne hinauf. Ich nehme Paul die Digitalkamera ab, der Rest der Gruppe steht schon vor dem Jägihorn. Nach 45 Minuten erreichen wir den Klettersteig. Dieser neue Panorama - Klettersteig auf das Jägihorn bietet Klettersteiggenuss pur in herrlichem Fels: Gegen 1000 Meter Stahlseil, 400 Haken, Tritte, Griffe, 5 Leitern, er ist absolut genial. Das erste Stahlseil hängt vor uns, der Einstieg. Raphael führt und die Tour beginnt, ich fange an zu filmen. Jeder benützt 2 Bandschlingen oder 2 Reepschnüre und hängt sie mit 2 Express ein. Immer bei einem Eisenpfosten hängt man um, das Click - Click begleitet uns den ganzen Morgen. Schnell wird es steil am Berg, die Informationstafel hängt an der Wand. Schön sanft fängt die Route an, dann kommen bald die ersten Tritte und Eisenstifte, gut verteilt und an jeder heiklen Stelle zu finden. Es ist feinste Kletterei in herrlichem Gneis, ein Hochgenuss, das zu erleben, hier zu sein. Raphael kommt zur ersten Leiter, es ist bald acht Uhr, die Sonne holt uns ein. Die Temperatur ist perfekt, wir klettern und haben keinen Stress, denn nur wir sind hier. Links steht ein Steinbock auf der Wiese, rote, violette und gelbe Bergblumen leuchten am Berg. Zwischendurch warten wir auf die anderen, Paul und Franziska erreichen die erste Leiter, die Tiefblicke sind gewaltig. Nun klettern wir alle voll in der Sonne, dann kommt die zweite Leiter, Raphael verschwindet über mir im herrlichen Blau des Himmels, lässt zwischendurch einen Juchzer raus, er filmt mich im Grat nach der ersten Leiter, das gibt tolle Bilder. Nun gehe ich voraus, Raphael schaut zu Paul und filmt weiter. 5 Groupies bewegen sich im einzigen geraden Gelände. Nach der Leiter im 45 Grad - Winkel warte ich oben, trinke etwas, ziehe den Pulli aus. Es wird warm, Zeit zum relaxen und um die Natur zu bestaunen. Um die Ecke mache ich mein Depot, warte auf die Groupies. Einer nach dem anderen kommt dann die Leiter hoch, es gibt lustige Fotos. Paul, leicht am Anschlag, aber zufrieden, kommt als letzter. Die Videokamera ist voll im Einsatz. Ich muss sagen, dass ich fitter bin als eigentlich angenommen, mir geht es sehr gut. Alle geniessen die herrliche Kletterei. Hier oben bin ich eigentlich auf dem Vorgipfel, als alle da sind, steigen wir ab in die Lücke über die dritte Leiter. Hier kommt eine heikle Stelle, der Felsgrat ist sehr dünn und spitz, Franziska ist es hier nicht besonders wohl, doch das Stahlseil ist allgegenwärtig. 20 Minuten später stehen wir im Sattel am tiefsten Punkt und machen eine Znünipause. Es ist jetzt bereits 10 15 h, die Zeit vergeht extrem schnell. Das ist immer so, wenn etwas besonders Spass macht. Vor uns steht das Jägihorn, steil wie ein kleines Matterhorn. Der Schlussgang ist sehr gut zu erkennen anhand des Stahlseiles, wir freuen uns sehr darauf. Raphael führt wieder nach der Pause, wir melden einander, wenn irgendwo in der Route lose Steine herumliegen. Über mir ein luftiger Grat, mitten auf der Kante sind eng aneinander Tritteisen im Berg verankert, wie eine Leiter in den Himmel, es ist ein Traum, hier hoch zu gehen. Daneben grüsst ein Busch violetter Bergblumen. Noch weitere heisse Stellen gilt es zu meistern, luftig und herrlich, im zickzack weiter hoch, wieder ein Freudesschrei von oben. Hier wird das filmen langsam schwierig. Eric kommt jetzt zu den Eisentritten, dann Paul, Toni, Franziska. Es ist ein wahres Abenteuer, und wir sind noch immer die einzigen hier oben am Berg. Raphael steht 30 Meter vor dem Gipfelkreuz, bald ist der super Klettertrip auch schon vorbei. Noch ein kurzes Stück hoch, noch ein paar Mal die Expressschlingen ein - und aushängen, dann erreiche ich den langgezogenen, ebenen Gipfel des Jägihorns. Das erste, was ich oben sehe, ist das wuchtige, hölzerne Gipfelkreuz, dahinter glänzt im Tal unten Saas Fee und rechts vom Kreuz schaut der Dom aus den Wolken. Wir stehen auf 3206 m. ü. M. und brauchten für diesen Aufstieg genau 5 Stunden. 4 Stunden sind angegeben, der Rest ist die Zeit für die Filmerei und die Pausen. Um genau 11 00 h gratuliert mir Raphael auf dem Gipfel, der Rest kommt bald nach. Das Gipfelbuch in der Eisenbox wurde von Raphael schon ausgefüllt, nun werden bei Fränzi Küsschen verteilt, gratuliert, fotografiert und gefilmt. Es war ein tolles Abenteuer mit einer super Truppe. Danke, Raphael, für die sehr gute Leitung am höchsten Klettersteig der Westalpen. Die Groupiefahne wird nun gehisst und beim Kreuz eingesteckt. Jetzt öffne ich das kleine Dreiachteli Gipfelwein, einen Souriex 2000 von Maurice Demierre, wir stossen mit den Zinnbechern auf diesen fantastischen Tag an. Zwei weitere Bergsteiger haben sich nun auf dem Gipfel eingefunden, nach einer Runde kurzer Interviews für den Film machen die beiden ein paar Fotos mit zweimal Canon G2 und dem Apparat von Franziska. Herzlichen Dank. Nun versagen die Batterien der Videokamera das erste Mal. Um 11 30 h steigen wir durch Geröll auf dem Bergweg ab, Paul sucht hier den Weg. Man kann ja keine Teerstrasse erwarten. Der Wegweiser gibt 2 Stunden an bis nach Kreuzboden. Nach kurzer Zeit in den Blöcken bessert sich der Pfad, ein Schneefeld noch und schon wird es normal, aber nicht für Paul. Wir warten immer wieder, doch wir sind ja ganz gut in der Zeit. Beim Abstieg treffen wir drei Leute an, es sind Verwandte von Raphael. Als die Frau erfährt, dass diese Tour der erste Berg für Paul ist, meint sie: "Hut ab vor dieser Leistung." Paul sollte sich Tourenhosen und anständige Schuhe zulegen, meint Raphael. Wieder sehen wir zwei Steinböcke, machen alsbald Fotos und schon rennen drei hinter uns durch den Hang. Im gesamten zähle ich 10 Steinböcke, sehr nahe bei uns und ohne Furcht. Ein toller Anblick. Der Abstieg geht in die Knie, aber jetzt gehen wir auf schönem Wanderweg und sind recht schnell unten auf der Ebene. Warten auf Paul, ausruhen, relaxen und nun bringt Raphael noch ein Schlusswort mit auf den Film. Die Luftseilbahn ist nicht mehr weit, Paul hat Mühe, ein letztes Mal den Bach zu überqueren. Genau 2 Stunden vom Gipfel sitzen Eric, Raphael und ich schon in der Gartenbeiz Kreuzboden. Für Paul bestelle ich gleich eine Stange mit. Es ist erst 13 30 h, wir besprechen die Heimreise, als alle da sind und das Abenteuer Jägihorn einen krönenden Abschluss fand. Nachdem der Durst gestillt ist, nehmen wir die Luftseilbahn nach Saas Grund unter die Räder und sind somit ganze 2 Stunden früher im Tal. Das gabs fast noch nie. Es ist jedem recht, auch 2 Stunden früher zu Hause zu sein. Um 14 45 h fährt nach einem Besuch in der Dorfbäckerei unser Bus, in Brig können wir etwas früher den Entlastungszug über den Lötschberg nehmen. Im Zug kommt ein müdes Strahlen nach dem Erlebten zurück, schnell erreichen wir Kandersteg. Im Oberland hängen noch ziemlich Wolken am Doldenhorn herum. In Thun verlässt uns bereits Franziska, in Bern haben wir 20 Minuten Zeit zum umsteigen und verabschieden uns von Raphael. Es war einfach genial, wir freuen uns schon auf die Bilder und den Film. Zu viert, mit einem kühlen Bier, fahren wir im Doppelstöcker der SBB am runden Tisch nach Biel. Soeben erfahren wir, dass Brasilien Weltmeister geworden ist. Bereits um 19 15 h erreichen wir Laufen, wo fast immer die Touren enden. Es war genial und ein mancher hat mit dieser Tour etwas vom schönsten verpasst, was wir klettermässig bisher durchführten. Ein ruhiger Abend mit Iris und Baby Bianca erwartet mich, in 2 Wochen fahren wir schon wieder ins Wallis, um das Strahlhorn zu besteigen. Es war ein geniales Kletterabenteuer und wir befinden uns mitten im UNO - JAHR DER BERGE!!


Der Matterhorn - Lauf in Zermatt / Treffen mit Ulrich Inderbinen

17. / 18. August 2002


An diesem Wochenende gehe ich endlich einmal als Tourist nach Zermatt, um den berühmten Matterhornlauf einmal Live mitzuerleben. Iwan Borer checkt den Ablauf des Wochenendes, bucht das Hotel Antika, einige Erschwiler Läufer sind mit ihren Frauen hier dabei. Nach dem eintreffen habe ich durch Iwan die grosse Ehre, endlich Ulrich Inderbinen kennen zu lernen. Er war schon 1995 mit Inderbinen ( war damals 95 ) auf dem Breithorn. Dann ist es soweit in der Galerie Capricorn: Besuch bei Ulrich Inderbinen in Zermatt!! Ein Mann der Berge !! Der älteste Bergführer der Welt! " Ich bin so alt wie das Jahrhundert!" So heisst sein im Jahr 2000 erschienenes Buch. Am 3. Dezember 2002 wird er 102 Jahre alt. Eine Sensation! Dieses Treffen in diesem Sommer mit ihm beim signieren seines Buches war wie eine Audienz beim Papst! NEIN! Viel schöner!! Das Treffen ist sehr speziell, ich rede ein paar Worte mit ihm, schenke Inderbinen eine Flasche Wein, Iwan hat Mohrenköpfe vom Richterich aus Laufen mit dabei. Iwan zeigt mir auch sein Haus. Ich bin sehr beeindruckt und kaufe ein Buch mit Widmung für meine Eltern Heidy und Leo. Darin steht: "Für Heidy und Leo, Ulrich Inderbinen, Bergführer, Zermatt, 17. August 2002". Am Abend essen wir im Restaurant Chez Heini sehr speziell, der Wirt, Dan Daniell, legt nach dem Essen eine Show hin. Matterhorn! - Der Song. Sein Song. Auch er ist ein ganz spezieller Mensch. Am Sonntag dann der Matterhorn - Lauf Live, auch ein tolles Erlebnis bei bestem Wetter. Was will man eigentlich mehr? Ich gehe nun mit meinen Freunden vom Alpengroupies - Club schon über 15 Jahre in die Berge und sammle seit 1990 alles über Ulrich Inderbinen. ( Ab Matterhorn - Besteigung Live 1990 SF DRS. ) Doch es hat bisher noch nie geklappt, ihn jetzt nun zu treffen war genial und in diesem Sommer waren wir gleich zweimal bei Ulrich Inderbinen. Wir hoffen, dass ihm noch ein paar gemütliche Jahre geschenkt werden. Ulrich Inderbinen ist geistig noch recht rüstig.

Endlich darf ich Ulrich Inderninen treffen, in der Galerie Capricorn, Zermatt.

 

Hansueli Bürgin schrieb am 20.06.2002 :
Hoi zäme, Habe wieder einmal in die Homepage reingeschaut. Besonders der Bericht über den Tandem-Sprung hat mir gut gefallen, da ich selbst gesprungen bin. Grüsse aus Estavayer sendet Euch Hansi


Franziska Aebischer schrieb am 12.07.2002 :
Hallo Georg Die Klettersteigtour am Jägihorn war genial! Die Leute, das Wetter, die Tour, einfach alles war ein super Erlebnis, merci! Liebe Grüsse Franziska


wanner stephan schrieb am 23.08.2002 :
sali gago isch e sau luschtigs wucheend gsi in zermatt. dr ivan het gseit, d`foteli sige super worde, könnsch mir die nit au schigge. hoffentlich klapts nägscht wuche mitem strahlhorn, wünsch euch viel spass und merci im vorus. griessli steffi

Bichsel schrieb am 09.08.2002 :
Super!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Georg Gago Grolimund schrieb am 14.08.2002 :
Hallo Freunde Zum einjährigen Bestehen unserer Homepage:

Heute, am 14. August 2002, ist die Alpengroupie - Homepage bereits 1 Jahr alt, heute, an meinem 39. Geburtstag. Das war cool, als wir vor einem Jahr im Internet präsent waren, zum ersten Mal, nach 3 Monaten Arbeit. Dank unserem super Webmaster Fips.
Viele Grüsse, Freude, E - Mails, Eintragungen, Begeisterung und Ansporn durften wir seither erfahren. Nun waren schon über 1500 Besucher auf unserer Seite, jetzt ist die Homepage absolut randvoll mit ihren 20 Megabites, mit 400 Bildern, neuen Touren, neuen Fotos und immer wieder brandaktuell. So macht es Spass. Am Groupiebuch wird auch gearbeitet. Und die Alpengroupies leben weiter. 111 Touren wurden schon durchgeführt seit 1986, mit über 150 Mitgliedern. 4 Touren sind in diesem Jahr schon vorbei, unvergesslich auch das Jägihorn mit Raphael Wellig, das Strahlhorn kommt hoffentlich zum Ende dieser Sommerferien, in diesem verregneten Sommer 2002. Dran bleiben ist alles!! Danke fürs Mitmachen und Eure Initiative!!

Wir geniessen diesen ersten Sommer mit unserer Tochter Bianca Melita und erfahren neue Werte, die das Leben ausmachen. Unser Sonnenschein begleitet uns in dieser neuen, sehr interessanten Zukunft. Viele Grüsse an alle Groupies und Berg Heil!!
Das O. K. ALPENGROUPIES Gago und Iris mit Baby Bianca



Hochtourenweekend in Zermatt *

Besteigung Castor 4228 m. ü. M. und Pollux 4092 m. ü. M.

13. - 15. September 2002

Alternative Tour zur Hochtour Mont Blanc

Dabei: Iwan Borer, Dieter Hunziker, erstmals Stephan Tüscher als Führer und ich. Am Freitag um 12 00 h holt mich Iwan mit dem Auto ab. Wir holen in Brislach noch Dieter und los geht's. Es herrscht nun das Hoch "Kilian", das Wetter ist und bleibt fantastisch. Über den Passwang - Bern - Kandersteg fahren wir zum Autoverlad am Lötschberg, mit dem Zug ins Wallis und weiter nach Täsch, das wir um 15 30 h erreichen. Mit dem Bus vom Garage St. Christophe nun nach Zermatt, ein Elektromobil fährt uns direkt zum Hotel Antika, wo wir vor 4 Wochen schon nächtigten. Nach dem Hotelbezug genehmigen wir uns einen Apéro, besorgen uns im Alpine - Center bereits die morgigen Tickets für die Luftseilbahn. Nach 17 00 h stehen wir wieder in der Galerie Capricorn beim alten Mann der Berge, es gibt ein weiteres Treffen mit Ulrich Inderbinen, eine tolle Chance für Didi, ihn auch noch zu sehen. Unermüdlich wie vor einem Monat, schreibt Ulrich Inderbinen Autogramme in sein Buch oder auf eine Karte. Didi entscheidet sich für eine Karte für Nadja und sitzt zu ihm. Dann gibt es noch ein paar Fotos, als Iwan auch in die Papeterie kommt. Ich habe ein Foto 13 x 18 cm. dabei vom letzten Besuch im August 2002 und schenke ihm dieses für die Besuchersammlung, die an der Decke hängt. Es sind Hunderte von Bildern. Es war wiederum ein schönes Erlebnis, noch keine 4 Monate mehr, dann wird Ulrich Inderbinen 102 Jahre alt. Mittlerweile ist er schon präsent in der Groupie - Homepage. Danach trinken wir was im Grampis - Pub um 17 30 h und treffen dort auf unseren neuen Führer Stephan Tüscher. Ein herzliches Hallo und dann besprechen wir die Tour. Mit Stephan nun zum Hotel zurück, er deponiert seinen Rucksack in unserem Zimmer, dann sind wir bereit für den Ausgang in Zermatt. In der Little Bar auf Geheiss von Iwan noch ein kurzer Halt bei Anni. In der Zwischenzeit reserviere ich einen Vierertisch im Walliserhof, wo ich 1999 mit Iris, Toni und Eveline fantastisch gegessen habe. Später nehmen wir dort Platz, es ist eine noble Beiz. Hirschfilet zum Herbstanfang verwöhnt meinen Gaumen, wir dinieren grossartig. Dazu eine Flasche Chateauneuf - du - Pape 1999 vom Barolet, den ich spendiere. Wir haben es super zusammen, nach dem Essen schleift uns Iwan in eine Schwyzerörgeli - Combo - Beiz. Um 22 00 h geht' s ab ins Dancing Simi, wie schon letztes Mal, dieses Mal sind wir noch früh dran. Hier treffen wir wieder auf Christina, die Barfrau. Gemütliches Zusammensein. Neue Girls spielen zum Tanz auf. Ich freue mich so richtig auf unsere 2 Viertausender Castor und Pollux. Hier habe ich auch Zeit zum schreiben, das Tourenbuch und die Kamera ist halt immer dabei. Dieter will bald ins Hotel, Iwan hat noch Durst. Eigentlich habe ich bis jetzt noch nie in einer Discothek im Tourenbuch rumgekritzelt. Dieter zeigt den Rückwärtssalto zu unserer Belustigung, wie immer an den unmöglichsten Orten. Kurz vor 01 00 h suchen wir die Nachtluft und gehen zum schlafen zurück in unser Hotel. Tagwache am Samstagmorgen um 06 15 h, ich klopfe bald bei Didi und Iwan an. Um 07 00 h sitzen wir beim Morgenessen und räumen dann das Zimmer. Kurzer Marsch zu den Matterhornbahnen. Wir wollen etwas früher da sein, jetzt, wo die erste Bahn erst um 08 00 h hochfährt. Das wird auf jeden Fall eng mit der Zeit. Bis am 1. September konnte man mit Voranmeldung bereits um 06 00 h fahren. Die letzte Bahn fährt ab Klein Matterhorn um 16 15 h. Nun machen wir grosse Augen, vor uns stehen 200 Sommerskifahrer an, es ist nicht zum glauben, dieselben werden wahrscheinlich im Winter nach Punta Cana fliegen. Hier stehen wir geschlagene 45 Minuten an, was für eine Scheisse. Endlich kommt Bewegung auf, erst um 09 45 h können wir auf Klein Matterhorn ( 3850 m. ) starten. Nun wird angeseilt, das Gschtältli montiert und in 2 Seilschaften ziehen wir los Richtung Osten zu den Zwillingen. Etwa 2 Stunden nun über das Gletscherfeld, hinter dem Breithorn vorbei, zweimal absteigend, die Sonne brennt schon heftig, bald ist Mittag. Wir sind schon viel zu spät dran wegen den Matterhornbahnen. Im Süden sehen wir tief nach Italien hinein, da leuchten Richtung Breuil schon grüne Wiesen. Nach 2 Stunden stehen wir vor dem Castor in seiner ganzen weissen Pracht und Grösse. Nun ziehe ich Iwan die Steigeisen an, es klappt dann beim zweiten Anlauf, der Schnee ist schweinisch kalt und meine Finger frieren fast ab, könnte man meinen.

Das Matterhorn am frühen Morgen, unten der Gipfelgrat am Castor.

 

Vier Groupies auf dem Gipfel des Pollux.

Iwan, Ulrich Inderbinen und ich, September 2002.

Eklig das Gefühl vom "Hornneglä", es ist extrem bitterkalt an meinen Händen. Iwan lässt sich gerne bedienen. Bin ich die Barmaid? Hier machen wir ein Rucksackdepot und steigen dann recht leicht auf. Südöstlich gehen wir die Normalroute hoch und brauchen dazu etwa 1 ½ Stunden. Steffi führt Iwan, als zweites Team hinterher ich und Didi. Man versinkt im Schnee, es wird mühsam. Nachdem wir die Hälfte des Aufstiegs hinter uns gebracht haben, haut es mir wie mit einem Blitz einen Rheumaschub in den Rücken, der sich jeweils kalt und heiss unter der Bergjacke abwechselt. Das zweite Mal in diesem Jahr. Gleichzeitig geht mir die Puste aus, ich habe schon Atemprobleme, ein Horror. Und das jetzt hier am Berg. Husten macht sich bemerkbar und eine laufende Nase. Alles Böse miteinander. Noch nie war ich so schlecht drauf. Was ist das? Wirklich ein Rheumaschub? Oder eine Kolik? Didi stürmt zum Gipfel, ich brauche Zeit zum atmen, habe Schmerzen. Links vor uns schaut man in eine mächtige Spalte hinein, Eiszapfen hängen darüber. Doch der Gipfel ist nicht mehr weit, bald erreichen wir den Gipfelgrat, vorher eine Gletscherspalte quer über die Route und nun die steilste Aufstiegsstelle. Dann erreichen wir den Grat. Oben zieht es vom Lyskamm her. Nun rechts zum Gipfel hoch, ich mache wieder ein paar Fotos. Es sieht absolut fantastisch aus, Iwan und Steffi wandern auf dem schmalen Firngrat zum höchsten Punkt. Bald stehen sie oben, wir kommen nach. 3 Stunden 45 Minuten seit dem Abmarsch am Klein Matterhorn stehen wir auf dem Gipfel des Castors mit 4228 m. ü. M. Nun ist es bereits 13 30 h. Es ist wunderbar, wir gratulieren einander. Dann gibt's einen kleinen Calamin von mir zum anstossen. Witzig ist hier die angegebene Höhe des Berges, auf der alten Karte noch mit 4228 Meter, entspricht es genau der Postleitzahl unseres Heimatdorfes Erschwil. Der Castor wird mein 29. Viertausender. 15 Minuten bleiben wir auf dem Gipfel, dann Abstieg in umgekehrter Reihenfolge, etwa 60 Minuten. Über den schmalen Grat und steil absteigend zum Gletscherriss. Ich schliesse zu Didi auf, gebe etwas Seil, er kann einen Sprung über den Spalt wagen. Steffi gibt das okay, Didi springt, aber nicht 2 Meter, sondern 4,5 Meter. So wie es sich für einen ehemaligen Kunstturner gehört. Mich reisst er deshalb fast aus dem Stand. Zurück zu den Rucksäcken und weiter zu den Aufstiegsfelsen des Pollux. Hier möchte ich wegen den Schmerzen am liebsten auf die warmen Felsen liegen und nichts mehr tun, doch das liegt nicht drin. Wieder machen wir ein Depot für die Rucksäcke, zum Glück, kann man nur sagen. Geht ja nicht überall. Die Steigeisen behalten wir an, nun folgt schönstes Klettern in wunderbarem Gneis, es macht Riesenspass. Nun geht es mir auch etwas besser. Iwan hat wenig Klettererfahrung ausser seiner Matterhornbesteigung, vor allem kratzt er jetzt mit den Steigeisen über die Felsen. Als wir zu einer Doppelkette gelangen, die zur Sicherung dient, rutscht er beim aufwärts kommen über die Platte. Steffi klettert souverän voraus und sichert Iwan. Beim zweiten Anlauf kommt das alles sehr gut. In einer kleinen Höhle mit Ausblick fotografiere ich Dieter, im Hintergrund leuchtet der Lyskamm und die Monte Rosa - Gruppe. Nach der Kette gewinnen wir weiterhin schnell an Höhe und erreichen ebenes Gelände, verlassen die Felsen und stehen vor einer Madonna aus Blech. Darunter liegt die Schachtel des Gipfelbuches. Von hier in 30 Minuten über den schneeweissen Firngrat hinauf zum Gipfel, den wir nach weiteren 90 Minuten seit dem Depot erreichen. Unser zweiter Viertausender heute, wir stehen auf dem Gipfel des Pollux auf 4092 m. ü. M. Dieser ist nun gleichzeitig mein 30. Viertausender, ich bin stolz darauf, mache weitere Fotos und natürlich von unserer Gruppe. Im kleinen Calamin hat es noch immer für jeden einen Gipfelschluck. Es ist nun schon bereits 16 40 h. Die letzte Luftseilbahn nach Zermatt fuhr vor einer halben Stunde ab. Nach kurzer Glückseligkeit und vor der Kamera posieren verlassen wir den Gipfel, zurück zur Madonna und schon sind wir etwas windgeschützt in den Felsen. Hier richtet Stephan für uns eine Abseilstelle ein, Iwan geht als erster, schön langsam lässt er ihn am Seil herab, über die Platten. Bald gibt er das okay retour. Didi und ich sind die nächsten, in kurzen Interwallen geht's runter zu Iwan, ist ein tolles Abseilerlebnis hier. Dann kommt Steff zu uns, Seil aufnehmen und nun weiter abwärts. Nach 70 Minuten kommen wir wieder beim Rucksackdepot an. Hier trennen wir uns endgültig von den Steigeisen. Die Luft kühlt sich langsam ab, es ist schon 18 00 h. Was jetzt nach den zwei Gipfel - Highlights kommt, müsste nicht sein. In 2 Stunden wandern wir nun zurück zur Station Klein Matterhorn, mit zwei Steigungen drin und Firnschnee, der weich ist und in dem man immer mehr einsinkt. Vor allem Iwan mit seinen 90 Kilo Lebendgewicht. Hier im Aufstieg keucht meine Lunge wieder und ich stoppe mehrmals die Gruppe, das Rheuma plagt mich mit und ohne Bergjacke. Es ist heiss und dann wieder kalt. Und in der Hütte sind wir noch lange nicht. Dafür werden wir belohnt mit einem super schönen Sonnenuntergang in der letzten halben Stunde, in orange - rot - gelb leuchtet der Fixstern zu uns durch feine Nebelschwaden hindurch. Rechts leuchtet das Breithorn, hinter uns Castor und Pullux im Abendrot, fantastisch. Die grünen Matten in Italien werden überzogen von der Nacht. Um 20 00 h erreichen wir die Seilbahnstation, natürlich sind wir hier auf 3800 m. ü. M. schon längst mutterseelen allein. Kein menschliches Wesen hält sich hier noch auf. Stephan kommt nun mit dem Natel endlich durch und meldet uns in der Gandegghütte an. Zielstrebig führt er uns über die italienische Seite kurz Richtung Rifugio Testa Grigia, wo ich noch nie war, auch nicht zum Skifahren und dann abwärts über die Skipiste. Nun tschalpen wir hier halt die Piste herunter, ein neues Erlebnis. Es ist bitterkalt geworden und Dieter hat auch langsam genug, wird müde. Es dunkelt nun schnell ein, Iwan und Stephan sind 10 Minuten vor uns, wir sehen Schatten. Müssen auf die Drahtseile achten, damit wir zur Hütte finden. Stephan leuchtet zurück, Didi hat keine geographischen Kenntnisse mehr in dieser Dunkelheit, liegt völlig falsch. Nach einer Stunde Abstieg, wo wir Sprüche klopfen und es lustig haben, scheint uns plötzlich eine Lampe an und es dröhnt ein Motor. Da kommt doch tatsächlich ein Skischlitten mit 2 Personen und Anhänger und holt uns ab. Es ist der Hüttenwart, sensationell. Zuerst denke ich an eine Notübung, aber scheinbar will die französische Servierdüse nicht erst um Mitternacht Feierabend haben, wie sich später heraus stellt. Wir bedanken uns, steigen in das Gefährt und düsen noch 2 - 3 Kilometer die Skipiste hinunter durch das Dunkel, es ist ein Gaudi. Unter einem Mast hält der Wart an, über die Felsen erreichen wir in wenigen Minuten die Gandegghütte auf 3000 m. ü. M. oberhalb der Station Trockener Steg. Es ist nun 21 30 h geworden. Jetzt haben wir es geschafft, werden herzlich empfangen, gehen schnell in die Wärme, aus den Schuhen raus und rein in die Hüttenfinken. Dann geht's ab in die heimelige Gaststube, ich bestelle sogleich 4 Büchsen Bier. Die haben wir uns heute auch redlich verdient. Der Wart tischt uns noch ein komplettes Nachtessen auf, bestehend aus Suppe, Salat, Käseschnitte und Dessert. Dazu Rotwein und Kafi Gandegg mit integriertem Pickel, den ich später meiner Tochter Bianca heimbringe. Einen Eintrag muss auch sein im Gästebuch der Hütte. Wir haben im Sinne dieser Bergtour schon eine rechte Leistung vollbracht am heutigen Tag. Wir gehen von 12 Kilometern Marsch zwischen 3800 m. ü. M. und 4228 m. ü. M. aus sowie etwa 1000 Höhenmetern. Meine Waden sind noch etwas wund gelaufen, weil ich statt Bergsocken im Innenschuh weisse Tennissocken anhabe. Morgen wäre noch die Überschreitung Roccia Nera / Breithorn auf unserem Programm, aber ausser Stephan verspürt jetzt im Moment keiner grosse Lust darauf. Wir sitzen in der warmen Stube und geniessen den Hüttenabend, haben ein Fest zusammen. Leider nur zu kurz, denn die Serviertochter will uns ins Massenlager bugsieren um 23 30 h. Wir leisten dem Aufruf auch Folge und probieren bald einzuschlafen. Mit schlafen, schnarchen, niesen und weiteren Geräuschen zieht die Nacht vorbei. Schnell ist es 08 00 h morgens, das Frühstück und der Kaffee lockt. Dazu herrlicher Sonnenschein, fantastische Aussichten auf die Berge und den Breithorngletscher. Die Luftseilbahn beginnt zu dröhnen, die erste Gondel schwebt vor dem Matterhorn vorbei. Dieter öffnet seinen eisgekühlten St. Saphorin, die Bergtour für heute ist somit beendet, wir nehmen es jetzt gemütlicher, denn dieser Apéro erstreckt sich über den halben Morgen. Man geniesst einfach, über Zermatt und dem Mattertal liegt ein fantastisches Nebelmeer. Mitten im Vormittag bezahlen wir die Halbpension, wandern in 20 Minuten hinunter zum Trockenen Steg, wo sich das "Horu" im Seelein super spiegelt. Iwan erzählt hier Geschichten vom schmusen mit einer früheren Freundin in dieser Gegend, ganz genau geschah dieser Akt am sogenannten Leichenbrettersee. Auf der Sonnenterrasse der Zwischenstation Trockener Steg ist weiteres relaxen, bestaunen und Gipfel erkennen im Monte Rosa - Gebiet angesagt. Dann verlassen wir die Bergwelt endgültig und fahren hinunter ins Tal. In Zermatt begleichen wir noch die Rechnung des Hotel Antika, sitzen hinten im Garten, packen und bestellen ein Elektrotaxi. Am Ende des Dorfes steht da wieder der Bus von der Garage St. Christophe in Täsch. Bald erreichen wir Iwan`s Auto. Hier trennen wir uns von Stephan Tüscher, er fährt über den Grimselpass nach Hause. Nochmals herzlichen Dank für alles und die tolle Führung. Der angehende Bergführer - Aspirant Stephan ist nun auch ein Alpengroupie. Auf bald im Herbst. Nun weiter nach Goppenstein, wo wir auf dem Zug den zweitletzten Platz erwischen. Während der Fahrt habe ich immer wieder Probleme mit Husten und meiner Nase. Über das Berner Oberland in gemütlicher Fahrt nach Hause zurück. Ein super Bergwochenende hat nun seinen Abschluss gefunden. Am Montag haben wir alle vier ja frei verlangt, ich gehe zum Arzt um 08 00 h und decke mich mit Pillen ein, melde mich krank für fünf Tage, geniesse heisse Bäder, Fango - Einlagen, Schnupforgien und anderes mehr. Sechs Tage nach dieser Tour, heute am 21.09.2002, höre ich mit dem rauchen auf. Das war am 37. Geburtstag von Iris, der Blume der Prärie!

 

Herbstwanderung im Kaltbrunnental *

28. September 2002

Eine Familienwanderung soll es heute werden. Dabei: Patrizia, Dominik, Tina, Michel, Dieter, Nadja, Joelle, Noemi, Iris und ich. Der Herbst hat begonnen, nach 10 Tagen Regen kommt heute endlich für mehrere Tage die Sonne zurück. Beim Busbahnhof von Breitenbach starten wir zu unserer Tour ins "Gebirge". Abfahrt um 08 52 h, in wenigen Minuten zur Meltingerbrücke, wo wir auf Familie Häner treffen. Nun gemütlich um 09 00 h dem Ibach folgend abwärts in den Wald. Sicher 12 Jahre waren wir nicht mehr hier im Kaltbrunnental, es ist eine Schande. Das Tal ist einzigartig romantisch, der Bachlauf, die Höhlen, die Atmosphäre am Wasser, Mini - Schluchten im Doppelpack. An der Kläranlage vorbei tauchen wir in den Wald ein. Manche Brücke erwartet uns, viele Quellen zeugen noch immer vom starken Regen der letzten Woche. Nun wandern wir zu dem Platz, wo gleich 4 Gemeindegrenzen aufeinander treffen, nämlich Breitenbach, Nunningen, Fehren und Himmelried. Direkt vor uns, hinter dem Bach, befindet sich dieser Grenzpunkt, als weisses Kreuz auf den Felsen gemalt, daneben die Markierung. Dies ist die erste völlig rauchfreie Groupie - Tour überhaupt, die Nummer 113 seit Beginn 1986. Nach einer Stunde erreichen wir die Schneeglöggliweid, wo im Sommer manchmal Konzerte stattfinden, mit Kühen bevölkert. Die Wiese ist sehr feucht, nun in den Wald und ein Stück weiter unten rasten wir am Wasser. Jetzt ist es Zeit für einen Apéro, eine halbe Stunde Aufenthalt. Danach in kurzer Zeit ein Stück Richtung Grellingen, links des Weges vor einer Brücke hinunter zum Bach zu einer geschützten Stelle unter Felsen. Hier verbringen wir den Mittag. Das Holz ist furchtbar nass und aufgesogen, sogar das an den Bäumen. Mit Mühe, Not und ohne den "Blick" bringen wir doch noch ein Feuer hin. Es hat sehr schlecht ausgesehen. Rauch erfüllt die nähere Umgebung. Nach einer Stunde können wir endlich unsere Würste braten. Gediegen verköstigen wir uns, nach dem Essen präsentieren Dieter und Nadja 5 kleine Liköre auf einem Tablett. Passend zur allgemeinen Wald - Stimmung. Nach 2 Stunden brechen wir auf und verschieben uns weiter dem Fluss folgend. Bald erreichen wir die Teerstrasse, die Breitenbach mit Himmelried verbindet. Kurzer Halt und weiter geht's, noch 1 Stunde bis Grellingen. Steile Stellen, wo die Gischt spritzt und donnert, wechseln sich ab mit Waldlichtungen, Felsen, Moos und die Höhlen. Dann erforschen wir eine Höhle mit den Kindern, Dominik, Tina und Michel, auch Didi kommt mit, ausgerüstet mit Stirnlampen. Ein paar Meter geht es in den Berg hinein, das wars dann, lustig für die Kids. Hier war ich das letzte Mal vor 12 Jahren, im Sommer mit Ändel, mit den Bikes.

Bei den Wappenfelsen im "Chessiloch". Einzigartig in der Schweiz.

Damals badeten wir an den tiefsten Stellen und später im Chessiloch. Nun gemütlich weiter abwärts, am Bach entlang, man hört schon den Zug pfeifen. Bald einmal erreichen wir das Chessiloch, wo der Ibach in die Birs mündet. Die 2 grossen Eisenbahnbrücken über dem Fluss, Romantik im Laufental. Seit der Eggfluh - Tunnel eröffnet ist, geht es ruhig zu und her auf der Strasse. Etwas über 2 Stunden waren wir jetzt unterwegs. Weiter vorne, bei den historischen Chessilochwappen, machen wir nochmals einen kurzen Halt und ein Gruppenfoto. Im 1. Weltkrieg wurden diese Wappen auf den speziellen Fels gemalt, als Erinnerung. Die Anlage ist einzigartig in der Schweiz. Danach wandern wir weiter am Gleis entlang bis zum Einfahrsignal von Grellingen und warten dort auf die Durchfahrt des nächsten Regionalzuges. Als unsere Tour dann am Bahnhof Grellingen endet, waren wir 3 Stunden in reiner Laufzeit unterwegs und hatten es super gemütlich. In der Gartenwirtschaft vom Storchen trinken wir noch etwas, bevor Patrizia und die Kinder das nächste Postauto nach Hause nehmen. Der Rest fährt mit dem Zug nach Zwingen, ein kurzer Halt noch in meinem Güterdienstbüro vom Bahnhof Zwingen, wo wir auf den nächsten Anschluss warten. Dann zurück mit der Post nach Brislach, respektiv Breitenbach zu unserem Auto. Ein gediegener Wandersamstag findet hier sein Ende. Die nächste Tour findet bereits in 3 Wochen statt, wenn wir uns zum Bättlerloch aufmachen. Nun ist es Zeit, am PC zu Hause den Tourenausklang 2002 zu schreiben, zu organisieren, drucken, im Internet einzufügen und zu verschicken. Schon bald drängt die Zeit, zum Glück habe ich bald noch eine Woche Ferien.


Höhlentour ins Bättlerloch bei Zwingen *

19. Oktober 2002

Heute sind mit dabei: Eric, Christoph, erstmals Patrick Klotz und ich. Dieses Mal sind wir nur vier Leute, im Herbst 1998 waren es 12, aber nur sechs gingen dann wirklich rein. Ende September habe ich bis zu 10 Neoprenanzüge bestellt bei Markus Heizmann / Ocean Drive, Laufen, einem ehemaligen Schulkollegen. Am letzten Montag schrieb ich an ihn ein E - Mail, keine Antwort. Dann 7 Telefonate und zweimal auf Mailbox gesprochen, keine Antwort. Am Samstag um 09 00 h stehe ich vor dem Laden in Laufen und auf der Tür steht: Betriebsferien vom 12. Oktober bis 30. Oktober 2002. Super, so was nenne ich Kundendienst, wegen der Kälte und dem Wasser wollte ich ja extra Taucheranzüge. Nun machen wir die Tour halt in alten Kleidern, Christoph hat eine Gummihose und Neopren. Um 10 30 h starten wir vier vor dem nicht gerade einladenden Höhleneingang ins Bättlerloch. Dabei sind mehrere Taschenlampen, Stirnlampen, Batterien, einen Wein, Zinnbecher und meine Canon Powershot G2 für Fr. 1800.-, ganz neu. Die längste Höhle der Region Nordwestschweiz öffnet sich vor uns, das Ziel ist es heute, bis 465 Meter ab dem Höhleneingang vorzudringen. Werden wir es diesmal schaffen? Heftig gebückt gleich am Eingang durch eine Kolonie von Fröschen und Kröten, die sich hier ihr Winterquartier ausgesucht haben. Die nächsten 20 Minuten werden die härtesten, hier muss man einfach durch, auf gut Deutsch den Finger aus dem Arsch nehmen und den inneren Sauhund frei lassen. Von Beginn weg ist und bleibt es eng bis sehr eng, manchmal nur 50 cm. Breite und 1.60 Meter Höhe. Der Gang schlägt Haken, nach rechts und links, permanent stehen wir in 40 - 50 cm. tiefem Wasser. Meine Stiefel sind schon ein erstes Mal gefüllt, man gewöhnt sich schnell daran. Das grösste Problem ist der Rucksack mit dem fragilen Inhalt. Hinter mir stöhnt Christoph durch den Hauptgang, dann kommen Patrick und Eric. Wir kommen alle schnell voran, manchmal glaubt man, es geht unmöglich weiter, so eng und krass sieht das aus, was noch kommen wird. Vor 4 Jahren sind die meisten nach wenigen Metern wieder nach draussen geflüchtet. Eine Stufe liegt vor mir, wo das Wasser hinabplätschert, davor ein Wasserloch, das mir schon bis zum Bauchnabel reicht, es ist voll krass. Hier kommt man nur mit den Füssen voran zum Ziel. Korpulente Personen würden hier schier verzweifeln. Endlich dürfen wir ein paar Meter aufrecht gehen, um uns dann wieder bückend der Höhle anzupassen. Heikel wird das Fotografieren mit der Digitalkamera, meine Hände sind feucht und schon sandig, das ist Gift für die Elektronik. Ich hätte doch auf Iris hören sollen. Tief im Wasser watend geht es weiter, vor mir ein kleines Loch, hier muss ich durch. Unten Felsen, oben Felsen, die Schönheit der Natur zeigt sich immer mehr in Form von kleinen Stalagmiten und Sintergebilden, Kalkgestein, das seit Jahrtausenden durch das Wasser wächst. Schon um dies zu sehen, lohnt es sich, das hier durchzustehen. Jetzt warte ich auf die Kollegen. Danach wird der Gang für einige Zeit trocken, was für eine Wohltat, die Knie auf Sand und Felsen aufzuscheuern. Bald hat uns das Wasser aber wieder. Es wird enger, ein kleiner See, dann ein grosser, längerer See. Hier neigt sich die Decke langsam dem Wasserspiegel zu, der Schlupf beginnt, bald sind wir durch. Ich verständige darüber meine Kumpels, schiebe mich auf dem Rücken liegend vorwärts, Rucksack und Kamera in der Händen an der Felsdecke haltend. Nun hören wir das Plätschern des Wassers. Bald wird es gemütlicher, aber es ist eine Strecke von etwa 15 Metern, dieses Stück im Schlupf. Nun geht der Raum auf, es ist geschafft. Ich rutsche über eine grosse Sinterterrasse zu Boden. Endlich frei, darf man hier sagen. Im grossen Raum angelangt, kommt einer nach dem anderen aus dem Schlupf hervor. Wir befinden uns nun etwa 150 Meter ab dem Höhleneingang. Zurückblickend geht es nun links in den Westgang, von wo aus uns ein Bächlein entgegen fliesst. Dieser Platz hier, diese Grösse ist einfach fantastisch. Der Raum ist riesengross, der Hauptgang zugleich der Ostgang, nun weiter ins Innere hinein. Nach der nächsten Kurve erblicken wir den gewaltigen Stalaktiten, der von der Decke hängt. Er ist etwa 50 cm. dick und 1.70 Meter lang, einzigartig in der ganzen Höhle, ein Unikat wahrscheinlich in der gesamten Nordwestschweiz. Der grosse Sinterzapfen hier im Bättlerloch ist wirklich speziell. Wegen des Baches ist nie eine ganze Säule daraus entstanden. Man nennt diesen Raum das "Bad der Erdmännlein". Hier posieren wir für ein Gruppenfoto, bevor wir weiter wandern. Somit haben wir 180 - 200 Meter ab Eingang erreicht, und das in einer halben Stunde, denn es ist erst 11 00 h. Christoph und Patrick staunen nur noch, gleich folgt der wunderschöne Terrassengang, Patrick meint dazu nur, es sei sensationell. Links und rechts steht der Fels aus der Wand hervor, eben wie Terrassen. Übrig blieben beidseitig schmale Felsplatten, die in zwei Niveaus bis zu einem Meter tief in den Gang hineinragen. Es gibt schon eine erste und eine zweite Ebene, der Bach arbeitet momentan an der dritten. Ein Stück weiter gelangt man links aufsteigend in die sogenannte "Znünihalle", 245 Meter ab Eingang. Die nächsten hundert Meter sind kurvenreich und recht interessant, hier endete die Tour vor 4 Jahren. Jetzt forschen wir weiter, Eric geht voran. Kurze Zeit später treffen wir auf einen roten Draht, der weiter hinten in einem Bohrloch in der Decke verschwindet. Hier erreichen wir eine Kreuzung, nach rechts geht der Südgang ab, von dem Eric bald wieder zurückkommt. Das Wasser wird tiefer. Hier machen wir eine kurze Pause, während Eric den Hauptgang untersucht. Dann ruft er, wir sollen kommen, ich wate im Wasser hinten nach. Nun nach 15 Metern die Abzweigung zum ungastlichen "Sauschluf", wir erreichen hier 430 Meter. Geradeaus im Hauptgang weiter, da ruft Eric, er habe das Ende gefunden.

Der riesige Stalagmit im unglaublichen Bättlerloch bei Zwingen / Brislach.

Tatsächlich gelangen wir nach weiteren 30 Metern zu einer kleinen Kammer, die plötzlich endet, bei welcher sich jetzt die Decke bis knapp über den Wasserspiegel senkt. Hier erreichen wir also 465 Meter ab dem Eingang, nur mit Taucherausrüstung geht es weiter, etwas für die Extremen. Hier endet unsere heutige Höhlentour, wir haben es geschafft und gratulieren einander. Wie ein kleiner Tunnel im oberen Profil sieht der weitere Weg aus, das Wasser strömt ganz langsam hervor. Das ist wirklich das Ende für uns, den "Sauschluf" wollen wir eigentlich nicht weiter kennen lernen. Die Kamera und den Rucksack habe ich vorne beim Knick deponiert. Nun kehren wir zurück zu Christoph und Patrick, der erstere probiert verzweifelt, sich eine Zigarette anzuzünden. Nach einem Gruppenbild kehren wir um, es ist schon nach 12 30 h. In gutem Tempo nun raus in Richtung des Einganges, es wird kalt, ich friere und meine Knie sind auch schon etwas demoliert. Nach einer Weile wandern wir unter der "Znünihalle" durch, steigen in diese auf und machen eine halbstündige Pause, es ist angenehm trocken hier, etwa 4 Meter hoch ist dieser Raum mit Blöcken in der Decke. Hier spendiere ich endlich meine Flasche Wein, einen Heida 1999, wir stossen auf diese erfolgreiche Höhlentour ins Bättlerloch an mit den Zinnbechern, feiern und haben es lustig. Dann wird nur noch gearbeitet bis zum Ziel. Waten, laufen und robben, der Stalaktit kommt in Sicht von hinten, dann in die grosse Halle. Weiter über die Sinterterrasse in den engen Schlupf, auf zum fröhlichen robben. Wenn man hier hinein schaut, glaubt man kaum, dass dies unser Weg ist, dass wir uns hier schon mal durchquetschen mussten. Nachdem der Schlupf geschafft ist, geht alles sehr schnell, hinein in die fürchterliche Enge des Ganges, in die tieferen natürlichen Pools, die zwei, drei extremen Knicke und Richtungsänderungen schaffen wir nur noch mühsam. Man wird müde, hat bald kein Zeitgefühl mehr, alles tut weh und wir sind froh, dass wir an das Ende gelangen. Alle stöhnen ein letztes Mal, dann sehe ich Tageslicht. Die letzten Kurven, noch ein paar Meter und ich bin draussen. Stehe im Wald, kann mich aufrichten, endlich. Dann fotografiere ich Christoph, Eric und Patrick, wie sie sich erlösend aus dem niederen, kleinen Eingang quälen. Es ist geschafft, wir sind gesund draussen wieder angekommen, gratulieren einander, sind sehr zufrieden. Fast drei Stunden befanden wir uns jetzt in der Höhle und eigentlich auch immer im Wasser. Christoph holt das Auto, mich schüttelt es vor Kälte. In meinen Gummistiefeln habe ich Kälteschmerzen, "Hornneglä" an den Füssen. Das ist nun wirklich neu. Schnell ins Badetuch, in warme, frische und vor allem trockene Kleidung. Ist das herrlich, und sofort geht's los zum Holz suchen, Zeitungen und Reisig und ein paar Bretter zum anzünden reichen gut aus. Wir vier waren eine tolle Truppe und Patrick ist jetzt ein Alpengroupie geworden. Stolz auf das Erlebte ist er auf jeden Fall. Bald lodert unser Feuer, wir braten Würste und genehmigen uns einen Apéro von Christoph, zum Würste braten dann einen Rotwein von Eric. Von der hintersten Kreuzung habe ich einen Stein mitgenommen als Andenken. Plötzlich rennen drei Rehe durch den Wald, später Jagdhunde und eine Truppe Jäger, die staunen, als sie uns sehen. Hugo Binz aus Zwingen ist auch mit dabei. Wir erzählen von unserer Tour. Gegen 15 30 h packen wir zusammen und fahren die Strasse zurück zu den anderen Autos. Nun kann Patrick nach Hause und sich auf seine Fahrt nach Bulle vorbereiten. Er wird im nächsten Frühling Vater, wie wir hören. Dann verabschieden wir uns und ich fahre Eric noch nach Hause. Es war einfach genial, dieser Abenteuertag heute im Bättlerloch. Für mich war es das dritte Mal seit 1994, jetzt habe ich genug gesehen und erlebt. Das nächste Mal vielleicht wieder mal eine trockene Höhle, das wäre angenehm.


Schenker Andrea schrieb am 21.01.2003 :
Guten Tag Iris und George, Ich habe mal wieder bei euch rumgesurft - diese Hompage ist lässig und toll und macht ganz gluschtig zum mitmachen.
E Gruess & weiter so! Andrea

Paul+Christin Stadler schrieb am 19.01.2003 :
Hallo Ggo Iris,eure Homepage ist ja mega!! Wir wünschen Euch weiterhin viel Freude Lebe Grüsse Paul

Georg "Gago" Grolimund schrieb am 30.12.2002 :
Hallo Alpengroupies, Natur - und Bergfreaks, Freunde und sonstige Kumpels:

Zum bevorstehenden Jahreswechsel grüssen wir Euch alle und wünschen viel Freude, neue Ziele, Gesundheit und Zuversicht für das kommende Jahr 2003!

Ein weiteres, schönes Jahr in der Natur und in den Alpen geht zu Ende, viele Highlights wurden erlebt, fast 100 Groupies haben im Jahr 2002 wiederum mitgemacht und auf dieser Page haben uns schon fast 2000 Surfer besucht! Unsere Homepage ist nun seit 16 Monaten im Netz! Das 17. Jahr in den Bergen beginnt.....Ein neues Jahr mit einem tollen Jahresprogramm und einer stetig wachsenden Homepage erwartet Euch, sobald wir noch mehr Speicherplatz erhalten. Danke fürs Mitmachen und Euren Einsatz!

Schon bald feiern wir mit unserem Baby Bianca Melita ihren 1. Geburtstag
am 16. Januar 2003. Es war ein Jahr mit vielen neuen Errungenschaften, Glück und Erfahrungen! Wir wünschen Euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2003 und machts gut. Viele Grüsse senden Euch Das O. K. ALPENGROUPIES Gago, Iris Blume mit Baby Bianca


Ulrich schrieb am 01.12.2002 : e
Tolle Seite mit guten Fotos! Wünsche viel Spass bei weiteren Bergtouren.
Ich bin auch gern in den Bergen und im Bergwald, mehr dazu mit Fotos auf meiner Homepage...Viele Grüße Ulrich


Mick Jagger schrieb am 19.09.2002 :
Sali Gago!


12. Tourenausklang Alpengroupies 2002

16. November 2002, im Schützenhaus Erschwil

Dieses Jahr sind mit dabei: Christoph, Grace, Dieter, Nadja, Martin, Beatrix, Kilian, Iwan, Markus, Patrizia, Heidy, Leo, Stephan Tüscher, erstmals seine Freundin Michelle Christen, Paul, Annemarie Sutter und Bruno Sutter, Jackie, Giusi, Toni Borer, Elsi, Bruno, Franziska Aebischer und erstmals ihr Freund Sascia Cavallaro, Edi, Eric, Daniela, Robin, Rahel, Tommy, Maya, Iris und ich. 33 Groupies haben sich dieses Jahr angemeldet. So wenig waren wir eigentlich noch nie. Ab 10 00 h heute Morgen wird mit der Hilfe von Christoph, Kilian, Paul und Toni aufgebaut und das Schützenhaus geschmückt, wir sind noch gerade rechtzeitig fertig geworden. Um 17 30 h hole ich vor dem Rest. Kreuz Stephan und Michelle, etwas später Franziska und Sascia ab. Rphael Wellig fehlt leider, er zeigt heute Abend im Wallis seine Diashow, wie letztes Jahr hier bei uns. Doch das Programm kann sich wiederum sehen lassen. Schon wie letztes Jahr beginnen wir den Abend bereits um 18 00 h. Auch Edi habe ich abgeholt, seine Keyboards sind eingerichtet, er macht bereits Musik zum Beginn des Abends ab 17 45 h. Um 18 20 h sind alle eingetroffen, so dass ich mit meiner Begrüssung beginnen kann. Das Essen wird in einer halben Stunde bereits geholt. Begrüssung am 12. Tourenausklang der Alpengroupies im Schützenhaus Erschwil, den 16. November 2002: "Ich möchte Euch alle recht herzlich begrüssen zum 12. Tourenausklang im Schützenhaus Erschwil im 16. Jahr. Ein tolles Jahr mehr ist bald an seinem Ende angelangt. Wir blicken heute zurück auf 16 Jahre seit Bestehen der Alpengroupies. Seit 12 Jahren organisieren wir den Tourenausklang. Ich möchte Euch orientieren über das vergangene Jahr 2002. Es war wiederum ein interessantes Jahr, wir haben 8 Groupie - Touren durchgeführt. An diesen 7 Touren haben sich 61 Alpengroupies beteiligt. Heute am Tourenausklang sind wir 33 Alpengroupies, macht zusammen 94 Personen im Jahr 2002, die mitgemacht haben. Es ist schön, dass Ihr da seid.

Die 1. Tour ist, wie immer, die Suurchrutt - Tour, zum 11. Mal durchgeführt am 23. Februar 2002. 8 Personen waren dabei gewesen. Das Wetter war winterlich und trüb, doch gab das der Tour keinen Abbruch. Die Berner Platte war spitze und am Abend dann auf der Hohen Winde erlebten wir einen extremen Orkan, der es wirklich in sich hatte. Die 2. Tour war ein schönes Klettern an der Egerkinger Platte inklusiv Kinder - Klettern, Knotenlehre, Vorstieg, Durchquerung der Platte und grillieren am Feuer, das war am Karsamstag, den 30. März. 15 Personen waren hier dabei. 3. Tour: Der " Jurassic Path" von Moutier am 15. Juni mit 12 Personen. Unter der Leitung von Mex Spaar erfuhren wir viel Wissenswertes über das Jurameer, Geologie, Pflanzen und natürlich die vielen versteinerten Fussabdrücke der Dinosaurier, die wir in der schrägen Platte gefunden haben. Mit klettern am Grat, wandern und grillieren bei grosser Hitze erlebten wir diesen tollen Tag. Auch sahen wir Gämsen und sogar noch eine Schlange. 4. Tour: Der grossartige Klettersteig am Jägihorn 3206 m. ü. M. Die Leitung dieser Tour hatte Raphael Wellig inne, nach dem relaxen auf der Weissmieshütte starteten wir in die Wand und brauchten 4 Stunden bis zum Gipfel. Das Klettern mit absoluter Sicherheit und dem durchgehenden Stahlseil war fantastisch und hier entstand auch der Film dieses Jahres, der heute Abend gezeigt wird. Paul hat wieder einmal mehr ein tolles Video gedreht. Hier waren 6 Groupies mit dabei. Am 20. Juli gaben sich Grace und Christoph Wehrli das Jawort in der Kirche Büsserach, dabei spannten am Ereignis bei bestem Wetter 18 Groupies, wir alle wurden zum Apéro aufs Schloss Thierstein eingeladen. Herzlichen Dank! Dem Brautpaar wurde wie immer die nächste Suurchrutt - Tour geschenkt. 5. Tour: Statt der Hochtour Mont Blanc reisten 4 Groupies am 13. - 15. September nach Zermatt und bestiegen die Zwillinge Castor und Pollux unter der Leitung von Bergführer - Aspirant Stephan Tüscher aus Lyss. Bei genialem Wetter durften wir die beiden Viertausender nacheinander besteigen und das Hochtouren - Erlebnis 2002 erleben. Vor der Tour ein besonderes Erlebnis: Zum zweiten Mal in diesem Sommer konnten wir den ältesten Bergführer der Welt, Ulrich Inderbinen, besuchen. Es war eine kleine Sensation, er wird am 3. Dezember 2002 bereits 102 Jahre alt. Auch dieses Bild tummelt sich nun im Internet, Dankeschön, Iwan! Die 6. Tour: Herbstwanderung im Kaltbrunnental am 28. September mit 10 Personen. Gemütlich, romantisch, mit Höhlen und viel Wasser erwanderten wir nach Jahren wieder einmal das schöne Kaltbrunnental. 7. Tour: Höhlentour ins Bättlerloch zum zweiten Mal am 19. Oktober mit 4 Personen. Kurz gesagt: Voll extrem, nass, sensationell, geil, eng, spektakulär mit Sinterterrassen und Stalaktit, einfach unglaublich für unsere Region, ein absolutes Naturwunder. Nun könnt ihr in Büchern blättern, im Wettbewerb hirnen oder auch die neuesten Tourenberichte lesen. Die Programme Hochtour Strahlhorn und Hochtour Mont Blanc werden verschoben aufs Jahr 2003.

Auch ein Highlight ist die Alpengroupie - Homepage, die seit dem 14. August 2001 im Internet steht, mit grossem Erfolg übrigens. Man kann darin herum surfen während 24 Stunden am Tag. Sie ist bereits gefüllt mit 400 Fotos unserer Touren und wir hatten in den ersten 15 Monaten schon über 1800 Besucher zu verzeichnen. Den Werdegang der Homepage kann man auch im Ordner begutachten. Die Homepage wird es immer geben, jedes Jahr wird sie auch von einem neuen Sponsor finanziert. Im Moment ist das die Möbelschreinerei Dieter Hunziker in Büsserach.

Jetzt machen wir weiter mit der Zinnbecherehrung. Darf ich folgende Groupiefrau nach vorne bitten: Patrizia Häner. Patrizia erhält den Groupie - Zinnbecher für mitgemachte 14 Touren, eine Tour fehlt ihr noch, aber wir wollen nicht kleinlich sein, im nächsten Frühling holt sie sich diesen Strich. Herzliche Gratulation und Applaus für Patrizia. Nun geht es weiter mit dem Schätzwettbewerb: Ich habe eine Liste mit 11 Gipfeln, nun muss man die Höhe dieser Berge schätzen, danach alles zusammenzählen und das wiederum ergibt eine Zahl so um die 53 000 m. ü. M. Bald kommt der Party - Service, es geht weiter im Programm. Danke, ich habe geschlossen"!

PROGRAMM: Begrüssung um 18 15 h , Zinnbecher - Ehrung Patrizia
Schätzwettbewerb 18 30 h Homepage - Vorstellung 18 45 h. Abendessen ab 19 00 h - 20 00 h Erstmals Aquasoftware - Diashow der digitalen Fotos in 2 Teilen, je ca. 30 Minuten. 20 00 h - 20 30 h und dann kleine Pause, Teil 2 um 20 45 - 21 15 h Premiere Video - Film "Klettersteig Jägihorn 3206 m." vom 29. / 30. Juni 2002 von Paul Grolimund, ca. 30 Min. Um 21 45 - 22 15 h Kaffee und Kuchen. "Schmunzelgeschichten" von Dorforiginal Walter Studer, ca. 45 Min. um 22 30 h - 23 15 h, Vorschau 2003, Musik mit EDI. Ab 23 15 h Programm Suurchrutt - Tour 2003, Auflösung Wettbeweb, Freinacht bis 03 00 h.

Jetzt kommen wir zum heutigen Geschenk, es ist ein Winterset vom Interdiscont, bestehend aus Mütze, Handschuhe und Schal, alles in schwarz. Das Winterset kommt gut an, kann man gleich an der nächsten Suurchrutt - Tour ausprobieren. Dann die Überraschung: Iwan sponsert 35 kleine Karabiner als Schlüsselanhänger, auch diese lassen wir verteilen, eine tolle Sache, herzlichen Dank und einen tollen Applaus an Iwan. In der Zwischenzeit hat sich Mama Heidy schon mit Schal, Mütze und Handschuhe zurecht gemacht und eingedeckt, an ihr sehen wir das Ergebnis als kleine Modeschau. Kurz vor 19 00 h baut Christoph übers Natel eine Verbindung auf, wir sind online und präsentieren ein zweites Mal die Alpengroupie - Homepage als ein riesiges Bild an der Wand. Schauen zusammen nun die Neuerungen an, die Vorschau 2003, die Site mit Ulrich Inderbinen, die Fotos vom Fallschirmspringen Tandem Sky Diving vom Oktober 2001, Sponsor der Homepage ist wiederum Dieter Hunziker, wir zeigen einen Zeitungsbericht und Bilder von diversen Küchen und Türen. Weiter in die Site "In letzter Minute / aktuell", die Schneeschuhwanderung Gurnigel am 15.12.2002 mit Franziska Aebischer und Raphael Wellig und zu guter Letzt unter Privates 4 versteckte Fotos von Baby Bianca Melita vom letzten September 02. Sie wird heute gehütet von Gotti Melita und Götti Adrian.

So, das war die Präsentation, schon geht die Türe auf und Martin und Bea bringen das Essen vom Partyservice s`Zäni herein. Heute gibt es Pouletgeschnetzeltes Casimir mit pikanter Curryrahmsauce, Reis, Fruchtgarnitur und Brot. Ein weiteres Mal ist das Essen von Rita sehr gut, wer will, darf später nochmals schöpfen. Dank auch an die Küchenmannschaft Elsi, Bea, Iris und andere Helfer. Grossen Dank auch an Christoph Wehrli und die STG, der seinen super Beamer wieder mitbrachte, ein Laptop und einen Flachbildschirm. Nach dem feinen Essen sehen wir zum ersten Mal die Aquasoftware - Diashow unserer Touren, Teil 1 vom Tourenausklang 01, Suurchrutt - Tour 02, Klettern Egerkinger Platte 02 und den Jurassic Path 02. Dauer 30 Minuten. Es erscheinen riesige Bilder, es ist super, die Fotoalben von früher sind nun definitiv out. Nach kurzer Pause kommt bereits der 2. Teil der Diashow mit dem Klettersteig Jägihorn 02, Besteigung Castor und Pollux 02, Wanderung Kaltbrunnental 02 und zum Schluss die Höhlentour Bättlerloch 02. Es ist genial, die erlebten Touren einfach so ablaufen zu lassen, mit einem Titel zu jeder Tour und Texten, dazu Musik im MP3 - Format. Doch geht es auch lange, die Leute werden müde, das ist klar. Ich habe auch zu viele Bilder eingefügt, weil ich digitalmässig bis zu hundert Fotos pro Tour habe. Das nächste Mal werde ich die Anzahl auf 50 Fotos pro Tour reduzieren, so dass beide Diashows im gesamten nicht länger als 30 Minuten laufen, also die halbe Zeit von heute. Nun gibt es eine weitere Pause, Kaffee und Kuchen werden serviert, Elsi`s Schwarzwäldertorten sind wie immer sehr gut, ich bin deswegen voll des Lobes. Wir geniessen nun das Dessert. Edi unterhält uns mit einem Block Musik. Um etwa 22 00 h beginnt die Premiere des Films "Klettersteig Jägihorn" vom 29. / 30. Juni 2002 auf Grossbild. Wieder einmal mehr ist das Video von Paul sehr gut angekommen, es ist bereits sein vierter DV - Film von den Alpengroupies. Spass, Gelächter und tolle Kletterbilder prägen die nächste halbe Stunde, untermalt mit toller Musik und Texteinblendungen. Zum Schluss ein grosser Applaus für Paul. Das Programm ist heute wieder sehr dicht, Walter Studer ist um Punkt 22 30 h eingetroffen und kriegt noch fast den ganzen Film mit, wir sind 30 Minuten im Rückstand. Unterdessen verteile ich die neuen Programme Vorschau 2003 und die 12. Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde, die im nächsten Jahr am 22. Februar 2003 stattfindet. Danach komme ich zur Auflösung des heutigen Wettbewerbes: Die magische Zahl aller zusammen gezählten Gipfel beträgt genau 53 358 m. ü. M. Martin hat während des Abends alle ausgerechnet. Auf Platz 3 liegt Stephan Tüscher mit 73 Meter Differenz bei 53 292 m., Stephan erhält eine Flasche Los Monteros 1999, im 2. Rang liegt, man höre und staune, der 3 - jährige Robin Hunziker mit 58 Meter Differenz auf 53 292 m., Robin gewinnt einen Schraubkarabiner, und im ersten Rang hat sich platziert: Martin Grolimund mit 56 Meter Differenz auf 53 421 m. ü. M. Er gewinnt einen Groupie - Schnaps. Herzliche Gratulation und einen Applaus für Martin! Alles kann eben auch Zufall sein. Nach 23 00 h beginnt Walter Studer aus Breitenbach mit seinen "Schmunzelgeschichten" und es gibt wirklich einiges zu schmunzeln, er liest Sprüche und Gedichte vor, Erlebtes und Gehörtes aus der Region. Ich buchte ihn für 45 Minuten. Er ist wirklich lustig, Paul grölt am Tisch, aber mit der Zeit macht der Vortrag auch langsam müde. Nach 1 Stunde sollte er nun abbrechen, ich gebe ihm ein Zeichen, doch Walter erzählt weiter und weiter und blättert in seinem Ordner. Er hätte nun aufhören müssen, nach 90 Minuten muss ich ihn stoppen und die Übung abbrechen. Es war zuviel des Guten. Danke, Walter. Es wurde bereits 00 30 h, die Leute sind teilweise eingenickt, ich hätte den Erzähler früher stoppen sollen. Dann ist der programmmässige Teil beendet, es gibt Freinacht bis 03 00 h. Jetzt beginnt Edi wieder zu spielen. Müde vom Zuhören der Schmunzelgeschichten raffen sich einige Gäste auf, wollen langsam nach Hause und in kurzer Zeit herrscht eine grosse Aufbruchstimmung. In 3 Autos kann ich noch Material für nach Hause mitgeben, da bin ich froh. Die Getränke brauchen wir diese Nacht nicht zu zügeln, das ist eine grosse Hilfe. Iris ist auch total müde, will heim mit Bruno und Elsi, um Adi und Mel abzulösen. Um es nicht zu vergessen, wird nun der Zinnbecher von Patrizia mit dem Alpengroupie - Zinnkrug eingeweiht, so wie jedes Jahr, wir stossen gemeinsam mit unseren Bechern und Weisswein an. Um nach 01 00 h sind wir nur noch gegen 14 Leute, soeben ist Jack noch bei uns reingeschneit. Edi soundet wieder, wir heizen ihn an, es wird auch noch getanzt. Gemütlich wird langsam aufgeräumt, wir müssen das Bergsteigermaterial wieder an der Decke abmontieren, die Böden aufnehmen, putzen, WC kontrollieren, Geschirr waschen und so weiter. Bea ist dabei eine grosse Hilfe. Danach spendiere ich noch eine Runde. Gegen 03 30 h bewegen sich die letzten drei Groupies Richtung Dorf und so findet auch dieses Fest sein endgültiges Ende.


12. Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde

22. Februar 2003 *

Bei der ersten Tour im Jahr 2003 sind folgende Teilnehmer mit dabei: Dieter, Nadja, Kilian, Oliver Blessinger, erstmals seine Freundin Sandra, Christoph und Grace, die beiden ziehen heute die Hochzeitstour ein, erstmals auch Rolf Jeger aus Kleinlützel, Musiklehrer, Pianist und Bassist am Sängerabend 2003 MCB und ich. Ab Rothlachen Heidy, Leo, Paul und noch Tommy Harder ( Fussprobleme ) und Maya. Diese fünf sind dann beim Mittagessen dabei. Also insgesamt 14 Personen. Auf dieser Suurchrutt - Tour haben wir fantastisches Traumwetter wie schon seit 6 Jahren nicht mehr. Zum dritten Mal nach 1997 und 2002 wird die Tour wiederum im Februar durchgeführt. Es lohnt sich einfach, schon wegen der Kälte. Um 07 30 h treffen wir uns auf dem Pick - Pay Parkplatz in Erschwil. Christoph und Grace übergeben mir ein eingerahmtes Poster von ihrer Hochzeit im Juli 2002, mit allen Alpengroupies darauf, die beim spannen dabei waren. Herzlichen Dank an die beiden, sowas gab es noch nie. Kurze Fahrt zum Bachmättli, das Thermometer zeigt -5 Grad. Nach 08 00 h beginnt die Tour mit dem Aufstieg zur Mittleren Rotmatt. Unterwegs ist das Bachbett extrem mit einer dicken Eisschicht überzogen. Nach einer halben Stunde gibt's einen Halt in der Schnapskurve und der Groupie - Schnaps macht die Runde. Kilian hat seine High - Tech - Schneeschuhe mit dabei und wandert ab hier auf diesen weiter. Kurz darauf erreicht uns im Wald die Sonne. Petrus sei Dank, wir haben grosses Glück mit dem Wetter. Seit 2 Wochen herrscht ein riesiges Hoch über der Schweiz und auch nächste Woche wird sich nicht viel verändern. Durch die Bäume schimmert der blaue Himmel und der Schnee, wir werden noch stampfen heute. Nach einer Stunde Aufstieg erreichen wir bei schon warmen Temperaturen die Mittlere Rotmatt, sitzen auf die Holzstämme und geniessen einen Apéro. Wir sind gut in der Zeit, ich erkläre Sandra die umliegende Geographie. Es ist herrlich hier, wir machen ein Gruppenfoto. Im gesamten sind heute mit Paul gerechnet 4 Digitalkameras im Einsatz. Nach einer Weile steigen wir ab ins Scheltental, die Fahne wird gehisst, in 25 Minuten im hohen Schnee runter zur Scheltenmühle, wo wir auf meine Eltern warten. Kaum nach 5 Minuten treffen Heidy, Leo und Paul hier ein. Nach gediegener Pause kaufen ein paar von uns noch Bratwürste und dann geht's ab. Der Wirt von Rothlachen kommt auch schon, um die drei abzuholen. Wer will, kann seinen Rucksack gleich im Auto mitgeben. Ich tue es auf jeden Fall. Und schon sind sie unterwegs. Bei wärmender Sonne nun die Bergstrasse hoch, als auch schon Tommy und Maya inklusive Hund mit dem Auto vorbei fahren. Die Kurven ziehen sich etwas, doch es ist angenehm zu wandern. Durch den Wald hindurch und schon erblicken wir die Rothlachen. Neben riesigen Schneebrettern am Hang vorbei, treffen wir im Restaurant Rothlachen nach 1 Stunde Aufstieg ein. Es ist nun 12 30 h geworden. Eine herzliche Begrüssung kommt von Celine Spahni in der Küche, nun sind wir alle beisammen. Die riesigen Bernerplatten mit Kartoffeln, Sauerkraut, Würstchen, Speck, Suppenfleisch und dem Beinschinken lassen nicht lange auf sich warten. Es ist einfach jedes Mal super urchig hier, zum Essen gibt es Fleurie. Der Aufenthalt hier beträgt 2 Stunden, wir hauen voll rein und geniessen es. Erst jetzt merke ich, dass Sandra Vegetarierin ist, doch sie wird trotzdem satt. Eine Autogrammrunde für das Tourenbuch folgt, Fotos, Kafi Rothlachen und so weiter. Die Fahne hängt über dem Tisch. Celine meint, die Groupie --Flasche, die sie von uns zur 10. Suurchrutt - Tour vor zwei Jahren erhalten hat, habe ihr seht gut gemundet. Die Magnumflasche mit Text steht nun leer auf dem verzierten Bauernschrank. Celine wird dieses Jahr 60 Jahre alt und ihr Mann fragt mich heimlich für einen Pink Fröyd - Auftritt im April, nachdem sie den Bericht mit Foto im Wochenblatt / Anzeiger vom Sängerabend 2003 gelesen haben. Wir machen mal provisorisch ab.

Auf der Suurchrutt - Tour Rothlachen - Hohe Winde bei bestem Wetter.

Unser Wirteehepaar auf der Rothlachen, Celine und Hans Spahni.

Die fantastische Bernerplatte von Celine Spahni.

Abends auf der Hohen Winde.

Gegen 15 00 h packen wir zusammen und verabschieden uns. Der härtere Weg liegt noch vor uns. Kilian stampft wieder voraus, durch hohen Schnee mit tollem Ausblick wandern wir zur Krete hoch und brauchen diesmal etwas länger. Bei den drei Gittermasten eine kurze Pause, danach weiter zum Matzendörfer Stierenberg, dessen Wirt nun auch im Winter neuerdings offen hat. Leider ist die Sicht auf die Alpenkette noch sehr trübe, doch das wird sich schon noch bessern. Ein paar Besucher mit Autos sind hier sowie Skitourenfahrer, die Christoph kennt. Deshalb wurde die Strasse auch gepflügt und geputzt, was unseren weiteren Weg sehr erleichtert. So sind wir viel schneller, als im tiefen Schnee über die Wiesen zu stolpern. Nun abwärts Richtung Wald, bei den Bunkern vorbei zur Scheltenpasshöhe. Hier warten wir aufeinander. Danach weiter zum Erzberg hoch, in leuchtendem Weiss und unter stahlblauem Himmel. Dieter und Christoph eilen voraus und bestellen im Bergrestaurant Erzberg 9 Kafi Christine, die wir sogleich vor der Beiz in den Schneewällen geniessen dürfen. Das Ganze übernehmen Rolf und Kilian, herzlichen Dank. Eine ganze Herde Pferde überwintert hier oben und tummelt sich auf dem Hof. Um 17 00 h ziehen wir weiter, der letzte Aufstieg steht uns bevor. Der Weg auf die Hohe Winde ist gut gespurt, als wir aufsteigen, kommen die Alpen immer mehr hervor. Sie strahlen wie schon lange nicht mehr zu uns herüber. Das Versprechen mit dem Alpenblick habe ich bei Sandra nun eingelöst. Oben am Waldrand angekommen, gibt es nun einen kurzen Geographiekurs, Richtung Mont Blanc wird es allerdings immer trüber. Die mit den Adleraugen erkennen auch das Matterhorn über der Gemmi. Ganz besonders schön sehen wir Säntis, Sustenhorn, Titlis, Wetterhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Grosshorn, Breithorn und die Blüemlisalp. Wir machen Fotos, ich zoome mit Toni`s Objektiv der Canon G2 die Berge heran. Nun bei der Skihütte vorbei, in raschen Schritten hinauf zum Gipfel der Hohen Winde auf 1204 m. ü. M. Es sieht fantastisch aus, der Wiesenrücken in glänzendem Weiss, die Sonne strahlt über Delémont, das Signal, die Umrisse der Groupies, es ist eine super Stimmung. Es wurde nun 17 30 h. Oben auf dem Gipfel gratulieren wir einander, der Gipfelwein steht schon parat auf der runden Eisenplatte. Nun geniessen wir einen der schönsten Sonnenuntergänge der letzten Jahre hier oben und genehmigen uns einen Schluck. Blutrot versinkt die Sonne hinter dem Horizont in den Wolken, ein geniales Bild. Eine halbe Stunde stehen wir hier und machen nochmals Gruppenfotos. Jetzt folgt der Abstieg, doch es ist noch immer hell. In 90 Minuten werden wir wieder im Bachmättli bei den Autos sein. Durch viel Schnee langsam abwärts, am Stall vorbei in den Wald. Der Gittermast, die Krete, im zick - zack Wägli durch den Pulverschnee rechts runter auf die Ebene und weiter über den Pfad zur Mittleren Rotmatt. Hier müssen wir die Lichter einschalten. Weil noch diverse Leute ihren geschüttelten Wein loswerden wollen und uns noch Zeit bleibt, legen wir einen Stop ein. Eine Weile bestimmen wir die Sterne am Firmament. Mit Altpapier, das den Wein schützte, entfachen wir ein kleines Feuer im Schnee. Danach nehmen wir die letzte halbe Stunde unter die Füsse. In den Wald hinein, beim gefrorenen Bach vorsichtig das Eis umlaufen, auf dem Teerweg müssen wir auch aufpassen, damit sich der Fall wie vor ein paar Jahren nicht mehr wiederholt. Um 20 15 h erreichen wir die Autos und unsere diesjährige Suurchrutt - Tour endet sehr gemütlich im Bachmättli. Danach Fahrt nach Erschwil, wo wir uns dann trennen. Kilian hat noch Bratwürste von Paul zugute und trifft diesen im Rössli. Ein paar gehen noch mit, ich freue mich nun auf ein wohlverdientes Fondue mit Iris.

An diesem Abend passiert noch etwas Seltsames: Ein recht starkes Erdbeben schüttelt in Mitteleuropa. Nach dem Fondue liegen wir beide vor der Glotze und schauen "Wetten, dass...?", als plötzlich alles zittert. Die Wand, der Verputz bewegt sich, die Palme neben dem Fernseher beginnt zu wedeln und eine Welle geht durch den Körper, durch die Polstergruppe. Gleichzeitig schwankt auf der Glotze eine Tube Nivea Baby Créme, fällt fast herunter. Es war unglaublich, und dauerte ziemlich lange. Es war exakt um 21 41 h und hatte die Stärke 5,3 - 5,5 auf der Richterskala. Wir rennen hinauf zu Bianca, sie schläft ruhig. Anders aber Bethli gegenüber. Um 21 54 h dann das zweite Beben, schwächer, mit der Stärke 3,5. Der PC zitterte. Das letzte Beben vor 2 Jahren war im November 2001, das war ziemlich schwach gewesen. Die Natur meldet sich wieder mal zurück.


Schneeschuhwandern Lombachalp ( Habkern, Berner Oberland )

15. März 2003 *

Heute sind mit dabei: Eric und Daniela, Rolf Jeger, Edgar Bischof und ich. Der Wetterbericht meldet stahlblauen Himmel wie schon vor drei Wochen an der Suurchrutt - Tour. Eigentlich hatten wir 8 Anmeldungen für diese Tour, aber Kilian musste absagen, weil seine Freundin aus Berlin nach Yverdon kommt und Toni und Rie hat die momentane Grippe mit Fieber gepackt, er sagte am Freitagmittag ab. So ein Pech, da kann man nur gute Besserung wünschen. Die drei verpassen einen wunderbaren Tag mit Sonne und Schnee. Einen Tag, um die Hektik des Alltags zu vergessen und die Stille des Winters zu geniessen. So steht es im Groupie - Programm. Nun fahren wir zu fünft ins Berner Oberland. Als ich die Türe zu Hause abschliessen will, läutet das Telefon und Edgar ist am Apparat. Er hat verschlafen und fährt nun mit dem Auto nach Interlaken Ost. Um 06 30 h treffe ich am Bahnhof Laufen auf Rolf, Eric und Daniela, um dann in den Interregio nach Biel einzusteigen. Über Bern - Thun - Spiez fahren wir nach Interlaken Ost, wo uns am Bahnhof schon Edgar erwartet. Seit der Abfahrt tummeln sich noch Wolken am Himmel, für die nächsten 5 Tage wurde eigentlich Sonne pur gemeldet. Hier steht der Bus der Firma Outdoor - Interlaken AG mit dessen Fahrer. Er heisst Felix und ist heute unser Führer auf der Schneeschuhtour. Nun eine kurze Fahrt zur Basis, wo wir die Schneeschuhe und Teleskopstöcke fassen und die Tour bezahlen. Wir haben ein Pauschalangebot für Fr.108.-, es beinhaltet Ausrüstung, Führung durch unseren Guide Felix sowie Fondueplausch mit einem Glas Weisswein sowie einem Kirsch auf der Lombachalp. Dann kann die Fahrt losgehen, in etwa 20 Minuten hinauf nach Habkern, wo bei mir alte Erinnerungen aufkommen und weiter auf einer gebührenpflichtigen Strasse hoch zur Lombachalp. Neben der Beiz parkieren wir und machen uns bereit. In Habkern haben ab 1990 die Ur - Groupies Ändel und Marianne ein paar Jahre in einem Chalet gelebt, wir waren damals des öftern hier. An den Hardergrat mit Suggiture und Augstmatthorn habe ich schöne Erinnerungen, weil Iris und ich damals auf 1800 m. ü. M. Openair auf dem Grat übernachtet haben, den Suggiture bestiegen und dann nach Habkern hinunter wanderten. War eine schöne Tour mit viel Gepäck. Als die Schneeschuhe montiert sind, starten wir unsere Tour. Die Bise ist noch immer eisig kalt, man sieht am Himmel nur ein paar blaue Fetzen und die Wolken stören noch. Leider habe ich meine Mütze vergessen, der Wind bläst, es ist nicht angenehm. Sobald wir unterwegs sind, wird es etwas besser. Gemächlich wandern wir über den herrlich gefrorenen Schnee stetig aufwärts, zwischen Gruppen von Tannenbäumen hindurch, es ist herrlich, die Sonne drückt. Hier kann man abschalten. Wir haben gute Gespräche mit Felix. Zwei Tourenskifahrer kreuzen uns, unter uns befindet sich noch ein Einzelgänger, sonst sieht man nirgends Menschen.

 

Die Tannen sind teilweise gefroren und die Wolken verwandeln sich in Hochnebel, ziehen rasch ab, um uns dann wieder einzuhüllen. Jetzt kommt ein steileres Stück, die Harscheisen halten sehr gut und wir steigen voll in den Hang ein, um dann auf eine Krete zu gelangen. Im Hintergrund blitzt ein grosser Berg hervor, der Hohgant. Auf dem Grat zieht es furchtbar, der Wind hat wunderschöne Spuren in den Schnee gezeichnet, hier pfeift es aber mächtig. Die Strukturen sind das Ergebnis von Schneeverfrachtungen. Wir steigen weiter auf, befinden uns nun auf etwa 1800 m. ü. M. und schon öffnet sich einen Moment lang der Blick aufs Tal, auf Habkern. Auf dem höchsten Punkt wird die Sicht nun immer besser und wir steigen etwas ab und wandern Richtung zweier Ställe. Nach lockeren 2 Stunden touren legen wir beim ersten Stall im Windschutz des Hauses eine Pause ein. In diesem Moment der Ankunft reisst der Himmel auf und innert weniger Minuten kommt die Sonne voll rein, es öffnet sich die Sicht und eine weisse Traumlandschaft befindet sich um uns herum. In rascher Folge zeigen sich auch schon die ersten Viertausender, als ich zu Ehren Edgar`s eine Flasche "Baccus 2000" öffne. Hier geniessen wir längere Zeit diesen Apéro, sprechen über viele Dinge sowie auch über Weinbau. Felix ist sehr interessiert und es macht auch Spass, ihm zuzuhören. Er lebte während 5 Jahren in Korsika und hat schon manches erlebt, nicht nur in den Bergen, auch lange Zeit auf dem Meer. Es wird nun auch windstiller. Der mächtige Block des Hohgant zeigt sich in seiner ganzen Grösse mit seinen Felsbändern, im Norden leuchtet das Niederhorn, vor uns im Süden der verschneite Hardergrat, dahinter die Krete des Faulhorns / Schynige Platte und mächtig dann das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Links daneben die Spitze des Ochs und weiter östlich die Pyramiden des Finsteraarhorns und des Schreckhorns. Zwei grosse Ziele für die Zukunft, diese Berge, die ich noch besteigen möchte. Was für eine Aussicht. Gegen Interlaken leuchtet der Thunersee, das Dorf selbst ist vom Harder verdeckt. Hier sollte man bleiben können. Hunger kommt auf, wir freuen uns auf das Fondue. Nach über 2 ½ Stunden seit dem Start neben der Beiz ist es nun 12 30 h geworden und wir posieren noch für ein Gruppenfoto, um dann diesen schönen Ort zu verlassen. In gediegenem Tempo nun zum gegenüberliegenden Hang an einem Haus vorbei, durch Wälder an eine steile Stelle, wo wir spielerisch auf den Schneeschuhen herunter rutschen. Schon erblickt man weiter unten das Restaurant, das eigentlich ein Stall ist und im Sommer scheinbar geschlossen hat. Man hat sich hier viel zu erzählen, vor allem Edgi habe ich bald seit 18 Monaten nicht mehr gesehen. Dann treffen wir beim Restaurant ein, deponieren die Ausrüstung auf dem Schneewall und nehmen auf der Sonnenterrasse an einem Tisch Platz, neben 10 anderen Gästen. Es ist sehr ruhig hier, Ländlermusik läuft und das freundliche Personal bedient uns rassig. Der grosse Hunger ist also da, wir verschieben uns an einen windgeschützten Tisch an der Wand und schon werden zwei Brenner aufgestellt, Brot gebracht und das Fondue in zwei grossen Caquelons serviert. Ein sehr gutes Fondue geniessen wir nun zusammen in der strahlenden Märzsonne, dazu gibt es Weisswein und jeweils ein Kirschli. Mit Alufolie wird die Flamme rundherum geschützt, trotzdem müssen wir ein paar Mal anzünden. Doch wir haben ja Zeit genug. Am Schluss würden Eric und ich noch gerne ein paar Brotstücke im Käse drehen und bekommen prompt noch eine Portion Fondue dazu, mit viel Knoblauch. Es war fantastisch. Edgar übernimmt hier alle Getränke, herzlichen Dank! Nach 1 1/2 Stunden Aufenthalt kaufen manche noch ein Stück Bergkäse und dann verabschieden wir uns. Die Schneeschuhe montieren und ab geht's an den anderen Hang, im Aufstieg durch den schönsten Schnee Richtung Hardergrat / Suggiture. In 30 Minuten stetig aufwärts, quatschen wir noch viel über die Berge, über Abenteuerweekends, die Anbieter Outdoor - Interlaken, die Geschichten um Adventure World, Alpin Raft und so weiter. Wir erfahren hier einiges Neues über den Todessprung am Schilthorn im Mai 2000, über die Saxetbachtragödie und die Medien, mit ihrer teils unsauberen Art zu recherchieren. Nach 45 Minuten treten wir dann den Rückweg an und somit endet diese super Tour so gegen 16 00 h. Mit dem Bus nun wieder ins Tal, wir nehmen Abschied von der Lombachalp. Felix fährt uns direkt zum Ostbahnhof, beim Abschied schenkt ihm Edgar eine Flasche vom "Dielenberger Himmellüpfer". In einer nahen Bar begutachten wir Fotos im Display der G2 und trinken noch etwas. Der Abschied kommt auch für Edgar, er verschwindet in seinem Auto und wir verlassen um 17 38 h den Bahnhof Interlaken Ost. Zu viert erreichen wir Laufen pünktlich um 20 15 h. Hier lernen wir die Frau von Rolf kennen, Claudia, und ihr Baby Chiara. Somit endet diese Tour wieder im Laufental.


Team Cargo Kleinhüningen Hafen schrieb am 04.04.2003 :
Hallo ehemaliger MA des Monats. Tolle Homepage, aber wo sind die Bilder des Cargo-Festes? Bist Du dieses Jahr auch wieder im OK dabei? Leo wollte unbedingt, aber ich habe es ihm verboten! ;-)) Gruess aus den Rheinhäfen (10% Umsatz von SBB Cargo) und schöne Ferien! Dani & Leo

Ronnie Wood schrieb am 29.04.2003 :
HomepageHallo Gago wie geht es Dir, ich hoffe, dass wir dich und Iris an einem unserer Konzerte begrüssen dürfen! Mit besten Grüssen Ronnie, Mick, Keith und Charlie.


Josef schrieb am 25.04.2003 :
Hallo Gago War im Schemelloch. Toll. Gruss Josef


Ändel Burkhalter schrieb am 09.04.2003 :
Wieder mal gesurft bei den Groupies und all die fiten, braungebrannten, kerngesunden Typen bestaunt (kurzer Seitenblick in den Spiegel - bleich, Bierbauch und Wabbelwaden) Darum mein Vorsatz: Sollte es einmal eine Tour geben von meinem Parkplatz die Treppe hoch bis zu meinem Fernsehsessel, so melde ich mich hiermit offiziell an. (Führung möglich) Wo ein Wille ist, ist auch eine Fernbedienung. Üble Sache! (bezieht sich nicht auf die Groupies) Bin wieder mal dabei! Griasst sans Ändel


Klettertag am Rüttelhorn ( SO )

18. Mai 2003 *

Heute mit dabei sind: Eric, Daniela, Rahel, Robin, Christoph, Grace, Fionna, Stephany, Kilian, erstmals seine Freundin Annika Kreide und ich. Am Samstag war Regen gemeldet, so verschieben wir auf heute Sonntag. Der Wetterbericht ist gut, ich bin gespannt auf das Rüttelhorn. Von uns hier war noch keiner dort. Morgens um 04 00 h regnet es in Strömen. Um 08 00 h treffen wir uns in Erschwil und fahren über den Passwang Richtung Solothurn. Nach Wiedlisbach ein wenig verfahren, dann über Rumisberg und Farnern hinauf zum Restaurant Vordere Schmiedenmatt. Gegen 09 15 h sind wir da. Kurz vorher hat es wieder zu regnen begonnen und wir fahren auf einem Bergübergang voll in dicken Nebel hinein. Die Felsen müssen total nass sein. Im Restaurant suchen wir zuerst einmal die Wärme, dazu einen Kaffee und warten ab. Nach 45 Minuten hellt es auf, doch tobt ein starker Wind über die Wiesen. Wir sind hier fast auf 1000 m. ü. M. Nun ab nach draussen, ein kleines Stück mit den Autos hoch zu einem Parkplatz. Der Regen hat aufgehört. Wir packen unsere Rucksäcke und wandern über die Wiese zum Waldrand, auf schönem, ausgebautem Waldweg an einer Feuerstelle zu den Felsen hoch, ca. 15 Minuten. Schon tauchen andere Gruppen auf, etwas Geschicktes für die Kinder ist gerade besetzt, weiter hoch zum Routen suchen. Der Kletterführer "Jura Vertical 2" leistet wertvolle Dienste. Wir kehren um, wollen auf die andere Seite, da rutscht Robin auf Daniela und sie stolpern über nasse Baumwurzeln. Das gibt Tränen, ist aber bald vorbei. Im Sektor A finden wir eine einigermassen geschützte Feuerstelle, im Sektor B gleich nebenan gute Kletterrouten. Während ich diese suche, wird eifrig Holz gesammelt und Christoph wagt sich im Vorstieg an ein 7 minus links des Feuers, in der Route Track oder so, Kilian sichert. Christoph hat sich Zwillingsseile gekauft. Der Wind bläst sehr stark in Abständen, unser Feuer hat aber Erfolg dadurch. Glut, Asche und Sand fliegt uns um die Ohren. Ich habe in der "Ameisenplatte rechts" im Schwierigkeitsgrad 4c eine tolle Kletterei im Vorstieg gefunden. Daneben befindet sich die Route "Heugumper", die wir auch noch im unteren Teil probieren. Als das Feuer richtig lodert und Eric da ist, quetsche ich meine Füsse in die Finken und steige in die Wand ein. Oben das Seil einhängen und abseilen, das tut gut. Der Himmel wird inzwischen immer blauer. Nach mir kommt Eric, dann Daniela, sie meistert die Route sehr gut. Ihr Problem ist wohl nur der Rückweg. Dann warten Rahel und Robin auf ihren Klettereinsatz und ziehen ihn durch, auf jeden Fall Rahel. Robin weiht heute seinen Karabiner ein, den er am letzten Tourenausklang von mir erhalten hat, er ist stolz darauf. Die Gebrüder Wehrli hängen ein weiteres Seil in der Wand ein, ein 5+. Um 12 30 h haben wir eine schöne Glut, machen Mittagspause und braten Klöpfer, Poulet, Bratwürste uns so weiter. Grace hat ein Salatbuffet dabei. Es ist herrlich, wieder einmal in den Felsen zu grillieren und danach gleich wieder zum Klettern zu gehen. Der Wind bläst noch immer ordentlich, es ist unser Glück. Dadurch wurde der Fels in Rekordzeit trocken. Die Sonne bescheint uns jetzt, als wäre es der schönste Frühlingstag. Nach dem gediegenen Essen um 13 30 h geht es weiter mit Elan. Nach den Kindern kommt Grace zu meiner Route, dann Fionna und Stephany, das ist Kinderklettern. Fionna klettert sehr gut, da geht es ab, das Kind. Grace ist auch sehr gut unterwegs. Annika hängt sich bei Kilian rein, will aber danach nicht mehr viel vom klettern wissen. Währenddessen geht Eric im Vorstieg eine schöne Route hoch, ich sichere von unten, nun haben wir drei Seile drin und üben auch wieder das abseilen, den gesteckten Achterknoten sowie runter lassen im Halbmastwurf oder Achter. Dann habe auch ich Zeit, um Eric`s Route zu erklettern und die von Christoph. Es ist ein ganz schöner Fels hier am Rüttelhorn, Jurakalk, und sehr wenig abgegriffen. Dieser Klettertag ist nun auch wettermässig gerettet, haben wir ein Glück. Mit vier Kindern ist es gerade recht und gut aufgeteilt und auch Grace war ziemlich am üben sowie auch am fotografieren. Dasselbe gilt für Daniela, sie darf auch etwas mit meiner Canon G2 üben und die Kids aufnehmen. Das gibt schöne Erinnerungen. Scheinbar wünscht sich Daniela eine Digitalkamera zu ihrem 30. Geburtstag im Dezember, höre ich. Mein Gott, wie die Zeit vergeht, in 3 Monaten bin ich auch schon vierzig. Immer mehr Gruppen mit Kindern kommen zum Rüttelhorn. Ein paar Extreme klettern im 7. Schwierigkeitsgrad hoch oben im Fels, als ich die ersten Tropfen verspüre. Noch eine Route bei den Kumpels drüben, danach ziehen wir die Seile ab. Rahel weint, sie möchte noch mehr und gibt erst Ruhe, als ich ihr Fotos im Display zeige. Wir hocken uns noch eine Weile ans Feuer, als das rieseln aufhört, noch ein paar Unterschriften ins Tourenbuch, Fotos, Gespräche. Danach steigen wir zum Waldrand ab. Es war genial schön hier am Rüttelhorn, wir werden bestimmt wieder einmal her kommen. Nächte Woche sollte in der Basler Zeitung ein Bericht über die Alpengroupies erscheinen, geschrieben von Esther Ugolini - Hänggi. Warten wir es ab. Am Rand der Wiese gibt es noch gewisse Kameraeinstellungen von Christoph und mir, kurz darauf noch ein paar Gruppenfotos. Zurück zu den Autos, einräumen und noch auf einen Schluck zur Bergbeiz Vordere Schmiedmatt, die aber restlos überfüllt ist. So haben wir es draussen eine halbe Stunde gemütlich, bevor wir losfahren. Kilian und Annika fahren nach Yverdon zurück, ich kann bei Eric und Daniela mitfahren, hinten auf dem Sitz zwischen den Kindern, das war echt lustig. Auf den Rat der Serviertochter schlagen wir einen anderen Weg ein, Christoph fährt voraus. Wir hätten es lieber bleiben lassen. Waldstrasse, Felsen, Löcher und Viehgatter warten auf uns. So erreichen wir Aedermannsdorf schlussendlich doch noch. Heimfahrt über den Passwang zu Iris und Bianca nach Hause. Schön war`s!

Am 14. Mai 2003 kommt Peter Walthard nach Erschwil und will von mir ein Interview übers Trekking im Schwarzbubenland. Er schreibt eine Serie in der BZ. ( Basellandschaftliche Zeitung / Nordschweiz ) Nach einer Stunde kommt ein Profifotograf der Zeitung vorbei und ich muss dann im Wander - Outfit im Wald ( im Gebiet der "Geissestägä" unterhalb vom Schemelloch ), posieren. Der Bericht erscheint in der BZ dann am Dienstag, 27. Mai 2003. Der Journalist Peter Walthard findet mich per Zufall über das Internet.


Basellandschaftliche Zeitung ( BZ ) vom 27. Mai 2003

Ein kleines Trekker - Paradies

OUTDOOR ( III ) / Für Trekker hat jede Landschaft ihren ganz eigenen Reiz. Der Erschwiler Georg Grolimund war schon auf dem "Everest - Trek" - und schwärmt trotzdem noch vom Schwarzbubenland.

ERSCHWIL. Georg Grolimund sieht man die unzähligen Touren, die er schon gemacht hat, an. Sein Gesicht ist wettergegerbt und braungebrannt, die Augen schimmern hell und schweifen immer wieder in die Ferne. Sich draussen zu bewegen ist seine grosse Leidenschaft. Die grandiosen Gebirgslandschaften der Welt faszinieren ihn immer wieder aufs Neue.

Unzählige Male war der erfahrene Trekker in den Hochalpen unterwegs, in Nepal wanderte er auf dem "Everest - Treck" bis an den Fuss des höchsten Berges der Welt, wo schon die Talböden höher als die extremsten Gipfel der Alpen liegen. Grolimund`s Augen leuchten, wenn er von seinem grössten Treck erzählt. Aber so grossartig die Bergriesen des Himalayas und die legendären Gipfel der Alpen auch sein mögen Grolimund kommt immer gern zurück nach Erschwil.

Grolimund: "Langweilig wird es im Schwarzbubenland nie"

"Es gibt hier einfach traumhafte Landschaften", schwärmt er. Für ihn ist das Schwarzbubenland ein kleines Trekkerparadies. Wenn es hier auch keine Schneeberge gebe, so biete der Jura mit seinen steilen Kalkfelsen, den unglaublich grünen Wäldern und den geheimnisvollen Höhlen dem Trekker immer wieder neue Seiten. "Langweilig wird es hier nie", meint er.

Seit Jahren leitet Grolimund einen Trekking und Bergsteigerclub, auf dem Programm stehen neben Touren in den Alpen und Events wie Canyonning oder Bungee - Jumping auch immer wieder Wanderungen im Jura. Dieser habe auch den Vorteil, dass man zu jeder Jahreszeit und bei jeder Witterung unterwegs sein könne. Es gebe kaum etwas Schöneres, als im Winter auf der verschneiten Hohen Winde den Sonnenuntergang und das ferne Alpenglühen zu geniessen, schwärmt er.

Besonders für Familien und Anfänger sei der Jura ein ideales Trekkinggebiet. Fast überall biete sich Gelegenheit, ein Feuer zu machen und Würste zu braten. "Das gehört für mich einfach zu einer Jurawanderung", meint Grolimund.

Eine seiner liebsten Touren ist die "Suurchrutwanderig", die ihn jeden Winter von Beinwil ins Bergrestaurant Rotlachen führt. Gut sieben Stunden dauert der Marsch über die Rotmatt ins Guldental und über den Erzberg und die Hohe Winde zurück ins Schwarzbubenland. Eine Schlachtplatte schmecke nie so gut wie nach einer Wanderung im Schneetreiben, ist der Tourenleiter überzeugt.

Um mit Trekking anzufangen, brauche es eigentlich nicht viel, erklärt Grolimund. Wichtig seien vor allem gute, stabile Lederschuhe und eine dichte Regenjacke. Auch eine Notapotheke gehöre in den Rucksack. "Ich selbst habe meistens auch einen Zinnbecher und einen Schluck Wein dabei", verrät er. Als erfahrener Trekker ist er sich aber schwerere Rucksäcke gewohnt: Auf seinen Touren in den Alpen schleppt er jeweils bis zu 25 Kilo.

In einer Serie widmet sich die bz den Outdoor - Sportarten im Schwarzbubenland. Nächste Woche: Running.

 

Trekking heisst eigentlich latschen"

Den Begriff "Trekking" könnte man in etwa mit "latschen" übersetzen. Bergsteiger im Himalaya, dem Hindukusch oder den Anden bezeichneten damit die langen Anmärsche bis an den Fuss ihres Wunschberges. Als sich immer mehr Nicht Alpinisten für die unerschlossenen Gebirgslandschaften in fremden Kontinenten begeisterten, wurde Trekking zu einer eigenen Sportart. Anfangs sprach man nur bei mehrtägigen Zelttouren ausserhalb Europas von Trekking. Heute versteht man darunter aber Wanderungen aller Schwierigkeitsgrade: vom anstrengenden Marsch im Jura bis zur Gletschertour auf 4000 Metern Höhe. (vvap)

Auf der "Geissestägä" bei Erschwil. ( Foto: BZ )

Tags darauf, am 15. Mai 2003 besucht mich Esther Ugolini aus Laufen, ich kenne sie von früher her. Sie schreibt für die BaZ ( Basler Zeitung ) und will mich auch interviewen. Wir treffen uns um 16 00 h bei mir zu Hause und dann erzähle ich 90 Minuten über die Alpengroupies, wie alles begann, das Jubiläum 50 Jahre Mount Everest, über den Everest - Treck, die Groupies allgemein. Dieser Bericht erscheint dann am Dienstag, 20. Mai 2003 in der Basler Zeitung auf der Seite Aktuell, mit Foto Eiger - Gipfel / Homepage Index. Auch sie fand die Alpengroupies übers Internet.


In der BaZ vom 20. Mai 2003


Als "Alpengroupie" auf den Gipfel

Touren auf das Wildhorn, den Aletschgletscher oder das Doldenhorn organisiert der Erschwiler Georg Grolimund für seinen alternativen Alpenclub, die "Alpengroupies". Bereits ist ein Buch in Vorbereitung.

Schwarzbuben-Bergführer: "Alpengroupie"-Gipfelstürmer Georg Grolimund auf der Eiger-Spitze. Demnächst plant er eine Mont-Blanc-Tour. Foto zVg

Erschwil. Wenn in den nächsten Tagen die Jubiläums-Live-Besteigung des Mount Everest durch ein Team des Schweizer Fernsehens über die Mattscheibe flimmert, wird Georg Grolimund garantiert jeden Schritt aufmerksam verfolgen - sei es auch nur, um sich mental bereits ein bisschen auf seine eigene Bergtour im September einzustimmen. Dann nämlich will er den Mont-Blanc bezwingen. Jetzt joggt er sich in Form. "Der grösste Gipfel der Alpen ist nicht zu unterschätzen", sagt er.

Er wirds wissen: An Praxis im Fels mangelt es dem passionierten Bergsteiger nämlich nicht. Seit er im zarten Alter von 13 Jahren mit Eltern und Schwester das Wildhorn als ersten Dreitausender bestieg, erkletterte sich Georg Grolimund 30 Viertausender und unternahm mehr als 130 Bergtouren - unter anderem auch in Nepal, beim Mount Everest. Und weil er nachgerade auch ein sehr geselliger Mensch ist, organisierte er die Touren auf Wildhorn, Doldenhorn und Mönch, auf den Aletschgletscher, die Schynige Platte oder das Breithorn gleich für Freunde und Bekannte mit. "Ich bin vielleicht schon ein Organisationstalent", sagt er von sich, "ich mache das einfach gern."

Freude an der Natur

Ganz gern springt er offensichtlich auch an Bungee-Seilen in die Tiefe, stürzt sich mit einem Fallschirm am Rücken aus Flugzeugen und wirbelt in Gummibooten auf reissenden Flüssen talwärts. Und immer sitzen Gleichgesinnte mit ihm in Boot und Gondel, stossen mit ihm auf den Gipfeln ihre Zinnbecher zusammen und stehen ohne zu murren um drei Uhr morgens in Berghütten auf, um einen anstrengenden Aufstieg unter die Füsse zu nehmen. Rund 100 Personen unternehmen so jährlich insgesamt acht Touren und das seit 1986. Georg Grolimund legt Daten fest, erstellt und verschickt Tourenprogramme, bucht Berghütten und Tourenführer, reserviert Zugtickets und fasst alles in einem abschliessenden Tourenbericht zusammen - das alles tut er rund fünf Stunden pro Woche. Dazu kommen die Tourenfotos, die mittlerweile 121 Alben füllen und seit kurzem digital verwaltet werden. "Alpengroupies" nennt er die Vereinigung von Kletter- und Wanderbegeisterten liebevoll, den eigens kreierten Schriftzug mit Signet ist nicht nur auf T-Shirts verewigt, sondern prangt sogar auf Grolimunds Oberarm - eintätowiert.

Die "Alpengroupies" sind aber weder Verein noch Reisebüro. Geld verdienen nämlich will der Rangiergruppenleiter bei den SBB mit seiner Leidenschaft keines. "Freude an der Natur, Kameradschaft und kein Stress", sagt der Alpengroupies-Manager über die Leitsätze für ihn und seine Gleichgesinnten. Der alternative Alpenclub umfasst mittlerweile rund 140 Mitglieder, 40 Personen bilden den harten Kern. "Jeder darf mitkommen", betont Georg Grolimund, "aber ich will keine Werbung machen und von Mitgliedern überschwemmt werden."

Alpengroupie-Buch kommt

Seine Erlebnisse mit den "Alpengroupies" will der Schwarzbuben-Bergführer jetzt in einem Buch zusammenfassen. Zehn Bände dick sind die Tourenberichte seit der Gründung der Groupies mittlerweile - bereits verhandelt Georg Grolimund mit einem Druckunternehmen und sucht nach einem Sponsor. "Die Berge sind ein wesentlicher Teil meines Lebens. Ich bin wohl ein Abenteurer", sagt der Aktiv- sportler und wünscht sich auf den dieses Jahr anstehenden vierzigsten Geburtstag ein Gipfelweinchen auf dem Kilimanjaro. Er will eben - buchstäblich - hoch hinaus. Für die nötige Bodenhaftung sorgt aber neben Ehefrau Iris, Alpengroupie-Mitglied und Mit-Managerin der ersten Stunde, seit 16 Monaten vor allem Töchterchen Bianca. "Jetzt lasse ichs etwas ruhiger angehen", sagt Georg Grolimund. Allerdings: auf dem Alpengroupie-Programm für 2004 steht bereits "Kinderklettern".

Esther Ugolini

http://www.alpengroupies.ch

 

E - Mails:

Hallo Georg Hier der Presse Artikel. Falls Du Änderungen machen musst für Internet, könnte ich diesen Text bearbeiten mit Adobe. Melde Dich wenn dies nötig wird. Gruss G-Papapapa

Hoi zämä Heute erschien in der BaZ ein Artikel über die Alpengroupies 2003. Er liegt im Anhang zu Eurer Verfügung. Viel Spass beim Lesen Gruss Gago

Super, jetzt wirst du noch berühmt.Wann kommt ihr jetzt mal zu uns? In ca. 2 Wochen sind hoffentlich die Gerüste um unser Haus weg, dann können wir wieder Familie und Freunde einladen. Lucie

Sali George, We goht's au eso? Hoffe gäng guet! Merci für die regelmässige News.
Danke schön und e gueti Zyyt; bis gliiiii Andrea

Hallo Georg Habe ich heute Morgen um 05.30 Uhr in der BAZ gelesen Gratuliere Gruss Ewald

Salü Georg, Danke für Deine Mitteilung. Ich habe heute nach dem Frühstückstisch die BaZ gelesen und nicht schlecht gestaunt. Bravo - weiter so, jetzt ist das Buch vom Georg nicht mehr weit. Gruss Uli

Hoi Gago Gratuliere!!! Sehr guter Bericht. Ja, Du bist halt ein verrückter Kerl! Wünsche Dir auf jeden Fall noch viele tolle Erlebnisse mit Familie und Kollegen und wer weiss, irgendwann treffen wir uns auch mal wieder. Wäre wirklich toll. Also dann, alles Gute, viel Glück beim Mont-Blanc und wir bleiben in Kontakt. Grüessli aus dem Oberland Stefan

Hallo Georg Danke für e Artikel. Wie geits euch äch eso? Liebi Grüess, Marianne

Hi Trekking-Gago, hatte nicht viel Zeit. Zeitungsbericht ist im Anhang als Word-Dokument. Musst Korrekturen noch selber vornehmen. Gruss Fips

Hallo Gago Warst du beim Interview bekifft? Der folgende Satz lässt fast keine andere Schlussfolgerung zu "die Augen schimmern hell und schweifen immer wieder in die Ferne. " (Zitat BZ) Das tönt ja fast wie; Seine trüben Augen waren nicht in der Lage, etwas in der Nähe zu fixieren ? ! ? Na ja, du kannst ja tun und lassen was du willst, hauptsache wir machen endlich mal was ab. Kommst du mal nach Bern ein Bier kippen? Gruss Ändel

Hallo Georg Ausschnitt im Anhang. Gruss Bruno

Hallo Gago
Thomas und ich haben deine beiden Berichte in der BAZ und der BZ natürlich sofort beim Durchblättern der Zeitungen gesehen und uns sehr darüber gefreut. Echt super! Zusammen mit diesem Mail sende ich dir die ersten beiden Berichte aus dem Tourenbuch 3. Da ich Anfang Mai eine Schule begonnen habe, komme ich leider nicht so schnell voran, wie ich gedacht habe. Und der Bericht über die Tourenwoche im Wallis (derzeit in Bearbeitung) ist halt eben wahnsinnig lang…Üebrigens habe ich die Berichte einfach abgeschrieben, unsichere Stellen rot markiert, sonst jedoch keinerlei Formatierungen (Schrift, Abschnitte, etc.) vorgenommen. Ich denke, so ist die Weiterbearbeitung für dich am einfachsten. Wünschst du für die weiteren Berichte irgendwelche Äenderungen? Es liebs Grüessli a die ganzi Familie Maya

Hi Gago
Hab den Bericht über die Alpengroupies in der Zeitung gelesen. Und, bist du nun von neuen Mitgliedern schon überschwemmt worden? Nun ich hätte da ne Frage. Grundsätzlich wäre ich an einer Mitgliedschaft interessiert, nur bin ich nicht sehr erfahren in Sachen Hochtouren. Ich bin ein leidenschaftlicher Hobbiebergsteiger ohne Seil und Steigeisen. Ich habe aber auch schon früher ein paar wenige Skitouren mal gemacht und vor ca 5 Jahren war ich zum letzten Mal auf einer Hochtour mit dem Firmen Sportclub. Das heisst also...würdet ihr auf einer Hochtour auch einen unerfahrenen Bergsteiger mitnehmen? Unternehmt ihr auch leichtere Bergtouren? Lieber Gruss Patrick

Als der Bericht über die Alpengroupies in der Basler Zeitung erschien, gingen während 3 Tagen über 100 Personen auf die Alpengroupie - Homepage, ich hatte deswegen mehrere Mails, eine Anfrage, um auf das Bishorn zu führen von unerfahrenen Baslern, eine Mail - Anfrage eines Lesers, der mitkommen möchte. Dazu bin ich ziemlich viel angehauen worden. Aber keine neue Mitgliederschwemme, und das ist gut so. Nur einen Sponsor für mein Groupiebuch sollte sich noch finden, das wäre toll.


Wanderung Creux du Van - Die Perle im Jura

15. Juni 2003............*

Diesmal mit dabei: Eric, Daniela, Robin, Rahel, Kilian, Annika, Nadja Müller, Jackie und Giusi mit Hund Timo, Bruno und Annemarie Sutter, Daniel Borer, Christoph, Grace, erstmals Simon Thies aus Bern und ich. Eine schöne Truppe findet sich hier im Neuenburgerland zusammen. Am 21. Pfingstfest letzte Woche haben wir alle entschieden, dass diese Tour wetterunabhängig am Sonntag stattfindet. Frühmorgens holt mich Christoph und Grace zu Hause ab, Besammlung ab 06 30 h am Bahnhof Laufen. Endlich wieder mal eine Tour mit Kollektiv. Der Sprecher OBZ SBB sagt in der Lautsprecheransage: "Für die Gruppe Alpengroupies ist im vordersten Wagen reserviert, einen schönen Tag, trinkt nicht zuviel, wir brauchen Schorsch am Montag noch". Unser Zug fährt um 06 44 h in Laufen ab, um 07 45 h treffen wir in Neuenburg ein. Hier gesellt sich Nadja zu uns. Plötzlich fragt hier einer, ob er bei den Alpengroupies richtig sei. Es ist Simon Thies, ein Studiumkollege von Kilian, der letztes Jahr schon auf das Strahlhorn mit wollte. Nun klappt seine erste Groupie - Tour. Simon stellt sich der Gruppe vor und freut sich auf den heutigen Tag. Nach kurzer Zeit Weiterfahrt mit der Privatbahn Richtung Val de Travers, in die Heimat des Absinth. Um 08 31 h erreichen wir das Dörfchen Noiraige, unseren Endpunkt. Das Wetter ist herrlich, der blaue Himmel strahlt und es war eine schöne Fahrt mit dem Zug in dieser wildromantischen Landschaft. Am Bahnhof begrüsst uns die grüne Fee als werbewirksame Comicfigur. Von weitem schon sah ich die mächtige, halbrunde Felsformation des Creux du Van. Hier am Bahnhof treffen wir auf Kilian und Annika, die Gruppe ist nun komplett. Sie waren kürzlich schon oben, Annika macht für uns heute Taxidienst wegen den Kindern oder wenn Probleme auftauchen würden. Kilian ist heute unser Tourenleiter, es war seine Idee. Um 09 45 h starten wir im Dorf unsere Tour am Bahnhof auf 729 m. ü. M. Dann bald einmal in den Wald hinein und stetig ansteigend auf dem Waldweg in die Höhe, schnell kommen wir ins schwitzen. Hier beginnt das Naturschutzgebiet Creux du Van. Im kühlen Wald hier ist es schön zu wandern, die frischen Blätter sind noch nass vom gestrigen Gewitter. Wenn wir die Tour am Samstag gemacht hätten, wären wir voll ins Gewitter rein gelaufen. Nach 45 Minuten Aufstieg erreichen wir eine Beiz, "Les Oeillons" auf 1014 m. ü. M. Im kühlen Garten geniessen wir etwas Tranksame und hören dem Vogelgezwitscher zu. Der Hof hat richtigen Freibergecharakter. Beim kühlen Bier am langen Tisch hat man Zeit für Gespräche. Nach 40 Minuten Aufenthalt folgt der zweite Teil, Aufbruch und nun über den Platz, sogleich in den Wald und hier beginnt der Weg der 14 Kurven. ( Les 14 Contours ) Das Herzstück des Aufstiegs ist dieser Weg der 14 Kurven, ein schmaler Pfad mit eben genau so vielen Haarnadelkurven. Jackie und Grace fahren mit Annika zum Creux du Van hoch. Schatten und Sonne wechseln sich beim Aufstieg ab, es ist heiss, heute werden bis 26 Grad gemeldet. Der Waldpfad ist gut zum laufen, immer wieder diese Kehren, mit Blick nach Travers und in die nähere Umgebung. Es wird immer schweisstreibender und nach einer guten Stunde erreichen wir den Creux du Van, die 14. Kurve liegt hinter uns. Ein atemberaubender Tiefblick tut sich auf, senkrechte, riesige Wände stehen rechts von uns, hier werden wir nun entlang wandern. Der Feldstecher wird hervorgeholt und die Wälder und Felsen nach der Steinbockkolonie abgesucht. Noch ist kein Tier in Sicht. Der Creux du Van ist eigentlich kein Krater, er ist ein Felsgebilde im Halbrund, ein markantes Zeichen geschaffen durch die Erosion. Im Internet findet man viele Informationen über dieses Gebiet: "Hier am Eingang zum Val de Travers erheben sich die gigantischen Felsformationen des Creux du Van. Bis zu 100 Meter hoch türmen sich die Felsen und bilden dabei einen hufeisenförmigen Bogen von gut einem Kilometer Durchmesser. Der Creux du Van ist eine lange, durch Erosion entstandene, halbrunde Felsenklippe mit bis zu 100 Meter hohen, steil abfallenden Felswänden. Er ist eine der interessantesten Naturschönheiten im Neuenburger Jura. Seine energetische Kraft strahlt mit 26`000 Boviseinheiten und wirkt erfrischend auf jeden, der sich ihm nähert. Die besondere Magie des Ortes lässt sich am besten in den Stunden um Sonnenaufgang oder - untergang erfahren. Mit etwas Glück entdeckt man in den Felswänden fast schon zutrauliche Kletterer, die hier ansässigen Gämsen und Steinböcke. Die Natur im ganzen Gebiet zeichnet sich durch ein kräftiges Wachstum aus und lädt auch den Erholungsbedürftigen auf eine beruhigende, sanfte Weise auf. Die tiefe, friedliche Ruhe dieser Gegend wirkt heilend auf das Energiesystem, belebt es mit neuer Kraft und erzeugt ein Gefühl von Gelassenheit, Heiterkeit und Verbundenheit mit der Welt. Auf einer Anhöhe des Creux befindet sich eine urchige Gaststätte ( mit Schlafsaal ), die den hungrigen Besucher mit hervorragendem Fondue oder hausgemachten Wurstwaren verwöhnt. Ein Besuch des Creux du Van lohnt sich auf jeden Fall und ist auch für Kinder oder Personen mit leichter Gehbehinderung zu empfehlen. - Fallen Sie nicht hinunter, die Begehung des Felsrundes geschieht auf eigenes Risiko". Aus: www.magic-places.ch, Magic Places of Switzerland und www.seelandjura.ch. An diesem schönen Ort offeriere ich einen eiskalten Calamin 2002, fast frisch ab Presse. Zinnbecher und Gläser werden eingesammelt, so ein kalter Schluck Weisswein tut halt einfach gut. Nun wandern wir der Krete entlang, zuerst auf Wiesenland, im Hintergrund eine Beiz, die wir links liegen lassen, dann direkt am Abgrund vorbei. An einer Stelle hat man sensationelle Einblicke in die Tiefe und die Wand, mit einem Felsvorsprung, überhängend.

 

Das super Fondue neben dem Felsenkessel des Creux du Van.

Hier sind sicher schon ein paar Base - Jumper runter gesprungen. Es ist einfach phänomenal. Weiter oben ein Schild, an dieser Stelle sprang im letzten Jahr ein Mensch in den Tod. R.I.P. Bevor wir den höchsten Punkt erwandern, nun weiter über Wiesen, etwas abwärts und dann erreichen wir gegen 12 30 h das Restaurant La Baronne, wo wir essen werden. Nun ist die Gruppe wieder komplett. Kilian hat hier das Fondue reserviert, wir sind zwar nass und verschwitzt, doch das spielt eh keine Rolle. Fondue kann man immer essen. Es lässt nicht lange auf sich warten, dazu gibt es Neuenburger Weisswein, diverse Kirschli, Wasser und Tee. In 4 orangen, altertümlichen Caquelons wird das Fondue serviert, los geht's, wir haben mächtigen Hunger. Und ich muss gestehen, es ist hervorragend, dieses Neuenburger Fondue, eines der besten, die ich je hatte. Und das bei 26 Grad. Wenigstens ziehen Wolken auf, es wird schattig. Ein wohliges Plätzchen ist das hier, nur das Natel hat kein Signal, macht aber nichts. Dann sticht mich die erste Bremse dieses Jahres, während ich am Haustelefon mit Iris spreche, und in der gleichen Minute passiert ihr zu Hause in Wahlen dasselbe. Seltsam? Aber so steht es geschrieben. Beim anderen Ende des Tisches wird noch ein Caquelon Fondue bestellt, wo wir oben am Tisch schlussendlich auch noch mithelfen. Man geniesst und relaxt, am Schluss wollen wir noch 2 Eier für den Rest des Käses, es war genial. Der Hauskaffee kommt noch zu Besuch, dann möchten wir zahlen, und staunen nicht schlecht. Die Wirtin will für Fondue, Wasser, Kirsch und Tee unglaubliche Fr.26.60.- pro Person, es ist nicht zu glauben. 90 Minuten später marschieren wir ab, mit der Groupie - Fahne in der Hand. Rahel und Robin und Grace sind auch Fahnenträger. Nun noch kurz hinauf zum höchsten Punkt auf etwa 1450 m. ü. M., wo wir beim Wanderschild innehalten. Somit haben wir heute während des Aufstiegs 800 Höhenmeter hinter uns gebracht. Grace und Jackie staunen nun auch nicht schlecht. In weiteren 10 Minuten auf die rechte Seite des Creux mit neuen Einblicken, alle staunen, dann den "Gipfelwein" degustieren und relaxen. Die Wolken vermehren sich, werden langsam dunkler. Das einzige, was heute fehlte, ist ein Steinbock. Hier machen wir zum Schluss noch das Gruppenfoto mit Fahne vor der Felsenkulisse. Kilian meint, in einer Stunde sind wir beim "Ferme Robert", einer Gaststätte mit kleiner Ausstellung über das Gebiet hier. Nun verabschieden wir uns von diesem grossartigen Naturwunder und tauchen in den kühlenden Wald ein. Weit entfernt hört man schon das erste Donnern. Da sagt ein Mann zu Bruno, man soll still sein. Unter uns im schrägen Hang stehen 3 kapitale Steinböcke mit riesigen Hörnern, dann noch ein Vierter. Was für ein Glück, sie heute noch zu sehen. Die Tiere haben keine Angst, sehen hier oben halt viele Menschen, wir fötelen wie die Japaner. Auch Hund Timo hält sich still. Das sind die ersten Steinböcke, die ich im Jura sehe, ein toller Anblick. Mehrere Minuten lang beobachten wir sie. Nun hat alles geklappt, das Naturwunder des Creux du Van, das sensationelle Fondue und zum Schluss sogar noch die Steinbockkolonie. Zufrieden steigen wir ins Tal ab, teils auf Waldstrasse, teils auf kleinem, steilem Pfad. Das Donnern kommt näher, die Wolken sind schwarz. Nach genau 60 Minuten treten wir aus dem Wald und treffen beim "Ferme Robert" ein, geniessen in der Gartenbeiz noch etwas Kühles und dann kommt das Gewitter. Hier beschliessen wir, einen Zug früher heimzukehren als geplant, wir haben noch so viel Zeit. Flucht nach vorn, wir nutzen die Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen mit seinen Karten, Tieren und Erläuterungen. Bruno und Annemarie gehen schon mal langsam vor, wir wandern nach Noiraige hinunter in 35 Minuten. Dann sind wir die letzten und werden im Dorf, kurz vor dem Bahnhof, vom heftigen Gewitter überrascht. Es schüttet lange wie aus Kübeln, teils noch mit Hagel, wir stehen bei der Go Kart - Bahn unter. Annika holt die restlichen Groupies hier ab, kurze Fahrt zum Bahnhof. Die gesamte Marschzeit betrug heute 3 Stunden und 50 Minuten. Jetzt ist es 17 10 h, unser Zug fährt um 17 22 h ab. Abschied von Kilian und Annika, besten Dank für alles. Zugsfahrt nach Neuenburg, wo wir uns von Simon und Nadja trennen. Es hat allen sehr gut gefallen, bald also wieder am Strahlhorn. In Neuenburg haben wir etwas Aufenthalt, einige decken sich bei Mc Donalds ein, so auch Daniel und ich. Weiter mit dem Schnellzug nach Laufen, wo wir also bereits um 20 15 h eintreffen. Es war ein wunderbarer Tag mit einer tollen Gruppe.

P.S.: Am 25. Juni 2003 hatte bereits der 3000ste Surfer unsere Homepage besucht.


Hochtour Strahlhorn 4190 m. ü. M. ( Britanniahütte / Saas Fee )

19. / 20. Juli 2003 *

Am ersten Hochtourenhighlight 2003 sind diesmal dabei: Toni, Christoph, Grace, Kilian, Annika, Rolf, Iwan, erstmals Mirella de Lorenzo aus Muttenz, erstmals Mario Clausen aus dem Wallis, er ist ein Kumpel von Simon Thies, Dieter, Nadja Müller, Franziska Aebischer und Sascia Cavallaro, Simon Thies und ich. Volle 15 Leute, recht viele für eine Hochtour. Die Mont Blanc - Anwärter Rolf, Dieter, Iwan und ich sind natürlich alle mit dabei, ist ja obligatorisch heute. Das Wetter ist seit Wochen sensationell, es wird alles klappen. Doch die grosse Hitze macht auch extrem den Bergen und Gletschern zu schaffen. Letzte Woche ist am Matterhorn ein Stück des Hörnligrates abgebrochen, der Berg der Berge musste einige Tage gesperrt werden. Am Oberen Grindelwaldgletscher gab es Eisschlag und dann zwei Flutwellen auf der schwarzen Lütschine. Bis jetzt gab es 35 Bergtote dieses Jahr, es wird einen brutalen Sommer geben. Nun zu uns zurück: Zu fünft gibt es im Rössli am Freitagabend eine Tourenbesprechung mit der Einteilung der 3 Gruppen. Gruppe 1: Gago, Rolf, Toni, Mirella und Iwan, Gruppe 2: Christoph, Grace, Kilian, Annika, Simon, Gruppe 3: Franziska ( Frauenpower ), Sascia, Dieter, Mario, Nadja. Am Samstagmorgen, nicht zu früh, treffen sich 6 Groupies um 08 30 h am Bahnhof Laufen, in Bern steigen Franziska und Sascia auf unseren Zug, in Brig gesellen sich Mario und Nadja zu uns. 10 Groupies sind nun in der halben Schweiz zusammen getroffen, die restlichen fünf fahren mit dem Auto, Christoph und Co. bleiben 2 -3 Tage länger hier. Unser Zug hat wegen einer Fahrleitungsstörung 15 Minuten Verspätung erhalten, somit fährt unser reserviertes Postauto in Brig ohne uns ab. Doch bald ist Ersatz da und wir erreichen Saas Fee um 13 45 h. In der Gartenwirtschaft vom Hotel Mistral treffen wir die Wirtin, Frau Heidi Supersaxo - Borer aus Beinwil wieder und lassen Grüsse von daheim ausrichten. Vor 2 Jahren war ich letztmals hier ( Lagginhorn mit Raphael Wellig ), zum sechsten Mal besuche ich Saas Fee. In den Stühlen sitzt bereits Gruppe 2, Christoph, Grace, Simon, Kilian und Annika. Nun sind wir komplett. Etwa 1 ½ Stunden haben wir hier gemütlich Zeit, essen und trinken etwas. Durch Frau Heidi Supersaxo - Borer kann Rolf seine Steigeisen mit neuen Muttern versehen, damit alles gut geht auf der Tour. Unterdessen hat uns Dieter schon verlassen, er wandert in 3 Stunden vom Dorf hoch zur Britanniahütte. Didi ist unser extremer Mister Jogger. Ich selbst brauche jetzt das nicht vor der morgigen Bergtour. Um 15 30 h verlassen wir das Dorf und fahren mit der Gondel hinauf nach Felskinn. Abmarsch hier oben zur Britanniahütte um 16 10 h, in 45 Minuten sind wir bei der berühmten Hütte auf 3030 m. ü. M. angekommen. Hier spielte das Leben ab und die Abenteuer des Gletscherpiloten Hermann Geiger, der im August 1966 in Sion tödlich verunglückte. Auszug aus einem Text über die REGA und Hermann Geiger:

"Vor 50 Jahren wurde die Schweizerische Rettungsflugwacht gegründet. Aus einer kleinen Gruppe von Pionieren ist sie seither zu einer professionellen, weltweit tätigen Organisation herangewachsen und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch der Einsatz von Rettungsflugzeugen, vor allem im Gebirge, war lange ein riskantes Unternehmen. Hermann Geiger, Walliser Gletscherpilot von Weltruf, der im August 1966 bei einem Flug tödlich verunglückte, gehörte zu den Mitbegründern der REGA. Er flog während vieler Jahre mit seiner einmotorigen Piper waghalsige Einsätze, um in Not geratene Bergsteiger in Sicherheit zu bringen. Im halbdokumentarischen Schweizer Spielfilm "SOS - Gletscherpilot" spielt Geiger sich selber, Seite an Seite mit Stars wie Anne-Marie Blanc, Annemarie Düringer, Robert Freitag und Hannes Schmidhauser. Kameramann Emil Berna gelangen prachtvolle und dramatische Schwarzweiss-Aufnahmen der Walliser Bergwelt."

Nun die Gruppe anmelden, relaxen, geniessen, Zimmer checken und morgige Tour anmelden. Dann üben wir draussen vor der Hütte das Anziehen der Steigeisen und Gschtältli. Um 16 45 h trifft Didi bereits auf der Hütte ein, er brauchte genau 3 Stunden für den Aufstieg, eine gute Leistung. Jetzt geht's zum Zimmerbezug, der Hammer ist, dass wir 15 Leute ein eigenes Zimmer für unsere Gruppe erhalten, super. Darüber hinaus sind nur drei von uns SAC - Mitglieder, der Hüttenwart rechnet es aber allen an. Das bedeutet eine Reduktion von Fr.9.-. Da dürfen wir schon ein bisschen Rotwein trinken heute Abend. Fröhliches Beisammensein draussen mit einigen Kübeln Bier. Um 19 00 h werden wir zum Abendessen gerufen, hier nochmals ein Highlight, guter Salat, Nudeln und Pouletschenkel, hab ich in 20 Jahren noch nie auf einer Hütte erlebt. Das Essen ist sehr gut und danach folgt das Dessert. Und der Hüttenwein, ein Goron, wird genossen. Ein lustiger Abend beginnt, bald schon geht es ab nach draussen zum Steinbock gucken. Neben der Hütte ist ein Leckstein an der Mauer montiert. Wir fotografieren den Steinbock, später sind sie gar zu viert. Und die Resten der Pouletschenkel liegen neben dem Leckstein. Gegen 22 00 h verziehen wir uns alle ins Massenlager in die blauen Duvets, ( ist eigentlich auch ungewohnt ) und wollen so schnell wie möglich einschlafen. Alle, die ein Natel haben, stellen den Wecker auf 02 30 h. Das ist eine halbe Stunde früher als die Weckzeit der Hüttenwartin. Vielleicht gibt es bis zu 4 Stunden Schlaf, wer weiss. Die Britanniahütte wurde übrigens 1997 umgebaut und hat im Internet eine tolle Homepage. Um 02 30 h klingeln mehrere Natels und draussen glitzern die Sterne. Sehr diszipliniert steht die ganze Gruppe schnell auf, wir können ohne Stress und Drückerei auf dem WC oder im Schuhraum uns für die Tour bereit machen. Ab 03 15 h gibt es Frühstück. Ich habe gegen 4 Stunden geschlafen, manche nur 2 Stunden. Nun gilt es ernst, was nicht mitgenommen werden muss, wandert in Plastiksäcke und dann in den Trockenraum.

 

Pause im Adlersattel unterhalb des Strahlhorns.

Der Spaltenspprung von Iwan.

Besammlung vor der Hütte, Gschtältli an, Stirnlampe anzünden und los geht's um 03 55 h. In 10 Minuten den Weg hinab zur Geröllhalde, über grosse Blockwerke, durch diese hindurch und schon stehen wir auf dem Hohlaubgletscher knapp unterhalb 3000 m. ü. M. Es ist recht warm und es weht ein laues Lüftchen. Die Stirnlampen blitzen in die Nacht hinaus. Mit unserer grossen Truppe sieht das aus, als ob Bergsteiger am Matterhorn unterwegs wären. Vor uns befinden sich 2 kleine Seilschaften, wir wandern stetig den Hohlaubgletscher hoch und es ist extrem schön, hier durch die Nacht zu gehen. Noch längere Zeit bleibt das Seil im Rucksack, als die Gletscherspalten grösser werden, legen wir einen Halt ein und montieren die Steigeisen. Die drei Gruppen werden aufgeteilt und danach wird angeseilt. Es ist noch nicht mal 05 00 h. Der abnehmende Halbmond spendet uns auch etwas Licht. Der Gletscher hier ist sehr einfach zu überschreiten, wir folgen etwas der Zweierseilschaft und bleiben dann links. Vor uns ein Felsklotz, den wir umgehen müssen. Die Normalroute führt an ihm links vorbei, auf einen Tipp des Hüttenwartes hin werden wir aber rechts rum wandern. Das heisst, mehr Aufstieg, Firnfelder und 2 Geröllhalden. Bald kommen wir am Uebergang an und müssen nach dem einen Schneefeld hier die Steigeisen wieder abmontieren. Kurze Pause hier oben, die Dämmerung hat begonnen. Der Himmel im Osten färbt sich rot - orange - gelb - grün, es ist herrlich. Auf diese Momente freue ich mich am meisten, wenn eben der Tag kommt mit all seinen Farben. Schatten und Berge, Silhouetten treten langsam hervor. Das Strahlhorn hat eigentlich noch eine ziemliche Entfernung von hier. Jetzt den Pfad durch die Felsen suchen, grosse Platten einer Geröllhalde, dann wieder ein Schneefeld, um danach abermals in einem Bollwerk aus zusammen gestürzten Blöcken herum klettern zu dürfen. Dann endlich betreten wir den Allalingletscher und freuen uns auf seine ganze Länge. Ich liebe die Berge. Nun ganz sanft den Gletscher hoch, schön gemächlich. Spektakuläre Spalten wechseln sich ab mit kleinen Bächen und Schneefeldern, die gefährlich und heikel sind. 2 Stunden sind wir nun unterwegs, die Sonne lässt Fluchthorn und Strahlhorn rot erglühen, es dauert nicht mehr lange, bis sie uns erreicht. Um 06 15 h ist es soweit, die warmen Strahlen berühren uns von hinten. Es wird noch sehr heiss werden heute. Rechter Hand der Aufbau des Allalinhorns, an diesem führt die Reise vorbei. Aber an Höhe gewinnen wir noch nicht viel, es geht immer sehr sanft bergan. Auf der rechten Seite des Eisfeldes stehen schöne Gletschertische, ein Stück weiter hinten machen wir eine kleine Pause. Vor uns liegt nun der eigentliche Aufstieg zum Strahlhorn, endlich geht's in die Höhe. Rechts führt die Spur zum Rimpfischhorn, zur Normalroute, welche über Firn zum Gipfelschneefeld und weiter zum imposanten Gipfel, zum Felsgrat, führt. Jetzt merken wir beim atmen, dass man in höhere Regionen kommt, wir befinden uns etwa auf 3700 m. ü. M. Böse Spalten gilt es zu überqueren, die Aufstiegsspur ist gut zu sehen. Ich schätze, noch etwa 1 ½ Stunden bis zum Adlerpass. 3 Italiener wandern vor uns, es nervt, dass sie ewig anhalten und ich überhole. Später eine Pause, um zu trinken. Links über uns sieht man den Vorgipfel, hier kann ich tolle Fotos schiessen, und den langen Gipfelgrat. Nun wandern wir steil den Berg hoch, das Weglein schlägt Haken, der Pass kommt nur langsam näher, die Zeit verrinnt. Ich frage immer wieder bei Iwan die Zeit nach. Es ist bereits 08 30 h. Es wird immer heisser, wir freuen uns auf den Adlerpass, denn von dort machen wir den Gipfel in einer guten Stunde. So steht es im Führer und auf der Homepage der Britanniahütte. Denkste! Doch alles der Reihe nach. Gegen 09 15 h erreichen wir den Uebergang, den Adlerpass. Ein atemberaubender Ausblick tut sich hier auf: Das stolze Matterhorn steht einsam vor uns da, rechts Obergabelhorn und Zinalrothorn, links Breithorn, Pollux, Castor, Lyskamm bis hinüber zum Monte Rosa mit der Dufourspitze. Ein toller Ausblick. Wieder braucht der Mensch Flüssiges. Nun den Gipfelweg hoch, einige Bergsteiger kommen uns schon entgegen. Der Weg ist steil und ich sehe den Vorgipfel wieder, einer sagt, es gehe noch länger als 1 Stunde. Wir werden immer langsamer, brauchen mehr Zeit, um durch zu atmen. Auch Toni hat Mühe mit der dünnen Luft. Jetzt sind wir bestimmt auf den magischen 4000 Meter über Meer und sind bereits über 6 Stunden unterwegs, als in meiner Gruppe Mirella sagt, sie könne nicht mehr und werde es nicht schaffen. Wir reden ihr gut zu, machen wieder eine kurze Pause, trinken und erholen uns. Auch in den anderen 2 Gruppen kommen einzelne an ihre Grenzen. Ich darf die Leute jetzt ja nicht verheizen und die Sache voll durchziehen, sonst stehen nicht alle 15 ganz oben. Dieter will es durchziehen, doch das kann ins Auge gehen. Wir machen ganz langsam weiter, wenn ich zurück schaue, erinnern mich diese Bilder ans Fernsehen, als ob wir am Mount Everest wären, die langsamen Bewegungen, die Stopps. Dann sehe ich den Gipfel mit dem Felsaufbau. Wir motivieren alle noch ein letztes Mal, es ist unsäglich heiss. Noch ein halbes Stündchen, denke ich. Und hopp, langsam weiter, trinken, Schnee essen, ich leide natürlich auch, obwohl ich diesen Aufstieg recht gut vertrage. Schliesslich joggen wir ja für den Mont Blanc schon seit Anfang März. Nun handelt es sich noch um Minuten, ich motiviere die Leute und mit letzter Kraft kommt auch Gruppe 2 und 3 hoch. Genau um 11 30 h erreicht meine Gruppe den Gipfel des Strahlhorns auf 4190 m. ü. M., vom Firn auf den Felsgrat hoch, der Steinmann ist der höchste Punkt. Es ist geschafft, die Groupies schliessen auf und alle 15 Leute stehen auf dem Gipfel, super! Es ist heute mein 31. Viertausender. Ich gratuliere Rolf hinter mir, Küsschen für Mirella, Freude, Strahlen, Glück. Doch es ist hier etwas ungemütlich im Fels, ich nehme noch schnell einen Gipfelstein mit, dann gehen wir zurück. Franziska und Christoph verschieben sich ein paar Meter abwärts, während ich warte und Fotos mache. 100 Meter weiter unten sitzen wir in den weichen Schnee und kommen wieder etwas vom Puls herunter. Man gratuliert einander, überall sehe ich zufriedene, aber auch müde Gesichter. Es ist genial, wir sind endlich oben nach 7 ½ Stunden Aufstieg, ist doch noch ziemlich lang geworden, die Tour. Christoph und Grace feiern hier und heute ihren ersten Hochzeitstag und er holt nun eine Magnumflasche (1 ½ Liter) Barolo aus dem Rucksack, die Zinnbecher werden hervor geholt und damit angestossen, auf sie und auf das Strahlhorn. Folgende Groupies haben heute ihre Viertausender - Premiere: Franziska, Sascia, Simon, Newcomer Mario Clausen, Kilian, Annika und Nadja. Und schweizmässig eigentlich auch unsere Newcomerin Mirella. (Sie war im Mai 2003 in Peru auf 4200 m. ü. M.) Das sind nun also 8 Personen, super. Ich spreche allen Lob und eine super Leistung aus, danke für den tollen körperlichen Einsatz. Vor allem unsere 4 Frauen sind zu bewundern. Alle auf dem Gipfel, das war mein Ziel gewesen, und nichts riskieren. Alles ging gut, bis jetzt. Zur gleichen Zeit steht Raphael Wellig mit seinen Kunden auf dem Gipfel des Allalinhorns, gleich nebenan hinter dem Rimpfischhorn. Er hat uns gesehen, wie er mir später in einem Mail schreibt. Nachdem wir uns verpflegt haben, müssen wir uns an den Abstieg gewöhnen. Das Schlüsselwort dazu sagt Sascia: "Die letzte Bahn ab Felskinn fährt bereits um 16 45 h". Wir brauchen aber zurück zur Hütte sicher 4 Stunden. Wir sind so geschafft und müssen nun weiter, dass keine Zeit mehr bleibt für ein Gruppenfoto mit Fahne. Alle 3 Gruppen verlassen den Gipfel um 12 15 h, ich gehe wiederum voraus. Nun kommt der legere Abstieg, wir kommen gut voran, sind recht schnell wieder unten auf dem Sattel, beim Adlerpass. Hier gilt es, eine grosse Spalte zu überspringen beim Schneegrat, ich mache nun ein tolles Action - Foto von Iwan, wie er in der Luft mit Seil und Pickel einen Jump ausführt. Nun weiter in der Aufstiegsspur, immer wieder sind Spalten zu melden zum nächsten Teilnehmer in der Seilschaft. Doch wir kommen schnell voran. Aber die Hütte ist noch sehr weit entfernt, das kann dauern. Wir rechnen noch mit 3 Stunden, es wird knapp. 10 Leute von uns müssen es ja unbedingt auf die letzte Bahn schaffen, Gruppe 2 von Christoph braucht nicht zu pressieren. Hier zwischen dem Adlerpass und dem ebenen Allalingletscher verabschieden wir uns bereits von Gruppe 2 provisorisch, damit wir einen Zahn zulegen können. Auf bald, Freunde, macht`s gut weiterhin. So ziehen wir von dannen. Der Sulz wird langsam eklig, gewisse neue Spalten sind zu erkennen und zu umlaufen oder zu überspringen, es wird teilweise ziemlich heikel. Einige Schneebrücken sind eingestürzt, wir müssen konzentriert gehen. Besonders in den Schneefeldern wird es gefährlich. Dann endlich erreichen wir die Ebene und kommen zu unserem Rastplatz vom Morgen bei den Gletschertischen, der heute früh umlaufene Berg nähert sich langsam. Danach treffen wir beim ersten Bollwerk ein, durch die Blöcke hindurch zum kleinen Schneefeld. Franziska hat Schmerzen im Fuss von einer früheren Verletzung, ich gebe ihr ein Contra - Schmerz, welches einige Zeit später bereits wirkt. Nun geht es ihr etwas besser. Danach die Geröllhalde hinauf in kurzer Zeit, zum höchsten Punkt, durch ein Schneefeld rasch absteigend auf den Hohlaubgletscher, das schlimmste ist nun vorbei. Gruppe 3 ist schon weit hinten auf dem Allalingletscher, sie nehmen es gemütlich. Hier ist der Eisfluss nur noch aper, wir können Gas geben. Aber die Zeit drängt, es ist bereits 15 15 h. Nun habe ich eine Idee: Ich möchte Didi als Meldeläufer zur Hütte schicken, als Vorhut, damit er die Hüttenwartin informiert, dass wir spät dran sind und eine Verletzte haben. Rolf übernimmt seinen Rucksack, Didi zieht den Auftrag durch und joggt nur mit Steigeisen und Pickel ausgerüstet über den Hohlaubgletscher hinab. Das ist der richtige Mann dafür, bald ist er schon verschwunden. Wir ziehen weiter, viele Groupies leiden Durst, Mirella hat den letzten Schluck Mineralwasser und ich fülle mein leeres Coca Cola - Fläschchen mit Gletscherwasser aus dem nächsten Bächlein. Es ist sauber genug und auch gut trinkbar. Nun um ein paar grosse Spalten herum, zum ersten Blockwerk, rüber zum Hüttenweg. Noch ein paar Schritte, dann verlassen wir den Gletscher und stehen unten am Hüttenweg, seilen uns ab und versorgen die Steigeisen im Rucksack. Das grosse, letzte Stück ist vorbei. Didi flitzt um die Kurve und rennt den Weg zu uns hinunter. Seine Botschaft ist klar: Wir müssen durchlaufen bis zur Felskinnbahn, sonst verpassen wir unsere letzte Möglichkeit. Die Bahn meinte, ein Extrafahrt kostet Fr.1000.- und das ist einfach eine Frechheit. Und die Hüttenwartin meint, wir sollen zuerst etwas trinken. Sie braucht eben weitere, zahlende Gäste. So schnaufen wir den Weg hinauf, holen unser Deposit im Heizungsraum und stressen an der Hütte vorbei, ohne etwas zu trinken. 30 Minuten später sind wir bei der Felskinnbahn angelangt und haben noch ein wenig Zeit, was für ein Stress. Hohe Gewitterwolken türmen sich über den Bergen auf, sie sehen von allen Seiten bedrohlich aus. Nun sind einige ganz kaputt wegen der grossen heutigen Leistung an diesem Berg. Während wir zu Tale fahren, fallen schon die ersten Sprüche, es wird gelacht. Um 16 35 h fährt unser Postauto, halt eine Stunde später. Mirella meint, sie war noch nie so kaputt in ihrem Leben. In einer Stunde hinunter nach Brig, in Visp gibt es die ersten Regentropfen. Am Bahnhof in Brig herrschen hoch tropische Temperaturen von bis zu 35 Grad, es schlägt uns fast zurück. Nach kalten Getränken in der Beiz verabschieden wir uns von Nadja Müller und Mario Clausen. Nach 19 00 h fährt unser Zug über den Lötschberg nach Bern, wo uns schon in Thun Franziska und Sascia verlassen. Auf bald wieder einmal. Iwan spendiert von der Minibar eine Runde Bier. Dann erreichen wir glücklich und müde den Bahnhof Laufen mit einer Stunde Verspätung um 22 15 h. Die restlichen Groupies wollen am Montag noch das Rimpfischhorn beglücken, doch es regnet auf der Hütte schon am Abend, wie wir später hören und der Plan fällt ins Wasser. Es ist viel zu gefährlich, auch das Weissmies liegt nicht mehr drin. Wir haben jetzt ja mit dem Strahlhorn einiges erlebt. Fazit: Die grosse Leistung am Strahlhorn zeichnet sich aus mit dem Höhenmeter - Durchschnitt am Sonntag, es waren fast 2400 Höhenmeter und wir waren gesamthaft 12,5 Stunden unterwegs. Das war die härteste Groupie - Tour der letzten Jahre.

3 Tage später bekomme ich Schmerzen im Hals auf der rechten Seite, eine Sonnenallergie, grober Schmerz, grosse, eitrige Punkte, darin bis zu 4 Mal in der Minute Stiche, das kenne ich doch schon, diesen Schmerz vergisst man nicht. Ja, am Sustenhorn 1987 war`s, und nach dem Allalin, und jetzt passiert mir das wieder. Ich halte es fast nicht mehr aus und der Hals sieht aus wie bei einem Leprakranken. Bekomme Schmerzmittel und Salbe vom Arzt für die nächsten 10 Tage. Mein Fehler, habe völlig vergessen, den Hals einzustreichen. Das Gesicht war okay, dafür bei anderen Freunden verbrannt.


Huber Daniel (alias Hammel Daniel ) schrieb am 24.07.2003 :
Hallo George und Iris Bin sehr angenehm überrascht von eurem Tun. Brauche etwas Zeit, um eure Homepage anzuschauen. Im Sommer hat bei mir das Motorrad allererste Priorität. Und wenn es dunkel und kalt wird, so rückt mein iMac in den Vordergrund. + Grüsse vom Däni

Patrick Furrer schrieb am 15.08.2003 :Hey George Herzlichen Glückwunsch zum gestrigen Geburi! Ich hoffe, du hast den gestrigen Tag genossen! Und wie wars auf dem Strahlhorn? Leider konnte ich nicht dabei sein. Aber ich denke, ich werde dann bald mal bei einer Tour dabei sein. Lieber Gruss Patrick

Georg "Gago" Grolimund schrieb am 13.08.2003 :Hallo Freunde: Am morgigen Tag, am 14. August 2003, werde ich bereits 40 Jahre alt. Es ist nun Zeit für eine Besinnung und über das Leben nachzudenken. Ich hoffe selbst auf weitere 40 gesunde Jahre, privat und auch in der Bergwelt, meinen Hobbies, der Musik usw. Ich grüsse hiermit alle meine Freunde, Groupies, Bekannte und Verwandte, die morgen Abend im Schützenhaus mit mir feiern und natürlich auch all jene anderen Freunde, die nicht dabei sein können. Mit diesem Tag ist nun auch unsere schöne Alpengroupies - Homepage bereits 2 Jahre alt geworden. Viele Grüsse sende ich an Euch und Prosit auf uns alle, speziell an Iris und unseren Sonnenschein Bianca Melita..........Euer Gago!!



Weintour ins Mandement ( GE )

30. August 2003 *

Auf dieser vierten Weintour seit 1997 sind heute mit dabei: Jackie, Giusi, Hund Timo, Martin, Beatrix, Paul, Mirella, Kilian, Annika, Nadja Müller, Iris, Eveline Heim, Hansueli Bürgin, Laurent Hofmann, Lucie, ihr Bruder Robert, erstmals ihre Mutter Leni Sager, Toni Grolimund ( der Nudist vom Lavaux ), Véronique, organisiert die heutige Tour, Yvan Clos, erstmals Bernard Blondel, der Freund von Véro und ich. 21 Groupies und ein Hund, gar nicht so schlecht. Sicher 10 Leute sind heute verhindert, die eigentlich auch mit wollten. Mitgegangen, mitgehangen. Paul dreht heute seinen Video für den nächsten Tourenausklang. Der Hund macht wieder mal einen Strich für sich, irgendwann gibt es einen Napf aus Metall mit Gravur für ihn. Iris ist dieses Jahr zum ersten Mal on Tour, wir haben unsere Bianca Melita für 2 Nächte bei Bruno und Elsi abgegeben. Um 06 15 h fährt uns Mama Heidy nach Laufen, wo wir auf eine kleine Schar Groupies treffen. Der Zug setzt sich um 06 44 h in Bewegung, Mirella sitzt wie schon das letzte Mal bereits im reservierten Wagen. In der Region von Grenchen wird der erste Apéro bereits von Martin und Bea spendiert, weitere werden folgen auf dieser langen Reise nach Satigny. Ein Regenbogen erstrahlt über den Rebhängen am Bielersee. In Neuenburg sollten Kilian und Annika zusteigen, tun sie aber nicht, weil 2 Schneezüge, heisst heutzutage Interregio, hintereinander fahren und die Zeit in meinem Mail nicht ganz stimmte. So sind sie im ersten Zug und treffen in Yverdon auf Hansueli und Laurent. Die Weltstadt Genève erreichen wir um 09 12 h und prallen mit Herzlichkeit und strahlen auf Nadja und Eveline. Nach 20 Minuten Aufenthalt in Genf besteigen wir den Regi, ein kleiner netter Zug mit Triebwagen, fast eher ein Tram, mit dem schönen Namen "Le Mandement". Das Tram gehört aber der SBB und es setzt sich auch in Bewegung. Der Himmel war, ist und bleibt Wolken verhangen, doch erst jetzt beginnt es zu regnen. Das war schon das letzte Mal so, als wir am Lac Léman weilten. Um 09 45 h treffen wir in Satigny ein, einem kleinen, netten Bahnhof und werden herzlich von Toni, Lucie, Robert, Leni, Véro, Yvan, Bernard und Hund Laila empfangen. Nun zeigt uns Véro ein wenig ihr Dorf Satigny und führt uns zu einem Café, wo wir an gemütlichen, alten Holztischen einen ersten Schluck Weissen aus der Region geniessen. Es ist ein feiner, leichter Wein, vielleicht nicht ganz so lieblich wie ein Lavaux, sind wir doch jetzt endlich einmal im La Cote. Unser Toni, der Stripper aus dem Lokomotivdepot, übernimmt die ganze Runde, besten Dank!

Sein Stripbild, das ich mitgebracht habe, wird mit lautem Getöse von uns allen aufgenommen. Der Schlachtruf ertönt: "Juppie, juppie Alengroupie." Danach beginnt die Tour mit einer Wanderung, sie dauert eine gute Stunde und führt uns durch die Reben, wo weisse und rote Trauben an den Rebstöcken hängen. Dicke, gut gereifte, süsse Trauben, aber auch Felder mit Apfelbäumen, Pfirsichen usw. Der Regen hat längst aufgehört und war nur von kurzer Dauer. Die Sonne erhellt die Landschaft, beim wandern über die Felder kommen wir an kleinen Weilern vorbei, auf der linken Seite fliesst die breite Rhone vorbei, daneben beginnt gleich Frankreich. Hier steht ein grosses Kraftwerk und wir befinden uns nun im untersten, westlichsten Zipfel der Schweiz, mitten in der Grenzregion. Dann erreichen wir das erste Ziel, das kleine Dorf Russin, an der Route des Molards 21 finden wir unseren ersten Weinbauern, Michel und Claire - Lise Desbaillet. Freundlich lädt er uns in seinen schönen Keller ein, zeigt sein riesiges Fass, erzählt über seinen Stammbaum, seiner Familie, ( es sind 21 Generationen ), die Erde des Weinberges, die Bodenbeschaffenheit, wovon ich sprachlich selbst das wenigste verstehe. Monsieur Desbaillet bittet uns zu Tische und stellt draussen neben den Hunden einen Aschenbecher auf ein Holzfass. Wir degustieren nun seine Weine, Der Weisse ist Chasselas, Pinot blanc, Chardonnay, Riesling X Sylvaner, Merlot Blanc, einen Rosé, beim Roten haben wir die Auswahl zwischen Gamay, Pinot Noir und Merlot. Natürlich haben wir die Zeit nicht, um alle zu probieren, und auch nicht den Magen dazu. Es gibt auch etwas Snacks, dann, nach einer Stunde, bestellen wir und alles wird später nach Erschwil zu uns geliefert. Ein wenig filmen, Fotos und das war`s. Wir bedanken uns und verlassen den Weinkeller, jeder bezahlt Fr.10.- für die Degustation. In der wärmenden Sonne laufen erhellte, fröhliche Gesichter durch das Dorf, ein paar Gassen weiter erreichen wir das erlesene Restaurant, von dem Véro schon lange gesprochen hat. Da der Morgen etwas feucht war, dinieren wir drinnen in einem länglichen Sääli. Zum Glück sind wir nicht mehr als 21 Leute. Dieses Restaurant trägt den Namen "Restaurant Le Vignoble Doré" in 1281 Russin und befindet sich an der Route du Mandement. Hier haben unsere Genfer Groupies getestet und vorgekostet. Ich sitze oben am Tisch, wie an meiner Hochzeit, umrahmt von 2 Frauen. Das Essen in drei Gängen kennen wir gemäss Programm schon lange. Es lässt auch nicht lange auf sich warten. Zur Vorspeise geniessen wir einen garnierten Chefsalat mit Gemüse und Terrine, danach kommt ein ovaler Teller mit fantastischen Eglifilets gebraten, dazu Frites und Gemüse, schön verziert. Dieses Essen ist ein Gedicht und der Preis der Hammer, mit dem nachfolgenden Dessert, einen Fruchtsalat mit Vanilleglace, bezahlen wir nur sagenhafte Fr.35.- und mit Wein und Mineralwasser deren Fr.47.-, es ist schier unglaublich. Alle geben Fr.50.- und wir lassen hier einen Tausender liegen, Toni später einen Lappen für den Schnaps. Dafür zeigen wir wieder mal sein ausgedrucktes Foto, nackt, wie Gott ihn schuf, in unserem Garten. Nach 2 Stunden gemütlichem Dinner ruft Toni von draussen, wer in die Gartenbeiz geht, dem zahlt er einen Schnaps. Als wir alle draussen sind, beginnt es zu regnen. Nun wieder rein und Toni muss sich fügen. Wir wählen zwischen eiskaltem Grappa und Vieux Prune, die Damen des Hauses servieren und schenken ein in schöne Kelche. Zum Schluss stellt sich noch die Chefin vor und Véro holt auch noch den Koch, beide begrüssen wir mit einem frenetischen Applaus. Es war herrlich hier, Danke. Hier halte ich eine kurze Rede und danke auch Véro für die tolle Organisation des heutigen Tages und nun gibt es für sie nochmals einen grossen Applaus. Ab heute werden wir auch jedes Jahr eine Weintour durchführen statt alle 2 Jahre nach 1997, 1999, 2001 und 2003, verkünde ich zum Schluss. Das Ganze wird auch sehr gut aufgenommen. Nun wieder zurück zur Natur. Es ist schon 16 30 h. Draussen rieselt es noch ganz leicht, als wir uns auf den Weg machen. Ein Stück der Strasse entlang, bevor wir in die Weinberge und Obstplantagen zurückkehren, diese Wanderung soll 1 Stunde dauern. Bald kommen wir an weiteren Höfen vorbei, warten aufeinander an grösseren Kreuzungen, dann kommt die Sonne wieder. Lucie und Co. hängen wie immer etwas hinten ab, Mirella wird heute zur Fahnengotte erkoren. Das Wandern ist des Groupies Lust, wir haben es ja auch wirklich lustig. Paul muss uns manchmal stoppen, damit er filmen kann. Wir wandern an einem Wasserturm vorbei, nach Genf wären es noch 13 Kilometer. Ein riesiges Feld verblühter Sonnenblumen zeugen von diesem extrem heissen Sommer, der mit dieser Tour wenigstens vorübergehend sein Ende fand. Ein Brunnen sorgt für etwas Abkühlung, obwohl es nicht heiss ist. Nun ins nächste Dorf, nach Choilly, wir haben plötzlich einen super Ausblick auf die Weltstadt Genf mit seinen riesigen Gebäuden. Von weitem sieht man die Fontäne im See, den Jet d`Eau. Nach 75 Minuten Wanderzeit kehren wir beim zweiten Weinbauern ein, es begrüsst uns die Familie René und Bernadette Desbaillets in 1242 Chouilly. Die Reben der Domaine des Abeilles d`Or liegen im Anbaugebiet der kontrollierten Herkunftsbezeichnungen ( Appellation d`origine controlée ) Chouilly und Peissy, die wiederum zur Appellation der Gemeinde Satigny gehören. Gleich nebenan steht ein alter Zollposten hart an der Schweizer Grenze. Die Familie wohnt an der Route du Moulin - Fabry 3, er zeigt uns seine Weintanks, danach einen anderen Raum mit wunderschönen Eichenfässern. Jetzt nehmen wir über eine steile Treppe im geräumigen Weinkeller Platz und degustieren in netter und gemütlicher Atmosphäre seine Weine. Dazu laben wir uns an einigen, sehr schön dekorierten Käse - und Fleischplatten. Wir erfahren weiteres Wissen: Das aus Molasse bestehende Muttergestein ist porös genug, damit sich die Wurzeln der Rebstöcke einen Weg bahnen und das unterhalb des Anbaugebietes Chouilly befindliche Wasser aufnehmen können. Stimmt, die Wege im Berg sind auch lehmig, ich sehe es an meinen Schuhen. Monsieur Desbaillet schenkt uns sehr feine Weine ein, wir beginnen mit Chasselas aus beiden Gemeinden, Pinot Blanc, den wir bestellen und Pinot Gris. Danach Chardonnay, Sauvignon blanc, der Paul gut gefällt, weiter mit Oeil de Perdrix, Gamay rosé, roten Gamay und Pinot Noir. Die Zeit läuft auch schnell vorbei, damit es kein Gehetze gibt, will der Weinbauer uns nach Satigny runter fahren. Er schenkt uns noch 2 Flaschen Weissen zur Verpflegung im Zug, dann verabschieden wir uns von ihm. Und auch von den 7 welschen Groupies und steigen in den kleinen Bus ein. Auf Wiedersehen, Land und Leute, in wenigen Minuten sind wir 14 Groupies schon am Bahnhof Satigny. Der Zug lässt nicht lange auf sich warten, um 19 08 h fährt er ein. Kurze Fahrt nach Genf, meinen Kopfhörer nun auf die Birne und Eveline ist ausser sich: Ihr knallt im Zug "I`m a Bitch" von Alanis Morisette in die Birne, ein super Sound, sie singt und wir gröhlen, danach gibt es hier in Genf einen Aufenthalt. Wir bleiben auf dem Perron und öffnen eine Flasche von René Desbaillets. Hier verlassen uns auch schon Nadja und Eveline, wir wünschen weiterhin gute Heimreise. Pünktlich um 19 48 h fährt unser Schnellzug ab, wir strecken die Beine. Da kommt wieder mein iRiver MP3 - Player zum Einsatz, wir sounden und haben eine gute Stimmung im Zug. Der Mann an der Minibar ist ein Schwarzer, also ein Farbiger, sehr aufgestellt, möchte aber nicht gefilmt werden. Ich stelle mich vor: "I`m Georg!" Er: "George W. Bush?" Ich: "No, George Grolimund, not fucking George W. Bush. I`m the President of the Alpengroupies Club, not from United States!" Alle lachen, weiter: "I would like a fucking Beer, Feldcastle Beer or this fucking Claustaler Beer." Er: "Youre a crazy Man." Ich: "And I will this fucking Nüssli, very nice, this bloody fucking Nüssli and cold Beer." Paul filmt, wir grölen wie die Affen, Iris hat Tränen in den Augen vom Lachen. Das war toll, er kommt später noch einmal bei uns vorbei. In Yverdon steigen Kilian und Annika aus, nun startet er zu seiner grossen Reise am nächsten Montag, die ihn nach Singapur und Australien führt für sieben Monate. Good Luck, Kili, und weg sind sie. Die Zeit geht schnell vorbei, um 21 30 h sind wir in Biel, um 22 15 h kommen wir pünktlich in Laufen an. Der kleine Rest trennt sich und Jackie und Giusi fahren Paul, Iris und mich nach Hause. Besten Dank! Freuen wir uns also auf einen tollen Groupie - Film am nächsten Tourenausklang am 29. November, Paul hat noch viel Arbeit vor sich. So endet die Weintour 2003 feucht fröhlich und bald schon ruft uns der grosse, weisse Berg, der Mont Blanc in den Savoyer Hochalpen.



Besteigung des Mont Blanc 4810 m. ü. M.

Höchster Berg der Westalpen, das absolute Gipfelhighlight 2003

12. / 13. / 14. / 15. September 2003 *

Unser Aufstieg zur zweiten Hütte.

Bei dieser kleineren Expedition als 3 - tägige Alpengroupie - Tour sind heute dabei: Iwan Borer, Dieter Hunziker, Sascia Cavallaro, Franziska Aebischer, unser Führer Stephan Tüscher und ich. Wir alle haben schon am Strahlhorn gelitten. Rolf Jeger, der siebte im Bunde, musste leider absagen, er konnte nicht frei nehmen. Am Mittwochabend treffen wir uns zu fünft in einer Beiz in Oensingen, um alles nochmals durchzusprechen. Stephan ist in Zermatt und arbeitet. Am Donnerstag wird gepackt, denn das Wetter hat sich schon in den Prognosen super angehört. Am Freitagmorgen gibt es kein zurück mehr. Das Wetter ist genial, die Nullgradgrenze liegt bei 2300 Meter und letzte Woche hat es auch geschneit. Iwan fährt uns nach Chamonix, zuerst holt er Didi in Brislach ab und dann mich. Nun heisst es Abschied nehmen von Bianca und Iris für die nächsten 4 Tage. Über den Passwang zur Autobahn und über Bern - Fribourg zur Autobahnraststätte Gruyère. Hier treffen wir Franziska und Sascia um 09 30 h, Kaffehalt und noch Diverses einkaufen. Dann weiter nach Vevey - Martigny zum Col de la Forclaz hoch, einem Pass nahe der Schweizer Grenze. Hier entdecken wir eine sehr schöne Landschaft, ich war noch nie hier. Stephan erwartet uns hier auf dem Pass. Jetzt sind wir komplett, es ist 11 30 h. Nun über den Zoll nach Chamonix, schon bald erreichen wir diese Stadt in den Alpen. Da steht er, der grosse, weisse Berg, die Gletscher, Nadeln, die Aiguille du Midi mit der Spitze zuoberst. Zuerst suchen wir eine Pizzeria auf und geniessen Kohlenhydrate in Form von Spaghetti Carbonara und Spaghetti Bolognese, in grossen Töpfen serviert, super, dazu eiskaltes Bier. Danach vom Dorf Les Houches ( 1007 m. ) mit der Luftseilbahn zur Station Bellevue auf 1790 m. ü. M. und umsteigen auf die "Tramway du Mont Blanc", welche uns hoch fährt zum Le Nid d`Aigle ( Adlernest ) auf 2373 m. ü .M. Es ist bereits 14 45 h und hier beginnt diese dreitägige Tour, es gilt ernst. 1 ½ Jahre haben wir nun davon gesprochen. Wir wandern auf schönem Bergweg in 2 Stunden auf die untere Hütte. Am Anfang des Hüttenweges steht eine Warntafel, es ist verboten, diese Tour durchzuführen, datiert vom August 2003. Am 7. August starben auf dieser Route im Couloir 4 Bergsteiger durch Steinschlag. Es war extrem gefährlich hier in diesem wahnsinnig heissen Sommer, der die Gletscher schmelzen liess und der Permafrost die Berge nicht mehr zusammen halten konnte. Auf 2400 Meter steht ein Eisenkreuz am Weg, hier verunglückte ein Deutscher 1981. Auf 2700 Meter treffen wir auf den ersten Neuschnee, der den Pfad weiter oben etwas heikel macht. Der Tiefblick auf Chamonix ist genial, in vielen Kehren immer höher und höher. Noch ein paar gefährliche Stellen und schon sehen wir die Tete Rousse - Hütte, unser heutiges Ziel. 2 Stunden später und 900 Höhenmeter weiter oben erreichen wir die Hütte auf 3167 m. ü. M. Zu Beginn hatten wir Bekanntschaft mit 5 Steinböcken gemacht und Didi, das Tier, marschiert so meistens 100 Meter über uns. Die Hütte ist klein und eng, dahinter wird gerade an einer zweiten gebaut. Unsere Rucksäcke müssen draussen im Gang bleiben, nicht nur die Pickel und Steigeisen. Mit Bier beginnen wir unsere Ruhezeit mitten im Nachmittag, die Sonne scheint, eine super Aussicht geniesst man hier. Helikopter landen und nehmen Touristen und Bergsteiger mit ins Tal hinunter.

Unsere Mont Blanc - Gruppe auf der Gouter - Hütte, 3800 m. ü. M.

Geschafft, der höchste Gipfel ist erreicht.

Das Abendessen wird um 19 00 h aufgetischt. Es gibt kühle Suppe, absolut ungesalzen, Kartoffeln und Rindssuppenfleisch, nichts Spezielles. Dann feiern wir, ich spendiere meinen Las Aldeas 2002, den ich hier rauf getragen habe. Danach fliesst der rote Hüttenwein, es gibt nichts Besseres zum müde werden. Jetzt kommt mein iRiver IFP 252 MB MP3 - Player zum Einsatz, winzig klein mit Kopfhörer und ein sackstarker Sound. Ein Geburtstagsgeschenk zum Vierzigsten. Davon können sich in der Hütte alle überzeugen. Wir hören Plüsch, AC / DC, Rumpelstilz, Klassik ( Morgenstimmung ) usw. Die Stimmung draussen ist super, die Sonne verschwindet und wir erleben ein schönes Abendrot. Gegen 22 00 h ist Nachtruhe, man erholt sich bestens und wir schlafen in diesem Sinne aus, ich penne fast 7 Stunden. Am Samstagmorgen um 07 45 h zum Frühstück, gemütliches packen, menschliche Bedürfnisse nicht vergessen, draussen bläst der Wind eisig kalt. Ab 09 20 h wird angeseilt, die Steigeisen montiert und los geht es in voller Montur, denn jetzt kommt die gefährlichste Stelle der ganzen Tour, die Felswand mit dem Couloir. ( Grand Couloir ) Diese Stelle ist im Sommer extrem Steinschlag gefährdet, jetzt aber zum Glück gefroren. 600 Höhenmeter liegen vor uns, eine steile Wand, zuoberst steht die Gouter - Hütte auf der Aiguille du Gouter. Abmarsch um 09 30 h, über Firnschnee und einen kleinen Gletscher alsbald zum Couloir, das mit einem Drahtseil gesichert ist, in welches wir uns einbinden, das Kabel h&aum